Mathias Ranégie

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Mathias Ranégie
Ranegie.png
Spielerinformationen
Geburtstag 14. Juni 1984
Geburtsort GöteborgSchweden
Größe 196 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
Masthuggets BK
Levallois SC
Majornas IK
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1

2006
2007–2008
2008
2009–2011
2011–2012
2012–2013
2014–
2014
2015
2016
Majornas IK
Lärje-Angereds IF
IFK Göteborg
Go Ahead Eagles (Leihe)
BK Häcken
Malmö FF
Udinese Calcio
FC Watford
Millwall F.C. (Leihe)
Dalian Aerbin (Leihe)
Djurgårdens IF (Leihe)
0
19 (25)
14 0(1)
5 0(1)
81 (36)
26 (13)
24 0(1)
10 0(4)
7 0(0)
28 (11)
0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2010– Schweden 5 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. März 2016

2 Stand: 22. April 2014

Mathias Ranégie (* 14. Juni 1984 in Göteborg) ist ein schwedischer Fußballspieler. Der Stürmer, der 2007 mit dem IFK Göteborg den Lennart-Johansson-Pokal für den schwedischen Meistertitel holte, debütierte 2010 in der schwedischen Nationalmannschaft. Ein Jahr später gewann er den Titel des Torschützenkönigs in der Allsvenskan.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ranégie begann mit dem Fußballspielen bei Masthuggets BK. Als 14-Jähriger wechselte der Stürmer nach Frankreich zu Levallois SC.[1] Nach seiner Rückkehr nach Schweden ging er zunächst zu Majornas IK, ehe er sich 2006 Lärje-Angereds IF in der viertklassigen Division 2 anschloss. In einer Spielzeit erzielte er in 19 Spielen 25 Tore; am Ende der Saison wurde er für zwei Jahre von IFK Göteborg verpflichtet.[2] In seiner ersten Spielzeit in der Allsvenskan kam er ausschließlich als Einwechselspieler zum Einsatz und wurde am Jahresende mit der Mannschaft schwedischer Meister. In der folgenden Saison musste er zunächst wegen Verletzungen pausieren.[3]

Im Sommer 2008 lieh ihn der niederländische Klub Go Ahead Eagles Deventer aus der Eerste Divisie, der zweithöchsten Spielklasse des Landes, bis Saisonende aus.[3] Es wurde zudem eine Kaufoption vereinbart.[4] Nachdem sich der Stürmer jedoch schwer am Knie verletzt hatte, sah der Klub von einer Weiterverpflichtung ab und kündigte den Leihvertrag.[5]

Ranégie kehrte nach Schweden zurück. Dort unterschrieb er im Januar 2009 einen Vertrag beim BK Häcken, der in die Allsvenskan aufgestiegen war.[6] Für seinen neuen Verein debütierte er am Auftaktspieltag der Spielzeit 2009 bei der 0:1-Niederlage gegen Malmö FF. Im Saisonverlauf etablierte er sich als Stammspieler und trug mit sechs Saisontoren zum Erreichen des fünften Tabellenplatzes bei. Nationaltrainer Erik Hamrén berief ihn für die Auftaktländerspiele im Jahr 2010 in die schwedische Nationalmannschaft. Als Einwechselspieler für Daniel Larsson debütierte er am 20. Januar beim 1:0-Erfolg über die omanische Nationalmannschaft. Bei seinem Startelfdebüt drei Tage später gegen Syrien erzielte er kurz vor Schluss mit dem Treffer zum 1:1-Endstand sein erstes Länderspieltor. In der anschließenden Spielzeit platzierte er sich mit zwölf Saisontoren unter den drei besten Torschützen der Spielzeit 2010.

Bis zur Sommertransferperiode lieferte sich Ranégie insbesondere mit Ibrahim Teteh Bangura und Tobias Hysén einen Dreikampf in der Torschützenliste der Spielzeit 2011. Nachdem Bangura Anfang August in die Türkei gewechselt war, übernahm Ranégie die alleinige Führung in der Torschützenliste. Kurz vor Ende der Transferperiode wechselte er innerhalb der Allsvenskan zum damaligen Meister Malmö FF, bei dem sich der Spieler Einsätze im Europapokal erhoffte.[7] Mit drei Toren für seinen neuen Klub bis zum Saisonende im Oktober baute er seine Führung in der Torschützenliste aus, während er mit dem Klub bis auf den vierten Tabellenrang vorrückte. Mit 21 Saisontoren verwies er mit fünf Toren Vorsprung Hysén auf den zweiten Platz unter den besten Torschützen der Meisterschaft. Nach Saisonende wurde er von Nationaltrainer Hamrén für eine Januartour berufen.[8] Aus persönlichen Gründen sagte er jedoch die Teilnahme ab.[9]

