James Rodríguez

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James
James Rodríguez 2016.jpg
James (2016)
Spielerinformationen
Name James David Rodríguez Rubio
Geburtstag 12. Juli 1991
Geburtsort CúcutaKolumbien
Größe 180 cm
Position Offensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
2001–2005 Academia Tolimense de Fútbol
2005–2006 Envigado FC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2008 Envigado FC 55 (20)
2008–2010 CA Banfield 42 0(5)
2010–2013 FC Porto 65 (25)
2013–2014 AS Monaco 34 0(9)
2014–2017 Real Madrid 77 (28)
2017– → FC Bayern München (Leihe) 7 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2007 Kolumbien U17 11 0(3)
2008 Kolumbien U20 8 0(4)
2011– Kolumbien 60 (21)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 18. November 2017

2 Stand: 10. November 2017

James David Rodríguez Rubio (* 12. Juli 1991 in Cúcuta), kurz James Rodríguez [ˈxames roˈðɾiɣes], meist aber nur James [ˈxames], ist ein kolumbianischer Fußballspieler, der seit Juli 2017 als Leihgabe von Real Madrid beim FC Bayern München unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit, Jugend und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James wurde 1991 nahe der venezolanischen Grenze in Cúcuta im kolumbianischen Departamento Norte de Santander geboren. Als er noch ein Baby war, zogen seine Eltern nach Ibagué, ins zentralkolumbianische Departamento Tolima, wo er aufwuchs und die Schule besuchte. Als er fünf Jahre alt war, verließ sein Vater die Familie.

James begann in der Schulmannschaft des vom Erzbistum Ibagué geleiteten Colegio Tolimense mit dem Fußballspielen, gefördert von seiner Mutter und seinem Stiefvater Juan Carlos Restrepo. Später, in der Jugend von Academia Tolimense de Fútbol,[1] durchlief er ab dem zehnten Lebensjahr alle Jugendmannschaften des Vereins seiner Heimat,[2] immer mit der Rückennummer 10.[3]

Neben seinem fußballerischen Engagement studierte James per Fernstudium Computertechnik an der UNAD (Universidad Nacional Abierta y a Distancia) von Kolumbien.[4]

James betont immer wieder in Gesprächen, dass Tolima seine Heimat sei, wo er seine Wurzeln habe und bei Besuchen nach Ibagué gehe, wo seine Mutter und Großeltern leben, sowie auch seine Freunde vom Fußballclub Deportes Tolima.[5] Aus Verbundenheit zu seiner Heimat gründete James im Dezember 2011 mit seiner Familie die Stiftung Colombia Somos Todos („Wir alle sind Kolumbien“),[6] ein sportlich-soziales Projekt, das über den Fußball hinaus, den durch Frustrationen gefährdeten Kindern und Jugendlichen, helfen soll ihre Talente besser einzusetzen.[7][8]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Südamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verantwortliche des kolumbianischen Zweitligisten Envigado FC erkannten anlässlich eines Jugendfußballturniers in Tolima, genannt Ponyfútbol, James' Talent. Mit knapp 15 Jahren zog er 2006 ins 350 Kilometer entfernte Medellín, um dort eine Profikarriere vorzubereiten. Mit seiner neuen Mannschaft stieg er im ersten Jahr in die zweite Liga ab, im darauffolgenden Jahr wieder in die Categoría Primera A auf.

2008 wechselte er nach Argentinien zu CA Banfield. Der Verein wurde in Apertura und Clausura Zwölfter. In der Saison 2009/10 wurde der Bonaerenser Vorortklub Meister der Apertura und Fünfter der Clausura. Banfield war damit für die Copa Libertadores qualifiziert, bei der James in acht Spielen fünf Tore erzielte. Banfield schied im Achtelfinale gegen den späteren Wettbewerbssieger SC Internacional aus Brasilien aus.

Erste Stationen in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2010 schloss sich der Kolumbianer dem portugiesischen Pokalsieger FC Porto an. Mit diesem gewann er zwischen 2010 und 2013 dreimal die Meisterschaft, 2011 den portugiesischen Pokal und die Europa League. In 65 Ligaspielen erzielte James 25 Tore und bereitete weitere 27 vor.

Zur Saison 2013/14 wechselte James gemeinsam mit João Moutinho zum französischen Erstligisten AS Monaco. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Am 30. November 2013 erzielte er sein erstes Tor für die Monegassen. Während seiner Saison beim AS Monaco kam er in 34 Ligaspielen zum Einsatz und traf dabei neunmal ins Tor.

Wechsel zu Real Madrid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er im Sommer 2014 bei der WM in Brasilien mit sechs Treffern Torschützenkönig geworden war, wechselte James zum Champions-League-Sieger Real Madrid und unterschrieb einen Vertrag bis 2020. Mit einer Ablösesumme von rund 80 Mio. Euro wurde er zu einem der teuersten Spieler weltweit. Er bekam die Rückennummer 10, die zuletzt Mesut Özil getragen hatte.[9] Nach 29 Einsätzen in seiner ersten Saison bei den Madrilenen und 26 in der Saison 2015/16 war er vor seinem Wechsel zu Bayern München nur noch Ersatzspieler.[10] In der Saison 2016/17 kam er zwar noch zu 22 Ligaeinsätzen, davon aber lediglich fünf über die volle Spielzeit und dies meist gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenbereichen. In der Champions League wurde er meist nur noch in der Vorrunde eingesetzt, beim Finale gegen Juventus Turin stand er nicht einmal mehr im Kader.

