Psalm 120

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Beginn von Psalm 120 in einer illustrierten Bibelhandschrift

Der 120. Psalm ist ein biblischer Psalm aus dem fünften Buch des Psalters. Er wird durch den ersten Vers, wie alle Psalmen von Psalm 120 bis einschließlich Psalm 134, als Wallfahrtslied bezeichnet. Der so übersetzte Begriff deutet wohl auf „Stufen“ hin, was vielfach auf die Stufen zum Tempel bezogen wird. Basierend darauf folgt die Interpretation, dass diese Psalmen bei Wallfahrten nach Jerusalem gesungen wurden.[1]

Nach der griechischen Zählung der Septuaginta, die auch von der lateinischen Vulgata verwendet wird, trägt der Psalm die Nummer 119.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Psalmbeter klagt Gott, dass er durch Verleumdungen und eventuell sogar falsche Anklagen verfolgt wird. In Vers 4 werden die Verleumdungen (ähnlich wie in Psalm 64,4 EU) mit scharfen Pfeilen verglichen, was möglicherweise auf eine Entsprechung von Strafe und Vergehen hindeutet. Die Nennung der Völker Meschech am schwarzen Meer und Kedars in der syrisch-arabischen Wüste in Vers 5 steht wahrscheinlich symbolisch für barbarische und heidnische Völker, mit denen er seine Verfolger vergleicht.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lateinische Vertonungen („Ad dominum cum tribularer clamavi“) schufen u. a.:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Psalm 120 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Volltext in verschiedenen Übersetzungen:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stuttgarter Erklärungsbibel. 2. Auflage. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1992, ISBN 3-438-01121-2, S. 717