UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2019

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Jersey rainbow.svg UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2019
Ausgabe 86. UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
Veranstalter Union Cycliste Internationale
Sportart Straßenradsport
Gastgeber Yorkshire (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien)
Datum 22.–29. September 2019
Wettbewerbe 11
Offizielle Website worlds.yorkshire.com
< Innsbruck 2018 > Aigle/Martigny 2020
Start des Straßenrennens der Männer

Die 86. UCI-Straßen-Weltmeisterschaften fanden vom 22. bis 29. September 2019 in der ehemaligen britischen Grafschaft und heutigen Region Yorkshire statt.

Mittelpunkt und Ziel aller Rennen waren in Harrogate. Dort endete im Jahr 2014 die erste Etappe der Tour de France bei großem Zuschauerinteresse.

Die Weltmeisterschaften setzten sich aus insgesamt elf Wettbewerben zusammen, je einem Straßenrennen und einem Einzelzeitfahren für Männer und Frauen, für U23-Fahrer, Junioren und Juniorinnen.

Im Rahmen der UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2018 in Innsbruck gab der Weltradsportverband UCI bekannt, dass bei der WM 2019 ein neuer Zeitfahrwettbewerb eingeführt werden soll, eine gemischte Staffel aus je drei Männern und drei Frauen aus dem Kreis von Nationalmannschaften. Dieser Wettbewerb ersetzt das bisherige Mannschaftszeitfahren von kommerziellen Radsportteams. Zunächst starten in diesem die drei Männer eines Teams und werden dann nach der Hälfte der Distanz von den drei Frauen abgelöst. Die Zeitmessung erfolgt nach der zweiten Sportlerin im Ziel. Dieser neue Wettbewerb stellte am Sonntag, den 22. September, den Auftakt der Weltmeisterschaften dar.[1]

Das Staffelrennen zählte sowohl für die UCI-Weltranglisten der Männer und Frauen wie auch für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Die besten zehn Teams erhielten ein Gesamt-Preisgeld von 166.000 Euro.[1]

Im Rahmen dieser Weltmeisterschaften wurden auch C1-Rennen im Paracycling ausgetragen.[2]

Wettkämpfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Zeit Klasse Distanz (km) Runden Höhenmeter Start–Ziel Weltmeister(in) 2019 Weltmeister(in) 2018
Mixed-Staffel
Sonntag, 22. September 13:20 Elite Frauen und Männer 27,6 2 492 Harrogate–Harrogate NiederlandeNiederlande Niederlande nicht ausgetragen
Einzelzeitfahren
Montag, 23. September 10:10 Juniorinnen 13,7 1 246 Harrogate–Harrogate RusslandRussland Aigul Garejewa NiederlandeNiederlande Rozemarijn Ammerlaan
13:10 Junioren 27,6 2 492 Harrogate–Harrogate ItalienItalien Antonio Tiberi BelgienBelgien Remco Evenepoel
Dienstag, 24. September 10:10 Männer (U23) 30,3 1 474 Ripon–Harrogate DanemarkDänemark Mikkel Bjerg DanemarkDänemark Mikkel Bjerg
14:40 Elite Frauen 30,3 1 474 Ripon–Harrogate Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chloé Dygert NiederlandeNiederlande Annemiek van Vleuten
Mittwoch, 25. September 13:10 Elite Männer 54 684 Northallerton–Harrogate AustralienAustralien Rohan Dennis AustralienAustralien Rohan Dennis
Straßenrennen
Donnerstag, 26. September 12:10 Junioren 148,1 217 Richmond–Harrogate Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Quinn Simmons BelgienBelgien Remco Evenepoel
Freitag, 27. September 08:40 Juniorinnen 92 622 Doncaster–Harrogate Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Megan Jastrab OsterreichÖsterreich Laura Stigger
14:00 Männer U 23 (*) 171,6 2 Doncaster–Harrogate ItalienItalien Samuele Battistella SchweizSchweiz Marc Hirschi
Samstag, 28. September 11:40 Elite Frauen 150 3 2394 Bradford–Harrogate NiederlandeNiederlande Annemiek van Vleuten NiederlandeNiederlande Anna van der Breggen
Sonntag, 29. September 09:00 Elite Männer (**) 260,7 7 3035 Leeds–Harrogate DanemarkDänemark Mads Pedersen SpanienSpanien Alejandro Valverde

