Salzburg Hauptbahnhof
| Salzburg Hauptbahnhof | |
|---|---|
| Ansicht vom Südtiroler Platz auf den Haupteingang im Jahr 2008 | |
| Daten | |
| Betriebsart | Durchgangsbahnhof, Kopfbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 4 Durchgangsbahnsteige 3 Kopfbahnsteige 2 Lokalbahnhof |
| Reisende | ca. 25.000[1] |
| Abkürzung | Sb (ÖBB), XASB (DB) |
| Eröffnung | 1860 |
| Architektonische Daten | |
| Architekt | Rudolf Bayer[2] |
| Lage | |
| Stadt | Salzburg |
| Bundesland | Salzburg |
| Staat | Österreich |
| Koordinaten | 47° 48′ 47,3″ N, 13° 2′ 44,8″ O47.81313888888913.045769444444Koordinaten: 47° 48′ 47,3″ N, 13° 2′ 44,8″ O |
| Höhe | 423 m |
| Eisenbahnstrecken | |
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| Liste der Bahnhöfe in Österreich | |
Der Salzburger Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof des Ballungsraumes Salzburg und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Westen Österreichs. Er wird von rund 25.000[1] Reisenden täglich frequentiert und hatte lange Zeit die Funktion eines Grenzbahnhofs in Richtung Deutschland. Der Salzburger Hauptbahnhof ist ein Bahnhof sowohl der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) als auch der Deutschen Bahn AG (DB). In ihm werden mehrere Fern- und Nahverkehrsstrecken der ÖBB miteinander verknüpft. Dazu gehören die Westbahn von Wien und Linz, die Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg, über die neben internationalen Zügen auch im Korridorverkehr über Rosenheim (das Deutsche Eck) Schnellverbindungen mit Tirol und Vorarlberg gefahren werden. Nach Süden führt als weitere Hauptstrecke die Salzburg-Tiroler-Bahn über Bischofshofen und Zell am See nach Wörgl, von welcher in Schwarzach-St. Veit die Tauernbahn abzweigt. Der Hauptbahnhof verfügt außerdem über eine Verladestelle[3] für Autoreisezüge.
Für den Regionalverkehr bedeutsam ist der Hauptbahnhof als Ausgangspunkt der Bahnstrecke nach Lamprechtshausen und Trimmelkam sowie als Knotenpunkt der S-Bahn Salzburg und zahlreicher Regionalbuslinien für den Großraum Salzburg. Auch befindet sich hier einer der zentralen Knotenpunkte im Streckennetz des Salzburger Oberleitungsbusses sowie der städtischen Autobuslinien. Bis 1957 befand sich am alten Lokalbahnhof am Bahnhofsvorplatz, dem Südtiroler Platz, auch noch die Abfahrtsstelle der schmalspurigen, im Volksmund auch „Ischlerbahn“ genannten Salzkammergut-Lokalbahn nach Mondsee und Bad Ischl.
Der Bahnhof (Aufnahmegebäude, Mittelbahnsteig) steht unter Denkmalschutz und liegt in der Pufferzone das UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg. Er wird derzeit einem Totalumbau unterzogen. Die Arbeiten sollen im Jahr 2014 abgeschlossen sein.
Inhaltsverzeichnis |
Lage und Baugestaltung [Bearbeiten]
Der Salzburger Hauptbahnhof liegt in der Elisabeth-Vorstadt, die Altstadt ist durch den Stadtteil Neustadt abgegrenzt.
Das Aufnahmegebäude des Bahnhofes steht auf dem Südtiroler Platz mit dem Busbahnhof für Regionlabusse und der Bushaltestelle der städtischen Buslinien. Um den Platz befinden sich außerdem Cafés, Restaurants und ein Einkaufszentrum.
Südlich erstreckt sich der Personenbahnhof bis zur Saint-Julien-Straße bzw. Gabelsbergerstraße; der durchgehende Straßenzug unterquert die vom Bahnhof auslaufenden Gleisanlagen Richtung Deutschland im Nelböck-Viadukt. Östlich der Gütergeleise befindet sich die Lastenstraße, westlich begrenzen die Rainerstraße sowie der Südtiroler Platz und der Engelbert-Weiß-Weg die Bahnanlagen. Richtung Norden bündeln sich die Geleise zur Westbahn Richtung Wien und zur Salzburg-Tiroler-Bahn Richtung Bischofshofen.
Dabei fällt das Bahnhofsgelände in drei Stadtteile, Elisabeth-Vorstadt vor dem Bahnhof, Itzling im Norden, und Schallmoos auf der Frachenbahnhofseite, und in zwei Katastralgemeinden, gutteils Salzburg und am nordseitigen Ende Itzling.
Das Aufnahmsgebäude selbst und die historischen Bahnsteige gehören noch Pufferzone des UNESCO-Welterbes Historisches Zentrum der Stadt Salzburg, fällt also nicht direkt unter den UNESCO-Schutz, soll aber die Kernzone vor Störungen im Weichbild bewahren. Auch in der Pufferzone brauchen dominierendere Baulichkeiten die Zustimmung der UNESCO-Kommission, auch bei geringer Bauhöhe, da die Stadt von den Stadtbergen von oben so gut einsichtig ist.[4] Aufnahmegebäude und Mittelbahnsteig stehen zudem unter Denkmalschutz.
Empfangsgebäude [Bearbeiten]
Die Bahnhofsgebäude an der Westbahn wurden alle – oft mehrmals – durch neuere ersetzt. Nur das Salzburger Empfangsgebäude blieb weitgehend im Original erhalten. Das mit Ornamenten verzierte Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.
