Ford Focus

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Ford Focus
Produktionszeitraum: seit 1998
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Kombilimousine, Limousine, Kombi, Cabriolet
Vorgängermodell: Ford Escort
Ford Escort (USA)
Ford Laser
Ford Orion
Nachfolgemodell: keines

Der Ford Focus ist eine Pkw-Modellreihe des Automobilherstellers Ford in der Kompaktklasse. Seine Markteinführung in Europa fand im Herbst 1998 statt, in Nord- und Südamerika im Frühjahr 2000 und in Australien im September 2002. In den meisten Ländern war er der Nachfolger des Ford Escort, in Asien und Australien ersetzte er den Ford Laser.

In den Jahren 2000 und 2001 war der Ford Focus das weltweit meistverkaufte Auto.[1]

In Europa kam im Herbst 2004 die zweite Modellgeneration auf den Markt, in den USA erst 2007. Im April 2011 erfolgte sowohl in Europa, den USA als auch in Asien die Einführung der dritten Auflage des Kompaktwagens. 2012 und 2013 erreichte der Ford Focus mit jeweils mehr als 1.000.000 verkauften Exemplaren erneut den ersten Rang in den weltweiten Verkaufsstatistiken.[2][3]

Die Produktion der Modellreihe findet weltweit in Saarlouis (Deutschland), Almussafes bei Valencia (Spanien), Wsewoloschsk bei Sankt Petersburg (Russland), Hermosillo (Mexiko), General Pacheco (Argentinien) und Wayne (Michigan), USA statt.

Focus ’98 (1998–2004)[Bearbeiten]

1. Generation
Ford Focus Stufenheck (1999–2001)

Ford Focus Stufenheck (1999–2001)

Produktionszeitraum: 1998–2004
Karosserieversionen: Kombilimousine, Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,4–2,0 Liter
(55–158 kW)
Dieselmotoren:
1,8 Liter
(55–85 kW)
Länge: 4150–4465 mm
Breite: 1702 mm
Höhe: 1440–1491 mm
Radstand: 2615 mm
Leergewicht: 1125–1390 kg

Der Ford Focus kam im Oktober 1998 in Europa auf den Markt und wurde ab Frühjahr 2000 auch in Nordamerika angeboten. Obwohl es sich um eine Entwicklung der europäischen Konzerntochter handelte, entwickelte sich das Modell auch in den USA zu einem Erfolg.

Das Fahrzeug war als eine drei- und fünftürige Fließhecklimousine (Modellcodes: DBW bzw. DAW) konzipiert und zur Markteinführung nur mit drei verschiedenen Benzinmotoren erhältlich. Anfang 1999 kamen die viertürige Stufenheckvariante (Code: DFW), die für Europa in Almussafes bei Valencia (Spanien) gefertigt wurde, sowie die praktische Kombivariante Turnier (Code: DNW) auf den deutschen Markt.

Der Focus unterschied sich von den Konkurrenzmodellen unter anderem durch das New-Edge-Design, das Ford zuerst im Herbst 1996 mit dem Ka eingeführt hatte. Darüber hinaus gab es viele technische Details, wie etwa eine zum damaligen Zeitpunkt in der Kompaktwagenklasse einmalige, aufwändig konstruierte Hinterachse.

Die Serienausstattung der Fahrzeuge in Deutschland umfasste bereits vier Airbags, ABS sowie elektrische Fensterheber (vorne) und bei den stärkeren Motoren eine Antriebsschlupfregelung. Die Aufpreisliste umfasste noch weitere Details wie Klimaanlage, Bordcomputer, Tempomat, Sitzheizung und später ESP.

Ab Februar 1999 gab es den Focus auch mit einem TDDi-Dieselmotor mit 1,8 Liter Hubraum, der 66 kW leistete. Ab August 1999 gab es auch einen weiteren 1,8-Liter-Diesel mit 55 kW.[4]

Modellpflege[Bearbeiten]

Ford Focus Fünftürer (2001–2004)

Im Oktober 2001 erhielt der Ford Focus im Rahmen einer Modellpflege neue Scheinwerfer mit integrierten Blinkleuchten und separatem Fern- und Abblendlicht, geänderte Stoßfänger sowie einige modifizierte Details im Innenraum (wie etwa der Mitteltunnel) und bei der Elektrik (wie insbesondere der Einbau eines General-Electric-Moduls ähnlich anderer Ford-Modelle). Das Kombimodell Turnier war nur noch ausschließlich mit einer Dachreling erhältlich.

Zwei neue Motoren wurden eingeführt, allen voran ein ab Januar 2002 verbauter und 127 kW (173 PS) starker 2,0-Liter-Benziner im Topmodell ST 170. Das ST steht hierbei für Sports Technology. Dieses Modell verfügte über ein Sechsgang-Getriebe, dunkel abgesetzte Scheinwerfer, eine größere Bremsanlage und ein Sportfahrwerk. Weiterhin besaß es spezielle Sportsitze, auf Wunsch auch von Recaro. Mit dem Facelift war Bi-Xenonlicht verfügbar, ebenso eine Klimaautomatik. Ab November 2002 wurde der Focus auch als Erdgasfahrzeug mit unterflur angeordneten Behältern angeboten.

Im Oktober 2002 wurde der Focus RS vorgestellt, dessen Zweiliter-Turbomotor 158 kW (215 PS) leistete. Er war mit zahlreichen Rennsportkomponenten ausgestattet, unter anderem mit 18-Zoll-Oz-Felgen, Brembo-Bremsen, Quaife-Sperrdifferenzial, Sparco-Halbschalensitzen, einem Getrag-Sportgetriebe und einer AP-Racing-Kupplung sowie mit der Optik des Ford Focus WRC Rallyecars. Die Produktion des Focus RS war weltweit auf 4501 Exemplare beschränkt und nur in der Farbe Imperial Blau (auch Ford Racing Blue genannt) erhältlich. Außerdem war die jeweilige Seriennummer in der Mittelkonsole eingeprägt. Im November 2003 wurde die Fertigung des Focus RS beendet.

Sterne im Euro NCAP-Crashtest[5] Sterne im Euro NCAP-Crashtest

Angeboten wurde der Focus in vier Ausstattungsvarianten: in einer Sparversion ohne Bezeichnung (umgangssprachlich Basis-Focus, unter anderem ohne Zentralverriegelung und ohne elektrische Fensterheber), in der Grundausstattung Ambiente, in der Sportversion Trend und in der Luxus-Ausführung Ghia. Darüber hinaus gab es verschiedene Sondermodelle wie Viva, Viva X, Futura, Finesse, Sport TDCi und die Luxusversionen Ghia X und Ghia Exclusiv.

Im saarländischen Pilot-plant Saarlouis wurde im Juni 2005 der 10-millionste Wagen der Kompaktklasse produziert (Focus und Vorgängermodell Escort).

Motorisierungen[Bearbeiten]

Modell Hubraum Zylinder/Ventile Leistung Drehmoment Bauzeitraum Sonstiges
Benziner
1.4 1388 cm³ R4/16 55 kW (75 PS)/ 5000/min 123 Nm bei 3500/min 1998–2004
1.6 1596 cm³ R4/16 74 kW (101 PS)/ 6000/min 145 Nm bei 4000/min 1998–2004
1.8 1796 cm³ R4/16 85 kW (116 PS)/ 5500/min 160 Nm bei 4400/min 1998–2004
2.0 1988 cm³ R4/16 96 kW (131 PS)/ 5500/min 178 Nm bei 4500/min 1998–2004
2.0 1988 cm³ R4/16 127 kW (173 PS)/ 7000/min 196 Nm bei 5500/min 2002–2004 ST 170
2.0 1988 cm³ R4/16 158 kW (215 PS)/ 5500/min 310 Nm bei 3500/min 2002–2003 mit Turbolader,
nur im Sondermodell RS
Diesel
1.8 TDDi 1753 cm³ R4/8 55 kW (75 PS)/ 4000/min 175 Nm bei 1800/min 1999–2004[4]
1.8 TDDi 1753 cm³ R4/8 66 kW (90 PS)/ 4000/min 200 Nm bei 2000/min 1999–2004[4]
1.8 TDCi 1753 cm³ R4/8 74 kW (101 PS)/ 3850/min 240 Nm bei 1750/min 2002–2004
1.8 TDCi 1753 cm³ R4/8 85 kW (115 PS)/ 3800/min 250 Nm bei 1850/min 2001–2004

Modellübersicht[Bearbeiten]

Focus ’04 (2004–2010)[Bearbeiten]

2. Generation
Ford Focus Fünftürer (2004–2008)

Ford Focus Fünftürer (2004–2008)

Produktionszeitraum: 2004–2010
Karosserieversionen: Kombilimousine, Limousine, Kombi, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,4–2,5 Liter
(59–257 kW)
Dieselmotoren:
1,6–2,0 Liter
(66–100 kW)
Länge: 4342–4509 mm
Breite: 1834–1840 mm
Höhe: 1409–1501 mm
Radstand: 2640 mm
Leergewicht: 1227–1437 kg

Im November 2004 wurde die zweite Modellgeneration des Ford Focus (Code: DA3) eingeführt. Sie basierte auf der Bodengruppe des schon seit Mitte Mai 2003 produzierten Kompaktvans Ford Focus C-MAX. Das Stufenheck und die Kombiversion Turnier folgten im Februar 2005.

Optisch unterschied sich die zweite Modellgeneration vom Vorgänger insbesondere durch den sichtbaren Größenunterschied sowie die deutlich flacher stehende Heckscheibe.

Der Ford Focus FFV (FFV = Flexible Fuel Vehicle) nutzte Ethanol als Kraftstoff. Dazu wurde das Kraftstoffsystem leicht modifiziert. Benzin und Ethanol konnten in beliebigem Mischverhältnis in denselben Tank gefüllt werden.

Ausstattungsvarianten[Bearbeiten]

Anfangs waren folgende Ausstattungen erhältlich: Ambiente (Grundmodell), Trend, Sport, Ghia und Titanium. Zusätzlich gab es die Editionsmodelle Fun, Style und Connection.

Ab Juli 2006 wurden zwei neue Editionsmodelle angeboten: Den Focus Fun X und den Focus Sport TDCi. Im Gegenzug wurde die Ausstattungsvariante Sport eingestellt. Im Frühjahr 2007 ersetzte das Editionsmodell Style den Fun X.

Ab 2008 gab es die Editionsmodelle Black/Silver Magic, Sport und Rallye, ab 2009 waren die Modelle Sport und Black/Silver/White Magic auch mit Dieselmotorisierung (1.6 TDCi) erhältlich.

Sicherheit[Bearbeiten]

Der Ford Focus hatte serienmäßig eine umfangreiche Sicherheitsausstattung:

Neben dem üblichen ABS und Gurtstraffern einen Elektronischen Bremsassistenten (EBA), ein ESP mit ASR und zusammen 6 Airbags (Fahrer-/Beifahrer, zwei Seitenairbags und Kopf-Schulterairbags vorn und hinten). Beim Euro NCAP-Crashtest erhielt der Wagen mit 5 Sternen die höchste Wertung.

Sterne im Euro NCAP-Crashtest[6] Sterne im Euro NCAP-Crashtest

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Februar 2008 wurde die Focus-Baureihe im Rahmen einer Modellpflege optisch überarbeitet.

Seitdem war ein Powershift genanntes Doppelkupplungsgetriebe erhältlich (nur für die Dieselmotoren mit 2,0 Liter Hubraum) und in Verbindung mit Xenonlicht auch LED-Rückleuchten lieferbar. Beide Rückleuchten-Varianten sind in heller Farbe gehalten. Im Innenraum gab es ein neues Kombiinstrument mit dem aus dem Ford S-MAX bekannten, moderneren Bordcomputer.

Ebenso wurde die Modellvariante ECOnetic als Fünftürer und als Turnier angeboten. Durch eine verbesserte Motorsteuerung, Leichtlaufreifen, spezielles Getriebeöl, Sportfahrwerk und veränderte Schürzen konnte der Verbrauch des 80 kW (109 PS) starken TDCi-Motors (Common-Rail-Diesel) auf 4,3 l/100 km gesenkt werden.

Im März 2010 wurde die Stufenheckversion wegen zuletzt geringer Nachfrage aus dem Programm genommen. Im November 2010 wurde dann die gesamte Produktion der zweiten Modellgeneration eingestellt.

Focus ST[Bearbeiten]

Im September 2005 wurde der Focus ST eingeführt, der mit einem aufgeladenen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Reihenmotor mit 166 kW (225 PS) ausgestattet war. Der von Volvo zugeliefert wurde, und ebenfalls in den Modellen C30, S40/V50, C70 und V70 verbaut wurde.

Beim Focus ST wurden zahlreiche Teile (beispielsweise Motor und Bremsanlage) von Konzernschwester Volvo beigesteuert. Als einziger Ford war er gegen Aufpreis in der Sonder-Metallic-Lackierung Electric Orange erhältlich, rund 30 Prozent aller in Europa bestellten Fahrzeuge rollten in dieser auffälligen Lackierung vom Band[7]. Im Gegensatz zum Vorgänger war dieser Focus ST nicht als Turnier erhältlich.

Der Focus ST erhielt wie die anderen Focus-Varianten im Februar 2008 ein Facelift.

Im Spätsommer 2010 wurde die Produktion des Focus ST eingestellt.

Focus CC[Bearbeiten]

Im März 2007 führte Ford eine Cabrio-Version des Focus unter dem Namen Focus CC (Coupé-Cabriolet) ein, die von der Firma Pininfarina in Turin (Italien) montiert wurde.

Es war das erste Cabrio von Ford in Europa mit einem klappbaren Hardtop. Das Stahldach ließ sich innerhalb von 29 Sekunden öffnen oder schließen. Der Wagen wurde mit dem 1,6-Liter-Benzinmotor mit 74 kW (101 PS), dem 2,0-Liter-Benzinmotor mit 107 kW (145 PS) sowie dem 2,0-Liter-Dieselmotor mit 100 kW (136 PS) angeboten.

Das Coupé-Cabrio wurde wie die anderen Modelle der Focus-Baureihe Anfang 2008 optisch und technisch überarbeitet.

Im Juli 2010 wurde die Produktion des Focus CC eingestellt.

Focus C-MAX[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ford C-MAX

Die schon seit Mitte Mai 2003 produzierte, erste Modellgeneration des Kompaktvans (intern C214), der im Ford-Werk Saarlouis hergestellt wurde, bildete die Basis für die zweite Generation des Ford Focus.

Focus SUV[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ford Kuga

Ein weiteres Nischenmodell ist der kompakte SUV Ford Kuga auf der Basis des Focus, der sich seit Februar 2008 in Produktion befindet.

Focus RS[Bearbeiten]

Am 22. Juli 2008 stellte Ford auf der London International Motor Show erstmals die Serienversion des Focus RS vor, dessen Fertigung im Januar 2009 begann.

Der ausschließlich als Dreitürer lieferbare Focus RS unterschied sich äußerlich deutlich von den anderen Focus-Modellen: Die Kotflügel waren verbreitert, um die großen 19-Zoll-Räder mit 235er-Reifen nebst der breiteren Spur unterzubringen. Front- und Heckschürze waren komplett neu gestaltet. Der Diffusor und ein großer Heckflügel erhöhten den Abtrieb auf der Hinterachse.

Der Focus RS basierte auf der sportlichen Modellvariante ST und war mit einem Grundpreis von 33.900 Euro bei seiner Markteinführung deutlich unter den Preisen der Konkurrenzmodelle Audi S3, BMW 130i und VW Golf R32.[8]

Die speziell für den Wagen entwickelten Schalensitze boten viel Seitenhalt und gute Rückenunterstützung. Der Focus RS hatte außerdem Zusatzinstrumente und einen Tacho, der bis 280 km/h reichte.

Der bereits im Focus ST verwendete 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder wurde überarbeitet und mit einem neuen Zylinderkopf mit obenliegenden Nockenwellen, größerem Borg-Warner-„K16“-Turbolader mit höherem Ladedruck, größerem Ladeluftkühler und neuem Motormanagement ausgestattet. Die Leistung stieg dabei auf 224 kW (305 PS) bei 6500/min, das maximale Drehmoment lag bei 440 Nm bei 2300-5500/min.[9]

Der Focus RS war serienmäßig mit einer neuartigen Vorderachskonstruktion („Revo-Knuckles“) ausgerüstet. Diese verringerte die Kräfte am MacPherson-Federbein. Außerdem war ein mechanisches Sperrdifferential „Automatic-Torque-Biasing“ des Herstellers Quaife mit sechs Stirnplanetenrädern eingebaut[10].

Die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h wurde vom Hersteller mit 5,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit mit 263 km/h angegeben. Das Automagazin sport auto maß ein Exemplar im Sommer 2010 mit 6,1 Sekunden, in einem anderen Test 2009 schaffte ein Wagen dies erst in 6,4 Sekunden.

Als schnellster Fronttriebler hat der Ford Focus RS den Rennstreckentest der Zeitschrift „sport auto“ abgeschlossen. Der Wagen erreichte auf der Nordschleife des Nürburgrings eine Rundenzeit von 8:26 Minuten. Bei einem Test auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings erreichte der Wagen eine Rundenzeit von 1:17,8 Minuten, die mit normaler Alltagsbereifung erzielt wurde.

Obwohl ursprünglich auf 7000 Exemplare limitiert, erhöhte Ford die Produktion des Focus RS aufgrund der unerwartet großen Nachfrage auf insgesamt 11.000 Fahrzeuge.

Focus RS500[Bearbeiten]

Im März 2010 gab Ford bekannt, auf der Auto Mobil International in Leipzig ein weltweit auf 500 Exemplare limitiertes Sondermodell Focus RS500 vorzustellen.

Wie der Focus RS, wurde der RS500 ausschließlich als Dreitürer produziert. Äußerlich unterschied er sich nur durch die Außenfarbe, er wurde ausschließlich in mattschwarz ausgeliefert. Diese Farbe war jedoch kein Lack – es handelte sich um eine Folie, die von 3M entwickelt wurde. Unterhalb dieser Folie war die Karosserie in „Pantherschwarz Metallic“ lackiert.

Im Innenraum hatte der RS500 Recaro-Schalensitze, die mit einem schwarzen Alcantara-Glattleder-Mix bezogen waren. Die Aufpreisliste umfasste lediglich ein Touchscreen-Navigationsgerät und rote Vollleder-Sportsitze, ebenfalls von Recaro.[11]

Als Basis diente der Motor des Focus RS, er wurde nochmals überarbeitet. Im Focus RS500 erhielt er unter anderem einen größeren Ladeluftkühler, der eine höhere Verdichtung ermöglicht, einen modifizierten Luftfilter, ein im Durchmesser vergrößertes Fallrohr der Abgasanlage und eine andere Benzinpumpe, wodurch er nun 257 kW (350 PS) leistet. Darüber hinaus stieg das Drehmoment auf 460 Newtonmeter.

Das Fahrwerk des Focus RS500 war nochmals sportlicher abgestimmt und wurde um 40 mm verbreitert, außerdem war der Wagen, wie der Focus RS, serienmäßig mit Sportreifen ausgerüstet. Die Sättel der Hochleistungsbremsanlage waren rot lackiert.

Der RS500 war deutlich schneller in der Beschleunigung als das Ausgangsmodell Focus RS. So erreichte er die 100 km/h-Marke bereits nach 5,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 265 km/h hingegen nur um 2 km/h höher.

Die bei Tests erzielte Rundenzeit auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings war mit 1:15,8 Minuten um zwei Sekunden schneller als beim Ausgangsmodell.

Motorisierungen[Bearbeiten]

Modell Hubraum Zylinder/Ventile Leistung Drehmoment Verbrauch Bauzeit Sonstiges
Benziner
1.4 1388 cm³ R4 (16V) 59 kW (80 PS) bei 5700/min 123 Nm bei 3500/min 6,6 l/100 km 2004–2010
1.6 1596 cm³ R4 (16V) 74 kW (101 PS) bei 6000/min 150 Nm bei 4000/min 6,7 l/100 km (5-Gang Schaltgetriebe)
7,7 l/100 km (4-Gang Automatik)
2004–2010 auch als Coupé-Cabriolet
1.6 Ti-VCT 1596 cm³ R4 (16V) 85 kW (115 PS) bei 6000/min 155 Nm bei 4150/min 6,6 l/100 km 2004–2010
1.8 1798 cm³ R4 (16V) 92 kW (125 PS) bei 6000/min 165 Nm bei 4000/min 7,0 l/100 km 2006–2010
2.0 1999 cm³ R4 (16V) 107 kW (145 PS) bei 6000/min 185 Nm bei 4500/min 7,1 l/100 km (5-Gang Schaltgetriebe)
8,0 l/100 km (4-Gang Automatik)
2004–2010 auch als Coupé-Cabriolet
2.5T 2521 cm³ R5 (20V) 166 kW (226 PS) bei 6000/min 320 Nm bei 1600–4000/min 9,3 l/100 km 2005–2010 Turbomotor, nur im Sondermodell ST
2.5T 2521 cm³ R5 (20V) 224 kW (305 PS) bei 6500/min 440 Nm bei 2300–4500/min 9,4 l/100 km 2009–2010 Turbomotor, nur im Sondermodell RS
2.5T 2521 cm³ R5 (20V) 257 kW (350 PS) bei 6000/min 460 Nm bei 2500–4500/min 9,9 l/100 km[12] 2010 Turbomotor, nur im Sondermodell RS500
FFV (Flexible Fuel Vehicle)
1.8 Flexifuel 1798 cm³ R4 (16V) 92 kW (125 PS) bei 6000/min 150 Nm bei 4000/min 7,0 l/100 km 2006–2010 Bioethanol E85 und Superbenzin in beliebigem Mischungsverhältnis möglich
Diesel
1.6 TDCi 1560 cm³ R4 (16V) 66 kW (90 PS) bei 4000/min 215 Nm bei 1750/min 4,5 l/100 km 2004–2010 erst ab Modelljahr 2009 mit geschlossenem Partikelfilter lieferbar (als EURO5-Version)
1.6 TDCi 1560 cm³ R4 (16V) 74 kW (101 PS) bei 4000/min 215 Nm bei 1750/min 4,5 l/100 km 2004–2010 Version für den österreichischen Markt
1.6 TDCi 1560 cm³ R4 (16V) 80 kW (109 PS) bei 4000/min 240 Nm bei 1750/min 4,5 l/100 km 2004–2010 ab 2005 auf Wunsch mit Partikelfilter
von 2005 bis 2007 auf Wunsch mit 5-Gang ASG (automatisiertes Schaltgetriebe), auch als ECOnetic
1.8 TDCi 1753 cm³ R4 (8V) 85 kW (115 PS) bei 3700/min 280 Nm bei 1900/min 5,2 l/100km 2004–2006 in einigen europäischen Ländern auch nach 2006 noch erhältlich
2.0 TDCi 1997 cm³ R4 (16V) 81 kW (110 PS) bei 4000/min 265(275)* Nm bei 2000/min 5,8 l/100 km 2008–2010 mit Partikelfilter und nur mit Powershift-Automatikgetriebe
2.0 TDCi 1997 cm³ R4 (16V) 100 kW (136 PS) bei 4000/min 320 Nm bei 2000/min 5,5 l/100 km (6-Gang Schaltgetriebe)
5,8 l/100 km (PowerShift-Automatikgetriebe)
2004–2010 seit 2005 auf Wunsch mit Partikelfilter
2010 nur noch als Coupé-Cabriolet

*Das Drehmoment wurde im August 2008 auf 275 Nm angehoben.

Modellübersicht[Bearbeiten]

Focus ’11 (seit 2010)[Bearbeiten]

3. Generation
Ford Focus Fünftürer (2011–2014)

Ford Focus Fünftürer (2011–2014)

Produktionszeitraum: seit 2010
Karosserieversionen: Kombilimousine, Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,0–2,0 Liter
(63–184 kW)
Dieselmotoren:
1,6–2,0 Liter
(70–120 kW)[13]
Elektromotor:
92 kW
Länge: 4358–4556 mm
Breite: 1823 mm
Höhe: 1484-1505 mm
Radstand: 2650 mm
Leergewicht: 1270–1700 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest[14] Crashtest-Stern 5.svg

Auf der Detroit Motor Show präsentierte Ford im Januar 2010 die dritte Modellgeneration des Focus (Entwicklungscode: DYB). Sie basiert auf der Bodengruppe der schon seit Ende 2010 erhältlichen, zweiten Modellgeneration des Ford C-MAX und wird als Weltauto angeboten und sowohl in Europa als auch in den USA und Asien gebaut. Produktionsbeginn für den Focus ’11 in Europa war der 6. Dezember 2010.[15]

Die Markteinführung in Europa fand in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Terminen statt, in Deutschland war es der 9. April 2011. Erhältlich waren zunächst eine fünftürige Schrägheck- und eine viertürige Stufenheckvariante, der Turnier folgte im Mai. Ein dreitüriges Schrägheckmodell oder ein Klappdach-Cabrio wie beim Vorgänger wird es höchstwahrscheinlich nicht mehr geben.

Beim Euro NCAP-Crashtest erhielt der Wagen mit fünf Sternen die höchste Wertung. Außerdem erhielt er als erstes Fahrzeug weltweit vier Euro NCAP Advanced Awards. Ausgezeichnet wurden hier der Müdigkeitswarner, das Auffahrwarnsystem „Forward Alert“, der Fahrspur-Assistent und „Active City Stop“, bei dem bei Geschwindigkeiten von weniger als 30 km/h über einen Laser der Abstand zu vorausfahrenden Wagen gemessen und das Fahrzeug automatisch abgebremst wird, falls sich der Abstand so schnell verringert, dass eine Kollision droht.[16]

Ford brachte im Frühjahr 2012 im Focus erstmals den neu entwickelten 1,0-Liter-Dreizylindermotor der EcoBoost-Motorenfamilie mit serienmäßigem Start-Stopp-System auf den Markt. Die Reichweite der mit einem 50-Liter-Tank ausgestatteten Fahrzeuge liegt bei mehr als 1000 km, der CO2-Ausstoß bei weniger als 120 g/km.[16]

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Februar 2014 präsentierte Ford auf dem Mobile World Congress erstmals den überarbeiteten Focus, der im September 2014 in den Handel kommen soll.

Er unterscheidet sich äußerlich vor allem durch eine neugestaltete Frontpartie mit schmaleren Scheinwerfern, einem höher positioniertem Kühlergrill und einer stärker konturierten Motorhaube vom Focus '11. Weiterhin wurden fünf neue Motorvarianten angekündigt: Ein 1,5-Liter-EcoBoost-Motor, wahlweise mit 110 kW (150 PS) oder 132 kW (180 PS) sowie ein 1,5-Liter-Dieselmotor mit 70 kW (95 PS), 77 kW (105 PS) oder 88 kW (120 PS).[17]

Auch der Innenraum wurde neugestaltet, das zuvor oftmals als unübersichtlich beschriebene Armaturenbrett wurde aufgeräumt und verfügt nun über weniger und sinnvoller angeordnete Tasten, ein acht Zoll großes Touchscreen-Display ersetzt den dort zuvor vorhandenen, kleinen Bildschirm.[18] Mit Ford SYNC II lassen sich Navigations-, Radio-, Klimaanlagenfunktionen entweder über den Touchscreen in der Mittelkonsole oder per Sprachbefehl steuern.

Neu sind auch zahlreiche Assistenz- und Sicherheitssysteme. Die Parkautomatik kann zukünftig auch in quer zur Fahrtrichtung liegende Parklücken einrangieren und wieder ausparken. „Active City Stop“ erkennt drohende Zusammenstöße zukünftig bis zu 50 km/h (vorher 30 km/h).[19]

Focus Electric[Bearbeiten]

Ford Focus Electric (seit 2013)

Im Dezember 2011 begann im US-amerikanischen Ford-Werk in Wayne (Michigan) die Fertigung des Focus Electric für den nordamerikanischen Markt.

Hierbei handelt es sich um das erste serienmäßige Elektroauto von Ford, das von einem 107 kW starken Elektromotor, der ein maximales Drehmoment von 250 Nm leistet[20] und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h beschleunigt wird.[21] Das Fahrzeug verfügt über zwei Lithium-Ionen-Akkumulator-Blöcke mit 23 kWh Speicherkapazität, die rund 300 kg wiegen[20] und eine Reichweite von bis zu 162 km ermöglichen.[22] Je nach Außentemperatur werden sie entweder gekühlt oder beheizt, um stets die optimale Reichweite des Fahrzeugs zu ermöglichen.[20] Die Aufladedauer über das vollintegrierte 6,6-kW-Ladegerät beträgt an einer 16-Ampere-Ladestation rund sieben Stunden[22], aufgeladen werden kann das Fahrzeug aber auch an einer haushaltsüblichen Steckdose,[23] die Aufladedauer erhöht sich dann auf rund elf Stunden.[20] Durch Rekuperation kann 95 Prozent der Bremsenergie zurückgewonnen werden. Der Fahrer wird hierbei vom sogenannten „Brake-Coach“ darauf hingewiesen, wie er am effizientesten bremst, um möglichst viel Energie zur Aufladung der Batterien zurückzugewinnen.[24]

Das Leergewicht des Focus Electric beträgt rund 1.700 kg, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 2.085 kg. Serienmäßig ist er mit energiesparenden Bi-Xenon-Scheinwerfern mit integrierten LED-Tagfahrleuchten ausgestattet, außerdem unterscheidet er sich durch einen Kühlergrill und einen Armaturenträger in speziellem Design und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 15 Speichen von den Focus-Modellen mit konventionellen Antrieben.[20]

Die Produktion des Focus Electric in Europa startete am 12. Juni 2013 in Saarlouis[22], wodurch sich die ursprünglich für Herbst 2012 vorgesehene Markteinführung auf Juli 2013 verspätete.[22] Außerdem bietet Ford über die Naturstrom AG und die RheinEnergie AG deutschlandweit allen Kunden die Belieferung mit CO2-neutral erzeugtem Strom an.[22] Ford gewährt auf das Fahrzeug und alle elektrischen Komponenten eine Garantie von 5 Jahren.[20]

Auch eine Hybrid-Variante ist geplant.[25]

Focus ECOnetic[Bearbeiten]

Wie bei der vorigen Modellgeneration brachte Ford im Frühjahr 2012 eine besonders verbrauchsarme ECOnetic-Variante auf den Markt. Das Modell war mit einem Verbrauch von 3,5 l/100 km und einer CO2-Emission von weniger als 95 g/km angekündigt.[26] Der 1,6-Liter-Turbodiesel wird 77 kW (105 PS) leisten.[16] Seit April 2012 ist der Focus ECOnetic in zwei verschiedenen Versionen erhältlich, der ECOnetic 99g verfügt neben einem neuen Einspritzsystem über ein verbessertes Kühlsystem und ein überarbeitetes Motormanagement. Der Verbrauch des Modells beträgt 3,7 Liter auf 100 km, die CO2-Emissionen liegen bei 99 g/km. Das Modell ECOnetic 88g verfügt zusätzlich über einen verkleideten Unterboden und Windabweiser zur Verbesserung des Luftstroms unter dem Fahrzeug, dazu ist der Wagen mit strömungsoptimierten Radzierblenden und Leichtlaufreifen auf Stahlfelgen ausgerüstet. Hierdurch wird der Verbrauch auf 3,4 Liter auf 100 km gesenkt, die CO2-Emissionen liegen bei 88 g/km.[27]

Focus ST[Bearbeiten]

Ford Focus ST (seit 2012)
Ford Focus ST Turnier

Seit Juni 2012 wird im Ford-Werk in Saarlouis der Focus ST produziert.[28] Bei diesem arbeitet jedoch nicht mehr ein Fünfzylinder von Volvo unter der Haube, sondern ein 2-Liter-EcoBoost-Motor. Dieser Motor leistet 184 kW (250 PS) und liefert im Drehzahlbereich von 2.000 bis 4.500 min-1 ein Drehmoment von 360 Nm, die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. In 6,5 Sekunden beschleunigt der Wagen aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 248 km/h angegeben.[28] Als erste Sportvariante eines Ford-Fahrzeugs wird der Focus ST als Weltauto in mehr als 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten angeboten.[29]

Im Gegensatz zur zweiten Modellgeneration ist der Focus ST in Europa auch als Turnier erhältlich, wobei Verbrauch und Abgasemissionen im Vergleich zu diesem Modell um mehr als 20 Prozent sinken.[30] Der Verbrauch beträgt 7,2 Liter auf 100 km, dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 169 g/km.[28] Die Präsentation der ST-Variante fand auf der IAA im September 2011 statt.[30]

Der Focus ST verfügt über ein serienmäßiges Sportfahrwerk mit speziell abgestimmten Stoßdämpfern, in drei Stufen verstellbares ESP mit Traktionskontrolle und eine elektronische Differenzialsperre (Torque Vectoring Control). Die Serienausstattung ist recht umfangreich, neben einer Klimaanlage sind Recaro-Sportsitze vorn, ein CD-Audiosystem mit USB-Schnittstelle und Fernbedienung, eine Power-Startfunktion und 18 Zoll große Leichtmetallräder im „ST“-Design mit Niederquerschnittsreifen und Reifendruckkontrollsystem vorhanden. Der Kühlergrill ist schwarz glänzend gehalten, dazu verleihen ein in Wagenfarbe lackierter Dachspoiler, spezielle Seitenschweller, ein Heckdiffusor sowie eine Auspuffanlage mit einem mittig positionierten Doppel-Endrohr dem Wagen eine sportliche Optik. Das Turnier-Modell verfügt darüber hinaus über eine in Schwarz abgesetzte Dachreling. Mittels TSC (Torque Steer Compensation) reagiert die elektrische Servolenkung besonders feinfühlig auf Drehmomenteinflüsse aus dem Antriebsstrang. Als einziges Fahrzeug der Modellpalette ist der Focus ST in „Sunset Gelb-Metallic“ erhältlich.[29]

Im Innenraum informieren drei Zusatzinstrumente den Fahrer über Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck. Lederlenkrad und Lederschaltknauf sind ebenso serienmäßig wie die Pedalerie, alles im speziellen „ST“-Design. Der Focus ST verfügt serienmäßig über ein „Sound-Symposer“ genanntes System, bei dem durch ein elektronisch gesteuertes Ventil das Motorgeräusch bei starker Beschleunigung in den Armaturenträger und damit in den Innenraum übertragen wird. So soll die Sportlichkeit des Wagens im Cockpit trotz umfangreicher Geräuschdämmung auch akustisch wahrgenommen werden können.[31]

Gegen Aufpreis sind unter anderem elektrisch einstell- und beheizbare Fahrer- und Beifahrer-Ledersitze in Windsor-Leder, 2-Zonen-Klimaautomatik sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten erhältlich.[28]

Motorisierungen[Bearbeiten]

Ottomotoren[Bearbeiten]

1.0 EcoBoost 1.6 Duratec TI-VCT 1.6 Duratec TI-VCT LPG 1.6 EcoBoost 2.0 EcoBoost ST1
Bauzeitraum seit 03/2012 seit 08/2011 seit 03/2011 seit 06/2012
Motorkenndaten
Motortyp R3-Ottomotor R4-Ottomotor
Gemischaufbereitung Direkteinspritzung Saugrohreinspritzung Direkteinspritzung
Motoraufladung Turbolader - Turbolader
Hubraum 998 cm³ 1596 cm³ 1999 cm³
max. Leistung 74 kW (100 PS) bei 6000/min 92 kW (125 PS) bei 6000/min 63 kW (85 PS) bei 6000/min 92 kW (125 PS) bei 6300/min 86 kW (117 PS) bei 6400/min 110 kW (150 PS) bei 5700/min 134 kW (182 PS) bei 5700/min 184 kW (250 PS) bei 5500/min
max. Drehmoment 170 Nm bei 1400–4500/min 141 Nm bei 2500/min 159 Nm bei 4000/min 140 Nm bei 4200/min 240 Nm bei 1600-4000/min 240 Nm bei 1600-5000/min 360 Nm bei 2000-4500/min
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb
Getriebe, serienmäßig 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Powershift 5-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 187 km/h 195 km/h 170 km/h 195 km/h 193 km/h 212 km/h 224 km/h 248 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 12,6 s 11,4 s 14,9 s 11,8 s - 8,7 s 8,0 s 6,5 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 4,8 l Super 5,1 l Super 6,0 l Super 6,3 l Super 6,0 l Super (7,6 l Autogas) 5,9 l Super 7,2 l Super plus (ROZ 98)
CO2-Emission (kombiniert) 112 g/km 117 g/km 139 g/km 146 g/km 139 g/km (122 g/km) 137 g/km 169 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation Euro 5
1 angegebene Werte für den Betrieb mit Super plus (ROZ 98)
Modell Hubraum Zylinder/Ventile Leistung Drehmoment Verbrauch Getriebe Bauzeit
Benziner
1.0 EcoBoost1 998 cm³ R3 (12V) 74 kW (101 PS) bei 6000/min 170 Nm bei 1500–4000/min 4,8 l/100 km 5-Gang seit 03/2012
92 kW (125 PS) bei 6000/min 170 Nm bei 1500–4500/min
(200 Nm bei 1900–4500/min)2
5,0 l/100 km 6-Gang
1.6 Ti-VCT4 1596 cm³ R4 (16V) 63 kW (85 PS) bei 6000/min 141 Nm bei 2500/min 5,9 l/100 km 5-Gang seit 08/2011
1.6 Ti-VCT 77 kW (105 PS) bei 6000/min 150 Nm bei 4000–4500/min 5,9–6,0 l/100 km seit 03/2011
92 kW (125 PS) bei 6300/min 159 Nm bei 4000/min
92 kW (125 PS) bei 6300/min 159 Nm bei 4000/min 6,4 l/100 km PowerShift-Automatikgetriebe seit 09/2011
1.6 EcoBoost1 110 kW (150 PS) bei 5700/min 240 Nm bei 1600–4000/min 5,9 l/100 km 6-Gang seit 03/2011
1.6 EcoBoost1 134 kW (182 PS) bei 5700/min 240 Nm bei 1600–5000/min
(270 Nm bei 1900–4000/min)2
2.0 EcoBoost ST1 5 1999 cm³ 184 kW (250 PS) bei 5500/min 360 Nm bei 2000–4500/min
(380 Nm bei 1900–3500/min)2 [32]
7,2 l/100 km seit 06/2012
FFV (Flexible Fuel Vehicle) – Bioethanol E85 und Superbenzin in beliebigem Mischungsverhältnis
1.6 Ti-VCT 1596 cm³ R4 (16V) 88 kW (120 PS) bei 6300/min 159 Nm bei 4000/min 5,9–6,0 l/100 km 5-Gang seit 03/2011
6-Gang seit 09/2011
LPG - Flüssiggas
1.6 Ti-VCT 1596 cm³ R4 (16V) 86 kW (117 PS) bei 6400/min 140 Nm bei 4200/min 8,0 l/100 km3 5-Gang seit 03/2011
Diesel
1.6 TDCi 1560 cm³ R4 (8V)[33] 70 kW (95 PS) bei 3600/min 230 Nm bei 1500–2000/min 4,2–4,5 l/100 km 6-Gang seit 03/2011
1.6 TDCi ECOnetic 99g 77 kW (105 PS) bei 3600/min 270 Nm bei 1750–2000/min 3,7 l/100 km seit 04/2012
1.6 TDCi ECOnetic 88g 3,4 l/100 km
1.6 TDCi 85 kW (115 PS) bei 3600/min 270 Nm bei 1750–2500/min 4,2–4,5 l/100 km seit 03/2011
2.0 TDCi 1997 cm³ R4 (16V) 85 kW (115 PS) bei 3750/min 300 Nm bei 1500–2250/min 5,2 l/100km PowerShift-Automatikgetriebe
103 kW (140 PS) bei 3750/min 320 Nm bei 1750–2750/min 4,9–5,2 l/100 km 6-Gang od. PowerShift-Automatikgetriebe
120 kW (163 PS) bei 3750/min 340 Nm bei 2000–3250/min
Elektromotor
Electric 107 kW (145 PS) 250 Nm durchgängig 1-Gang-Automatikgetriebe seit 06/2013
1 Benzin-Direkteinspritzung, Turboaufladung und variable Steuerung der Ein- und Auslassventile.
2 Overboost-Funktion: das Drehmoment wird für 15 Sekunden erhöht.
3 LPG, im Benzinbetrieb 6,0 l/100 km
4 nur im Fünftürer.
5 angegebene Werte für den Betrieb mit Super plus (ROZ 98)

Focus in den USA[Bearbeiten]

Auch in Nordamerika war der Focus der direkte Nachfolger des Escort, wobei dort traditionell vor allem die Stufenheck-Version gefragt ist. Die Markteinführung des Focus erfolgte in Nordamerika allerdings erst im Frühjahr 2000, zwei Jahre nach der europäischen Markteinführung. Der Escort wurde aber noch zwei weitere Jahre produziert. Der erste US-Focus war abgesehen von optischen Details und den angebotenen Motoren mit der europäischen Ausführung identisch und wurde wie dieser als drei- und fünftüriges Schrägheck, Stufenheck und Kombi (in den USA Wagon genannt) angeboten.

Die im Herbst 2007 eingeführte zweite US-Generation des Focus hatte dagegen mit dem europäischen Modell nichts zu tun, da es sich um einen optisch überarbeiteten Focus der ersten Generation handelt. Das Fahrzeug war nur als viertürige Stufenhecklimousine sowie als zweitüriges Coupé erhältlich und als einziger Motor der 2,0-Liter-Duratec mit 104 kW (140 PS) verfügbar.

Die dritte Generation wird seit Frühjahr 2011 parallel in Europa sowie den USA vermarktet. Anders als in Europa war der Focus in Nord- und Mittelamerika zunächst nur mit einem Reihen-Vierzylinder-Benzinmotor mit Ti-VCT und 2,0 Liter Hubraum erhältlich, der 119 kW leistet. Seit Frühjahr 2012 gibt es dort der rein elektrisch betriebene Focus Electric und seit Sommer 2012 auch den Focus ST mit dem 2,0-Liter-EcoBoost-Motor.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.presseportal.ch: Drei Millionen Ford Focus in Europa produziert. 26. Februar 2004, abgerufen am 21. Februar 2009.
  2. Ranking: Das sind die meistverkauften Autos. Wirtschaftswoche, 9. April 2013, abgerufen am 9. April 2013.
  3. Fords Focus an der Spitze: Die international meistverkauften Autos 2013. Handelsblatt, 13. Januar 2014, abgerufen am 17. Januar 2014.
  4. a b c www.autobild.de: Ford Focus Turnier – Eine gepflegte Generation. 12. September 2003, abgerufen am 18. August 2011.
  5. Der Focus I (1998–2004) im Euro NCAP-Crashtest
  6. Der Ford Focus (2004–2010) im Euro NCAP-Crashtest
  7. Bericht der Seite www.rallyefoto.com über die Vorstellung des Facelifts des Ford Focus ST 2007
  8. Focus RS: Artikel der AutoBild
  9. Auto-News
  10. http://www.roadraceengineering.com/quaife.htm
  11. Ford Presseerklärung: Ford Focus RS500 (PDF; 66 kB)
  12. Datenblatt zum Focus RS 500. www.auto-news.de, 19. Mai 2010, abgerufen am 30. Mai 2012.
  13. http://www.auto-motor-und-sport.de/news/ford-focus-kommt-im-fruehjahr-2011-start-mit-neun-motorvarianten-3250753.html
  14. Ford Focus im NCAP-Crach-Test auf Autobild.de (abgerufen am 26. Mai 2011)
  15. Ford Presseerklärung: Start frei für den neuen Ford Focus. 3. Dezember 2010, abgerufen am 5. Januar 2011.
  16. a b c Ford Presseerklärung: Ford zündet mit dem sportlichen 1,0-Liter-EcoBoost-Motor die nächste Technologiestufe der Ford Focus-Baureihe. Ford.com, 14. Februar 2012, abgerufen am 21. Februar 2012.
  17. Ford Focus Facelift: Der Bestseller bekommt eine Auffrischung. firmenauto.de, 24. Februar 2014, abgerufen am 26. Februar 2014.
  18. Der erste Eindruck vom neuen Focus. Ford schmeißt endlich sein schlimmes Cockpit raus. focus.de, 24. Februar 2014, abgerufen am 26. Februar 2014.
  19. Ford Focus Facelift: Genfer Autosalon 2014. Ford frischt den Focus auf. autobild.de, 24. Februar 2014, abgerufen am 26. Februar 2014.
  20. a b c d e f Neuer Ford Focus Electric ab sofort bestellbar. media.ford.com, 24. Juni 2013, abgerufen am 26. Juni 2013.
  21. Ford Focus Electric – Elektrofahrzeug von Ford. energie-news.net, 28. Oktober 2012, abgerufen am 31. Oktober 2012.
  22. a b c d e Aus deutscher Fertigung und in reguläre Produktion integriert: Ford Focus Electric startet im Ford-Werk in Saarlouis. media.ford.com, 12. Juni 2013, abgerufen am 14. Juni 2013.
  23. Ford Presseerklärung: Ford startet in den USA die Produktion des rein batterieelektrischen Ford Focus Electric. 20. Dezember 2011, abgerufen am 27. Dezember 2011.
  24. 2012 Ford Focus Electric. Ford.com, abgerufen am 27. Dezember 2011 (englisch).
  25. sueddeutsche.de: Neuer Ford Focus auch mit Elektro- und Hybridantrieb. 12. Januar 2010, abgerufen am 12. Januar 2010.
  26. Ford Presseerklärung: Noch sparsamer, noch sauberer: Der neue Ford Focus ECOnetic wird zum Maßstab in der Kompaktklasse. 19. April 2011, abgerufen am 10. Mai 2011.
  27. Ford Focus Preisliste, Stand: 15. Mai 2012
  28. a b c d Der von Autofans mit Spannung erwartete neue Ford Focus ST startet in Deutschland ab 27.950 Euro durch. media.ford.com, 16. Mai 2012, abgerufen am 29. Mai 2012.
  29. a b Der Ford Focus ST überzeugt mit faszinierendem Design, liebevollen Details und sportlichem Temperament. media.ford.com, 15. Juni 2012, abgerufen am 19. Juni 2012.
  30. a b Ford Presseerklärung: Ford stellt auf der IAA mit spannenden Produktneuheiten und Studien wichtige Weichen für die Zukunft. 12. September 2011, abgerufen am 12. September 2011.
  31. Kultivierter Nervenkitzel: Im Ford Focus ST intensiviert ein Sound-Symposer das sportlich-kernige Motorgeräusch. media.ford.com, 26. Oktober 2012, abgerufen am 30. Oktober 2012.
  32. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSitzprobe im Ford Focus ST – Familienausflug mit 250 PS. Auto.de, abgerufen am 8. April 2012 (deutsch).
  33. Echte Alternative? Ford Focus Turnier im Test

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ford Focus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien