Baschkortostan

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Subjekt der Russischen Föderation
Republik Baschkortostan
Республика Башкортостан
Башҡортостан Республикаһы
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Fläche 142.947 km²[1]
Bevölkerung 4.072.292 Einwohner
(Stand: 14. Oktober 2010)[2]
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km²
Hauptstadt Ufa
Offizielle Sprachen Baschkirisch, Russisch
Ethnische
Zusammensetzung
Russen (36,1 %)
Baschkiren (29,5 %)
Tataren (25,4 %)
Tschuwaschen (2,7 %)
(Stand: 2010)Vorlage:Infobox Föderationssubjekt Russlands/Wartung/Ethnien
Präsident Rustem Chamitow
Gegründet 23. März 1919
Zeitzone UTC+6
Telefonvorwahlen (+7) 347xx
Postleitzahlen 450000–453999
Kfz-Kennzeichen 02, 102
OKATO 80
ISO 3166-2 RU-BA
Website www.bashkortostan.ru
Iran Turkmenistan China Kasachstan Usbekistan Mongolei Japan Nordkorea China Norwegen Dänemark Deutschland Schweden Vereinigte Staaten Finnland Kirgisistan Georgien Türkei Armenien Aserbaidschan Ukraine Polen Litauen Letttland Estland Weissrussland Norwegen Oblast Sachalin Region Kamtschatka Jüdische Autonome Oblast Region Primorje Region Chabarowsk Tuwa Chakassien Oblast Kemerowo Republik Altai Region Altai Oblast Nowosibirsk Oblast Omsk Oblast Tjumen Oblast Tomsk Burjatien Region Transbaikalien Oblast Amur Oblast Magadan Autonomer Kreis der Tschuktschen Oblast Irkutsk Sacha Region Krasnojarsk Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra Oblast Swerdlowsk Oblast Tscheljabinsk Oblast Kurgan Oblast Orenburg Autonomer Kreis der Nenzen Republik Komi Baschkortostan Region Perm Oblast Wologda Republik Karelien Oblast Murmansk Oblast Archangelsk Oblast Kaliningrad Sankt Petersburg Oblast Leningrad Tatarstan Udmurtien Oblast Kirow Oblast Kostroma Oblast Samara Oblast Pskow Oblast Twer Oblast Nowgorod Oblast Jaroslawl Oblast Smolensk Moskau Oblast Moskau Oblast Wladimir Oblast Iwanowo Mari El Tschuwaschien Mordwinien Oblast Pensa Oblast Nischni Nowgorod Oblast Uljanowsk Oblast Saratow Oblast Brjansk Oblast Kaluga Oblast Tula Oblast Rjasan Oblast Orjol Oblast Lipezk Oblast Woronesch Oblast Belgorod Oblast Kursk Oblast Tambow Oblast Wolgograd Oblast Rostow Oblast Astrachan Kalmückien Dagestan Adygeja Region Krasnodar Karatschai- Tscherkessien Kabardino-Balkarien Region Stawropol Nordossetien-Alanien Inguschetien TschetschenienLage in Russland
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54.0556.6Koordinaten: 54° 3′ N, 56° 36′ O

Baschkortostan (baschkirisch Башҡортостан/Baschqortostan; russisch Башкортостан/Baschkortostan; offiziell Republik Baschkortostan, baschkirisch Башҡортостан Республикаһы/Baschqortostan Respublikahy, russisch Республика Башкортостан/Respublika Baschkortostan) oder auch (älter) Baschkirien ist eine Republik im östlichen Teil des europäischen Russland.

Geographie[Bearbeiten]

Baschkortostan liegt am äußersten Ostrand Europas, westlich des Uralgebirges im Föderationskreis Wolga. Es grenzt im Norden an die Region Perm und die Oblast Swerdlowsk, im Osten an die Oblast Tscheljabinsk, im Süden an die Oblast Orenburg, im Westen an Tatarstan und im Nordwesten an Udmurtien.

