Psalm 31

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Der 31. Psalm (nach griechischer Zählung der 30.) ist ein Psalm Davids in der Bibel und gehört in die Reihe der Klagelieder eines Einzelnen.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Psalm unterteilt sich in zwei Teile, die beide sich recht ähnlich sind. Daher wurde auch bereits angenommen, dass es sich bei dem Psalm ursprünglich um zwei verschiedene handelt.[1]

Darüber, wie die zwei Teile in sich gegliedert werden sollten, gibt es in der Forschung keine allgemeine Übereinstimmung.[2] Eine mögliche Unterteilung von Hermann Gunkel sieht folgendermaßen aus:[3]

  1. Vers 2-9: Teil 1: Bitten und Wünsche
    1. Vers 2a, 4a und 5c-7: Hinzufügen des Ausdrucks des Vertrauens
    2. Vers 9f: Schluss: Wunsch, Danklied singen zu dürfen
  2. Vers 10-25: Teil 2
    1. Vers 10a: Einleitender „Hilfeschrei“
    2. Vers 10b-14: Klage
    3. Vers 15-19: Vertrauen und Gebet für den Untergang der Feinde
    4. Vers 20-25: Jubelndes Schlußstück: Danklied

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund von Berührungen des Psalms mit anderen und mit einem Klagelied des Jeremias erfuhr der Psalm recht scharfe Kritik. Bernhard Duhm nennt den Psalm „aus Zitaten zusammengeflickt“.[4] Auch Rudolf Kittel kritisiert am Psalm, er setze überhaupt kein „persönliches Erleben“ voraus.[5]

Liturgische Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikalische Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Psalm wurde Grundlage des Chorals In dich hab ich gehoffet, Herr (1533, EG 275) von Adam Reissner.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emil Balla: Das Ich der Psalmen (1912), S. 16.
  2. Peter C. Craigie: Psalms 1-50 (1983), S. 259.
  3. Hermann Gunkel: Die Psalmen (61986), S. 131f.
  4. Bernhard Duhm: Psalmen, 1899.
  5. Rudolf Kittel: Die Psalmen, 1.21914.