Uhrzeiten: BST = MESZ – 1 Stunde
(*): Das U23-Rennen wurde wegen der erwarteten schlechten Sichtbedingungen in den späten Abendstunden um eine Zielrunde gekürzt und die Startzeit um 10 Minuten nach vorne verlegt.[3] (**): Der Start des Rennens der Männer (Elite) wurde wegen zum Teil überfluteter Straßen um 20 Minuten nach hinten verlegt und um eine Zielrunde gekürzt.[4]

Resultate und Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer / Frauen Elite Mixed-Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Mannschaft Fahrer Mannschaft Fahrerinnen Zeit
(min)
Abstand
(min)
1 NiederlandeNiederlande Niederlande Männer Koen Bouwman
Bauke Mollema
Jos van Emden
Frauen Lucinda Brand
Riejanne Markus
Amy Pieters
38:27.60
(43,058 km/h)
2 DeutschlandDeutschland Deutschland Männer Tony Martin
Nils Politt
Jasha Sütterlin
Frauen Lisa Brennauer
Lisa Klein
Mieke Kröger
38:50,35
(42,637 km/h)
+ 0:22,75
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Männer John Archibald
Daniel Bigham
Harry Tanfield
Frauen Lauren Dolan
Anna Henderson
Joscelin Lowden
39:18,87
(42,122 km/h)
+ 0:51,27
4 ItalienItalien Italien Männer Edoardo Affini
Davide Martinelli
Elia Viviani
Frauen Elena Cecchini
Tatiana Guderzo
Elisa Longo Borghini
39:23.49
(42,040 km/h)
+ 0:55,89
5 FrankreichFrankreich Frankreich Männer Bruno Armirail
Jérôme Cousin
Romain Seigle
Frauen Aude Biannic
Coralie Demay
Séverine Eraud
39:50.64
(41,562 km/h)
+ 1:23,04
6 SchweizSchweiz Schweiz Männer Robin Froidevaux
Claudio Imhof
Joel Suter
Frauen Elise Chabbey
Marlen Reusser
Kathrin Stirnemann
39:54.54
(41,494 km/h)
+ 1:26,94

Streckenlänge: 27,6 Kilometer.
Es gingen elf Mannschaften an den Start.

Das niederländische Team gewann die Mixed-Staffel auf einer hügeligen und technisch anspruchsvollen Strecke, wobei das Männertrio zur Übergabe bereits eine Bestzeit vorlegte. Die deutschen Männer lagen zur Halbzeit auf Rang fünf. Durch die Bestzeit der deutschen Frauen gewann das deutsche Sextett die Silbermedaille. Die Bronzemedaille ging an das britische Team, welches die Italiener (4.) noch abfing. Die Italiener wurden durch einen Reifendefekt von Elisa Longo Borghini behindert, die nach einer langen Aufholjagd erst auf dem Schlußkilometer zu ihren Kolleginnen aufschließen konnte.[5]

