Air China

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Dieser Artikel behandelt die chinesische Fluggesellschaft, zu Informationen über die nationale Fluggesellschaft Taiwans siehe China Airlines.
Air China
中國國際航空公司
Logo der Air China
Boeing 777-200ER der Air China
IATA-Code: CA
ICAO-Code: CCA
Rufzeichen: AIR CHINA
Gründung: 1988
Sitz: Peking, China VolksrepublikChina China
Drehkreuz:
Heimatflughafen: Peking
IATA-Prefixcode: 999
Leitung: Cai Jianjiang
Mitarbeiterzahl: 24'474[1] (2012)
Umsatz: US$ 12,6 Milliarden[1] (2012)
Fluggastaufkommen: 46,24 Millionen[1] (2012)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: PhoenixMiles
Flottenstärke: 308[1]
Ziele: 143 (National und International)[1]
Hauptquartier von Air China

Air China (chinesisch 中國國際航空公司 / 中国国际航空公司 Zhōngguó Guójì Hángkōng Gōngsī, englisch Chinese International Aviation Company, abgekürzt 国航) ist nach China Southern Airlines die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik China mit Sitz in Peking und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Air China begann ihre Flüge am 1. Juli 1988; zuvor war sie der internationale Teil der Civil Aviation Administration of China (CAAC), die 1939 gegründet worden war, um Militärflüge aus der damaligen Republik China nach Mittelrussland zu absolvieren. Das erste Linienflugzeug der CAAC war die Lisunow Li-2. Danach kam die Iljuschin Il-14, die bald von der Iljuschin Il-18 abgelöst wurde.

Der erste Jet war die Hawker Siddeley Trident und wurde 1970 bestellt. Die ersten Langstreckenflüge übernahmen die Iljuschin Il-62M und die Boeing 707. 1980 erhielt die CAAC ihre erste Boeing 747.[2] Air China erhielt ihre erste Boeing 737-300 am 13. März 1993, die 737-700 am 17. Juni 2003 und die 737-800 am 17. August 1999.

1988 wurde die CAAC in einzelne Regionalgesellschaften und die international operierende Air China aufgesplittet. Air Chinas Großraumflotte besteht heute aus der Boeing 747-400, der Boeing 777-200, der Boeing 777-300ER, den beiden Versionen des Airbus A330 und dem Airbus A340-300.

Am 22. Mai 2006 wurde bekannt, dass Air China der Star Alliance beitreten wird. Im selben Jahr wurden 31 Millionen Passagiere auf Flügen der Air China befördert.[3]

Air China hält Anteile an der Tibet Airlines und startete im Juli 2011 zusammen mit dieser ein Vielfliegerprogramm.[4]

Flugziele [Bearbeiten]

Air China ist neben China Eastern, China Southern, Hainan Airlines und Grand China Air eine der wenigen chinesischen Fluggesellschaften, die Ziele in Asien, Australien, Europa, Nordamerika und Südamerika anfliegen. Im deutschsprachigen Raum wird von Peking aus Düsseldorf viermal wöchentlich mit einem Airbus A330-300, München täglich mit einem Airbus A330-200 sowie Frankfurt zweimal täglich mit Maschinen vom Typ Boeing 777-300ER angeflogen. Frankfurt wird zudem täglich von Shanghai aus mit einem Airbus A330-200 bedient.[5]

Seit dem 19. Mai 2013 verbindet ein Nonstop-Flug Chengdu, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, mit Frankfurt am Main; die Strecke wird dreimal pro Woche mit einem Airbus A330-200 geflogen.[6] Seit dem 7. Mai 2013 wird darüber hinaus die Strecke Peking-Genf-Peking viermal pro Woche mit einem Airbus A330-200 bedient.[7]

Air China ist Mitglied der Star Alliance und unterhält Codeshare-Abkommen mit Lufthansa, Finnair, Austrian, Swiss und All Nippon Airways. Laut Pressemeldungen soll Air China die Strecke Peking-Paris-Peking in absehbarer Zeit mit einem von China Southern betriebenen Airbus A380-800 bedienen. China Southern Airlines, die derzeit zu wenige Strecken haben, auf denen sich ein A380 wirtschaftlich einsetzen ließe, wird hierbei Crew und Maschine stellen. Die genauen Einzelheiten, ob zum Beispiel Air China und China Southern Airlines die Strecke gemeinsam vermarkten oder ob Air China die Maschine als Wet-Lease übernimmt und die Strecke weiterhin alleinverantwortlich betreibt, stehen aber noch nicht fest.[8]

Flotte [Bearbeiten]

Ein Airbus A321-200 der Air China
Ein Airbus A330-200 der Air China in Star Alliance-Sonderlackierung
Eine Boeing 747-400F der Air China Cargo

Mit Stand Mai 2013 besteht die Flotte der Air China aus 315 Flugzeugen[9] mit einem Durchschnittsalter von 6,6 Jahren.[10]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[11][12] Anmerkungen Sitzplätze[13]
(First/Business/Economy)
Airbus A319-100 030 128 (-/8/120)
Airbus A320-200 029 05 158 (-/8/150)
Airbus A321-200 041 05 185 (-/12/173)
Airbus A330-200 026 04 251 (-/36/215)
283 (-/12/271)
Airbus A330-300 010 04 282 (-/36/246)
Airbus A340-300 006 00 werden sukzessive ausgemustert[14] 255 (8/28/219)
Airbus A350-900 010 - offen -
Boeing 737-300 010 128 (-/8/120)
Boeing 737-700 021 00 11 mit Winglets ausgestattet 128 (8/-/120)
Boeing 737-800 092 028 4 verleast an Dalian Airlines; 72 mit Winglets ausgestattet 167 (8/-/159)
Boeing 747-400 004 344 (10/42/292)
Boeing 747-400M 004 280 (10/24/246)
Boeing 747-400F 011 Frachtmaschinen der Air China Cargo -
Boeing 747-8 07 Auslieferung ab 2014 - offen -
Boeing 757-200 008 200 (-/8/192)
Boeing 777-200 010 314 (12/49/253)
345 (-/49/296)
Boeing 777-300ER 013 006 313 (8/42/263)
Boeing 787-9 015 - offen -
Comac C919 020 - offen -
Gesamt 315 104

Im März 2011 unterzeichnete Air China eine Absichtserklärung zum Kauf von fünf Boeing 747-8. Der Kauf wurde am 6. September 2012 bestätigt. Im März 2013 stockte die Airline die Bestellung auf 7 Exemplare auf.[15] Am 7. April 2013 gab Air China in einer Pflichtmitteilung an die Börse von Schanghai bekannt, hundert Flugzeuge bei Airbus zu bestellen, um den Expansionshunger im Passagierbereich zu stillen. Um welche Typen es sich handelt, ist noch nicht abschließend geklärt.[16]

Zwischenfälle [Bearbeiten]

  • Am 15. April 2002 flog eine Boeing 767-300ER auf dem Weg von Peking nach Busan während eines Landeversuchs bei schlechtem Wetter in einen Hügel. Dabei kamen 128 der 166 Menschen an Bord ums Leben.

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c d e Factsheet Air China (Star Alliance) 2012, abgerufen 21. April 2013
  2. Orders and Diliveries (englisch)
  3. finanztreff.de: FTD: Airlines kämpfen um Lufthoheit in China 23. September 2007
  4. www.wallstreet-online.de
  5. www.airchina.de
  6. www.airliners.de
  7. www.presseportal.de
  8. centreforaviation.com
  9. [1] (englisch) abgerufen am 11. Mai 2013
  10. – Flottenalter der Air China (englisch) abgerufen am 11 Mai 2013
  11. Airbus – Orders, Deliveries, Operators (englisch) abgerufen am 9. Januar 2013
  12. boeing.com – Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 9. Januar 2013
  13. airchina.co.uk – seatmaps (englisch) abgerufen am 7. Oktober 2011
  14. – Air China kauft groß bei Airbus ein (deutsch) abgerufen am 11. Mai 2013
  15. boeingblogs.com (englisch) 21. November 2012
  16. – Air China kauft groß bei Airbus ein (deutsch) abgerufen am 11. Mai 2013

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Air China – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien