Psalm 44

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Der Psalm in einem Psalterbüchlein von 1499

Der 44. Psalm ist ein Psalm der Korachsöhne. Er ist in die Reihe der Klagelieder des Volkes einzuordnen.

Gliederung[Bearbeiten]

Üblicherweise wird der Psalm folgendermaßen gegliedert:[1]

  1. V. 2–9: Heilsgeschichtlicher Rückblick.
  2. V. 10–23: Schilderung der gegenwärtigen Katastrophe.
  3. V. 24–27: Abschließende Bitte um Beendigung der Katastrophe durch Eingreifen JHWHs.

Deutung[Bearbeiten]

Als zentrale Aussage des Psalms arbeitet Hermann Gunkel den Gegensatz zwischen Vergangenheit und Gegenwart hervor.[2] Das Judentum leide angesichts der goldenen Vergangenheit umso mehr unter der Not der gegenwärtigen Situation.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. So von Gianfranco Ravasi: Il libro dei Salmi. Bd. I, Bologna 1981, S. 782, Erich Zenger: Die Psalmen I. Psalm 1–50 Echter-Verlag, Würzburg 1993, S. 271, Peter Craigie: Psalms 1–50., Waco 1983, S. 332. Vgl. Michael Emmendörffer: Der ferne Gott: eine Untersuchung der alttestamentlichen Volksklagelieder vor dem Hintergrund der mesopotamischen Literatur. Mohr Siebeck, Tübingen 1998, S. 106.
  2. Hermann Gunkel: Die Psalmen, (61986), S. 186.

Weblinks[Bearbeiten]

Volltext nach der Einheitsübersetzung hier: EU