Frauen Elite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen-Weltmeisterin wurde Annemiek van Vleuten (hier bei der Flèche Wallonne 2019)
Platz Athletin Land Zeit
1 Annemiek van Vleuten NiederlandeNiederlande NED 4:06:05 h
2 Anna van der Breggen NiederlandeNiederlande NED + 2:15 min
3 Amanda Spratt AustralienAustralien AUS +2:28 min
4 Chloé Dygert Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA + 3:24 min
5 Elisa Longo Borghini ItalienItalien ITA + 4:45 min
6 Marianne Vos NiederlandeNiederlande NED + 5:20 min
7 Marta Bastianelli ItalienItalien ITA gl. Zeit
8 Ashleigh Moolman SudafrikaSüdafrika RSA gl. Zeit
9 Lisa Brennauer DeutschlandDeutschland GER gl. Zeit
10 Coryn Rivera Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA gl. Zeit
21 Elise Chabbey SchweizSchweiz SUI gl. Zeit
34 Marlen Reusser SchweizSchweiz SUI + 5:31 min
48 Clara Koppenburg DeutschlandDeutschland GER + 6:25 min
49 Lisa Klein DeutschlandDeutschland GER + 6:43 min
66 Liane Lippert DeutschlandDeutschland GER + 9:53 min
70 Franziska Koch DeutschlandDeutschland GER + 12:55 min
75 Angelika Tazreiter OsterreichÖsterreich AUT + 13:50 min

Streckenlänge: 149,4 Kilometer
Es gingen 152 Fahrerinnen aus 49 Nationen an den Start, von denen 88 das Ziel erreichten.

Neue Weltmeisterin wurde nach einer Alleinfahrt von 104 Kilometern Annemiek van Vleuten. Als van Vleuten an einem Anstieg attackierte, bildete sich hinter ihr eine siebenköpfige Verfolgergruppe, die von van Vleutens niederländische Teamkollegin Anna van der Breggen kontrolliert wurde. Diese Gruppe zerfiel nach und nach. Vier ihrer Mitglieder belegten die Plätze zwei bis fünf: van der Breggen (2. auf 2:15 Minuten), Amanda Spratt (3. auf 2:28), Chloé Dygert (nach einer erfolglosen Konterattacke 4. auf 3:24), und Elisa Longo Borghini (5. auf 4:45); während Soraya Paladin, Cecilie Uttrup Ludwig und Clara Koppenburg vom durch Marianne Vos (6. auf 5:20) angeführten Hauptfeld eingeholt wurden.[6]

Einzelzeitfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chloé Dygert (2018)
Platz Athletin Land Zeit (min) Abstand (min)
1 Chloé Dygert Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 42:11,57
(43,088 km/h)
2 Anna van der Breggen NiederlandeNiederlande NED 43:43,92 + 1:32,35
3 Annemiek van Vleuten NiederlandeNiederlande NED 44:04,23 + 1:52,66
4 Amber Neben Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 44:49,98 +2:38,41
5 Lisa Klein DeutschlandDeutschland GER 44:52,36 + 2:40,79
6 Marlen Reusser SchweizSchweiz SUI 45:13,66 + 3:02,09
7 Leah Thomas Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 45:24,23 + 3:12,66
8 Lucinda Brand NiederlandeNiederlande NED 45:27,19 + 3:15,62
9 Alena Amjaljussik WeissrusslandWeißrussland BLR 45:29,13 + 3:17,56
10 Lisa Brennauer DeutschlandDeutschland GER 45:31,37 + 3:19,80
20 Anna Kiesenhofer OsterreichÖsterreich AUT 46:51,39 + 4:39,82
22 Elise Chabbey SchweizSchweiz SUI 47:20,92 + 5:09,35

Streckenlänge: 30,3 Kilometer
Es starteten 53 Fahrerinnen aus 33 Ländern.

Das Rennen wurde aufgrund Überflutungen mit 40 Minuten Verzögerung gestartet. Auf regennasser Straßen gewann überraschenderweise die 22-jährige US-Amerikanerin Chloé Dygert vor den favorisierten Niederländerinnen Anna van der Breggen und Annemiek van Vleuten,[7] die im Vorjahr die ersten beiden Plätze belegt hatten.

