Rafael Benítez

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Rafa Benítez

Rafael Benítez (2013)

Spielerinformationen
Voller Name Rafael Benítez Maudes
Geburtstag 16. April 1960
Geburtsort MadridSpanien
Größe 175 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
Real Madrid
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1974–1981
1981–1985
1985–1986
Real Madrid Castilla
AD Parla
CD Linares
247 (7)
124 (8)
34 (7)
Stationen als Trainer
1986–1993
1993–1995
1995–1996
1996–1997
1997–1999
2000–2001
2001–2004
2004–2010
2010
2012–2013
2013–2015
2015–2016
2016–
Real Madrid (Jugend)
Real Madrid Castilla
Real Valladolid
CA Osasuna
FC Extremadura
CD Teneriffa
FC Valencia
FC Liverpool
Inter Mailand
FC Chelsea
SSC Neapel
Real Madrid
Newcastle United
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rafael Benítez Maudes [rafaˈel beˈniteθ ˈmauðes] (* 16. April 1960 in Madrid) ist ein spanischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Fußballspieler nahm Benítez 1979 mit der spanischen Universitäts-Auswahl an der Universiade in Mexiko teil und kam dabei zu fünf Einsätzen.[1] Auf Vereinsebene spielte er von 1973 bis 1981 für das Reserveteam von Real Madrid. Bis 1986 spielte er bei zweit- und drittklassigen Clubs.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendtrainer bei Real Madrid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner aktiven Laufbahn wurde Benítez Trainer. Seine ersten Jahre arbeitete er mit den Junioren und der Reservemannschaft von Real Madrid. 1987 und 1989 gewann Benítez seine ersten Titel als Trainer, als man die Liga für sich entschied. Weitere Titel folgten.

Frühe Jahre als Cheftrainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten Cheftrainerposten erhielt er 1995 bei Real Valladolid. Nach 23 Spielen mit nur zwei Siegen hatte der Klub zwar lange an ihm festgehalten, entließ ihn aber letztendlich. Während der Saison 1996/97 übernahm Benítez bei CA Osasuna in der Segunda División, wurde aber auch dort nach neun Partien wegen Erfolglosigkeit entlassen.

Kurz darauf übernahm er 1997 Ligakonkurrent FC Extremadura. Hinter Deportivo Alavés erreichte die Mannschaft den zweiten Platz. Damit führte Benítez den Club in die erste spanische Liga. Dort schaffte sein Team den Klassenerhalt. Das Folgejahr verlief schlechter und man kämpfte gegen den Abstieg. Diesen konnte man nicht mehr abwenden und der Klub wurde wieder zweitklassig.

1999 nahm Benítez eine einjährige Auszeit. Er bildete sich in Italien und England weiter und arbeitet als Experte für Sportsender wie Eurosport. 2000 unterzeichnete Benítez dann bei CD Teneriffa. Mit Spielern wie Mista, Curro Torres und Luis García gelang ihm der erneute Aufstieg in die Primera División. Der Trainer spielte mit dem kanarischen Inselclub jedoch dann nicht in der 1. Liga, sondern wurde vom FC Valencia abgeworben, wo er Héctor Cúper ablöste. Mit Valencia wurde er in seiner ersten Saison gleich spanischer Meister. Dies wiederholte er 2004 und gewann in der gleichen Saison noch den UEFA-Pokal.

