Montenegrinische Fußballnationalmannschaft

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Montenegro
Црна Гора
Crna Gora
Football Association of Montenegro.svg
Spitzname(n) „Sokoli“ (dt. Die Falken)
Verband Fudbalski Savez Crne Gore
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Legea
Trainer SerbienSerbien Ljubiša Tumbaković
Co-Trainer SerbienSerbien Zoran Mirković
SerbienSerbien Aleksandar Janković
MontenegroMontenegro Miodrag Džudović
Kapitän Mirko Vučinić
Rekordtorschütze Stevan Jovetic (20)
Rekordspieler Elsad Zverotić (59)
Heimstadion Pod Goricom, Podgorica
FIFA-Code MNE
FIFA-Rang 52. (647 Punkte)
(Stand: 1. Juni 2017)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
79[2] Spiele
27 Siege
21 Unentschieden
31 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
MontenegroMontenegro Montenegro 2:1 Ungarn UngarnUngarn
(Podgorica, Montenegro; 24. März 2007)
Höchster Sieg
San MarinoSan Marino San Marino 0:6 Montenegro MontenegroMontenegro
(Serravalle, San Marino; 11. September 2012)
Höchste Niederlagen
RumänienRumänien Rumänien 4:0 Montenegro MontenegroMontenegro
(Bukarest, Rumänien; 31. Mai 2008)
MontenegroMontenegro Montenegro 0:4 Ukraine UkraineUkraine
(Podgorica, Montenegro; 7. Juni 2013)
(Stand: 11. November 2016)

Die montenegrinische Fußballnationalmannschaft ist die Fußball-Auswahl des Fußballverbandes des südosteuropäischen Staates Montenegro.

Formierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2006 war der Staat Montenegro Teil der Föderation Serbien und Montenegro und somit bestand auch die serbisch-montenegrinischen Fußballnationalmannschaft, die sich nach der WM 2006 auflöste. Dabei trat die serbische Auswahl an Stelle der serbisch-montenegrinischen Auswahl, da Serbien als politischer Nachfolgestaat Serbien-Montenegros gilt. Der montenegrinische Fußballverband musste sich neu gründen.

Weil zum Zeitpunkt der Gruppenauslosung zur Qualifikation zur EM 2008 noch die serbisch-montenegrinische Mannschaft gelistet war, trat die serbische Auswahl in der zugelosten Gruppe an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montenegro wurde am 5. Oktober 2006 als provisorisches und am 26. Januar 2007 als vollwertiges UEFA-Mitglied aufgenommen und spielte das erste Länderspiel am 24. März 2007 gegen Ungarn im Pod Goricom in Podgorica. Montenegro gewann das Spiel durch zwei verwandelte Elfmeter von Mirko Vučinić und Igor Burzanović mit 2:1. Jedoch wird dieses Spiel von der FIFA nicht anerkannt, da Montenegro kein Mitglied war.

Am 31. Mai 2007 wurde Montenegro FIFA-Mitglied. Die Niederlage gegen Japan (0:2) am 1. Juni 2007 beim Kirin Cup wird von der FIFA als erstes offizielles Länderspiel gewertet.

Montenegro nahm bei der Qualifikation zur WM 2010 erstmals an einem offiziellen Wettbewerb teil und traf in Gruppe 8 auf Italien, Bulgarien, Irland, Zypern und Georgien. Der Mannschaft gelang ein Sieg gegen Georgien, sie spielte sechsmal unentschieden und belegte in der Abschlusstabelle den fünften Rang.

In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012 spielte die Mannschaft gegen die Schweiz, England, Bulgarien und Wales. Am ersten Spieltag der Qualifikation siegte man mit einem 1:0 gegen die Waliser, wodurch der zweite Platz erreicht wurde. Auch im Laufe der Qualifikation konnte man den zweiten Platz halten. Hierbei gelangen auch sowohl ein 1:0-Sieg gegen die Schweiz sowie ein 0:0-Unentschieden gegen England. Zeitweise kämpfte man gar um den Gruppensieg. Dieses Vorhaben wurde nach einer 1:2-Niederlage gegen Wales wieder verworfen. Nun konzentrierte man sich auf den zweiten Platz – in einem Fernduell mit den Schweizern. Am vorletzten Spieltag der Qualifikation konnte man sich im Fernduell, gegen die Schweiz, durchsetzen. Im Rückspiel, gegen England, konnte man ein 2:2 erringen. Nachdem man bereits Mitte der ersten Halbzeit mit 0:2 zurücklag, markierte Elsad Zverotić kurz vor dem Pausenpfiff das 1:2.

In der Nachspielzeit markierte Andrija Delibasic das 2:2. Zuvor unterlagen die Schweizer bei den Walisern mit 0:2. Das 2:2 der Montenegriner war auch gleichbedeutend mit der sicheren Teilnahme an den Play-offs. Gegner in den Play-offs war Tschechien. Das Hinspiel am 11. November in Prag ging 2:0 verloren, ebenso das Rückspiel mit 1:0. Damit verpasste man die Qualifikation zur Europameisterschaft. Auch bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 reichte es in Gruppe H nur zu Platz 3 hinter England und der Ukraine. In der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2016 traf Montenegro in Gruppe G auf Russland, Schweden, Österreich, Moldawien und Liechtenstein.[3]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum
01. Elsad Zverotić 59 5 Mittelfeld 2008–
02. Fatos Bećiraj 46 7 Angriff 2009-
Mirko Vučinić 46[4] 17 Angriff 2007–
04. Stevan Jovetić 45 20 Angriff 2007–
Simon Vukčević 45[5] 2 Mittelfeld 2007–2014
06. Vladimir Božović 42 0 Abwehr 2007–2014
Stefan Savić 42 3 Abwehr 2010–
08. Mladen Božović 41 0 Tor 2007–
09. Marko Baša 39[6] 2 Abwehr 2009–
Savo Pavićević 39 0 Abwehr 2007–2014
11. Vukašin Poleksić 38[7] 0 Tor 2007–2014
12. Milan Jovanović 36 1 Abwehr 2007–2014

Stand: 4. Juni 2017

Rekordtorschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Name Tore Einsätze Zeitraum
01. Stevan Jovetić 20 45 2007–
02. Mirko Vučinić 17 46[4] 2007–
03. Dejan Damjanović 8 30 2008–
04. Fatos Bećiraj 7 46 2009-
Radomir Đalović 7 26 2007–2011
06. Andrija Delibašić 6 21 2009–2013
07. Elsad Zverotić 5 59 2008–

Kader der montenegrinischen Fußballnationalmannschaft 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der angegebene Kader umfasst die Nationalspieler, die für die WM-Qualifikationsspiele für die Fußball-Europameisterschaft 2016 nominiert wurden (Stand: März 2015).

Stand: März 2015
Nr. Name Geburtsdatum Verein
Tor
Mladen Božović 1. August 1984 RusslandRussland Tom Tomsk
Vukašin Poleksić 30. August 1982 UngarnUngarn Pécsi Mecsek FC
Verteidigung
Marko Baša 29. Dezember 1982 FrankreichFrankreich OSC Lille
Stefan Savić 8. Januar 1991 ItalienItalien AC Florenz
Vladimir Volkov 6. Juni 1986 SerbienSerbien FK Partizan Belgrad
Žarko Tomašević 22. Februar 1990 BelgienBelgien KV Kortrijk
Saša Balić 29. Januar 1990 UkraineUkraine Metalurh Saporischschja
Marko Simić 16. Juni 1987 TurkeiTürkei Kayserispor
Marko Vešović 28. August 1991 KroatienKroatien HNK Rijeka
Mittelfeld
Elsad Zverotić 1. Oktober 1995 SchweizSchweiz FC Sion
Vladimir Božović 13. November 1981 RusslandRussland Mordowia Saransk
Mladen Kašćelan 13. Februar 1983 RusslandRussland Arsenal Tula
Nemanja Nikolić 1. Januar 1988 WeissrusslandWeißrussland FK Dinamo Minsk
Marko Bakić 1. November 1993 ItalienItalien Spezia Calcio
Nikola Vukčević 24. März 1995 PortugalPortugal Sporting Braga
Adam Marušić 17. Oktober 1992 BelgienBelgien KV Kortrijk
Sturm
Mirko Vučinić 1. Oktober 1983 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate al-Jazira Club
Stevan Jovetić 2. November 1989 EnglandEngland Manchester City
Fatos Bećiraj 5. Mai 1988 WeissrusslandWeißrussland FK Dinamo Minsk
Dejan Damjanović 27. Juli 1981 China VolksrepublikVolksrepublik China Beijing Guoan

Nicht aktuelle montenegrinische Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Geburtsdatum Verein
Tor
Ivan Janjušević 11. Juli 1986 MontenegroMontenegro FK Sutjeska Nikšić
Danijel Petković 25. Mai 1993 MontenegroMontenegro FK Zeta Golubovci
Verteidigung
Music Emir 1. Dezember 1995 CS Pétange
Elias Muratovic 20. Mai 1994 LuxemburgLuxemburg CS Pétange
Mittelfeld
Simon Vukčević 29. Januar 1986 GriechenlandGriechenland Levadiakos
Petar Grbić 7. August 1988 SerbienSerbien FK Partizan Belgrad
Elias Muratović 20. Mai 1994 LuxemburgLuxemburg CS Pétange
Nikola Drinčić 7. September 1984 SerbienSerbien FK Partizan Belgrad
Branko Bošković 21. Juni 1980 vereinslos
Miroje Jovanović 10. März 1987 MontenegroMontenegro FK Mladost Podgorica
Darko Zorić 12. September 1993 GriechenlandGriechenland AEK Athen
Sturm
Filip Kasalica 17. Dezember 1988 Korea SudSüdkorea Ulsan Hyundai
Luka Đorđević 9. Juli 1994 ItalienItalien Sampdoria Genua
Darko Nikač 15. November 1990 IndienIndien Pune FC

Trainerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit vor der Gründung des Montenegrinischen Fußballverbandes siehe jugoslawische Fußballnationalmannschaft und serbisch-montenegrinische Nationalmannschaft

Teilnahme Montenegros an der Fußball-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930–1992 war Teil der SFR Jugoslawien
1992–2003 war Teil der BR Jugoslawien
2003–2006 war Teil von Serbien und Montenegro
2010 in Südafrika nicht qualifiziert
2014 in Brasilien nicht qualifiziert

Teilnahme Montenegros an der Fußball-Europameisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960–1992 war Teil der SFR Jugoslawien
1992–2003 war Teil der BR Jugoslawien
2003–2006 war Teil von Serbien und Montenegro
2008 in Schweiz und Österreich war am Anfang der Qualifikation kein vollwertiges UEFA-Mitglied
2012 in Polen und der Ukraine Nicht qualifiziert – In den Playoffs der Gruppenzweiten an Tschechien gescheitert
2016 in Frankreich Nicht qualifiziert

Kleinere Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Position Sp. S U N Tore Pkt.
2007 JapanJapan Kirin Cup 3. 2 0 0 2 0:3 0

Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EM-Qualifikation 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. OsterreichÖsterreich Österreich  10  9  1  0 022:500 +17 28
 2. RusslandRussland Russland  10  6  2  2 021:500 +16 20
 3. SchwedenSchweden Schweden  10  5  3  2 015:900  +6 18
 4. MontenegroMontenegro Montenegro  10  3  2  5 010:130  −3 11
 5. LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein  10  1  2  7 002:260 −24 05
 6. MoldawienMoldawien Moldawien  10  0  2  8 004:160 −12 02
Stand: 12. Oktober 2015
Datum Spielort Gegner Ergebnis¹ Torschützen Bericht
8. September 2014 Podgorica MoldawienMoldawien Moldawien 2:0 (1:0) Vučinić (45+2.), Tomašević (73.) Bericht
9. Oktober 2014 Vaduz LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:0 Bericht
12. Oktober 2014 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 0:1 (0:1) Okotie (24.) Bericht
15. November 2014 Podgorica SchwedenSchweden Schweden 1:1 (0:1) Ibrahimović (9.), Jovetić (80.) Bericht
27. März 2015 Podgorica RusslandRussland Russland 0:3 (Wertung)1 Bericht
14. Juni 2015 Solna SchwedenSchweden Schweden 1:3 (0:3) Berg (37.), Ibrahimović (40., 44.), Damjanović (64./Elfmeter) Bericht
5. September 2015 Podgorica LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 2:0 (1:0) Bećiraj (38.), Jovetić (56.) Bericht
8. September 2015 Chișinău MoldawienMoldawien Moldawien 2:0 (1:0) Savić (9.), Racu (65./Eigentior) Bericht
9. Oktober 2015 Podgorica OsterreichÖsterreich Österreich 2:3 (1:0) Vučinić (32.), Janko (55.), Bećiraj (68.), Arnautovic (81.), Sabitzer (90.+2) Bericht
12. Oktober 2015 Moskau RusslandRussland Russland 0:2 (0:2) Kusmin (33.), Kokorin (37./Elfmeter) Bericht
1 Kurz nach dem Anpfiff wurde der russische Torhüter Igor Akinfejew von einem Feuerwerkskörper am Kopf getroffen, woraufhin das Spiel unterbrochen wurde. Das Spiel wurde zunächst wieder freigegeben, nach 67 Minuten beim Stand von 0:0 jedoch endgültig abgebrochen, da weiterhin Gegenstände auf das Spielfeld geworfen wurden.[8] Das Spiel wurde von der UEFA mit 3:0 für Russland gewertet.[9]

¹ Ergebnisse aus montenegrinischer Sicht

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montenegrinische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 1. Juni 2017. Abgerufen am 5. Juni 2017
  2. Inkl. des 1. Spiels, das von der FIFA nicht gezählt wird
  3. Montenegro in Qualifikation gegen Russland und Österreich
  4. a b Zudem 3 Spiele für Serbien & Montenegro zwischen 2005 und 2006
  5. Zudem 5 Spiele für Serbien & Montenegro zwischen 2004 und 2005
  6. Zudem 3 Spiele für Serbien & Montenegro zwischen 2005
  7. Zudem 1 Spiel für die Bundesrepublik Jugoslawien im Jahr 2002
  8. Spiel Russland gegen Montenegro nach Randale abgebrochen. In: zeit.de. Die Zeit, 28. März 2015, abgerufen am 28. März 2015.
  9. Skandalspiel als Niederlage für Montenegro gewertet. In: sportschau.de. Sportschau, 8. April 2015, abgerufen am 8. April 2015.