Männer Elite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 23-jährige Däne Mads Pedersen wurde in Yorkshire Straßenweltmeister

Straßenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Mads Pedersen DanemarkDänemark DEN 6:27:28 h
2 Matteo Trentin ItalienItalien ITA gl. Zeit
3 Stefan Küng SchweizSchweiz SUI + 2 s
4 Gianni Moscon ItalienItalien ITA + 17 s
5 Peter Sagan SlowakeiSlowakei SLO + 43 s
6 Michael Valgren DanemarkDänemark DEN + 45 s
7 Alexander Kristoff NorwegenNorwegen NOR + 1:10 min
8 Greg Van Avermaet BelgienBelgien BEL gl. Zeit
9 Gorka Izagirre SpanienSpanien ESP gl. Zeit
10 Rui Costa PortugalPortugal POR gl. Zeit
15 John Degenkolb DeutschlandDeutschland GER gl. Zeit
19 Nils Politt DeutschlandDeutschland GER + 1:22 min
22 Michael Albasini SchweizSchweiz SUI + 1:48 min
27 Marc Hirschi SchweizSchweiz SUI + 2:20 min
30 Felix Großschartner OsterreichÖsterreich AUT + 3:59 min

Streckenlänge: 260,7 Kilometer
Es gingen 195 Fahrer an den Start, von denen 46 das Ziel erreichten.

Das abschließende Eliterenne der Männer wurde aufgrund von Überschwemmungen um 24 Kilometer verkürzt und fand bei Dauerregen und kühlen Temperaturen von anfänglich 12 Grad statt. Der erst 23-jährige Mads Pedersen wurde überraschend Weltmeister im Sprint aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe vor Matteo Trentin und Stefan Küng. Die ersten Drei hatten sich etwa 30 Kilometer vor dem Ziel zusammen mit Gianni Moscon (4. mit 17 Sekunden Rückstand) und dem Mitfavoriten Mathieu van der Poel abgesetzt, der 12 Kilometer vor dem Ziel entkräftet zurückfiel und mit einem Rückstand von 10:52 Minuten nur 43. wurde. Kurz vor dem Ziel lösten sich Peter Sagan (5. mit 43 Sekunden) und Michael Valgren (6. mit 45 Sekunden) aus der Verfolgergruppe, deren Sprint Alexander Kristoff (7. mit 1:10 min) gewann.[8]

Einzelzeitfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rohan Dennis (2018)
Platz Athlet Land Zeit (h) Abstand (min)
1 Rohan Dennis AustralienAustralien AUS 1:05:05,35
(49,778 km/h)
2 Remco Evenepoel BelgienBelgien BEL 1:06:14.28 + 1:08,93
3 Filippo Ganna ItalienItalien ITA 1:07:00,35 + 1:55,00
4 Patrick Bevin NeuseelandNeuseeland NZL 1:07:02,51 + 1:57,16
5 Alex Dowsett Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 1:07:07,12 + 2:01,77
6 Lawson Craddock Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:07:12,62 + 2:07,27
7 Tanel Kangert EstlandEstland EST 1:07:12,95 + 2:07,60
8 Nélson Oliveira PortugalPortugal POR 1:07:15,15 + 2:09,80
9 Tony Martin DeutschlandDeutschland GER 1:07:32,49 + 2:27,14
10 Stefan Küng SchweizSchweiz SUI 1:07:52,01 + 2:46,66
22 Nils Politt DeutschlandDeutschland GER 1:09:15,55 + 4:10,20
35 Claudio Imhof SchweizSchweiz SUI 1:11:16,85 + 6:11,50
40 Matthias Brändle OsterreichÖsterreich AUT 1:12:27,50 + 7:22,15

Streckenlänge: 54,0 Kilometer
Es gingen 57 Fahrer aus 38 Nationen an den Start.

