Artega

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artega GmbH
Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2006
Auflösung 2012 und Wiederaufnahme 2015
Auflösungsgrund Übernahme durch die paragon AG nach Insolvenz
Sitz Delbrück, Deutschland
Leitung
  • Klaus Dieter Frers (Geschäftsführer ab 2008)
  • Wolfgang Ziebart (Geschäftsführer ab 2009)
  • Peter Müller (Geschäftsführer ab 2010)
  • Klaus Dieter Frers (Geschäftsführer)
Branche Automobilhersteller
Website www.artega.de

Artega in Delbrück
Das erste Artega-Fahrzeug ist der „Artega GT
Der „Artega Scalo“ wurde auf der IAA 2015 vorgestellt

Die deutsche Artega GmbH ist ein ursprünglich 2006 gegründeter Autohersteller aus dem nordrhein-westfälischen Delbrück. 2012 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. 2015 erfolgte die Wiederaufnahme der Fahrzeugproduktion.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde Ende 2006 als Ableger der ebenfalls aus Delbrück stammenden paragon AG gegründet. Beratende Unterstützung erhielt Gründer Klaus Dieter Frers durch Karl-Heinz Kalbfell. Von September 2008 an war Frers auch Geschäftsführer von Artega, bevor er Ende 2009 seinen 52%igen Unternehmensanteil an die deutsche Tochter des mexikanischen Privatinvestors Tresalia Capital, einem der Aktionäre der Brauerei Grupo Modelo, abgab.[1] Mit der Übernahme durch Tresalia wechselte die Geschäftsführung zu Wolfgang Ziebart.

Im März 2007 fand die Grundsteinlegung für die Fertigungsanlage mit integriertem Vertriebszentrum statt, die feierliche Eröffnung folgte Ende November 2008.[2] Erste Kundenfahrzeuge wurden seit 2009 ausgeliefert.[3]

Im Oktober 2010 wechselte Wolfgang Ziebart in den Unternehmensbeirat der Artega Automobil GmbH & Co. KG. Den Posten als neuer Geschäftsführer übernahm Peter Müller, der zuvor das operative Geschäft geleitet hatte.

Das Logo von Artega mit einem zehn Früchte tragenden Dornenstrauch und einem steigenden Bracken nimmt Bezug auf das Wappen des Unternehmensstandorts Delbrück.[4]

Artega hat am Freitag, den 29. Juni 2012, beim Amtsgericht Paderborn einen Insolvenzantrag gestellt. Der Verkauf an einen asiatischen Investor gelang nicht. Das Unternehmen beschäftigte 34 Mitarbeiter.[5]

Im Oktober 2012 übernahm die neu gegründete Artega GmbH die Vermögensgegenstände der insolventen Artega und damit auch die weiteren Servicearbeiten an den Fahrzeugen.

Artega war auf der IAA 2015 mit einem eigenen Stand vertreten.[6] Auf dem Genfer Automobilsalon 2017 stellte man gemeinsam mit Touring Superleggera, Mailand, den Elektro-Supersportwagen Artega Scalo Superelletra vor.[7]

Die Marke Artega ist wieder eigenständig unter der Geschäftsführung von Klaus Dieter Frers. Er verfolgt derzeit die Weiterentwicklung des Artega Scalo Superelletra. Zusätzlich werden Engineering-Leistungen angeboten.

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artegas erstes eigenständig entwickeltes Fahrzeug war der Sportwagen Artega GT.[8] Nach Fertigstellung der ersten fahrfertigen Testfahrzeuge Mitte 2008 erfolgte der offizielle Serienstart im Mai 2009, als die ersten Exemplare unter der Regie der seit Dezember 2008 amtierenden Geschäftsführung ausgeliefert wurden. Insgesamt wurden 153 Fahrzeuge gefertigt.

Auf Basis des Artega GT entwickelt die Fraunhofer-Gesellschaft unter Projektleitung des Fraunhofer IFAM Bremen einen Elektrofahrzeug-Prototyp (genannt "Frecc0" [9]). Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 konnten die ersten elektroangetriebenen Sportwagen unter dem Modellnamen Artega SE gezeigt und erprobt werden. [10]

Auf der IAA 2015 stellte Artega eine Weiterentwicklung des GT unter der Bezeichnung Scalo vor. Im Gegensatz zum ursprünglichen GT ist dieser elektrisch angetrieben. Außerdem wurde das ebenfalls elektrisch angetriebene Zweisitzer-Quad Karo präsentiert.[11][12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bierbrauer übernimmt Artega auf Autobild.de (abgerufen am 21. Dezember 2009)
  2. Artega eröffnet am 21. / 22. November (Memento vom 2. März 2014 im Internet Archive)
  3. Artega GT wird ausgeliefert (Memento vom 2. März 2014 im Internet Archive)
  4. Artega-GT-Porsche-Herausforderer-aus-der-Provinz (Memento vom 30. Mai 2013 im Internet Archive)
  5. http://www.n-tv.de/auto/Artega-beantragt-Insolvenz-article6645006.html Artega beantragt Insolvenz (abgerufen 4. Juli 2012)
  6. http://www.iaa.de/iaa-guides/aussteller/#/aussteller/artega-gmbh-co-kg/3707558@1@2Vorlage:Toter Link/www.iaa.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. In Genf steht ein neuer Artega. In: MotorTalk. 6. März 2017, abgerufen am 27. April 2018.
  8. Spiegel.de Westfale außer Rand und Band Auf: Spiegel Online, 28. Februar 2008.
  9. Pressemitteilung der Fraunhofer-Gesellschaft vom 2. September 2011, abgerufen am 23. Januar 2012
  10. http://www.grueneautos.com/2010/05/antrieb-fur-e-autos-radnabenmotoren-oder-zentraler-elektromotor/, 21. Mai 2010
  11. Der Artega ist zurück
  12. Artega Comes Back To Life With Electric Scalo Coupe & Karo Quad Bike

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Artega – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Koordinaten: 51° 45′ 42,6″ N, 8° 32′ 56,6″ O