In der anschließenden Spielzeit 2012 war Ranégie vereinsintern bester Torschütze; Malmö FF hielt sich im Rennen um die vorderen Plätze. Nachdem Nationaltrainer Hamrén trotz der Ausfälle von Johan Elmander, John Guidetti, Markus Rosenberg und Alexander Gerndt für das erste Länderspiel nach der Europameisterschaft 2012 weiterhin auf ihn verzichtet hatte, verhöhnte ihn der Spieler via Twitter, in dem er einen Videoclip mit dessen mangelnden Englischkenntnissen bei einer Pressekonferenz verbreitete.[10]

Am letzten Tag der Sommertransferperiode am 31. August 2012 wechselte Ranégie zum italienischen Klub Udinese Calcio in die Serie A, bei dem er einen Fünfjahresvertrag unterzeichnete.[11] Wenige Tage später verdrängte er den ebenfalls neu verpflichteten Maicosuel aus dem Kader für die Europa League 2012/13, nachdem dieser in der Play-Off-Runde zur Champions League 2012/13 bei der Niederlage gegen Sporting Braga im Elfmeterschießen den entscheidenden Strafstoß verschossen hatte.[12] Zudem versuchte er sich wieder für die Nationalmannschaft ins Gespräch zu bringen, da er durch den Wechsel seinen Stellenwert erhöht sah.[13]

Da Ranégie sich bei Udinese Calcio etabliert hatte, berief ihn Hamrén Anfang Oktober 2012 in den Kader für die Spiele im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 gegen die Färöer und Deutschland.[14] Nach über zwei Jahren absolvierte er beim 2:1-Sieg gegen die Färöer am 12. Oktober 2012 sein Comeback im Nationaltrikot. Während er in der Spielzeit 2021/13 mit 20 Ligaspielen noch häufiger in der Serie A auflief und sich parallel im Kader der Nationalmannschaft hielt, setzte ihn Trainer Francesco Guidolin in der folgenden Spielzeit nur noch sporadisch ein.

Anfang Januar 2014 nahm der englische Zweitligist FC Watford Ranégie und seinen bisherigen Teamkameraden Alexander Merkel unter Vertrag.[15] Im August 2014 wurde er bis November 2014 den Millwall F.C.,[16] im Februar 2015 er an den chinesischen Verein Dalian Aerbin verliehen.[17] Im Februar 2016 wiederum wurde er an den schwedischen Klub Djurgårdens IF verliehen.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ranégie provtränar med IFK“ – Artikel bei svenskafans.com (abgerufen 31. Dezember 2007)
  2. „Ranégie klar för Blåvitt“ – Artikel in Göteborgs-Posten (abgerufen 31. Dezember 2007)
  3. a b „Klart: Ranégie till Holland“ – Artikel bei eurosport.se (abgerufen am 9. September 2008)
  4. „Go Ahead Eagles lånar Ranegie“ – Artikel bei svenskafans.com (abgerufen am 9. September 2008)
  5. vi.nl: „Abrupt einde aan contract Go Ahead met Ranégie“ (Memento vom 22. Februar 2013 im Webarchiv archive.is) (abgerufen am 7. April 2009)
  6. svt.se: „Ranégie lämnar Blåvitt“ (abgerufen am 7. April 2009)
  7. bkhacken.se: „Ranégie till Malmö för rekordbelopp“ (abgerufen am 2. September 2011)
  8. svenskfotboll.se: „Herr: Nio U21-spelare med till Qatar“ (abgerufen am 14. Dezember 2011)
  9. fotbollskanalen.se: „Landslaget blir himmelsblågult: "Vi är stolta"“ (abgerufen am 11. September 2012)
  10. aftonbladet.se: „Hånar Hamrén – efter petningen“ (abgerufen am 11. September 2012)
  11. hd.se: „Ranégie klar för Udinese“ (abgerufen am 11. September 2012)
  12. fotbollskanalen.se: „Ranegie petar dyraste nyförvärvet i Udinese“ (abgerufen am 11. September 2012)
  13. fotbollskanalen.se: „Ranegie om landslaget: "Fortsätter jobba - även om tränaren vill ha små, snabba spelare"“ (abgerufen am 11. September 2012)
  14. svenskfotboll.se: „Sana och Ranégie i VM-kvaltruppen“ (abgerufen am 19. Oktober 2012)
  15. watfordfc.com: „OFFICIAL: Ranegie & Merkel Sign“ watfordfc.com, abgerufen am 22. April 2014 (englisch)
  16. Millwall sign striker Ranegie on loan
    Ranegie returns to Watford millwallfc.co.uk, abgerufen am 10. März 2016 (englisch)
  17. OFFICIAL: Chinese Loan For Ranegie watfordfc.com, abgerufen am 10. März 2016 (englisch)
  18. Mathias Ranégie klar för Djurgården dif.se, abgerufen am 10. März 2016 (schwedisch)