Titelverteidiger Rohan Dennis wiederholte seinen Vorjahreserfolg in seinem ersten Rennen nach seinem Ausstieg unter ungeklärten Umständen bei der Tour de France 2019 vor dem erst 19-jährigen Remco Evenepoel.[9]

Männer U23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Samuele Battistella ItalienItalien ITA 3:53:52 h
2 Stefan Bissegger SchweizSchweiz SUI gl. Zeit
3 Thomas Pidcock Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR gl. Zeit
4 Sergio Higuita KolumbienKolumbien COL gl. Zeit
5 Andreas Lorentz Kron DanemarkDänemark DEN gl. Zeit
6 Tobias Foss NorwegenNorwegen NOR gl. Zeit
7 Pascal Eenkhoorn NiederlandeNiederlande NED + 38 s
8 Mikkel Bjerg DanemarkDänemark DEN gl. Zeit
9 Mathieu Burgaudeau FrankreichFrankreich FRA gl. Zeit
10 Torjus Sleen NorwegenNorwegen NOR gl. Zeit
12 Georg Zimmermann DeutschlandDeutschland GER + gl. Zeit
15 Jonas Rutsch DeutschlandDeutschland GER + 40 s
21 Mauro Schmid SchweizSchweiz SUI + 2:01 min
23 Robin Froidevaux SchweizSchweiz SUI + 3:02 min
36 Johan Jacobs SchweizSchweiz SUI + gl. Zeit
44 Leon Heinschke DeutschlandDeutschland GER + 5:11 min
45 Joel Suter SchweizSchweiz SUI + 5:21 min
46 Markus Wildauer OsterreichÖsterreich AUT + 7:44 min
47 Patrick Haller DeutschlandDeutschland GER + 7:64 min
51 Miguel Heidemann DeutschlandDeutschland GER + 10:34 min
60 Patrick Gamper OsterreichÖsterreich AUT + 12:42 min
68 Stefan Kolb OsterreichÖsterreich AUT + gl. Zeit

Streckenlänge: 171,6 Kilometer

Es starteten 158 Fahrer aus 46 Ländern, von denen 113 klassiert wurden. Drei Fahrer wurden disqualifiziert.

Der Niederländer Nils Eekhoff gewann den Sprint einer siebenköpfigen Spitzengruppe vor dem Italiener Samuele Battistella. Eekhoff war erst auf dem Schlußkilometer mit zwei anderen Fahrern zu den ersten vier Fahrern aufgeschlossen. Beide Gruppen bildeten sich auf den letzten 20 Kilometern. Eekhoff wurde jedoch wegen verbotenen Windschattenfahrens hinter einem Begleitfahrzeug nach einem Sturz auf den ersten 100 Kilometern des Rennens disqualifiziert und Battistella zum Weltmeister erklärt. Der Kameramann, der die Bilder lieferte, meinte, es habe sich um eine Aktion gehandelt wie er sie in 41 Berufsjahren in über 1000 Aufholjagden nach Stürzen gesehen habe, während die Jury ausführte, es habe sich um einen längeren Zeitraum gehandelt, so dass die härtest mögliche Strafe habe ausgesprochen werden müssen. Die Disqualifikation sei erst nach dem Rennen getroffen worden, da die Bilder erst dann zur Verfügung gestanden hätten.[10][11][12]

Einzelzeitfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikkel Bjerg (hier 2018) verteidigte seinen Zeitfahrtitel aus dem Vorjahr
Platz Athlet Land Zeit (min) Abstand
1 Mikkel Bjerg DanemarkDänemark DEN 40:20,42
(45,067 km/h)
2 Ian Garrison Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 40:46,87 + 26,45 s
3 Brandon McNulty Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 40:48,11 + 27,69 s
4 Mathias Norsgaard Jørgensen DanemarkDänemark DEN 40:57,20 + 36,78 s
5 Brent Van Moer BelgienBelgien BEL 41:03,68 + 43,26 s
6 Morten Hulgaard DanemarkDänemark DEN 41:16,49 + 56,07 s
7 Nils Eekhoff NiederlandeNiederlande NED 41:21,44 + 1:01,02 min
8 Byron Munton SudafrikaSüdafrika RSA 41:47,01 + 1:26,59 min
9 Markus Wildauer OsterreichÖsterreich AUT 41:58,60 + 1:38,18 min
10 Daan Hoele NiederlandeNiederlande NED 42:06,21 + 1:45,79 min
13 Marc Hirschi SchweizSchweiz SUI 42:12,07 + 1:51,65 min
16 Kevin Geniets LuxemburgLuxemburg LUX 42:23,03 + 2:02,61 min
20 Patrick Gamper OsterreichÖsterreich AUT 42:28,35 + 2:07,03 min
23 Stefan Bissegger SchweizSchweiz SUI 42:54,02 + 2:33,60 min
25 Miguel Heidemann DeutschlandDeutschland GER 43:05,35 + 2:44,93 min
33 Juri Hollmann DeutschlandDeutschland GER 43:20,69 + 3:00,27 min

Streckenlänge: 30,3 Kilometer.
Es waren 61 Fahrer aus 38 Nationen gemeldet, ein Fahrer ging nicht an den Start, ein weiterer beendete das Rennen nicht.

Mikkel Bjerg verteidigte seinen Vorjahrestitel. Der Wettbewerb wurde von Starkregen und teilweise bis zu 20 Zentimeter tiefen Pfützen auf der Strecke geprägt. Durch diese Umstände wurden mehrere Stürze ausgelöst.[13]

Juniorinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Megan Jastrab (hier bei der Bahn-WM) gewann das Straßenrennen der Juniorinnen
Platz Athletin Land Zeit
1 Megan Jastrab Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:08:00
2 Julie De Wilde BelgienBelgien BEL gl. Zeit
3 Lieke Nooijen NiederlandeNiederlande NED gl. Zeit
4 Aigul Garejewa RusslandRussland RUS gl. Zeit
5 Elynor Backstedt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR gl. Zeit
6 Noemi Rüegg SchweizSchweiz SUI + 3 s
7 Kata Blanka Vas UngarnUngarn HUN gl. Zeit
8 Léa Curinier FrankreichFrankreich FRA + 5 s
9 Silje Mathisen NorwegenNorwegen NOR + gl. Zeit
10 Magdeleine Vallières KanadaKanada CAN + 7 s
16 Noëlle Buri SchweizSchweiz SUI + 14 s
42 Friederike Stern DeutschlandDeutschland GER + 1:22 min
53 Lucy Mayrhofer DeutschlandDeutschland GER + 1:35 min
60 Anna-Helene Zdun DeutschlandDeutschland GER + 2:18 min
62 Annika Liehner OsterreichÖsterreich AUT + 2:36 min
75 Melissa Rouiller SchweizSchweiz SUI + 5:06 min
79 Paula Leonhardt DeutschlandDeutschland GER + 7:11 min

Streckenlänge: 86 Kilometer
Es starteten 95 Fahrerinnen aus 33 Nationen; 91 Fahrerinnen kamen ins Ziel.

25 Kilometer vor dem Ziel starteten die Französin Cedrine Kerbaol und die Chilenin Catalina Soto einen Ausreißversuch. Nachdem die Chilenin sich sieben Kilometer vor dem Ziel von der Französin löste, wurde erst die Französin (36.) und dann die Chilenin (17.) drei Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Hierauf attackierte die Titelträgerin des Zeitfahrens Aigul Garejewa gefolgt von Megan Jastrab. Jastrab gewann den Sprint, während Garejewa von der Spitze des Verfolgerinnenfelds eingeholt wurde und Platz 4 belegte.[14]

Einzelzeitfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min) Abstand
1 Aigul Garejewa RusslandRussland RUS 22:16,23
(36,910 km/h)
2 Shirin van Anrooij NiederlandeNiederlande NED 22:19,84 + 3,61 s
3 Elynor Backstedt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 22:27,16 + 10,93 s
4 Camilla Alessio ItalienItalien ITA 22:30,86 + 14,63 s
5 Wilma Olausson SchwedenSchweden SWE 22:33,19 + 16,96 s
6 Leonie Bos NiederlandeNiederlande NED 22:37,50 + 21,27 s
7 Zoe Ta-Perez Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22:42,14 + 25,91 s
8 Sofia Collinelli ItalienItalien ITA 22:51;61 + 35,38 s
9 Megan Jastrab Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 23:00,68 + 44,45 s
10 Ella Wyllie NeuseelandNeuseeland NZL 23:07,53 + 51,30 s
11 Noemi Rüegg SchweizSchweiz SUI 23:08,86 + 52,63 s
15 Annika Liehner SchweizSchweiz SUI 23:33,35 + 1:17,12 min
17 Paula Leonhardt DeutschlandDeutschland GER 23:37,45 + 1:21,22 min
21 Lucy Mayrhofer DeutschlandDeutschland GER 23:40,93 + 1:24,70 min
38 Nina Berton LuxemburgLuxemburg LUX 24:35,05 + 2:18,82 min

Streckenlänge: 13,7 Kilometer
Es starteten 50 Fahrerinnen aus 31 Nationen.

Das Einzelzeitfahren der Juniorinnen gewann die Russin Aigul Garejewa, obwohl sie sich in der letzten Kurve verfuhr und, statt zum Ziel zu fahren, der für die Begleitwagen vorgesehenen Route folgte.[15]

Junioren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenrennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Quinn Simmons Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:38:04 h
2 Alessio Martinelli ItalienItalien ITA + 56 s
3 Magnus Sheffield Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA + 1:33 min
4 Enzo Leijnse NiederlandeNiederlande NED gl. Zeit
5 Gianmarco Garofoli ItalienItalien ITA gl. Zeit
6 Vegard Stokke NorwegenNorwegen NOR gl. Zeit
7 Alfred George Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR + 1:45 min
8 Frederik Wandahl DanemarkDänemark DEN gl. Zeit
9 Jakub Bouček TschechienTschechien CZE gl. Zeit
10 Milan Paulus BelgienBelgien BEL + 3:25 min
14 Marco Brenner DeutschlandDeutschland GER gl. Zeit
18 Georg Steinhauser DeutschlandDeutschland GER + 1:54 min
29 Hannes Wilksch DeutschlandDeutschland GER + 8:45 min
41 Elia Blum OsterreichÖsterreich AUT + 14:58 min
56 Maximilian Kabas OsterreichÖsterreich AUT + 16:49 min
70 Michael Heßmann DeutschlandDeutschland GER + 17:17 min

Streckenlänge: 148,1 Kilometer
Es gingen 120 Fahrer aus 41 Nationen an den Start, 48 Fahrer konnten das Rennen nicht beenden.

In einem vom US-Team kontrollierten Rennen setzten sich 55 Kilometer vor dem Ziel fünf Fahrer ab, darunter neben dem späteren Weltmeister Quinn Simmons mit Magnus Sheffield (3.) ein weiterer US-Amerikaner. 33 Kilometer vor dem Ziel verblieb alleine Simmons an der Spitze und beendete den Wettbewerb als Solosieger.[16]

Einzelzeitfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min) Abstand
1 Antonio Tiberi ItalienItalien ITA 38:28.25
(43,046 km/h)
2 Enzo Leijnse NiederlandeNiederlande NED 38:36,04 + 7,79 s
3 Marco Brenner DeutschlandDeutschland GER 38:40,87 + 12,62 s
4 Quinn Simmons Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 38:48,19 + 19,94 s
5 Michel Heßmann DeutschlandDeutschland GER 38:56,01 + 27,76 s
6 Andrea Piccolo ItalienItalien ITA 38:58,18 + 29,93 s
7 Lars Boven NiederlandeNiederlande NED 39:12,28 + 44,03 s
8 Leo Hayter Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 39:19,29 + 51,04 s
9 Oscar Nilsson-Julien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 39:28,36 + 1:00,11 min
10 Finn Fisher-Black NeuseelandNeuseeland NZL 39:33,75 + 1:05,50 min
26 Maximilian Kabas OsterreichÖsterreich AUT 40:56,30 + 2:28,05 min
36 Fabio Christen SchweizSchweiz SUI 41:45,70 + 3:17,45 min
47 Elia Blum SchweizSchweiz SUI 42:46,29 + 4:18,04 min
49 Loïc Bettendorf LuxemburgLuxemburg LUX 42:58,50 + 4:30,25 min
54 Joé Michotte LuxemburgLuxemburg LUX 43:22,69 + 4:54,44 min

Streckenlänge: 27,6 Kilometer
Es gingen 64 Fahrer aus 35 Nationen an den Start.

