Bundestagswahlkreis Deggendorf

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Wahlkreis 227: Deggendorf
Bundestagswahlkreis 227-2017.svg
Staat Deutschland
Bundesland Bayern
Wahlkreisnummer 227
Einwohner 208.400[1]
Wahlberechtigte 166.659[2]
Wahlbeteiligung 71,7 %[2]
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Partei CSU
Stimmanteil 44,1 %[2]

Der Wahlkreis Deggendorf (2005: Wahlkreis 228, seit 2009: Wahlkreis 227) ist seit 1949 ein Bundestagswahlkreis in Bayern. Er umfasst die Landkreise Deggendorf und Freyung-Grafenau sowie vom Landkreis Passau die Gemeinden Aicha vorm Wald, Eging a.See, Fürstenstein und Hofkirchen.[3] Seit 1953 wurde der Wahlkreis stets von den Direktkandidaten der CSU gewonnen.

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundestagswahl 2017 am 24. September 2017 wurden 8 Direktkandidaten[4] und 21 Landeslisten[5] zugelassen.

Direktkandidat Partei Erststimmen in %[2] Zweitstimmen in %[2]
Thomas Erndl CSU 44,1 40,6
Rita Hagl-Kehl SPD 17,4 14,2
Christian Heilmann GRÜNE 4,5 4,7
Kenneth Kooter FDP 4,0 7,6
Katrin Ebner-Steiner AfD 17,3 19,2
Yenni Kellermann LINKE 4,2 5,0
Georg Meiski FREIE WÄHLER 5,5 4,0
- PIRATEN - 0,2
- ÖDP - 0,7
Thomas Pfeffer BP 3,0 1,9
- NPD - 0,4
- Tierschutzpartei - 0,8
- MLPD - 0,0
- Büso - 0,0
- BGE - 0,1
- DiB - 0,1
- DKP - 0,0
- DM - 0,1
- Die PARTEI - 0,3
- Gesundheitsforschung - 0,1
- V-Partei³ - 0,1

Im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 ist die Wahlbeteiligung 2017 (71,7 %) um 11,2 Prozentpunkte angestiegen. Das ist der höchste Anstieg in allen 299 Bundestagswahlkreisen.[6]

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2013 hatte im Wahlkreis Deggendorf folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Bartholomäus Kalb CSU 61,4 56,3
Rita Hagl-Kehl SPD 15,9 16,6
Sebastian Dietmar FDP 2,1 3,8
Antje Laux GRÜNE 4,5 4,4
Rolf Pannicke Die Linke 3,0 3,3
Walter Straßer PIRATEN 1,4 1,4
Alfred Steinleitner NPD 1,8 1,5
Rudolf Weiss AfD 3,3 4,1
Stefan Kaiser Freie Wähler 4,8 4,3
Sonstige 4,4

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Bartholomäus Kalb CSU 52,9 46,5 57,7
Rita Hagl SPD 16,4 14,5 20,5
Josef Rosner Bündnis 90/Die Grünen 7,2 6,6 3,7
Gerhard Drexler FDP 11,8 14,4 7,9
- REP - 1,5 2,0
Rolf Pannicke Die Linke 7,3 8,0 3,7
Alfred Steinleitner NPD 3,3 2,3 2,2
- PBC - 0,1 0,2
- BP - 1,3 0,9
Josef Brunner FU 1,1 - -
- ödp - 1,3 -
- BüSo - 0,0 0,0
- FAMILIE - 0,7 0,7
- DIE VIOLETTEN - 0,2 -
- Die Tierschutzpartei - 0,6 -
- PIRATEN - 1,2 -
- CM - 0,1 0,0
- RRP - 0,6 -

Am 22. Februar 2012 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass ein Wahlkreis auch dann neu eingeteilt werden muss, wenn nicht die gesamte deutsche Bevölkerung eines Wahlkreises, sondern nur die stimmberechtigte Bevölkerung um mehr als 25 Prozent von der stimmberechtigten Durchschnittsbevölkerung der Wahlkreise abweicht. In Deggendorf ist dies aufgrund einer überdurchschnittlich hohen minderjährigen Bevölkerung der Fall: Die gesamte deutsche Bevölkerung des Wahlkreises weicht um 24,42 % nach unten vom Durchschnitt ab, was eine Neueinteilung für angebracht erscheinen lässt (Soll-Bestimmung), jedoch beträgt die wahlberechtigte Bevölkerung 25,6 % weniger als im Durchschnitt.[7]

Frühere Wahlkreissieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Name Partei
1949 Ludwig Volkholz Bayernpartei
1953 Stefan Dittrich CSU
1957 Stefan Dittrich CSU
1961 Stefan Dittrich CSU
1965 Stefan Dittrich CSU
1969 Stefan Dittrich CSU
1972 Franz Handlos CSU
1976 Franz Handlos CSU
1980 Franz Handlos CSU
1983 Franz Handlos CSU
1987 Bartholomäus Kalb CSU
1990 Bartholomäus Kalb CSU
1994 Bartholomäus Kalb CSU
1998 Bartholomäus Kalb CSU
2002 Bartholomäus Kalb CSU
2005 Bartholomäus Kalb CSU
2009 Bartholomäus Kalb CSU
2013 Bartholomäus Kalb CSU
2017 Thomas Erndl CSU

Weitere Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den oben genannten direkt gewählten Wahlkreiskandidaten hatte auch Gerhard Drexler (FDP) aus Freyung im Jahr 2013 kurzzeitig ein Bundestagsmandat inne. Drexler war Nachrücker über die Landesliste.

Wahlkreisgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Wahlkreisname Gebiet
1949 13 Deggendorf Stadt Deggendorf, alter Landkreis Deggendorf, Landkreis Kötzting, Landkreis Regen, Landkreis Viechtach
1953–1961 208 Deggendorf
1965–1972 213 Deggendorf Stadt Deggendorf, alter Landkreis Deggendorf, Landkreis Kötzting, Landkreis Regen, Landkreis Viechtach, Landkreis Grafenau
1976–1998 213 Deggendorf Landkreis Deggendorf, Landkreis Freyung-Grafenau
2002–2005 228 Deggendorf
2009–2013 227 Deggendorf
2017– 227 Deggendorf Landkreis Deggendorf, Landkreis Freyung-Grafenau, vom Landkreis Passau die Gemeinden Aicha vorm Wald, Eging a.See, Fürstenstein und Hofkirchen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Strukturdaten 227:Deggendorf. Bundeswahlleiter, abgerufen am 28. September 2017.
  2. a b c d e Ergebnisse 227:Deggendorf. Bundeswahlleiter, abgerufen am 28. September 2017.
  3. Wahlkreiseinteilung
  4. Der Bundeswahlleiter: Parteien und Wahlbewerber 227:Deggendorf. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 26. September 2017; abgerufen am 29. September 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bundeswahlleiter.de
  5. Der Bundeswahlleiter: Landeslisten der Parteien in Bayern - Der Bundeswahlleiter. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 26. September 2017; abgerufen am 29. September 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bundeswahlleiter.de
  6. George Arnett, Philip Kuhn: Das sind die Extreme der Bundestagswahl. welt.de, 26. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  7. Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Februar 2012 http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/cs20120131_2bvc000311.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]