Luis Carniglia

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Luis Carniglia
Luis Antonio Carniglia.jpg
Spielerinformationen
Name Luis Antonio Carniglia
Geburtstag 4. Oktober 1917
Geburtsort OlivosArgentinien
Sterbedatum 22. Juni 2001
Sterbeort Buenos AiresArgentinien
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
Club de Olivos
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1933–1936 CA Tigre
1936–1941 Boca Juniors 54 (17)
1942–1944 Chacarita Juniors
CF Atlas
1951–1952 OGC Nizza 10 0(1)
1952–1953 Sporting Toulon 26 0(4)
1953–1955 OGC Nizza 8 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1955–1957 OGC Nizza
1957–1959 Real Madrid
1959–1960 AC Florenz
1961 AS Bari
1961–1963 AS Rom
1963–1964 AC Mailand
1964–1965 Deportivo La Coruña
1965–1968 FC Bologna
1969 Juventus Turin
1973 San Lorenzo
1978–1979 Girondins Bordeaux
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Luis Antonio Carniglia (* 4. Oktober 1917 in Olivos, Provinz Buenos Aires; † 22. Juni 2001 in Buenos Aires) war ein argentinischer Fußballspieler und -trainer, der in beiden Funktionen etliche nationale und internationale Titel gewonnen hat.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stürmer begann als Jugendlicher beim CA Tigre. 1936 kam er zu den Boca Juniors, mit denen er 1940 die Meisterschaft in der Primera División und den Titel im Pokalwettbewerb um die Copa Dr. Carlos Ibarguren gewann. Im Jahr 1941 verletzte er sich bei einem Punktspiel schwer und brauchte lange, um wieder annähernd in Form zu kommen. In Argentinien trat er noch für CA Chacarita Juniors sowie in Guadalajara für den CF Atlas[1] gegen den Ball und wurde dabei 1951 mexikanischer Meister.

In den frühen 1950ern kam er in die höchste französische Spielklasse. Mit dem OGC Nizza gelang ihm ein erneuter Gewinn des Doublé, indem die Südfranzosen 1952 sowohl in der Meisterschaft als auch im Landespokal erfolgreich waren. Anschließend mit Zustimmung von Trainer Mario Zatelli an den Zweitdivisionär Sporting Toulon ausgeliehen, kehrte nach einer Saison nach Nizza zurück, wo er 1954 erneut den französischen Pokal gewann. In dieser Mannschaft stürmte er an der Seite einiger der besten Offensivkräfte des damaligen französischen Profifußballs wie Fontaine, Ujlaki, Nurenberg und Mahjoub.[2] In beiden siegreichen Endspielen erzielte Luis Carniglia einen frühen Treffer: 1952 das 2:1 nach zwölf Minuten gegen Girondins Bordeaux (Endstand 5:3),[3] 1954 das 2:0 nach elf Minuten gegen Olympique Marseille (Endstand 2:1). Dass OGC Nizza dieses zweite Finale überhaupt erreicht hatte, verdankte es ebenfalls seinem „alten Argentinier“, dem bereits im Halbfinale gegen AS Troyes-Savinienne der entscheidende Torerfolg gelungen war.[4] Erst mit fast 38 Jahren beendete er 1955 seine Spielerlaufbahn.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luis Carniglia übernahm 1955 das Traineramt bei OGC Nizza, seinem letzten Verein als Spieler; 1956 führte er die Elf zum Meistertitel in der Division 1.[5] Mit dem OGC scheiterte Carniglia im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister 1956/57 an Real Madrid – und wechselte nach Saisonende als Nachfolger José Villalongas zu ebendiesem seinerzeit erfolgreichsten Klub Europas, der mit hochklassigen Spielern wie Di Stéfano, Kopa, Gento, Santamaría oder Puskás regelrecht gespickt war. 1958 gewann er die spanische Meisterschaft und den Europapokal der Landesmeister (3:2-Finalsieg über AC Mailand); diesen europäischen Titel holte er mit Real im Jahr darauf erneut, diesmal nach einem 2:0 gegen Stade Reims.[6]

In der Saison 1959/60 arbeitete er bei der Fiorentina, 1960/61 bei der AS Bari, 1961 bis 1963 bei der AS Rom, 1963/64 beim AC Mailand, 1964/65 wieder in Spanien bei Deportivo La Coruña, von 1965 bis 1968 beim FC Bologna und 1969/70 bei Juventus Turin.[7] Eine seiner letzten Verpflichtungen führte ihn noch einmal nach Frankreich: 1979/80 betreute er dort Girondins Bordeaux. Außerdem war Carniglia 1981 Interimstrainer und danach Generalmanager bei den Boca Juniors in Argentinien.

Palmarès[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L'Équipe/Gérard Ejnès: Coupe de France. La folle épopée. L'Équipe, Issy-les-Moulineaux 2007 ISBN 978-2-915-53562-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marc Barreaud: Dictionnaire des footballeurs étrangers du championnat professionnel français (1932–1997). L'Harmattan, Paris 1998 ISBN 2-7384-6608-7, S. 93
  2. L'Équipe/Ejnès, S. 370
  3. L'Équipe/Ejnès, S. 368
  4. L'Équipe/Ejnès, S. 370
  5. Hubert Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France. Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire 2002 ISBN 2-84253-762-9, S. 57 und 194
  6. rsssf: Real Madrid managers
  7. Seine Stationen in Italien nach http://www.settoretecnico.figc.it/allegati/NOTIZIARIO%2006_2005_A03.pdf