Das Land, im Osten (Südlicher Ural) bis über 1500 m hoch, fällt gegen Westen allmählich ab. Die höchsten Erhebungen sind Jamantau (1640 m), Bolschoi Iremel (1582 m) sowie Bolschoi Schelom (1427 m). Die wichtigsten Flüsse sind die Belaja, ein Nebenfluss der Kama und die Ufa. Der größte See ist der Aslykul mit einer Fläche von 23,5 Quadratkilometern. Baschkortostan gehört im nordwestlichen Teil zur Klimazone der subkontinentalen Klimate, im Süden zu den winterkalten Feuchtsteppenklimaten. Im Ural herrscht ein kontinentales Borealklima vor. Die Temperaturen liegen im Sommer im Durchschnitt bei etwa 20 °C (40 °C im Extrem), im Winter bei etwa -13 °C (-40 °C im Extrem). Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt ca. 430 mm, im Ural sind es etwa 800 mm.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Titularnation sind die Baschkiren, ein Turkvolk. Diese sind allerdings nur eine Minderheit in der eigenen Republik. Die Bevölkerung betrug bei der Volkszählung 2002 4.104.336 Personen, darunter Russen, Baschkiren und Tataren als große Volksgruppen. Hinzu kommen mit über 100.000 Menschen noch die Tschuwaschen und die Mari. Abwanderungstendenzen in die Heimatländer haben die ehemals bedeutenden Volksgruppen der Ukrainer, Weißrussen und Deutschen merklich schrumpfen lassen.

Ein Streitpunkt zwischen den Baschkiren und den Tataren ist die tatsächliche Größe der beiden Volksgruppen. Die Baschkiren behaupten, die Tiptären seien eigentlich Baschkiren, denen die tatarische Sprache aufgezwungen wurde. Die Tataren andererseits behaupten, in den baschkirischen Gebieten würde die tatarische Minderheit zur Angabe der baschkirischen Zugehörigkeit gedrängt und ihre Anzahl sei demnach viel größer. Infolge dieses Zwists und der zunehmenden Zahl von Mischehen wächst die Zahl derer, die keine Angaben zu ihrer Nationalität machen wollen, rasant (2002:4.366; 2010:97.572 Personen).

Noch um 1990 hatte der Anteil der Baschkiren an der Bevölkerung Baschkiriens (Baschkirische ASSR) nur etwa 20 % betragen – gegenüber 37,5 % Russen und 27,5 % Tataren. In der baschkirischen Hauptstadt Ufa sind auch heute noch rund 30 % der Einwohner Tataren.

Amtssprachen sind Russisch und Baschkirisch.

Volksgruppe VZ 1926 VZ 1939 VZ 1959 VZ 1970 VZ 1979 VZ 1989 VZ 2002 VZ 2010 2
Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  %
Baschkiren 625.845 23,5 % 671.188 21,2 % 737.711 22,1 % 892.248 23,4 % 935.880 24,3 % 863.808 21,9 % 1.221.302 29,8 % 1.172.287 29,5 %
Russen 1.064.707 39,9 % 1.281.347 40,6 % 1.418.147 42,4 % 1.546.304 40,5 % 1.547.893 40,3 % 1.548.291 39,3 % 1.490.715 36,3 % 1.432.906 36,1 %
Tataren 621.1581 23,3 % 777.230 24,6 % 768.566 23,0 % 944.505 24,7 % 940.436 24,5 % 1.120.702 28,4 % 990.702 24,1 % 1.009.295 25,4 %
Tschuwaschen 84.886 3,2 % 106.892 3,4 % 109.970 3,3 % 126.638 3,3 % 122.344 3,2 % 118.509 3,0 % 117.317 2,9 % 107.450 2,7 %
Mari 79.298 3,0 % 90.163 2,9 % 93.902 2,8 % 109.638 2,9 % 106.793 2,8 % 105.768 2,7 % 105.829 2,6 % 103.658 2,6 %
Ukrainer 76.710 2,9 % 92.289 3,1 % 83.594 2,5 % 76.005 2,0 % 75.571 2,0 % 74.990 1,9 % 55.249 1,3 % 39.875 1,0 %
Udmurten 23.256 0,9 % 25.103 0,8 % 25.388 0,8 % 27.918 0,7 % 25.906 0,7 % 23.696 0,6 % 22.625 0,6 % 21.477 0,5 %
Mordwinen 49.813 1,9 % 57.826 1,8 % 43.582 1,3 % 40.745 1,1 % 35.900 0,9 % 31.923 0,8 % 26.020 0,6 % 20.300 0,5 %
Weißrussen 18.281 0,7 % 23.761 0,8 % 20.792 0,6 % 17.985 0,5 % 17.393 0,5 % 17.038 0,4 % 17.117 0,4 % 11.680 0,3 %
Deutsche 6.448 0,2 % 6.030 0,2 % 12.817 0,4 % 12.104 0,3 % 11.316 0,3 % 11.023 0,3 % 8.250 0,2 % 5.909 0,1 %
Andere 15.434 0,6 % 27.140 0,9 % 27.140 0,8 % 23.985 0,6 % 24.848 0,6 % 27.365 0,7 % 49.210 1,2 % 147.455 3,6 %
Einwohner 2.665.836 100 % 3.158.969 100 % 3.341.609 100 % 3.818.075 100 % 3.844.280 100 % 3.943.113 100 % 4.104.336 100 % 4.072.292 100 %
1 461.871 Tataren, 135.960 Mischären, 23.290 Tiptären und 37 Keräschen