Leihe zum FC Bayern München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Juli 2017 gab der FC Bayern München eine Einigung mit Real Madrid über einen Transfer von James bekannt.[11] Demnach wurde er für zwei Jahre auf Leihbasis verpflichtet, mit einer anschließenden Kaufoption des deutschen Rekordmeisters. Die sportärztliche Untersuchung und die Vertragsunterschrift erfolgte einen Tag später, am 12. Juli 2017. Bei der offiziellen Vorstellung wurde bekanntgegeben, dass James zukünftig mit der Rückennummer 11, die zuvor Douglas Costa trug, auflaufen werde. Sein Bundesligadebüt gab er am 9. September 2017 (3. Spieltag) bei der 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit Einwechslung für Rafinha in der 78. Minute. Sein erstes Bundesligator erzielte er am 19. September 2017 beim 3:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04 mit dem Treffer zum 2:0 in der 29. Minute.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James bei der WM 2014

James spielte sowohl für die U17 als auch für die U20 des kolumbianischen Fußballverbandes. Bei der U17-Weltmeisterschaft in Südkorea traf er am 20. August 2007 erstmals auf seinen späteren Mannschaftskollegen von Real Madrid, Toni Kroos, im Spiel gegen die U17-Nationalmannschaft des DFB, das 3:3 endete.[12]

Im Sommer 2011 nahm er an der U20-Weltmeisterschaft in seinem Heimatland teil. Dort schied er mit der Mannschaft im Viertelfinale aus und erzielte in fünf Spielen drei Tore.

Am 11. Oktober 2011 kam er zu seinem Debüt in der kolumbianischen Nationalmannschaft, als er im Auswärtsspiel gegen Bolivien (2:1) für die WM-Qualifikation 2014 in der Startelf stand und durchspielte.[13]

In den Vorrundenspielen Kolumbiens bei der WM 2014 in Brasilien gegen Griechenland (3:0), die Elfenbeinküste (2:1) und Japan (4:1) erzielte er je einen Treffer und wurde zweimal zum Man of the Match gekürt. Im Achtelfinalspiel gegen Uruguay (2:0) schoss James beide Tore und verhalf seiner Mannschaft damit zum Einzug ins Viertelfinale.[14] Durch diesen Erfolg wurde er insgesamt dreimal zum Man of the Match gewählt.[15] Im Viertelfinale gegen Brasilien gelang ihm der Anschlusstreffer per Elfmeter zum 1:2-Endstand. James wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig der WM 2014. Sein Volleyschuss nach Annahme mit der Brust zum 1:0 gegen Uruguay wurde in einer Umfrage auf der FIFA-Website zum schönsten Tor der WM gewählt.[16]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James war seit Dezember 2010 mit der professionellen Volleyballspielerin Daniela Ospina, Schwester seines Nationalmannschaftskollegen David Ospina, verheiratet. Im Juli 2017 trennten sie sich.[17] Sie haben eine Tochter.[18]

Sein Name wird zwar wie der englische Vorname James geschrieben, jedoch spanisch als [ˈxames] ausgesprochen. Er selbst stellt sich dem Gegenüber explizit mit Já-Mes vor, nicht Yeims.[19]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: James – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizielle Website
  • James in der Datenbank von weltfussball.de
  • James in der Datenbank von bdfa.com (spanisch)
  • James in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)
  • James in der Datenbank von transfermarkt.de

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. James Rodríguez nació para cumplir el sueño de ser el '10' durante toda su vida. In: elconfidencial.com, abgerufen am 11. Juli 2017 (spanisch)
  2. James Rodríguez, el niño de Ibagué obsesionado por los videojuegos. In: elcomercio.com, abgerufen am 12. Juli 2017 (spanisch)
  3. Pilar Rubio, madre de James Rodríguez. In: mamabeaute.com, abgerufen am 11. Juli 2017 (spanisch)
  4. Biografía de James Rodríguez. In: buscabiografias.com, abgerufen am 11. Juli 2017 (spanisch)
  5. Tolima es mi tierra, allá crecí”: James Rodríguez. In: elpais.com, abgerufen am 11, Juli 2017 (spanisch)
  6. ' colombiasomostodos.net, abgerufen am 13. Juli 2017 (spanisch)
  7. James Rodríguez inaugura fundación en Ibagué. In: elpais.com, 21. Dezember 2011 (spanisch)
  8. El Sueño de un País colombiasomostodos.net, abgerufen am 13. Juli 2017 (spanisch)
  9. Official announcement: James Rodríguez (englisch) Abgerufen am 22. Juli 2014
  10. Oliver Fritsch: James Rodríguez: Er war nicht mal Ersatzspieler. zeit.de, 11. Juli 2017, abgerufen am 26. Juli 2017.
  11. FC Bayern verpflichtet James Rodríguez von Real Madrid. In: fcbayern.de, abgerufen am 11. Juli 2017
  12. Spektakuläre Remis zwischen Deutschland und Kolumbien. In: de.fifa.com, abgerufen am 13. Juli 2017
  13. Convocatoria Selección Mayores para juego ante Bolivia (Spanish) Colombia national football team. 29. September 2011. Abgerufen am 30. September 2011.
  14. WM-Star James Rodriguez zaubert Kolumbien ins Viertelfinale
  15. FIFA WM 2014 Profil. FIFA.com. Abgerufen am 7. Juli 2014
  16. Rodríguez erzielt bestes WM-Tor. sid/dpa-Meldung auf der Website der Sportschau, 21. Juli 2014.
  17. Bayern-Neuzugang James Rodriguez und Frau Daniela Ospina geschieden. In: goal.com, 28. Juli 2017
  18. James y Ospina agrandan la familia de la Selección Colombia
  19. José Vicente Hernáez: Florentino: mi nombre es Jámes, Já-Mes. In: teinteresa.es, 30. Juni 2014