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Belarussische Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Republik Belarus
Respublika Belarus
Logo der Nationalmannschaft
Spitzname(n) Белыя крылы / Belyja kryly (Die weißen Flügel)
Verband Belaruskaja Federazyja Futbola
(Беларуская Федэрацыя Футбола)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Erreà[1]
Cheftrainer SpanienSpanien Carlos Alós (seit 2023)
Kapitän Aljaksandr Martynowitsch
Rekordspieler Aljaksandr Kultschy (101)
Rekordtorschütze Maksim Ramaschtschanka (20)
Heimstadion Nationales Fußballstadion
FIFA-Code BLR
FIFA-Rang 97. (1235,82 Punkte)
(Stand: 1. April 2026)[2]
Heim
Auswärts
Bilanz
302 Spiele
87 Siege
78 Unentschieden
137 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Belarus Belarus 1:1 Ukraine UkraineUkraine
(Minsk, Belarus; 28. Oktober 1992)
Höchste Siege
Belarus Belarus 5:0 Litauen Litauen
(Minsk, Belarus; 8. Juni 1998)
Belarus Belarus 6:1 Tadschikistan Tadschikistan
(Baryssau, Belarus; 4. September 2014)
Belarus Belarus 5:0 San Marino San Marino
(Minsk, Belarus; 8. September 2018)
Tadschikistan Tadschikistan 0:5 Belarus Belarus
(Duschanbe, Tadschikistan; 20. März 2025)
Höchste Niederlage
Belgien Belgien 8:0 Belarus Belarus
(Löwen, Belgien; 30. März 2021)
(Stand: 18. November 2025)

Die belarussische Fußballnationalmannschaft (belarussisch Зборная Беларусі па футболе Sbornaja Belarussi pa futbole, russisch Сборная Беларуси по футболу Sbornaja Belarussi po futbolu) ist die Vertretung von Belarus im Fußball und wird vom belarussischen Fußballverband Belaruskaja Federazyja Futbola organisiert. Sie trug ihre Spiele meist im Dinamo-Stadion in Minsk aus, bevor 2025 das neue Nationale Fußballstadion eingeweiht wurde.

Fußball hat in Belarus eine geringe Bedeutung, Nationalsport ist Eishockey, in dem Belarus wesentlich erfolgreicher ist. Der Verband wurde am 22. Dezember 1989 gegründet, aber erst 1992 als selbständig anerkannt und nimmt seitdem auch an den Qualifikationen zu Welt- und Europameisterschaften teil. Erstmals Beachtung fand die belarussische Nationalmannschaft, als sie im Juni 1995 bei ihrer ersten Teilnahme an einer EM-Qualifikationsrunde die Niederlande mit 1:0 bezwang.

Die belarussische Nationalmannschaft nahm bisher an keiner Endrunde der Welt- und Europameisterschaften teil. Am nächsten kamen die Belarussen der Teilnahme an einem großen Turnier in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Damals gewannen sie vier ihrer fünf Heimspiele, unter anderem gegen die stark eingeschätzten Norweger und Polen. Am letzten Spieltag verloren sie ihr letztes Gruppenspiel in Wales und wurde nur Gruppendritter.

Die erste Partie gegen Deutschland fand am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern statt und endete mit 2:2 nach einem 0:2-Pausenrückstand.

Dank eines 1:0-Sieges gegen Tschechien bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2011 war Belarus erstmals beim olympischen Fußballturnier 2012 vertreten. Als Belarussische SSR nahm sie u. a. sechsmal am Baltic Cup als Gastmannschaft in den Jahren 1954, 1957, 1973, 1974, 1975 und 1976 teil.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften

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Belarussische Spieler nahmen mit der sowjetischen Nationalmannschaft an den Weltmeisterschaften 1958, 1962, 1966, 1970, 1982, 1986 und 1990 teil, spielten allerdings keine große Rolle. 1982 mit Sjarhej Barouski, 1986 mit Sjarhej Alejnikau und 1990 mit Andrej Syhmantowitsch stand immerhin aber jeweils ein belarussischer Spieler von FK Dinamo Minsk im Kader. Nach der Unabhängigkeit von Belarus stellte die Teilnahme an der Qualifikation zur WM 1998 den ersten Versuch dar, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Dies gelang bisher jedoch nicht.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Bemerkungen und Besonderheiten
1994USAnicht teilgenommen
1998Frankreichnicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe 4 als Gruppenletzter an Österreich und Schottland gescheitert.
2002Japan und Südkoreanicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe 5 als Dritter an Polen gescheitert. Die Teilnahme an den Play-offs wurde durch eine Niederlage gegen Wales am letzten Spieltag verfehlt. Bisher das beste Abschneiden im Rahmen einer WM-Qualifikation
2006Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe 5 als Vorletzter am späteren Weltmeister Italien gescheitert.
2010Südafrikanicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe 6 als Vierter an England gescheitert.
2014Brasiliennicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe I als Letzter an Spanien und Frankreich gescheitert.
2018Russlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe A als Letzter am späteren Weltmeister Frankreich und Schweden gescheitert.
2022Katarnicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe E als Letzter gescheitert.
2026Kanada/Mexiko/USAnicht qualifiziertIn der Qualifikation in Gruppe C hatte die Mannschaft nach vier Niederlagen keine Chance mehr die Endrunde zu erreichen.

Teilnahmen an Fußball-Europameisterschaften

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Belarus nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten belarussische Spieler aber keine große Rolle. 1988 standen mit Sjarhej Alejnikau und Sergei Gozmanow aber zwei belarussische Spieler von FK Dinamo Minsk im Kader des Vizeeuropameisters, 1992 nur Alejnikau. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Belarus erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren und kam nie über den vierten Platz der Qualifikationsgruppe hinaus.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Bemerkungen und Besonderheiten
1996Englandnicht qualifiziertIn der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2000Niederlande und Belgiennicht qualifiziertIn der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Italien und Dänemark gescheitert.
2004Portugalnicht qualifiziertIn der Qualifikation erneut an Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2008Österreich und Schweiznicht qualifiziertIn der Qualifikation an Rumänien und wieder an den Niederlanden gescheitert.
2012Polen und Ukrainenicht qualifiziertIn der Qualifikation an Frankreich und Bosnien und Herzegowina gescheitert.
2016Frankreichnicht qualifiziertIn der Qualifikation traf Belarus auf Spanien, die Slowakei, die Ukraine, Mazedonien und Luxemburg. Bereits nach 7 Spielen bestand keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Qualifikation.
2021Europanicht qualifiziertÜber die Nations League für die Play-offs gegen Georgien qualifiziert, wo die Mannschaft im Halbfinale an Georgien scheiterte. In der regulären Qualifikation zunächst an Deutschland und den Niederlanden gescheitert.
2024Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation traf Belarus auf die Schweiz, Rumänien, Israel, den Kosovo und Andorra.

UEFA Nations League

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  • 2018/19: Liga D, 1. Platz mit 4 Siegen und 2 Remis
  • 2020/21: Liga C, 2. Platz mit 3 Siegen, 1 Remis und 2 Niederlagen
  • 2022/23: Liga C, 4. Platz mit 3 Remis und 3 Niederlagen
  • 2024/25: Liga C, 3. Platz mit 1 Sieg, 4 Remis und 1 Niederlage
Rekordspieler
SpieleSpielerZeitraumPositionTore
101[Anm 1]Aljaksandr Kultschy1996–2012Defensives Mittelfeld5
84Aljaksandr Martynowitsch2009–Abwehr2
80Aljaksandr Hleb2001–2019Offensives Mittelfeld6
80Sjarhej Hurenka1994–2006Abwehr3
78Sjarhej Karnilenka2003–2016Angriff17
76Zimafej Kalatschou2004–2016Mittelfeld10
74Sjarhej Ameljantschuk2002–2011Abwehr1
74Sjarhej Kisljak2009–2021Mittelfeld9
71Sjarhej Schtanjuk1995–2007Abwehr3
68Stanislau Drahun2011–2020Angriff11
66Ihar Schytau2008–2019Abwehr1
Rekordschützen
ToreSpielerZeitraumSpieleQuote
20Maksim Ramaschtschanka1998–2008640,31
17Sjarhej Karnilenka2003–2016780,22
13Wital Kutusau2002–2011520,25
12Wjatschaslau Hleb2004–2011450,27
11Stanislau Drahun2011–2020680,16
10Waljanzin Bjalkewitsch1992–2005560,18
10Zimafej Kalatschou2004–2016760,13
10Wital Radsiwonau2007–2017480,21
10Raman Wassiljuk2000–2008240,42
9Sjarhej Kisljak2009–2021740,12