Der Italiener Antonio Tiberi gewann das Einzelzeitfahren der Junioren, obwohl er kurz nach dem Start aufgrund eines Tretkurbeldefekts seine Rennmaschine wechseln musste.[17]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 3 1 2 6
2 NiederlandeNiederlande Niederlande 2 4 2 8
3 ItalienItalien Italien 2 2 1 5
4 DanemarkDänemark Dänemark 2 0 0 2
5 AustralienAustralien Australien 1 0 1 2
6 RusslandRussland Russland 1 0 0 1
7 BelgienBelgien Belgien 0 2 0 2
8 DeutschlandDeutschland Deutschland 0 1 1 2
SchweizSchweiz Schweiz 0 1 1 2
10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 0 0 3 3
Total 11 11 11 33

Aufgebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bund Deutscher Radfahrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreichischer Radsport-Verband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Swiss Cycling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fédération du Sport Cycliste Luxembourgeois[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2019 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b The UCI introduces a mixed team time trial for the UCI Road World Championships. In: Union Cycliste Internationale. 26. September 2018, abgerufen am 26. September 2018 (englisch).
  2. 2019 Road World Championships: Yorkshire to host first team time trial mixed relay. In: bbc.com. Abgerufen am 28. September 2018 (englisch).
  3. WM: U23-Straßenrennen wird um eine Zielrunde verkürzt. In: radsport-news.com. 25. September 2019, abgerufen am 29. September 2019.
  4. WM-Strecke verkürzt, zwei Anstiege fallen weg. In: radsport-news.com. 29. September 2019, abgerufen am 29. September 2019.
  5. Die deutschen Frauen retten der Staffel WM-Silber. In: radsport-news.com. 22. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
  6. Verrückter Plan führt Van Vleuten zu WM-Gold! In: radsport-news.com. 28. September 2019, abgerufen am 28. September 2019.
  7. Dygert bricht bei der WM die niederländische Übermacht. In: radsport-news.com. 24. September 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  8. Pedersens Überlebenskampf wird mit WM-Gold belohnt. In: radsport-news.com. 29. September 2019, abgerufen am 29. September 2019.
  9. Gold im Zeitfahren: Dennis kehrt triumphal zurück. In: radsport-news.com. 25. September 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  10. Eekhoff bekommt Gold aberkannt, Battistella U23-Weltmeister. In: radsport-news.com. 27. September 2019, abgerufen am 28. September 2019.
  11. Eekhoff war nur 15 Minuten lang U23-Weltmeister. In: radsport-news.com. 28. September 2019, abgerufen am 28. September 2019.
  12. UCI clarification on the disqualification of Nils Eekhoff. In: uci.org. 28. September 2019, abgerufen am 28. September 2019 (englisch).
  13. Bjerg pflügt durch die tiefen Pfützen zu WM-Gold. In: radsport-news.com. 24. September 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  14. Clevere Jastrab sprintet zu WM-Gold, Mayrhofer im Sturzpech. In: radsport-news.com. 27. September 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  15. Gareeva biegt falsch ab und holt dennoch Gold. In: radsport-news.com. 23. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
  16. Simmons nach perfekter Teamarbeit mit Solo zu WM-Gold. In: radsport-news.com. 26. September 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  17. Tiberi krönt Aufholjagd mit Gold, Brenner wird Dritter. In: radsport-news.com. 23. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
  18. Straßen-WM: Dreßler ersetzt Rosner nach Sturz. In: rad-net.de. 23. September 2019, abgerufen am 25. September 2019.