Das Bahnhofsgebäude bestand nach der Betriebseröffnung aus einem Mitteltrakt und auf beiden Seiten aus einem jeweils nach hinten versetzten Flügelbau, an den sich wiederum jeweils ein etwas vorgesetzter Gebäudetrakt anschloss. Die Diensträume, Warteräume und Abfertigungsschalter befanden sich im linken Teil des Gebäudes. Mit dem Bahnhofsumbau um 1900 wurde auch das Empfangsgebäude renoviert und umgestaltet. Ein besonderer Glücksfall war die Wiederauffindung der originalen Fliesengestaltung der Wartehalle, die jahrzehntelang hinter Wandplatten verborgen und im besten Zustande erhalten war.
Seitdem wurde das Empfangsgebäude hinsichtlich der Bauelemente nicht mehr verändert. Das Gebäude besitzt heute ein Satteldach und hat einen weiß-grauen Anstrich. Der Mitteltrakt ist mit roten Stilelementen verziert.
Im Zuge des Bahnhofsumbaus wird auch das Empfangsgebäude modernisiert; die UNESCO, Bundesdenkmalamt, die Stadt Salzburg und die ÖBB waren sich einig, dass die Fassade in ihrer bestehenden Form erhalten bleiben muss.
Zentralperron [Bearbeiten]
Der Zentralperron, ein zentraler und großräumiger Inselbahnsteig, wurde mit dem Bahnhofsumbau um 1900 errichtet. Am 19. Februar 1907 wurde mit seinem Bau begonnen, die Eröffnung erfolgte am 5. Juli 1909. Im Zuge des Umbaus wurde der Inselbahnsteig 2009 gesperrt, in der Folge abgetragen und durch herkömmliche Mittelbahnsteige ersetzt.
Der Zentralperron maß 164,5 x 52 Meter, was einer Fläche von 8554 m² entspricht. Der Zentralperron verfügte über eine denkmalgeschützte Überdachung, welche nun in die neuerrichtete Anlage integriert ist. Auf dem Zentralperron befand sich ein Verkehrspavillon unter anderem mit gastronomischen Einrichtungen. Beidseitig endeten an der Schmalseite des Zentralperrons mehrere Kopfgleise, auf der Westseite[Anm. 1] aus Deutschland kommend, auf der Ostseite endeten hier Züge aus österreichischen Richtungen. Der Zugang zu den Zügen Richtung Deutschland erfolgte bis gegen Jahresende 1997 über eine Grenzkontrolle, die in einem weiteren Gebäude auf dem Inselbahnsteig untergebracht war. An den Längsseiten des Zentralperrons lagen Durchgangsgleise. An seinem östlichen Ende befanden sich zuletzt auf Höhe der Kopfgleise zwei Aufgänge zu einer Fußgängerbrücke zur Lastenstraße (Stadtteil Schallmoos), die zuvor lange Zeit nur von außerhalb des Bahnhofsgebäudes erreicht werden konnte.
Bahnsteiggleise [Bearbeiten]
Der Bahnhof besaß bis zum jetzigen Umbau 14 Bahnsteiggleise. Das Gleis 1 am Hausbahnsteig, darauf folgte ein Durchfahrtsgleis und danach das am Zentralperron liegende Gleis 2. Im Westen des Zentralperrons lagen die Gleise 11–15, im Osten die Gleise 21–26, wobei die Gleise 24 und 25 zuletzt nicht mehr vorhanden waren. Südlich an den Zentralperron schloss das Gleis 3 an. Nach diesem folgte ein weiterer Mittelbahnsteig, an dem die Gleise 4 und 5 lagen.
Der Bahnhofsumbau brachte eine Neuorganisation sämtlicher Bahnsteige mit sich. Seit November 2011 ist der Hausbahnsteig 1, das Durchfahrtsgleis und der neue Mittelbahnsteig 2/3 wieder in Betrieb. Der angrenzende Bereich ist augenblicklich noch in Bau. Vom ehemaligen Mittelbahnsteig 4/5 war bis Juni 2012 nur noch ein Gleis (Bahnsteig 35) im Durchfahrbetrieb. Das Gleis 4 war als Bahnsteig 34 geteilt worden und bestand aus zwei Kopfbahnsteigen. Seit Juni 2012 befinden sich auch die Gleise 4 unf 5 in Betrieb, wobei das Gleis 5 derzeit noch zweigeteilt ist: in 5a für die Regionalbahnen nach Straßwalchen und 5b für die Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn nach München. Als Provisorium wird das Gleis 14 am südlichen Ende des Bahnhofs für den REX nach Wörgl in Betrieb gehalten. Außerdem wurde eine provisorische Treppe auf Gleis 5a zur Fußgängerbrücke nach Schallmoos errichtet. Die Gleise 6–9 befinden sich zur Zeit im Aufbau und sollen im Sommer 2013 in Betrieb genommen werden. Dann wird auch eine Unterführung nach Schallmoos begehbar sein.
Geschichte [Bearbeiten]
Planung [Bearbeiten]
Erste Planungen zum Bau einer Bahnlinie von Salzburg nach Wien gab es in den Jahren 1838 bis 1842. Im Juni des Jahres 1851 wurde ein Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich unterzeichnet, worin der Bau einer Bahnverbindung von München nach Salzburg und von Salzburg nach Wien beschlossen wurde. Der Bahnhof sollte als Gemeinschaftsbahnhof dienen und gemeinsam geplant werden. Im Staatsvertrag wurde festgelegt, dass hinkünftig Entscheidungen, die den Bahnhof betreffen, gemeinsam zu treffen sind. Auch wurde darin eine Nutzungsregelung festgelegt. Die Benutzung der Gleise im Bahnhof und bis zum Bahnhof war auf der einen Seite nur für die Königlich Bayerische Staatsbahn, auf der anderen Seite nur Österreichischen Bahnen erlaubt. Ein weiterer Teil des Bahnhofsgeländes war zur gemeinsamen Nutzung vorgesehen. Da das im Staatsvertrag vereinbarte Eröffnungsdatum wegen schwieriger Terrainarbeiten beim Bau der Bahnstrecke in Österreich nicht eingehalten konnte, wurde am 21. April 1856 ein neuer Vertrag geschlossen. Dieser verpflichtete Österreich, die Bahnstrecke nach Wien in den darauffolgenden fünf Jahren fertigzustellen.[5]
Beim Standort des Bahnhofes entschied man sich vorerst für das linke Salzachufer. Der Salzburger Gemeinderat gab sich aber mit dieser Lösung nicht zufrieden und plante im Jahre 1853 den Bau eines Bahnhofes auf dem rechten Salzachufer im damaligen – inzwischen eingemeindeten – Vorort Froschheim. Als Vorteile dieses Standortes propagierte man die direkte Verbindung zur Salzburger Innenstadt sowie die größere Nähe zur Salzach, da man mit dieser eine effizientere Umladung von Frachten auf Schiffe erwartete.[6]
Nach Verhandlungen mit Militär, Polizei, Landesregierung, Gemeinderegierung und Vertretern des Stadtministeriums einigte man sich am 21. Juni 1856 auf einen Standort des Bahnhofs rechts der Salzach bei den nördlichen Wällen. Der Bau links der Salzach wäre zwar billiger und topografisch einfacher gewesen, man gab aber die Befürchutng kund, dass ein zweites Stadtzentrum entstehen könne. Als Grund dafür wird angenommen, dass die Stadtverwaltung das Interesse am Verkauf teuerer Altstadtimmobilien verfolgte.[7][8][9][10]
Die Kaiserin-Elisabeth-Westbahn-Gesellschaft und der bayerische Staat traten angesichts der Kostenlage weiterhin für den Bahnhofsbau links der Salzach ein, aber auch das österreichische Handelsministerium entschied sich am 18. April 1859 für den jetzigen Standort.[11] Die Kaiserin-Elisabeth-Westbahn-Gesellschaft konnte noch im selben Jahr von den Vorteilen überzeugt werden, der Staat Bayern erst im Jahr darauf.[8][9][10]
Betrieb nach der Eröffnung [Bearbeiten]
Am 12. August 1860 wurde der Bahnhof offiziell eröffnet, Salzburg wurde mit der Eröffnung der Bayerischen Maximiliansbahn von München über Rosenheim nach Salzburg und innerhalb Österreich-Ungarns mit der Kaiserin-Elisabeth-Bahn nach Wien (welche der heutigen Westbahn entspricht) an das internationale Eisenbahnnetz angebunden. Der Bahnhof wurde damals als Durchgangsbahnhof angelegt, er besaß damals ein Empfangsgebäude und zwei Bahnsteiggleise, sowie einige Anlagen für den Betrieb und den Güterverkehr. Die Betriebsanlagen bestanden aus einer Werkstatt und einem Heizhaus für bayerische Züge, einer Wagenremise, die auch für die bayerischen Züge vorgesehen war, einem Heizhaus sowie einer Werkstatt der Österreichischen Bahn. Außerdem waren Betriebsanlagen wie Wassertürme gemeinsam zu nutzen.[12] Die Güteranlagen bestanden aus einem österreichischen und einem bayerischen Güterschuppen sowie aus österreichischen und bayerischen Verladerampen.
Im Jahr 1873 wurde die Bahnhofsstraße, die aus der Innenstadt mittig in den Vorplatz einmündete, in Westbahnstraße umbenannt. Im Jahr 1886 wurde für die Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft (SETG) ein eigener Lokalbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz errichtet. An diesem hatten die Salzburger Straßenbahnlinien ihren Ausgangspunkt.[10][13]
In den folgenden Jahren zeigte sich bald, dass der Bahnhof neuen Streckenzugängen nicht mehr gewachsen sein würde. So war etwa die Tauernbahn in Planung, was einen Verkehrszuwachs auch für den Salzburger Bahnhof erwarten ließ, sodass seine Erweitertung für notwendig erachtet wurde. Die Österreichischen Eisenbahnen entschlossen sich gemeinsam mit der Königlich Bayerischen Staatsbahn für einen Bahnhofsumbau mit einer Trennung von Güter- und Personenverkehr.
Der Güterverkehr sollte nach Salzburg-Gnigl, dem heutigen Standpunkt des Rangierbahnhofes verlegt werden. Für den Personenverkehr plante man eine Mischung aus Kopf- und Durchgangsbahnhof. Es waren zuerst zwei Durchgangsgeleise neben dem Empfangsbahnhof vorgesehen, an diesen sollten wichtige internationale Züge wie der Orient-Express halten. Für die bayrischen und österreichischen Regionalzüge wurde der Zentralperron entworfen, an dessen beiden Seiten fünf Kopfgleise endeten. Auch waren weitere Durchgangsgleise geplant. Außerdem sollte der Bahnhofssteg, ein Fußgängerübergang über die Geleise, von seiner ursprünglichen Position verlegt werden, da beabsichtigt war, auf seinem alten Ausgangspunkt ein Postamt zu errichten.[8][9][10][14][15][16]
Das bayerische Bahnbetriebswerk wurde nach Freilassing verlegt, weshalb in Salzburg nur noch ein sechsständiger Lokschuppen vorgesehen war. Im Norden der Bahnanlagen war ein Rundlokschuppen für die österreichischen Bahnen gedacht.
Umbau des Bahnhofes um 1900 [Bearbeiten]
1889 wurden die ersten Planungen öffentlich gemacht. Ein neues Postamt konnte 1902 eröffnet werden, gleichzeitig wurde der Steg auf der Nordseite neu aufgebaut. 1902 wurde auch mit dem Bau des neuen Verschiebebahnhofes in Salzburg-Gnigl begonnen, in Betrieb genommen wurde er am 3. Januar 1905. Die Arbeiten am Unterbau des eigentlichen Bahnhofes fanden vom 4. Februar 1904 bis Juni 1906 statt. Baubeginn für den Zentralperron war der 19. Februar 1907.
Im Jahr 1909 fand die Eröffnung des teilweise als Inselbahnhof umgestalteten Bahnhofs statt. Parallel zum Empfangsgebäude, welches an einem Durchgangsgleis liegt, wurde ein weiteres Gebäude auf einem breiten Bahnsteig, dem Zentralperron, errichtet. Über allem wölbte sich eine Runddachkonstruktion, was den Eindruck einer Halle bewirkte. An der Längsseite dieser Halle befanden sich Durchgangsgleise, an den beiden Schmalseiten wurden Kopfgleise angelegt: auf der östlichen Seite für den innerösterreichischen Verkehr und auf der westlichen für die Züge von und nach Bayern. Während des Umbaus wurde die österreichische Dienststelle von der bayrischen abgetrennt; diese bekam einen separaten Bereich mit einer eigenen Fahrdienstleitung. Zudem war die Bayern zugedachte Seite des Bahnhofs nun durch eine Zollstation abgetrennt.[10][17][18]
Mit dem Ausbau weiterer Strecken, zuletzt mit der Fertigstellung der Tauernbahn nach Villach und weiter nach Triest im Jahr 1909, stieg die Bedeutung des Salzburger Hauptbahnhofs als Verkehrsknotenpunkt. Von dem am Bahnhofsvorplatz angelegten, heute nicht mehr existenten Lokalbahnhof fuhren ab 1886 die Salzburger Lokalbahn und ab 1893 die Salzkammergut-Lokalbahn ab.
Im und nach dem Zweiten Weltkrieg [Bearbeiten]
In den Jahren 1944 und 1945 waren der Bahnhof und die Gleisanlagen Ziel zahlreicher Bombenangriffe der amerikanischen Flottenverbände im Zweiten Weltkrieg. Der Bahnhof wurde dadurch teilweise zerstört.[19] Einige Blindgänger werden auch noch heute im Bereich der Bahnanlagen im Erdreich vermutet, was bei Tiefbauarbeiten immer wieder zu Problemen führt. Im Juli 2003 kostete die missglückte Entschärfung einer 250 kg schweren Fliegerbombe zwei Sprengstoffexperten das Leben. Im Juli und August 2007 suchten die ÖBB das Gelände des Bahnhofs auf weitere verborgene Bomben ab.
Vorplatzumbau der 1980er/90er [Bearbeiten]
Im Jahr 1988 wurde der Vorplatz neu gestaltet, es entstand ein neues Kaufhaus mit Hotel (altes Forum), das Posthochhaus abgetragen, die Bahnhofspost wurde neu gebaut und eine Tiefgarage errichtet.[20] Es handelte sich um einen Entwurf des deutschen Architekten Joachim Schürmann, Siegerprojekt des internationalen Architektenwettbewerbs 1986.[21]
Seit dem Jahr 1996 hat die Lokalbahn Salzburg–Lamprechtshausen ihren Ausgangspunkt in einer Station unter dem Südtiroler Platz. Eine unterirdische Verlängerung der Bahn als U-Bahn beziehungsweise Stadtbahn in oder durch das Stadtzentrum war geplant und wird auch weiterhin als Option gehandelt. Mit der Errichtung und dem Ausbau des S-Bahnsystems im Großraum Salzburg wird der Bahnhof in seiner Bedeutung erneut aufgewertet, wobei er aufgrund der wenigen Durchgangsgleise vor dem derzeitigen Umbau immer mehr an seine Kapazitätsgrenzen stieß.
Der ursprüngliche Entwurf von Schürmann wurde nur teilweise realisiert. Das zentrale Anliegen war gewesen, auch das Bus-Terminal in den Untergrund zu verlegen, und so einen vollkommen verkehrsfreien, parkartigen Vorplatz zu erhalten, der ein attraktives „Tor“ zur Tourismusstadt Salzburg werden sollte, wie auch eine Entwicklungskeimzelle des Bahnhofsviertels zu einer attraktiveren Wohngegend. Das wurde aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt, am heutigen Vorplatz schneiden sich wieder der Fußverkehr der Reisenden und Anwohner, Radverkehr, und der öffentliche Verkehr von O-Bus, Stadtbus und Regionalbussen mit dem Individualverkehr. Der verkehrsfreie Raum und der Park, direkt neben der Straße, die den Platz quert, nehmen nur einen Teil des Südtirolerplatzes ein, das Terminal leidet unter Platzmangel. Städteplanerisch gilt das Projekt – im derzeitigen Bauzustand – als gutteils gescheitert, nur die Anbindung der Lokalbahn an die Westbahn genügt modernen Ansprüchen.
Am direkten Bahnhofsvorplatz wurde der Labyrinthbrunnen aufgestellt, im Park ein Buchenhain gepflanzt, mit einem Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus von Heimo Zobernig (2002).[21]
Umbau der 2010er [Bearbeiten]
Die Struktur des Bahnhofs mit seinen Kopfbahnsteigen und fünf durchgehenden Bahnsteigen wurde für den Bahnverkehr angesichts der offenen Staatsgrenzen nach dem Schengener Abkommen für eher hinderlich als sinnvoll gehalten. Deshalb ist im Rahmen der sogenannten ÖBB-Bahnhofsoffensive ein völliger Neubau der Gleisanlagen und Bahnsteige im Gange, wobei die Kopfbahnsteige durch durchgehende Bahnsteige ersetzt und die drei unterirdischen Gleiszugänge durch eine breite Einkaufspassage unter sämtlichen Gleisen vom Südtiroler Platz bis zur rückwärtig des Bahnhofs gelegenen Lastenstraße auf der südlichen Seite der Gleisanlagen ersetzt werden.
Den Architektenwettbewerb gewann Klaus Kada,[22] welcher schon den neuen Hauptbahnhof in Klagenfurt konzipiert hatte. Sein Siegerprojekt wurde bereits im Mai 1999 präsentiert. Diese für die zukünftige Funktionalität als Taktknoten im Fern- und Nahverkehr erforderliche Baumaßnahme wurde jedoch immer wieder hinausgezögert, unter anderem wegen einer Kontroverse um den Marmorsaal, der sich in dem Gebäude auf dem breiten Inselbahnsteig (Zentralperron) befand und für den Umbau abgerissen werden musste. Beim Marmorsaal handelte es sich um einen nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Saal des spätsezessionistischen Bahnhofsrestaurants. Eine Bürgerinitiative[23] postulierte, er sei historisch wertvoll und solle deshalb erhalten werden. Von Seiten der Stadt Salzburg wurde als Kompromiss vorgeschlagen, den Saal abzutragen und an anderer Stelle im neuen Gebäude wieder aufzubauen. Später hat die zuständige Behörde den Streit beendet, indem der Abriss unter diesen Bedingungen genehmigt wurde. Der Marmor aus dem Marmorsaal wurde unter Aufsicht des Denkmalschutzamtes fachgerecht abgetragen und wird von den ÖBB – für eine mögliche spätere Verwendung – gelagert. Durch die Entfernung von Panelen in der Eingangshalle des Bahnhofs sind alte, gut erhaltene Fliesenbilder aus dem Jahrzehnt nach 1910 wieder zum Vorschein gekommen.
Die stählerne Dachkonstruktion der beiden Haupthallen auf dem Inselbahnsteig stand schon zuvor unter Denkmalschutz. Deshalb wurde sie Anfang November 2009 vorsichtig abgetragen, um in Linz restauriert und in den neuen Bahnhof integriert zu werden. Im Februar 2011 wurde der erste der sieben Spannbögen der Konstruktion wieder aufgestellt,[24] und unterhalb einer neu errichteten Glasdachung eingebaut.
Das Gesamtbudget für den Bahnhofsneubau beträgt 270 Millionen Euro, wovon knapp über 10 % vom Land Salzburg eingebracht werden.[25] Der Spatenstich erfolgte am 7. November 2008. Aktuell ist der Umbau des Salzburger Hauptbahnhofs in vollem Gang, laut Projektleiter der ÖBB liegen die Arbeiten exakt im Zeitplan. Der Bahnhof soll 2014 fertiggestellt sein.[25]
Der Umbau bei fortlaufendem Betrieb erfordert von den Planern besondere Maßnahmen:
- Von 2009 bis Juni 2012 waren die Serviceeinrichtungen der ÖBB in Container am Bahnhofsvorplatz übersiedelt. Dort befanden sich die Schalterhalle, Fahrkartenautomaten, Reisecenter, Bahnhofsrestaurant, Buch-, Zeitschriften und Tabakwarenhandel sowie eine Infobox inklusive einer Ausstellung zum Bahnhofsumbau. Im Juni 2012 sind die Trafiken, ÖBB-Infocenter und -Fahrkartenverkauf und Press&More in die neuen Tunnelpassage übersiedelt, der Container wird nunmehr nur noch vom Cafe und einer Bäckereifiliale benutzt.
- Die verringerte Anzahl an zur Verfügung stehenden Gleisen stellt eine logistische Herausforderung für die Aufrechterhaltung eines Betriebes nach Fahrplan dar. In Einzelfällen kommt es daher zu Verzögerungen im Zugverkehr sowie zu wiederholten Veränderungen des angefahrenen Bahngleises.
- Seit 27. Oktober 2009 steht der Bahnhofsvorplatz für den Individualverkehr nur noch eingeschränkt zur Verfügung, der öffentliche Verkehr ist davon nicht betroffen.
- Bis November 2011 waren die Zugänge zu den Bahnsteigen temporär anders geregelt; die alte Schalterhalle war geschlossen und provisorische Zugänge zu den Zügen befanden sich links und rechts vom Bahnhofsgebäude. Von November 2011 bis Juni 2012 wurden die Gleise 33–35 (ehemals 3–5) über eine provisorische Holzrampe bedient, mittlerweile sind diese Gleise im Umbau und der Zugang zu den aktiven Gleisen 1–5 und 14 geschieht komplett durch den Tunnelbau.
Der Salzburger Hauptbahnhof wurde beim VCÖ-Bahntest 2003 zum zweitschönsten Bahnhof Österreichs gekürt. Durch die baustellenbedingten Einschränkungen verschlechterte sich die Einschätzung naturgemäß. 2010 und 2011 wurde der Bahnhof als hässlichster Bahnhof Österreichs befunden.[26][27]
Verkehr [Bearbeiten]
Fernverkehr [Bearbeiten]
Der Salzburger Hauptbahnhof ist auch ein Knotenpunkt im Fernverkehr, zurzeit sind bedingt durch den Umbau nur drei Bahnsteige für diesen verfügbar. Der Bahnhof wird im Zweistundentakt von Railjets der Relation München–Budapest bedient. Außerdem hält im Bahnhof ein ICE-Zugpaar von Innsbruck nach Wien. Der Bahnhof wird von den Eurocitylinien EC 62 und EC 32 bedient, die zusammen einen Zweistundentakt herstellen. Auf der Linie EC 62 verkehrt ein Zugpaar von München nach Klagenfurt, zwei Zugpaare fahren von Frankfurt am Main nach Klagenfurt, ein weiteres von Frankfurt nach Graz, eines von Frankfurt nach Linz und ein Zugpaar von Saarbrücken nach Graz. Das eine Zugpaar des EC 32 verkehrt von Münster (Westfalen) oder Dortmund nach Klagenfurt und trägt den Namen Wörthersee. Mit einzelnen Zugpaaren endet außerdem die IC-Linie 60 Karlsruhe–München–Salzburg und die Intercity-Linie Salzburg–Wien im Salzburger Hauptbahnhof. Zudem verkehrt im Stundentakt die EC beziehungsweise RJ-Linie Wien–Zürich. Seit Dezember 2011 verkehren außerdem meist im Stundentakt Züge der WESTbahn von Freilassing nach Wien.