Quellen:[3][4]

Spiele gegen deutschsprachige Nationalmannschaften

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Spiele gegen Deutschland

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Datum Ort Ergebnis Anlass
27. Mai 2008Kaiserslautern2:2Freundschaftsspiel
8. Juni 2019Baryssau0:2[5]EM-Qualifikation
16. November 2019Mönchengladbach0:4EM-Qualifikation

Spiele gegen Liechtenstein

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Datum Ort Ergebnis Anlass
21. Mai 2014Vaduz5:1[6]Freundschaftsspiel

Spiele gegen Luxemburg

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Datum Ort Ergebnis Anlass
12. Oktober 1994Minsk2:0EM-Qualifikation
11. Oktober 1995Luxemburg0:0EM-Qualifikation
24. März 2007Luxemburg2:1EM-Qualifikation
13. Oktober 2007Gomel0:1EM-Qualifikation
8. Oktober 2010Luxemburg0:0EM-Qualifikation
7. Juni 2011Minsk2:0EM-Qualifikation
8. September 2014Luxemburg1:1EM-Qualifikation
8. September 2015Borisov2:0EM-Qualifikation
10. Oktober 2016Minsk1:1WM-Qualifikation Europa
31. August 2017Luxemburg0:1WM-Qualifikation Europa
12. Oktober 2018Minsk1:0Nations League D
15. November 2018Luxemburg2:0Nations League D
8. September 2024Luxemburg1:0Nations League C
15. Oktober 2024Zalaegerszeg (HUN)1:1Nations League C

Spiele gegen Österreich

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Datum Ort Ergebnis Anlass
10. September 1997Minsk0:1WM-Qualifikation
11. Oktober 1997Wien0:4WM-Qualifikation
12. Oktober 2002Minsk0:2EM-Qualifikation
11. Juni 2003Innsbruck0:5EM-Qualifikation

Spiele gegen die Schweiz

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Datum Ort Ergebnis Anlass
27. März 1999Minsk0:1EM-Qualifikation
8. September 1999Lausanne0:2EM-Qualifikation
1. Juni 2017Neuchâtel0:1Freundschaftsspiel
25. März 2023Novi Sad0:5EM-Qualifikation
15. Oktober 2023St. Gallen3:3EM-Qualifikation
Commons: Belarussische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. In einigen Statistiken wird ein Spiel gegen die rumänische Ligaauswahl am 19. Februar 2004 mitgezählt.

Einzelnachweise

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  1. Sponsorship. Erreà, abgerufen am 15. April 2023 (englisch).
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 1. April 2026, abgerufen am 1. April 2026. (Mannschaften ohne Platz und Punkte sind seit mehr als 48 Monaten inaktiv.)
  3. eu-football.info: „Players for Belarus“´ (Stand: 18. November 2025)
  4. rsssf.org: „Belarus – Record International Players“ (Stand: 18. November 2025)
  5. EM-Qualifikation: Erst Sané, dann Reus – Deutschland gewinnt in Belarus. In: sportschau.de. Sportschau, 8. Juni 2019, abgerufen am 11. Juni 2019.
  6. 2014 год, auf football.by