FC Liverpool[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue spanische Meistertrainer wurde dann der erste spanische Trainer beim FC Liverpool und konnte mit den Reds von der Anfield Road in seiner ersten Saison die UEFA Champions League in einem denkwürdigen Finale gegen den AC Mailand gewinnen. 2006 gelang ihm der Sieg im FA-Cup. 2007 zog Benítez mit Liverpool zum zweiten Mal ins Finale der UEFA Champions League ein, doch diesmal behielt der AC Mailand durch zwei Tore von Filippo Inzaghi mit 2:1 die Oberhand. 2008 und 2009 scheiterte sein Club jeweils im Halb-, bzw. Viertelfinale am FC Chelsea. In der Saison 2009/10 schied man bereits in der Gruppenphase aus und musste in der UEFA Europa League weiterspielen. Da der FC Liverpool auch in der englischen Meisterschaft schwächelte, stand Benítez über lange Phasen der Saison in der Kritik. Am Ende erreichte man den siebten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigte. Zu dieser Zeit wurden auch Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Juventus Turin laut. Während italienische Medien bereits über einen fixen Wechsel berichteten, dementierte das Management von Benítez stets jegliche Wechselabsichten. Nach der Saison 2009/10 trennte sich der FC Liverpool von Benítez.[2] Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bei 350 offiziellen Spielen der „Reds“ auf der Bank gesessen.

Inter Mailand, FC Chelsea und SSC Neapel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Juni 2010 wurde Benítez neuer Trainer von Inter Mailand und trat die Nachfolge von José Mourinho an,[3] der mit Inter die Meisterschaft, den Pokal und die UEFA Champions League gewonnen hatte. Am 21. August 2010 gewann er mit seinem neuen Verein mit einem 3:1 über den AS Rom den italienischen Supercup. Am 18. Dezember im selben Jahr gewann er mit Inter die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft . Am 23. Dezember 2010 trennte sich der Verein von Benítez;[4] die Mannschaft stand auf dem siebten Tabellenplatz.

Am 21. November 2012 übernahm Benítez die Nachfolge des am gleichen Tag entlassenen Trainers Roberto Di Matteo beim Londoner Premier-League-Club FC Chelsea.[5] Nach zahlreichen Lästereien über seine Person entschied sich Benítez am 28. Februar 2013, den Verein nach der Saison zu verlassen.[6] Abschließend führte er die Mannschaft zum Gewinn der Europa League 2012/13. In der Meisterschaft belegte Chelsea den dritten Rang.

Zur Saison 2013/14 wechselte Benítez zum SSC Neapel als Nachfolger von Walter Mazzarri.[7] Der Verein belegte mit ihm die Plätze drei und fünf in der Liga und gewann 2014 den italienischen Pokal.

Real Madrid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2015/16 übernahm Benítez den Trainerposten bei Real Madrid als Nachfolger von Carlo Ancelotti. Am 4. Januar 2016 wurde er wieder entlassen, als das Team nach 18 Spieltagen auf dem dritten Tabellenplatz stand. Benítez verlor u. a. den Clásico gegen den FC Barcelona im Bernabéu mit 0:4 und hatte die Disqualifikation in der Copa del Rey durch den Einsatz des nicht spielberechtigten Denis Tscheryschew zu verantworten. Sein Nachfolger wurde Zinédine Zidane.[8]

Newcastle United[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. März 2016 wurde Benítez als Nachfolger von Steve McClaren Trainer des englischen Erstligisten Newcastle United.[9]

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International

National

Persönliche Ehrungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rafael Benítez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker Champions-League-Sonderheft 2005/06: Von Gerrard, den Beatles und immer größeren Uhren, S. 8
  2. Benítez is to leave the club. Abgerufen am 3. Juni 2010.
  3. Inter und Benitez vor Einigung. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. Inter: Inter e Benitez: risoluzione consensuale
  5. chelseafc.com: BENITEZ APPOINTED, 21. November 2012, abgerufen am 21. November 2012
  6. Benitez provoziert Rauswurf. sport1.de. 28. Februar 2013. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  7. Alles klar: Benitez übernimmt Neapel www.kicker.de, 27. Mai 2013, abgerufen am 28. Mai 2013.
  8. kicker online: Real setzt Benitez vor die Tür - Zidane übernimmt, 4. Januar 2016, abgerufen am 4. Januar 2016.
  9. Meldung auf der Website von Newcastle United, abgerufen am 11. März 2016.