| Linie | Strecke | Taktfrequenz |
|---|---|---|
| WB | Freilassing – Salzburg – Linz – Wien | 1- oder 2-Stundentakt |
| RJ 90 | München – Salzburg – Linz – Wien (– Budapest) | 2-Stundentakt |
| ICE | Innsbruck – Salzburg – Linz – Wien | ein Zugpaar |
| EC 32 | Wörthersee: (Münster (Westf) –) Dortmund – Essen – Düsseldorf – Köln – Koblenz – Frankfurt – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Klagenfurt |
ein Zugpaar |
| IC 60 | Karlsruhe – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg | einzelne Züge |
| EC/IC 62 | (Frankfurt – Heidelberg) / (Saarbrücken – Mannheim) – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg (– Klagenfurt / Graz / Linz) | 2-Stundentakt |
| IC | Salzburg – Wien | |
| EC/RJ | Wien – Salzburg – Innsbruck – Bregenz / Zürich | Stundentakt |
Regionalverkehr [Bearbeiten]
Vom Salzburger Hauptbahnhof bestehen Direktverbindungen in Richtung München, Landshut, Mühldorf am Inn, Linz, Wörgl und Braunau. Die Regionalzüge enden meist am Salzburger Hauptbahnhof, deswegen halten sie meist an den Kopfgleisen.
| Linie | Strecke | Taktfrequenz |
|---|---|---|
| RE | München-Salzburg-Express: München – Rosenheim – Traunstein – Freilassing – Salzburg |
Stundentakt |
| REX | Linz / Braunau – Salzburg – Salzburg Taxham/Europark | |
| REX | Salzburg – Wörgl | |
| REX/R/RB | Attnang-Puchheim – Salzburg (– Salzburg Taxham-Europark) | |
| RB | Salzburg – Freilassing – Mühldorf – Landshut | 2-Stundentakt |
S-Bahn-Verkehr [Bearbeiten]
Der Salzburger Hauptbahnhof wird von vier S-Bahn-Linien der S-Bahn Salzburg bedient, gleichzeitig dient er als zentraler Umsteigepunkt zwischen den Linien. Die S-Bahn-Linien S1 und S11 fahren an den Gleisen 11 und 12 im Tiefgeschoss des Lokalbahnhofes ab.
| Linie | Linienverlauf | Taktfrequenz |
|---|---|---|
| Salzburg (Tiefgeschoss) – Bürmoos – Lamprechtshausen | Halbstundentakt | |
| Salzburg (Tiefgeschoss) – Bürmoos – Trimmelkam | überwiegend Halbstundentakt | |
| Salzburg – Straßwalchen | Stundentakt | |
| Bad Reichenhall – Freilassing – Salzburg – Golling – Abtenau (einzelne Züge bis Schwarzach Sankt Veit und Saalfelden) | Halbstundentakt |
Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr [Bearbeiten]
Vor dem Bahnhofsgebäude befindet sich auf dem Südtiroler Platz ein Busbahnhof. Von dort aus verkehren etliche Regionalbusse in die Umgebung Salzburgs. Zudem ist die Bushaltestelle Hauptbahnhof ein zentraler Umsteigepunkt für den Oberleitungsbus Salzburg und die von Albus betriebenen städtischen Autobusse.
Unter dem Bahnhofsvorplatz liegt auf zwei Etagen der Salzburger Lokalbahnhof, wo der Streckenverlauf der Salzburger Lokalbahn (S 1 und S 11) beginnt. Die Verteilerebene auf der ersten unterirdischen Etage ist so konzipiert, dass ein Ausgang zur Plattform für alle Busse in Richtung Stadtzentrum und ein zweiter Auufgang zu den Bussen Richtung stadtauswärts führt. Ein dritter Zugang besteht zur ehemaligen Schalterhalle des Aufnahmegebäudes.
Salzburg Lokalbahnhof [Bearbeiten]
Im Jahr 1886 wurde auf dem Bahnhofsvorplatz für die Lokalbahn Salzburg–Hangender Stein (ab 1886) beziehungsweise die Straßenbahn Salzburg (ab 1887) ein eigener Bahnhof erbaut. Ab 1891 hielten auch die schmalspurigen Züge der Salzkammergut-Lokalbahn, die ebenfalls als Lokalbahn von Salzburg nach Mondsee oder Bad Ischl führte, im Lokalbahnhof. Im Jahr 1896 wurde auch die Lokalbahn Salzburg–Lamprechtshausen in den Lokalbahnhof integriert, diese begann ebenfalls in einem neuen Nordbahnhof des Lokalbahnhofs. Im Jahr 1909 wurde zeitgleich mit dem Bahnhofsumbau auch der Lokalbahnhof umgebaut, im Jahr 1926 wurde der Bahnhofsvorplatz umbenannt, zum Andenken an den Verlust Südtirols wurde er – wie etliche andere Bahnhofsvorplätze in Österreich auch – Südtiroler Platz genannt.
1940 löste der Oberleitungsbus die Straßenbahn ab. 1953 wurde dann auch die Lokalbahn in den Süden der Stadt stillgelegt. Am 30. September 1957 endete der Verkehr der Salzkammergutbahn nach Bad Ischl, nur die Strecke nach Lamprechtshausen blieb bis heute erhalten. Der Lokalbahnhof war durch die Streckenstilllegungen unnötig geworden, der nördlich Teil wurde im Jahr 1973, der südliche im Jahr 1978 abgerissen. Für den Lokalbahnbetrieb reichten ein kleines Haltestellengebäude und ein Mittelbahnsteig.
