Ford Fusion (USA)

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Ford Fusion
Produktionszeitraum: seit 2005
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Vorgängermodell: Ford Contour
Nachfolgemodell: keines

Der Ford Fusion ist ein Pkw-Modell der Mittelklasse, das seit 2005 von der amerikanischen Ford Motor Company hergestellt wird.

Der amerikanische Ford Fusion ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen europäischen Modell, das auf dem Ford Fiesta basiert. Demgegenüber entspricht der amerikanische Fusion größenmäßig dem europäischen Ford Mondeo.

Fusion (2005–2012)[Bearbeiten]

Erste Generation
Ford Fusion (2005–2009)

Ford Fusion (2005–2009)

Produktionszeitraum: 2005–2012
Motoren: Ottomotoren:
2,3–3,0 Liter
(119–165 kW)
Länge: 4831 mm
Breite: 1834 mm
Höhe: 1453 mm
Radstand: 2728 mm
Leergewicht: 1407–1488 kg
Sterne im US NCAP-Crashtest (2011)[1] 4 Sterne im US NCAP-Crashtest

Der Fusion ist der Nachfolger des Ford Contour und basiert auf einer verlängerten Bodengruppe des Mazda 6. Er ist innerhalb der Modellpalette zwischen den Modellen Ford Focus und Ford Taurus platziert. Mit dem Fusion weitgehend baugleich sind der Mercury Milan und der Lincoln MKZ (ehemals Zephyr).

Erhältlich ist der Fusion mit zwei Ottomotoren, einem Vierzylinder-Reihenmotor mit 2,3 Litern Hubraum und einem V6-Motor mit einem Hubraum von 3 Litern. Für Fahrzeuge mit V6-Motor ist optional ein Allradantrieb erhältlich.

Ford produzierte von Mitte 2005 bis Ende 2011 mehr als eine Million Fahrzeuge.[2]

Modellpflege[Bearbeiten]

Der Ford Fusion wurde einem umfangreichen Facelift unterzogen, ab März 2009 wurde das überarbeitete Modell auf dem US-Markt angeboten. Er ist nun auch in einer Hybrid-Version erhältlich.

Der Mercury Milan, der nun ebenfalls mit Hybrid-Antrieb erhältlich ist, wie auch der Lincoln MKZ, wurden ebenfalls überarbeitet.

Fusion Hybrid[Bearbeiten]

Die Hybrid-Variante des Fusion verfügt über einen Ottomotor mit 2,5 Litern Hubraum, der nach dem Atkinson-Kreisprozess arbeitet. Der Elektromotor wird von einem Nickel-Metallhydrid-Akkumulator betrieben, der das Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von 75 km/h ohne Nutzung des Verbrennungsmotors beschleunigen kann. Das regenerative Bremssystem kann mehr als 90 Prozent der Bremsenergie zum Aufladen der Akkus nutzen. Der durchschnittliche Verbrauch des Fusion Hybrid liegt bei 5,7 Litern auf 100 km.

Fusion (seit 2012)[Bearbeiten]

Zweite Generation
Ford Fusion (seit 2012)

Ford Fusion (seit 2012)

Produktionszeitraum: seit 2012
Motoren: Ottomotoren:
1,6–2,0 Liter
(132–177 kW)
Hybridantrieb:
2,0 Liter (136 kW)
Länge: 4869 mm
Breite: 1852 mm
Höhe: 1476 mm
Radstand: 2850 mm
Leergewicht:

Auf der Detroit Motor Show 2012 stellte Ford den neuen Fusion vor, die Markteinführung folgte im Herbst desselben Jahres. Produziert wurde der Fusion zunächst ausschließlich im mexikanischen Ford-Werk Hermosillo, später dann auch in der Flat Rock Assembly Plant.

Der Fusion ist das erste Modell, das auf der neuen, globalen CD-Plattform von Ford aufbaut. In Europa und Asien basiert die voraussichtlich ab Herbst 2014 erhältliche und in zu großen Teilen identische, neue Generation des Ford Mondeo ebenfalls auf dieser Plattform.

Heckansicht

Das neue Modell ist in Nordamerika ausschließlich als Stufenhecklimousine erhältlich. Als Motorisierungen werden zwei EcoBoost-Motoren angeboten, außerdem eine Vollhybridversion sowie eine Fusion Energi genannte Plug-In-Hybrid-Version. Ford bietet den Fusion auf dem nordamerikanischen Markt in drei Ausstattungsvarianten an.

Technik[Bearbeiten]

Die Benzinmotoren der EcoBoost-Generation erreichen durch Turboaufladung und Benzin-Direkteinspritzung eine verhältnismäßig hohe Leistung bei niedrigem Benzinverbrauch, der durch eine Start-Stopp-Automatik noch weiter reduziert wird. Der 2,0-Liter-Benzinmotor verfügt über ein 6-Gang-PowerShift-Automatikgetriebe mit Doppelkupplungstechnologie und ist auch mit Allradantrieb erhältlich.

Assistenzsysteme sind ein Spurhalteassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein Einpark-Assistent und ein Toter-Winkel-Assistent.

Hybrid-Varianten[Bearbeiten]

Beide Hybrid-Versionen verfügen über Lithium-Ionen-Akkumulatoren und sollen bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h rein elektrisch fahren können. Als Verbrennungsmotor dient ein neu entwickelter Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum, der ebenfalls nach dem Atkinson-Kreisprozess arbeitet. Er ermöglicht die gleichen Fahrleistungen wie bei der vorherigen Modellgeneration, die von einem 2,5-Liter-Motor angetrieben wurde, bei deutlich weniger Emissionen und Verbrauch. Dieser liegt bei umgerechnet bei 5,0 bis 5,3 Litern auf 100 km.

Außerdem verfügen die Hybrid-Modelle über eine aktive Geräusch-Kontrolle (Active Noise Control). Mit Hilfe des Audio-Systems werden akustisch störende Einflüsse von den Reifen zugunsten des Motorklangs reduziert.[2]

2010 wurde das Modell in Nordamerika zum Auto des Jahres gewählt.

Motorsport[Bearbeiten]

NASCAR[Bearbeiten]

Im Jahr 2006 wurde der Fusion die neue Silhouette der Ford-Fahrzeuge in den NASCAR-Rennserien und löste den bis dahin verwendeten Ford Taurus ab. Damit führte Ford zum ersten Mal seit dem Ford Torino 1968 ein neues Modell in der NASCAR-Serie gleichzeitig mit seiner US-Markteinführung ein. Ab 2013 wird die Silhouette der zweiten Modellgeneration verwendet, Ford peilt als Debüt-Rennen das Daytona 500 im Februar 2013 an.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Automobil Revue, Katalognummer 2007 (Daten).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ford Fusion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Crashtest results. US NCAP, abgerufen am 18. Februar 2011 (englisch).
  2. a b Ford Presseerklärung: Neuer Ford Fusion überzeugt mit modernsten Technologien. 9. Januar 2012, abgerufen am 10. Januar 2012.
  3. Nascar Ford Fusion 2013: Neuer Mondeo im Nascar-Outfit. www.auto-motor-und-sport.de, 26. Januar 2012, abgerufen am 4. Januar 2013.