Irmscher Automobilbau

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Irmscher Automobilbau GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1968
Sitz Remshalden, Deutschland

Leitung

  • Günther Irmscher jun.
  • Peter Lutz (Geschäftsführer)
Mitarbeiter etwa 150
Branche Fahrzeugtuning, Automobilhersteller
Website www.irmscher.com

Die Irmscher Automobilbau GmbH & Co. KG[1] ist ein deutscher Fahrzeugtuner und Automobilhersteller mit Sitz in Remshalden. Die Firma wurde 1968 von dem Rallyefahrer Günther Irmscher (1937–1996) gegründet.

Tuning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irmscher ist seit 1968 auf die Individualisierung und Tuning von Fahrzeugen spezialisiert. Dies umfasst sowohl Anbauteile wie Spoiler, Seitenschweller und dergleichen mehr, als auch Felgen sowie die Innenraumgestaltung aus hochwertigen Materialien (Holz, Aluminium usw.), wie z. B. Lenkräder, Konsolenverkleidungen, Schaltknauf bis hin zu Details wie den Türpins oder die Pedalerie. Ebenso bietet Irmscher Leistungssteigerungen und Abgassysteme an.

Seit 2004 bietet Irmscher auch Umbaulösungen und Zubehörteile für Peugeot-Modelle sowie für Kia Modelle an. Irmscher arbeitet auch im Van Bereich und bietet hier komplette Umbauten für Vans.

Neben dem Sonderserien und Tuning-Geschäft engagiert sich Irmscher im Automobil-Rennsport an Rallye-Veranstaltungen und Tourenwagen-Meisterschaften.

Das sportliche Engagement des Unternehmens Irmscher geht auf das Jahr 1965 zurück. In diesem Jahr gewann Unternehmensgründer Günther Irmscher sen. auf einem NSU Prinz TT die damalige Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. Nur zwei Jahre später siegte der Unternehmensgründer auf dem gleichen Fahrzeugmodell auch bei der Rallye Tour d’Europe.

In dieser Zeit begründete das Unternehmen seinen Ruf mit Renn- und Rallyeversionen von Opel-Serienfahrzeugen und schuf die noch heute bestehende Partnerschaft zum Automobilkonzern Opel.

Piloten wie der zweifache Rallyeweltmeister Walter Röhrl oder Jochi Kleint, Achim Warmbold und Sepp Haider konnten sich in Rallyefahrzeugen von Irmscher in die Siegerlisten von zahlreichen nationalen und internationalen Rallyes eintragen.

Fahrzeugbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irmscher stellt seit 1993 einen Eigenbau in Anlehnung des Lotus Seven her und vermarktet ihn unter eigenem Markennamen. Anfangs trug das Fahrzeug den Modellnamen Seventy Seven.[2] Seit 2010 heißt er Irmscher Roadster. Für den Antrieb sorgt ein Vierzylindermotor von Opel mit wahlweise 115 PS oder 150 PS. Ebenso wird ein Opel Turbo Motor mit 240 bis zu 284 PS verbaut.[2]

Prototyp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1989 stellte Irmscher einen Irmscher GT vor, der mit einem 3,6-l-Motor ausgestattet wurde und als 2+2-Sitzer als Sportcoupe vermarktet werden sollte.

Im Jahr 2002 präsentierte das Unternehmen das Modell Inspiro auf dem Genfer Auto-Salon. Der Roadster mit V6-Motor vom Opel Omega blieb ein Einzelstück.[2]

Im Jahr 2008 stellte Irmscher einen Irmscher GT mit V8 Motor vor.

Im Jahr 2011 wurde eine rein elektrisch betriebene Variante des Irmscher Roadsters mit dem Namen Irmscher "Selektra" auf dem Genfer Salon vorgestellt.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrer in der DTM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 Opel Kadett GSi 16V Markus Oestreich Peter Oberndorfer Klaus-Peter Thaler Sepp Haider
1990 Opel Kadett GSi 16V Klaus Niedzwiedz Markus Oestreich Volker Strycek
1991 Opel Omega 3000 Evo 500 Franz Engstler Volker Strycek Sepp Haider Frank Schmickler
1992 Opel Omega 3000 24V Evo500 Volker Strycek
2000 Opel Astra V8 Coupé Christian Menzel

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Irmscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag auf www.unternehmensregister.de, Unternehmensregister, abgerufen am 25. Februar 2018
  2. a b c Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.