1992–96 wurde der Lokalbahnhof in Tieflage nach den Plänen von Joachim Schürmann neu erbaut, um den Bahnhofsvorplatz erweitern und neu gestalten zu können.[21][8][9][28] Seit 2011 erhielt der Lokalbahnhof einen Zugang auch durch die restaurierte Bahnhofshalle. Die beiden Gleise des Lokalbahnhofs erhielten nach dem Bahnhofsumbau die Nummern 11 und 12.
Frachtenbahnhof Salzburg [Bearbeiten]
Als Frachtenbahnhof bezeichnet man die „Rückseite“ des Hauptbahnhofs, auf der Schallmooser Seite, etwas nördlich (wienwärts) des Hauptgebäudes. Hier entstand schon ab den 1860ern umfangreiche Güterumschlag-Infrastruktur, und so wurde der Bahnhof auch Stadtentwicklungkern des bis in das 19. Jahrhundert unerschlossenen Moorwiesengebiets „Schallmoos“.[29] Die Lastenstrasse hat daher ihren Namen (der Bahnhof hat auch die Adressen Lastenstrasse). Auch die Frachtenbahnhöfe der ehemaligen Salzkammergutlokalbahn und der heutigen Oberndorfer Lokalbahn waren damit verbunden (Frachtenbahnhof Itzling).
Im 1. Weltkrieg wurde hier eine k.u.k. Bergestelle für feindliches Beutegut[30] eingerichtet. Schon seit dieser Zeit ist am Frachtenbahnhof auch die Verladestation der heutigen Rollenden Landstraße (RoLa/ÖKOMBI seitens der Rail Cargo Austria)[31] der Salzburg-Tiroler-Bahn – Tauernbahn durch den Tauerntunnel (Tauernschleuse) Richtung Italien, Südosteuropa und Asien, zum Bahnhof Triest-Fernetti.[32] Die Verladung zeichnet sich durch ihre gute Autobahnanbindung aus (knapp 2 km nahezu kreuzungsfrei zur Anschlussstelle Salzburg-Nord der West Autobahn A1, Exit 288). Die Schleusung erfolgt im Rahmen des in Österreich gültigen Wochenendfahrverbots für Lkw im 24-h-Betrieb außer dem Wochenende, mit umfangreichen Warte-Parkmöglichkeiten. Eine Verladung für Pkw ist auch direkt in Böckstein im Gasteinertal möglich.
Hier befand sich auch die Frachten-Zollstelle Richtung Nordwest- wie auch Süd- und Südosteuropa.
Im Rahmen des Bahnhofsumbaus wurde die Zollstelle (Zollamt Salzburg Zollstelle Liefering/Bahn),[33] und wird zunehmend auch die Rollende Landstraße ins Container-Terminal Salzburg in Siezenheim-Liefering verlegt, das verkehrstechnisch noch günstiger liegt.
Literatur [Bearbeiten]
- Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3.
- Ronald Gobiet u. a.: Der neue Salzburger Hauptbahnhof: Stationen seiner Geschichte von 1860 bis 2014. (Salzburger Beiträge zur Kunst und Denkmalpflege Bd. VI). 2012, ISBN 978-3-7025-0665-0.[34]
Weblinks [Bearbeiten]
Zum Umbau:
- Informationen der ÖBB Infrastruktur zum Bahnhofsumbau
- Umbau Salzburg Hauptbahnhof, www.kadawittfeldarchitektur.de
- Reinhard Kriechbaum: Adieu, Mittelbahnsteig! Reportage auf www.drehpunktkultur.at, 27. Juni 2012
- Norbert Mayr: Wie es zur Abrissbirne kam. Reportage auf www.drehpunktkultur.at, 28. Juni 2012
- Was noch da ist und was fehlt. Reportage auf www.drehpunktkultur.at, 28. Juni 2012
- Alles auf SchieneDer Salzburger Hauptbahnhof - moderne Verkehrsdrehscheibe mit historischer Architektur auf dem Portal des Bundesdenkmalamtes: Denkmal des Monats September 2011
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- Salzburg Hauptbahnhof. In Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
- ↑ a b Salzburger Hauptbahnhof Ende der Umwege auf diepresse.com vom 6. Juli 2011 abgerufen am 31. Jänner 2013.
- ↑ Kubinsky, S. 38/39.
- ↑ Terminalbeschreibung ÖBB Autoreisezug Autoverladestelle Salzburg Hauptbahnhof (Pdf-Datei)
- ↑ Die UNESCO nahm die Bauplanungen unter Erhaltung der historischen Bausubstanz zur Kenntnis. Etwas kritischer beurteilte sie die mangelhafte Zusammenarbeit bei der mehrgeschossigen Neubebauung des Platzes des alten Bahnhofspostamtes, der knapp ausserhalb der Pufferzone liegt (“It is regrettable that that no further information was submitted by the Austrian authorities on the consultation process for this project, nor concerning potential visual impacts on the visual integrity of the property.”) State of Conservation (SOC): Historic Centre of the City of Salzburg (2008) Report, Abschnitt Current conservation issues: Buffer zone und Beyond the buffer zone. Die Baumaßnahmen selbst war aber 2005 genhemigt worden. State of Conservation (SOC): Historic Centre of the City of Salzburg (2005), Abschnitt Current conservation issues: Buffer Zone and beyond.
- ↑ Eisenbahn-Jahrbuch, 1. Jahrgang, S. 121.
- ↑ Geschichte der Maximiliansbahn
- ↑ Krejs, Salzburgs Stadterweiterung, S. 105–108 Vgl. T. N.: Ein Beitrag zu Salzburger Bahnhof-Frage. In: NSZ Nr. 109, 17. Mai 1853.
- ↑ a b c d Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3.
- ↑ a b c d Buchdetails zum Buch: Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3.
- ↑ a b c d e Geschichte des Bahnhofes auf rettetdenbahnhof.at
- ↑ SLA Landesregierung, 1859 XIII E 13, Erlaß des Handelsministeriums, 18. April 1859.
- ↑ Hykysch, Rudolf: Die Bahnhöfe im Lande Salzburg. Diss. Salzburg 1989, S. 189, Nr.3.
- ↑ AStS, Gemeinderatsprotokoll, Sitzung vom 17. Februar 1873, S. 224. „18. Westbahnstraße für die Straße vom Ende des Mirabellplatzes bis zum Bahnhofs Rayon.“
- ↑ Projekt zum Bau eines Mittelbahnsteiges (Projekt für die Adaptierung des Aufnahmegebäudes und die Errichtung eines Zentralperrons in Salzburg), Hykysch, S. 194.
- ↑ Commisions- Protokoll über die Verhandlung wegen Umbau und Erweiterung der Stationsanlage in Salzburg.
- ↑ Umgestaltung des Personen- Bahnhofes der Strecke Linz- Salzburg, Nr. 13.291 am 7.,8.,9. und 10. Oktober 1901, S. 11, 18.
- ↑ Fischer, Michael W.: Salzburger Photographien. Stadt und Land nach 1920.- Salzburg, Wien: Residenzverlag 1986, S. 258.
- ↑ „Friedrich Archleitner sieht den Hauptbahnhof ein Beispiel dafür, wie bereits die beamten Architekten den Jugendstil rezipierten.“ Achleitner I, S. 280.
- ↑ Reinhard Rudolf Heinisch, Erich Marx, Harald Waitzbauer: Bomben auf Salzburg: die "Gauhauptstadt" im "totalen Krieg". (Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 6). 3. Auflage. Verlag Informationszentrum der Landeshauptstadt Salzburg, 1995, ISBN 3-901014-39-X.
- ↑ Schivelbusch, S. 171.
- ↑ a b c Bahnhofsplatz und U-Bahn Station Salzburg, Eintrag im Werkblick Schürmann, j-schuermannarchitekten.de;
Lokalbahnstation und Südtirolerplatz, nextroom.at - ↑ Hauptbahnhof, Umbau. kadawittfeldarchitektur - Salzburg (A) - 2014, Eintrag in nextroom.at
- ↑ Webseite der Bürgerinitiative "Rettet den Bahnhof" (abgerufen am 28. November 2011)
- ↑ Salzburger Nachrichten Salzburger Bahnhof neu im Retrolook (mit Video) (abgerufen am 16. Februar 2011)
- ↑ a b Umbau des Hauptbahnhofes beginnt auf salzburg.orf.at
- ↑ VCÖ: Bahntest 2010
- ↑ VCÖ: Bahntest 2011
- ↑ Webseite der Salzburger Lokalbahn
- ↑ Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg. Zusammengestellt von einer Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl. Band 12 von Veröffentlichungen des Pädagogischen Instituts Salzburg, 3. Auflage. Verlag Salzburger Druckerei, 1969, S. 30 ff.
- ↑ vergl. Geschichte der Heeresbekleidungsanstalt, hba-brunn.at zur Funktion einer Bergestelle
- ↑ ÖKOMBI – The ROLA Experts, oekombi.at (auch deutsch);
Intermodale Logistik, railcargo.at - ↑ Salzburg Frachtenbahnhof - ROLA, intermodal-terminals.eu
- ↑ Zollamt Salzburg Zollstelle Liefering/Bahn (ZA600400), dienststellen.bmf.gv.at
- ↑ Buchbeschreibung. Bundesdenkmalamt → Publikationen
Anmerkungen:
- ↑ Der gesamte Bahnhof liegt geografisch nordnordöstlich-südsüdwestlich ausgerichtet. Die hier angegebenen Himmelsrichtungen (West für die südsüdwestliche Seite etc.) erfolgen aus der Sicht der generellen Fahrtrichtung der Züge.
Katastralgemeinden (Anteile): Salzburg
Siedlungsräume: Elisabeth Vorstadt • Froschheim
Sonstige Ortslagen: Hauptbahnhof Salzburg
Zählbezirke (Anteile): Itzling-West/Hagenau | Elisabeth-Vorstadt
Katastralgemeinden (Anteile): Bergheim II | Hallwang II | Itzling | Salzburg
Siedlungsräume: Austraßensiedlung • Itzling Mitte • Itzling Ost • Wasserfeldsiedlung | Landschaftsräume: Plainbergfuß
Sonstige Ortslagen: Hauptbahnhof Salzburg • Itzling West • Kirchenviertel Itzling • Goethesiedlung • Grabenbauernsiedlung
Zählbezirke (Anteile): Itzling-West/Hagenau | Itzling | Sam/Kasern
Katastralgemeinden (Anteile): Gnigl | Itzling | Salzburg
Siedlungsräume: Schallmoos Ost • Schallmoos West | Sonstige Ortslagen: Frachtenbahnhof Salzburg • Verschiebe-/Rangierbahnhof Gnigl
Zählbezirke (Anteile): Schallmoos
- Bahnhof im Land Salzburg
- Elisabeth-Vorstadt
- Schallmoos
- Itzling (Salzburg)
- Terminalbahnhof (Autoreisezug)
- Bauwerk in Salzburg
- Verkehr (Salzburg)
- Grenzbahnhof
- Hauptbahnhof in Österreich
- Umschlagbahnhof
- Erbaut in den 1900er Jahren
- Bauwerk des Historismus im Land Salzburg
- Modernistisch überarbeitetes Bauwerk
- Klaus Kada
- Unbewegliches Denkmal unter Denkmalschutz im Land Salzburg
- Historisches Zentrum der Stadt Salzburg (Pufferzone)