2 97.572 Personen konnten keiner Volksgruppe zugeteilt werden. Diese Leute verteilen sich vermutlich anteilmässig gleich wie die ethnisch zugeschiedenen Einwohner.[3]

Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum sunnitischen Islam, daneben finden sich orthodoxe und evangelische Christen. Baschkortostan ist die flächengrößte und bevölkerungsreichste muslimische Teilrepublik, siehe Islam in Russland. Ufa ist seit 1980 der Sitz des Großmuftis Talgar Tadschuddin, der in muslimischen Angelegenheiten auch für Sibirien verantwortlich ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Im heutigen Baschkortostan wird die Magna Hungaria, die Heimat eines magyarischen Stammes vermutet, über den Ungarn und Baschkiren miteinander verwandt sein sollen. In der Tat sind vier der sieben ungarischen Stammesnamen (Yeney/Jenö, Djurmati/Gyarmat, Tamyan/Tarján, Girei/Ker) noch in Baschkirien vorhanden. Informationen über die Baschkiren am südlichen Ural datieren zurück auf das 10. Jahrhundert. So erwähnt Ibn Fadlan das Volk der „Basqort“ in seinem Reisebericht. Um 1220 unterwarf Dschingis Khan die baschkirischen Stämme, die dort lebenden Magyaren wurden dabei endgültig vernichtet. Die Baschkiren blieben bis Mitte des 16. Jahrhunderts unter der Herrschaft der Mongolen.

Nachdem Russland 1552 das Khanat Kasan eingenommen hatte, wandten sich die baschkirischen Völker nach und nach dem Nachbarreich im Westen zu, vor allem weil sie in umherziehenden Nomadenvölkern, die von Osten her immer wieder über das Land herfielen, eine große Bedrohung sahen, vor denen sie die militärische Großmacht Russland schützen konnte. So schlossen sich in den Jahren von 1554–1557 alle baschkirischen Stämme nach und nach Russland an. An diesen zumindest teilweise freiwilligen Anschluss erinnert heute ein vom russischen Staat errichtetes Denkmal in der Hauptstadt Ufa, das Monument Druschby (übersetzt Monument der Freundschaft) und dieses soll an die „ewige Freundschaft“ zwischen dem baschkirischen und russischen Volk erinnern. Ufa selbst wurde 1574 als Festung und damals östlichste Befestigung Russlands gegründet.

Russland gewährte den Baschkiren weitgehende Autonomie, Religionsfreiheit und ein Besitzrecht auf Grundlage der Erbfolge. Die Baschkiren stellten Russland in verschiedenen Kriegen ihre kämpferischen Fähigkeiten zur Verfügung – als Mitstreiter im Feldzug von Kusma Minitsch Minin und Dmitri Michailowitsch Poscharski befreiten sie 1612 Moskau von den Polen, unter Peter dem Großen stürmten sie 1697 die Stadt Asow im Kampf gegen die Osmanen. Auch im Großen Nordischen Krieg kämpften sie an der Seite Russlands. In den Befreiungskriegen halfen sie der russischen Armee, Napoleon zurückzuschlagen (z. B. belagerten sie Hamburg im Jahr 1814). Davon zeugt noch heute eine spezielle Gedenkschrift für die baschkirischen Regimenter am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

Anfang des 17. Jahrhunderts begann der russische Adel, sich in Baschkirien niederzulassen, Burgen und Betriebe zu errichten. Als die Steuern und der Umfang der Arbeitsverpflichtungen durch die Russen wuchsen und zudem noch versucht wurde, die Muslime Baschkiriens zu christianisieren, wuchs der Unmut in der Bevölkerung. Diese ersuchte in mehreren Bittschriften die zentrale Verwaltung um Hilfe, und als diese ausblieb, kam es mehrmals zu kleineren Aufständen, die niedergeschlagen wurden – so 1616, 1645, 1662–1664, 1681–1684, 1704–1711. Am 11. Februar 1736 gab es einen Erlass, der es den Adeligen erlaubte, baschkirisches Land zu erwerben.

Anlass zum großen Aufstand gaben die Repressionsmaßnahmen Russlands gegen die Jaizkischen (Ural-)Kosaken 1772. Alle Völker Baschkortostans unterstützten diesen Aufstand, und so mündete dieser in den Bauernaufstand 1773–1775 unter der Führung des Don-Kosaken Jemeljan Pugatschow. Zum Helden Baschkortostans wurde in diesem Aufstand der Baschkire Salawat Julajew, der an der Seite Pugatschows kämpfte und zur Freiheit Baschkiriens und zur Freundschaft zwischen Baschkiren und Russen aufrief. Sein Name und seine Lebensgeschichte wurden von der russischen Obrigkeit nach seiner Gefangennahme verdammt. Heute ist eine Großstadt in Baschkortostan nach ihm benannt, und seine Reiterfigur ziert sowohl das Staatswappen Baschkortostans als auch die Stadt Ufa in Form eines großen Denkmals.

Das Zarenreich, erschrocken von den Dimensionen des Aufstandes, änderte seine Politik hinsichtlich der Autonomie der baschkirischen Bauern ein wenig, doch es blieb im Allgemeinen bei der Unterdrückung. Im Zuge von Landreformen wurden die Gebiete der Gouvernements Russlands neu eingeteilt, und die Baschkiren verloren einen Großteil ihrer Ländereien an Nachbarregionen sowie an den russischen Adel und die orthodoxe Kirche. Anfang des 20. Jahrhunderts besaßen sie nur noch 20 % ihrer ursprünglichen Gebiete. Ein Manifest, das vom 19. Februarjul./ 3. März 1861greg. datiert und die Festungsrechte, die die Bürgerrechte von jeher beschnitten hatten, aufhob, wurde zu einem Meilenstein in der sozialen Entwicklung Baschkiriens. Das Wirtschaftswesen begann nun langsam, kapitalistische Formen anzunehmen.

In den Wirren nach der Oktoberrevolution Ende 1917 erklärte sich Baschkortostan unter Zeki Velidi Togan für unabhängig. 1919 wurde Baschkortostan zu einer Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb der Russischen SFSR.

„Die Natur hier war zauberhaft, dicht bewaldete Berge, sechshundert Flüsse und Bäche, tausend Seen. Zahlloses Getier, alle nur erdenklichen Arten von Vierbeinern, Schwärme flinker Vögel, Wolken emsiger Bienen. Bis die Chemie kam. Baschkortostan wurde zu einem Übungsplatz der Chemie verwandelt, in ein Zentrum der chemischen Industrie der damaligen UdSSR. Rauchschwaden bedeckten den Himmel, die Luft war geschwängert mit Staub, die Flüsse stanken nach Phenol.“ (Lit.: Kapuściński, S. 216)

1988 wurde auch in Baschkortostan eine Sektion des Tatarischen Zentrums gebildet, die für die Unabhängigkeit des Landes und für eine kulturelle Einheit der im Land lebenden Tataren mit denen in Tatarstan, Tschuwaschien und Sibirien eintrat.

Mit Auflösung der UdSSR wurden Baschkortostan weitreichende Autonomierechte eingestanden.

Politik[Bearbeiten]

Seit dem Ende der Sowjetunion wurde Baschkortostan von Murtasa Rachimow regiert. Sein Sohn Ural Rachimow kontrolliert als Vorstandsvorsitzender der Holding „Baschkirski Kapital“ die Aktienmehrheit aller großen, gewinnbringenden Unternehmen im Erdölsektor wie z.B. Bashneft. Vorwürfe, Rachimow und seine Familie seien in Korruption verwickelt oder beteiligt, ließen sich bisher nicht belegen. Laut dem russischen Wirtschaftsmagazin „Finans“ gehört Rachimows Sohn Ural mit einem Vermögen von 1,4 Milliarden US-Dollar zu den 33 reichsten Oligarchen Russlands.[4]

Am 15. Juli 2010 wurde Rachimow wohl wegen der sich häufenden Vorwürfe des Amtsmissbrauchs durch den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew abgesetzt. Die Amtsgeschäfte des Präsidenten Baschkortostans wurden kommissarisch von Rustem Chamitow übernommen.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Baschkortostan gehört zu den reichsten Republiken Russlands, was vor allem an der gut entwickelten Infrastruktur liegt. Das Gebiet verfügt über eigene Erdölvorkommen und petrochemische Industrie. Nördlich der Hauptstadt Ufa befindet sich der größte petrochemische Komplex Europas.

In Neftekamsk, rund 270 km nördlich von Ufa, befindet sich der zweitgrößte Omnibushersteller Russlands, die Firma NefAZ.

Die staatseigene Fluggesellschaft Air Bashkortostan wurde 2006 gegründet. Die Bashkirian Airlines hat im Mai 2007 Konkurs angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt.

Verwaltungsgliederung und größte Städte[Bearbeiten]

Die Republik Baschkortostan ist in neun Stadtkreise und 54 Rajons unterteilt. Hauptstadt der Republik ist die Millionenstadt Ufa (baschkirisch Öfö). Weitere Großstädte sind Sterlitamak, Salawat, Neftekamsk und Oktjabrski. Es gibt eine Reihe weiterer mittelgroßer Bergbau- und Industriezentren wie Belorezk, Tuimasy, Ischimbai, Kumertau, Sibai, Meleus und Belebei. Insgesamt gibt es in der Republik 21 Städte (davon eine „geschlossene“, Meschgorje) und zwei Siedlungen städtischen Typs (Prijutowo und Tschischmy).

Größte Städte
Name Russisch Baschkirisch Einwohner
(14. Oktober 2010)[2]
Ufa Уфа Өфө 1.062.319
Sterlitamak Стерлитамак Стәрлетамаҡ 273.486
Salawat Салават Салауат 156.095
Neftekamsk Нефтекамск Нефтекама 121.733
Oktjabrski Октябрьский Октябрьский 109.474

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baschkortostan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Administrativno-territorialʹnoe delenie po subʺektam Rossijskoj Federacii na 1 janvarja 2010 goda (Administrativ-territoriale Einteilung nach Subjekten der Russischen Föderation zum 1. Januar 2010). (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  3. Bevölkerung der russischen Gebietseinheiten nach Nationalität 2010 (russisch) http://demoscope.ru/weekly/ssp/rus_etn_10.php?reg=44
  4. Regnum.ru: Son of President of Bashkiria ranks 33 on Russias Billionaires 2009
  5. NEWSru.com: Президент досрочно отправил в отставку главу Башкирии Рахимова и наградил его высшим орденом России