Steinwinter

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Steinwinter GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1969
Sitz Stuttgart
Leitung Manfred G. Steinwinter
Branche Automobilhersteller

Die Steinwinter GmbH ist ein deutsches Unternehmen im Bereich Automobilbau.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 1969 begann der in Stuttgart ansässige Hersteller mit der Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Steinwinter. Etwa 1987 endete die Serienproduktion. Heute ist das Unternehmen im Bereich Sonderfahrzeug- und Prototypenbau tätig.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amigo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Modell war der Amigo, ein offenes Freizeitauto im Stil eines VW-Buggy, allerdings auf Fiat-Basis. Die Bodengruppe bestand aus Stahlblech. Der Motor stammte zumindest in den späteren Jahren vom Fiat 126. Die Produktion lief bis etwa 1982.[1] Ein Amigo nahm im Jahr 2000 an der Oldtimerrallye 2000 km durch Deutschland teil; sein Baujahr war im Programmheft mit 1969 angegeben. Ein weiterer Amigo ist im Automuseum Engstingen in Engstingen ausgestellt.

Junior[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa zur gleichen Zeit stand das Modell Junior im Angebot. Die Karosserie entsprach dem Fiat 500. Für den Antrieb sorgte der Zweizylinder-Zweitaktmotor vom Goggomobil mit 247 cm³ Hubraum und 13,6 PS Leistung. Abnehmer dieser Fahrzeuge waren Inhaber der alten Führerscheinklasse IV.[2]

250 L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolger des Junior war der 250 L, genannt Figo (Fiat/Goggomobil) Bei diesem Modell wurde der Goggomobil-Motor in die modernere Karosserie des Fiat 126 montiert. Zumindest im Modelljahr 1986 war auch ein kleiner Viertaktmotor mit 250 cm³ Hubraum erhältlich.[3] Ein 250 L steht im Automuseum Erfinderzeiten in Schramberg.

Junior 50[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das letzte Modell namens Junior 50 war ein Kleinstwagen mit einer eigenständigen Karosserie. Für den Antrieb sorgte ein luftgekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor von Fichtel & Sachs mit 50 cm³ Hubraum und 4,5 PS. Der Neupreis betrug im Modelljahr 1987 10.490 DM.[4] Fahrzeuge dieses Modells sind in Erfinderzeiten und im Automobilmuseum von Fritz B. Busch in Wolfegg zu besichtigen.

Konzeptfahrzeug Steinwinter 2040[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Steinwinter 2040 war ein Unterflur-Sattelschlepper (Cab-Under-Bauweise). Die Zugmaschine war nur 1,2 m hoch, somit konnte auch der Platz darüber als Ladefläche genutzt werden.[5] Ein Prototyp wurde erstellt und stieß auf reges Interesse. Das Fahrzeug wurde unter anderem 1983 auf der IAA präsentiert, jedoch fand sich kein Hersteller, der die Serienfertigung finanzierte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8
  • Klaus Freund (Chefredakteur): Auto Katalog 1982. Vereinigte Motor-Verlage GmbH & Co. KG, Stuttgart 1981
  • Rudolf Heitz (Chefredakteur): Auto Katalog 1986. Vereinigte Motor-Verlage GmbH & Co. KG, Stuttgart 1985
  • Rudolf Heitz (Chefredakteur): Auto Katalog 1987. Vereinigte Motor-Verlage GmbH & Co. KG, Stuttgart 1986

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steinwinter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auto Katalog Modelljahr 1982
  2. Linz, Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie
  3. Auto Katalog Modelljahr 1986
  4. Auto Katalog Modelljahr 1987
  5. Christoph Stockburger: Konzeptfahrzeug Steinwinter Cab-Under: Irgendwie untergegangen. In: Spiegel Online. 21. Juni 2016, abgerufen am 16. Oktober 2017.