Ist das Leben nicht schön?

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Filmdaten
Deutscher Titel Ist das Leben nicht schön?
Originaltitel It’s a Wonderful Life
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1946
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Frank Capra
Drehbuch Frances Goodrich
Albert Hackett
Frank Capra
Produktion Frank Capra
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Joseph F. Biroc
Joseph Walker
Schnitt William Hornbeck
Besetzung

Siehe weitere Darsteller:
Besetzung und Synchronisation

Ist das Leben nicht schön? (Originaltitel: It’s a Wonderful Life) ist eine US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahr 1946. Der Spielfilm nach einer Erzählung von Philip Van Doren Stern wurde von der US-amerikanischen Produktionsfirma RKO Pictures verliehen und von Liberty Films produziert. Die Schauspieler James Stewart und Donna Reed spielen in diesem Film die Hauptrollen. Trotz des kommerziellen Misserfolgs wurde der Film mit der Zeit zum Klassiker und wird von Kritikern als einer der besten Filme der Filmgeschichte angesehen.

Handlung[Bearbeiten]

Ausgerechnet am Weihnachtsabend verliert George Bailey, der beliebteste Bürger der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Bedford Falls, seinen Lebensmut. Voller Sorge ertönen in den Häusern dieser verschlafenen Kleinstadt Gebete um Beistand für George. Diese Gebete werden von zwei himmlischen Kräften, symbolisiert durch zwei sich miteinander unterhaltende Galaxien, erhört, die daraufhin beraten, was zu tun sei. Ein Engel muss her, doch leider hat nur der etwas ungeschickte Engel Clarence Dienst. Auch nach rund 300 Jahren im Dienst ist Clarence immer noch ohne Flügel, was ihn zu einem „EZ2“ (Engel Zweiter Klasse) macht. Es bleibt noch eine Stunde für Clarence, bevor George seinen Suizidversuch unternimmt. Diese Zeit muss er nutzen, um sich eingehend über George und seine Lebensgeschichte zu informieren. Daraufhin spielt sich die eigentliche Geschichte des Films als Rückblende ab:

Als 12-jähriger Junge rettet George im Jahre 1919 seinem jüngeren Bruder Harry das Leben, nachdem dieser beim Schlittenfahren ins Eis eingebrochen ist. Er verliert aber infolge einer Infektion, die er sich bei der Rettungsaktion zuzieht, für immer das Hörvermögen seines linken Ohres. Nach seiner Genesung arbeitet er wieder als Helfer im örtlichen Gemischtwarenladen von Emil Gower. Eines Tages bekommt George von Mr. Gower den Auftrag, ein Medikament an einen kleinen, kranken Jungen auszuliefern. Allerdings hat Gower, der gerade per Telegramm vom Tod seines Sohnes erfahren hat und in tiefer Trauer ist, George versehentlich Gift statt des Medikaments mitgegeben. George bemerkt den Fehler und rettet damit sowohl das Leben des Kindes als auch Mr. Gower, der ihn zuvor wegen seiner scheinbaren Aufsässigkeit jedoch noch verprügelt hat.

George wächst auf und arbeitet zunächst im Unternehmen seines ehrenhaften Vaters Peter, der Bausparkasse „Building and Loan“, die einfachen Bürgern von Bedford Falls zu ihrem Traum vom eigenen Heim verhilft. Doch eigentlich will er seine Heimatstadt verlassen, um zu studieren, die Welt zu bereisen und so seinen Kindheitstraum zu verwirklichen, Millionär zu werden. Sein Vater, dessen Lebenswerk die „Building and Loan“ ist, bedauert Georges Pläne, weil er eigentlich auf George als seinen Nachfolger gehofft hat. Auf der Highschool-Abschlussfeier seines Bruders Harry im Jahre 1928 trifft George seine alte Klassenkameradin Mary wieder. Sie tanzen zusammen und fallen dabei in einen Swimming-Pool. Auf dem Heimweg redet George über seine Pläne in der Zukunft, und es bahnt sich eine Liebesbeziehung zwischen George und Mary an. Plötzlich erscheint Georges etwas verwirrter Onkel Billy, welcher ihm berichtet, dass sein Vater einen Schlaganfall erlitten hat.

Nach dem Tod des Vaters gibt George die Pläne einer Weltreise auf, um die Angelegenheiten seines Vaters zu ordnen. Einige Monate später schlägt der skrupellose Geschäftsmann Henry F. Potter vor, die „Building and Loan“ aufzulösen, weil er sie als sinnlos empfindet und in ihr eine Gefahr für seine Mieteinnahmen sieht. Mr. Potter gilt als reichster und mächtigster Bewohner von Bedford Falls, doch für den hartherzigen alten Mann zählt nur der Profit. George hält eine flammende Rede vor Mr. Potter, in welcher er die Ideale seines Vaters verteidigt und sich dafür ausspricht, dass die „Building and Loan“ weiterhin besteht. Der Vorstand beschließt die „Building and Loan“ weiterzuführen, allerdings nur unter der Leitung von George, welcher nun seine Kindheitsträume für den Fortbestand des Unternehmens opfern muss. Während George in der Stadt bleibt, kann sein Bruder Harry auf das College gehen und durch die Welt reisen.

George hofft, dass Harry nach seinem Abschluss die Firma übernimmt und er endlich studieren kann. Jedoch kommt Harry überraschend mit einer Ehefrau nach Hause, deren Vater eine große Firma besitzt. Harry verlässt bald wieder die Stadt und steht nicht mehr für „Building and Loan“ zur Verfügung. Das Unternehmen ist nun auf George angewiesen und dieser begräbt endgültig seine alten Träume. Am Schwarzen Donnerstag 1929, zufällig zugleich der Hochzeitstag von George und Mary, verbreitet sich das Gerücht, „Building and Loan“ stehe vor dem Bankrott. Die Anleger fordern ihr Geld zurück, ansonsten würden sie ihre Aktien an Mr. Potter verkaufen, der ihnen immerhin den halben Wert dafür geboten hat. Damit hätte dieser sein Ziel erreicht und die „Building and Loan“ geschluckt. Mary schlägt George vor, auf die Hochzeitsreise zu verzichten und das dafür gedachte eigene Geld an die Kunden zu verteilen. George kann so das Vertrauen der Kunden wiederherstellen und die Bank retten. Er und Mary richten sich ein verfallenes Haus als Wohnung her und bekommen vier Kinder.

George gründet Bailey Park, ein Wohngebiet für ärmere Familien, und entzieht Mr. Potter so ein gutes Stück Macht über die Stadt. Als Potter ihm schmeichelt und einen verlockenden Vier-Jahres-Vertrag in seiner Bank mit einem hohen Gehalt anbietet, lehnt George nach kurzem Schwanken schroff ab, da er zu Recht vermutet, dass Potter ihn lediglich als Konkurrenten ausschalten möchte. Der Zweite Weltkrieg beginnt. Georges Mutter fertigt Kleidung für das Amerikanische Rote Kreuz an. George wird auf Grund seines tauben Ohres nicht eingezogen und bleibt in Bedford Falls. Harry schießt als Jagdflieger fünfzehn Gegner ab, rettet damit einen US-Truppentransport, wird für seinen Mut mit der Ehrenmedaille Medal of Honor ausgezeichnet und zu einem Ehrendiner in New York eingeladen.

Am Heiligabend 1945 passiert dann das entscheidende Missgeschick, das George an dem Sinn seines Daseins zweifeln lässt und ihn fast dazu bringt, Selbstmord zu begehen. Ein hoher Bargeldbetrag (8000 Dollar) geht durch Ungeschicklichkeit verloren und fällt ausgerechnet Potter in die Hände, der den Fund böswillig geheim hält. Da gerade an diesem Tag eine Bilanzprüfung stattfindet, steht Building and Loan nun vor dem Bankrott; George droht das Gefängnis. Verzweifelt fleht er Mr. Potter um Geld an, dieser weist ihn jedoch kalt ab und erstattet Anzeige gegen ihn wegen Bilanzfälschung. George fährt zur Bar Martinis und betet dort unter Tränen zu Gott um Hilfe, wird jedoch darauf von einem Mann niedergeschlagen, dessen Frau er kurz zuvor in seinem aufgewühlten Zustand beleidigt hat. Wenig später fährt er auch noch gegen einen Baum und zerstört so sein Auto. Er geht zu einer nahegelegenen Brücke und will ins Wasser springen.

In diesem Moment fällt ein älterer Mann aus dem Nichts in den Fluss und ruft um Hilfe. George rettet ihn und bringt ihn in die kleine Behausung des Brückenwartes, wo der Gerettete ihm klarzumachen versucht, dass er in Wirklichkeit Georges Schutzengel sei und ihn gerade davor bewahrt habe, sein Leben wegzuwerfen. George glaubt ihm kein Wort und wünscht sich nur noch, er wäre nie geboren worden, da er allen ihm nahestehenden Menschen nur Unglück zu bringen scheine.

Das bringt Clarence auf eine Idee: Er erfüllt ihm diesen Wunsch und verwandelt die Stadt in den Zustand, den sie hätte, wenn es George nie gegeben hätte. Mr. Gower hat für die irrtümliche, nicht von George verhinderte Vergiftung des kleinen Jungen zwanzig Jahre im Gefängnis gesessen und ist nun ein verachteter Trinker. Violet, eine junge Frau, der George einmal mit Geld ausgeholfen hat, arbeitet nun in einem billigen Striplokal und scheint mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu sein. Aus der beschaulichen Kleinstadt Bedford Falls ist eine von Spielhöllen und Striplokalen dominierte Lasterhöhle namens Pottersville geworden, die meisten Menschen in der Stadt sind kaltherzig und brutal. Wo Bailey Park stehen sollte, findet George nur einen Friedhof mit Harrys Grab – Harry ist als Kind im eiskalten Wasser ertrunken und hat somit auch nicht den Truppentransport retten können. Georges Mutter, die keine Familie mehr hat, betreibt ein Boardinghouse. Die Stadt ist vollkommen in der Hand Potters; die einfachen Leute müssen für ihre verkommenen Wohnungen hohe Mieten zahlen. Mary hat nie geheiratet, die vier Kinder existieren nicht. Als George nicht einmal von Mary erkannt wird, schlägt er verzweifelt einen Polizisten nieder, der ihn wegen seines sonderbaren Verhaltens festnehmen will und die Verfolgung aufnimmt. George flieht zu der Brücke, von der er sich hat stürzen wollen, bereut seinen Wunsch und will wieder leben. Clarence stellt den ursprünglichen Zustand von Bedford Falls wieder her.

Voller ausgelassener Lebensfreude kehrt George nun zu seiner besorgten Familie zurück, wo bereits Buchprüfer und Polizisten auf ihn warten, und schert sich nicht darum, nun wohl unschuldig ins Gefängnis zu müssen. Doch auf Marys Aufruf hin haben sich auch alle seine Freunde und Verwandten versammelt, um ihm mit Geld auszuhelfen. Es kommt weitaus mehr zusammen, als gebraucht wird. Sogar Harry erscheint mit seiner Ehefrau Ruth („Einen Toast auf meinen großen Bruder George, den reichsten Mann der Stadt“). Da klingelt ein Glöckchen. „Und jedes Mal, wenn ein Glöckchen klingelt, bekommt ein Engel seine Flügel“, sagt Georges Tochter Zuzu. Clarence, der nach getaner Arbeit verschwunden ist, hat sich nun endlich seine Flügel verdient.

Produktion[Bearbeiten]

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

James Stewart, 1934, fotografiert von Carl van Vechten
Lionel Barrymore in der Sendung Concert Hall des Armed Forces Radio Service, 1947
Donna Reed (1945)

Besetzung und Synchronisation

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1961 im Auftrag der ARD. Die Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen erfolgte am 16. Dezember 1961 von der ARD.[1][2]

Weil Frank Capra den Film mit seiner unabhängigen Produktionsgesellschaft Liberty Films drehte, musste er sich fast alle wichtigeren Schauspieler von anderen Filmstudios ausleihen. James Stewart galt bei Capra sofort als Favorit für die Rolle des George Bailey, auch wenn Henry Fonda ebenfalls im Gespräch gewesen sein soll. Die Besetzung für Mary Hatch gestaltete sich deutlich schwieriger. Als erste Kandidatin galt Jean Arthur, welche bereits mehrmals unter Capras Regie gespielt hatte, doch Arthur hatte ein Engagement am Broadway und musste ablehnen. Ebenfalls im Gespräch waren Olivia de Havilland, Martha Scott, Ann Dvorak und Ginger Rogers, bevor die relativ unbekannte Donna Reed den Part gewann. Ginger Rogers lehnte ab, weil sie die Rolle für zu fade hielt. In ihrer Autobiografie Ginger: My Story hinterfragte sie ihre Entscheidung und schrieb zum Leser: „Dumm, sagt ihr?“.

Auch für die Rolle von Henry F. Potter (in der Originalfassung des Drehbuchs Herbert Potter) gab es zahlreiche Kandidaten: Edward Arnold, Charles Bickford, Edgar Buchanan, Louis Calhern, Victor Jory, Raymond Massey, Vincent Price und sogar Thomas Mitchell, welcher später Onkel Billy spielte. Schließlich gewann Lionel Barrymore die Rolle, auch weil er zu seiner Zeit ein berühmter Ebenezer Scrooge (A Christmas Carol) im Radio war. Wegen seiner starken Arthritis war Barrymore auf einen Rollstuhl angewiesen, weshalb auch Mr. Potter im Rollstuhl sitzt und von einem Rollstuhlschieber (Frank Hagney) herumgeschoben wird. Viele der Schauspieler im Film hatten bereits mehrmals mit Capra zusammengearbeitet, darunter James Stewart und der ehemalige Stummfilmstar H. B. Warner, welcher hier den Apotheker Mr. Gower verkörperte und im wahren Leben ein abgeschlossenes Medizinstudium besaß. Von den Schauspielern leben noch einige der Kinderdarsteller und als einzige bekannte Erwachsene Virginia Patton, welche Harrys Ehefrau Ruth spielte.

Vorgeschichte und Drehbuch[Bearbeiten]

Der Film basiert auf der Kurzgeschichte The Greatest Gift des US-amerikanischen Autors Philip Van Doren Stern, welche er im November 1939 geschrieben hatte. Nachdem Von Doren Stern für seine Geschichte keinen Verlag finden konnte, verschickte er die Geschichte 1943 als Weihnachtskarte an 200 seiner Bekannten. The Greatest Gift erreichte dabei auch die Aufmerksamkeit des RKO-Produzenten David Hempstead, welcher sie Cary Grants Agenten zeigte. RKO Pictures kaufte die Filmrechte für 10.000 US-Dollar und plante den Film ursprünglich als Starvehikel für Cary Grant. Es entstanden drei verschiedene Drehbuchfassungen, welche jedoch für die Produzenten allesamt nicht zufriedenstellend waren. Grant drehte stattdessen einen anderen Weihnachtsfilm, nämlich Jede Frau braucht einen Engel (1947), in welchem auch Karolyn Grimes zu sehen ist. Als Regisseur Frank Capra die Geschichte las, entdeckte er sofort ihr Potenzial und kaufte sie RKO Pictures ab. Den Filmdreh übernahm Capras eigene, unabhängige Produktionsgesellschaft Liberty Films - allerdings war RKO später wieder für die Veröffentlichung des Filmes in den Kinosälen zuständig.

Capra arbeitete zusammen mit den Drehbuchautoren Frances Goodrich und Albert Hackett, dabei verwendeten sie auch die drei zuvor verworfenen Drehbücher als Grundlage. Ebenfalls am Drehbuch mitgeholfen haben die Autoren Jo Swerling, Michael Wilson und Dorothy Parker, welche den letzten Schliff bringen sollten. Teile der drei Drehbücher und die Originalgeschichte wurden schließlich von Capra und seinen Autoren zu einer Geschichte vereint, welche anstatt The Greatest Gift nun in It's a Wonderful Life umbenannt wurde. Allerdings erfuhr das Drehbuch noch während des Drehs einige Änderungen: In den 1940er-Jahren galt für US-Spielfilme der strenge Hays Code, welcher durch die Motion Picture Association of America festgelegt worden war und „unanständige“ Themen in Filmen verhindern sollte. So mussten Wörter wie „verdammt“, „impotent“, „Idiot“ oder „lausig“ aus Capras Skript gestrichen werden. Ein weiterer Punkt des Hays Codes legte fest, dass kriminelles Handeln in Filmen immer bestraft werden musste. Capra ignorierte allerdings diesen Teil des Codes, so dass Mr. Potter für die Unterschlagung der 8.000 US-Dollar im Film niemals bestraft wird. Capra musste deshalb eine Strafe an die MPAA zahlen.

In einer früheren Fassung des Drehbuchs ist die Szene, in welcher George seinen Bruder Harry als Kind rettet, unterschließlich. Hier spielen die Jungen am Fluss Eishockey auf Potters Grundstück, was dieser verächtlich betrachtet. Als George den Puck gegen das „No Trespassing“-Schild schießt und der Puck anschließend auf Potters Rasen landet, wird dieser zornig und lässt daraufhin seine Hunde auf die Jungen los. Diese flüchten, doch dabei bricht das Eis des Flusses auf und Harry fällt in den See. Anschließend rettet George ihn, ähnlich wie im Film. Auch weitere Szenen wurden verändert und gekürzt. Capra sah zunächst zum Beispiel vor, dass George am Ende des Filmes das Vaterunser betet. Er strich das Gebet jedoch wieder aus dem Drehbuch, da er zu der Ansicht gelangte, dass ein überreligöser Ton nicht erkläre, warum George von seinen Freunden und seiner Familie, also nicht von Gott, sondern von Menschen, aus der Notlage gerettet wird.

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Der Filmdreh begann am 15. April 1946 und endete am 27. Juli 1946, das Budget betrug fast 3,2 Millionen US-Dollar - eine hohe Summe für einen Film zur damaligen Zeit. Gedreht wurde Ist das Leben nicht schön? im San Fernando Valley, Los Angeles, im Stadtteil Encino. Dort war die etwa 89 Acres große Encino Movie Ranch der RKO Pictures in den 1920er-Jahren für Filmdrehs errichtet worden.[3] Die Dreharbeiten dauerten vom 15. April 1946 bis zum 27. Juli 1946.[4] Für die Filmstadt wurde eine 275 Meter lange Hauptstraße (Genesee Street) gebaut.[5] Die Filmstadt bestand aus drei Häuserblocks mit 75 Geschäften, einer Villensiedlung, einem Industriegebiet, zwanzig Eichen und einem Armenviertel auf einer Gesamtfläche von gut 16.000 m². Die Bauzeit betrug zwei Monate. Dieses Set war eine der längsten Filmstädte, die jemals in Hollywood für einen Film gebaut wurde.[6] Große Teile des Filmsets stammten aus dem Western Pioniere des wilden Westens (1931) von Max Rée, welcher einen Oscar für das beste Szenenbild erhalten hatte.

Auf diesem Mammutset waren Tiere wie Vögel, Katzen und Hunde zugelassen, um die Stadt authentischer wirken zu lassen. Capra ließ im Film ebenfalls als Onkel Billys Haustier „Jimmy the Raven“ auftreten, einen Raben, welcher in jedem Capra-Film seit Lebenskünstler einen Auftritt hatte und insgesamt rund 1000 Filme gedreht haben soll. Um Schnee zu simulieren, wurden zur damaligen Zeit Cornflakes weiß eingefärbt, doch das Knirschen störte die Aufzeichnung des Dialogs so sehr, dass eine Nachsynchronisation notwendig geworden wäre. Capra bestand jedoch auf den Originalton. Somit ließ Capra für den Set einen neuen Kunstschnee entwickeln, wofür ein Löschschaum-Seifen-Wasser-Gemisch zur Anwendung kam. Knapp 23.000 Liter wurden davon während der Dreharbeiten verwendet. Hinzu kamen 300 Tonnen Gips, 300 Tonnen Putz sowie 3000 Tonnen zerstoßenes Eis, um den Eindruck einer verschneiten Stadt zu vermitteln.[7] Die Effekte-Abteilung der RKO erhielt für die Entwicklung des neuen Filmschnees von der Motion Picture Academy einen Technik-Preis.

In der Szene bei Harrys Wiedersehens- und Hochzeitsfeier zeigt George seinem betrunkenen Onkel Billy mit dem Finger die Richtung zu seinem Haus. Die Kamera fokussiert sich auf George, welcher sich über seinen betrunkenen Onkel amüsiert, doch plötzlich hört man ein entferntes Krachen und Onkel Billy (Thomas Mitchell) ruft: "I'm all right! I'm all right!" Dies war eigentlich unbeabsichtigt, nur versehentlich hatte jemand etwas umgestoßen am Filmset. Capra ließ Thomas Mitchells Improvisation im Film und verstärkte das Krachen noch mit später hinzugefügten Soundeffekten.

Die Ensico Movie Ranch wurde bereits 1954 abgerissen und wichen bald neuen Wohnsiedlungen. Viele der Bäume, welche für „Bedford Falls“ gepflanzt wurden, existieren heute immer noch und zieren den Lake Balboa Park nebenan.[8] Es existieren heute nur noch zwei Drehorte aus dem Film: Die Turnhalle beim Abschlussball, deren Boden sich nach beiden Seiten öffnet und unter dem sich ein Schwimmbecken befindet, gehört zur Beverly Hills High School in Los Angeles und wird auch heute noch verwendet. Die „Bailey Park“-Siedlung mit dem Haus der Familie Martini steht ebenfalls noch im kalifornischen Ort La Cañada Flintridge und ist fast unverändert.

Vorbild für Bedford Falls[Bearbeiten]

Der Name der fiktiven Stadt „Bedford Falls“ ergibt sich aus den realen Städten Seneca Falls und Bedford Hills im Bundesstaat New York. Seneca Falls wirbt mit dem Slogan des „wahren Bedford Falls“[9] für sich. In Seneca Falls gibt es ein jährliches „It's a Wonderful Life festival“ im Dezember, ein Museum über den Film sowie das Hotel Clarence, benannt nach dem Schutzengel. Capra selbst äußerte sich nie, welche Stadt ihm als Vorbild diente. Allerdings soll Capra im Jahre 1945, während er am Drehbuch schrieb, die beiden Orte persönlich besucht haben.

Im Film wird die Stadt Rochester von Sam Wainwright erwähnt. Sie ist nur 70 km von Seneca Falls entfernt. Der Bankrevisor bemerkt, dass er Weihnachten gern mit seiner Familie „zuhause in Elmira“ feiern möchte. Elmira liegt ebenfalls in der Nähe (90 km) von Seneca Falls. Auch Straßenzüge und eine Brücke in Seneca Falls ähneln den Kulissen im Film sehr.[10]

Rezeption[Bearbeiten]

Zeitgenössische Reaktionen[Bearbeiten]

Der Film feierte am 20. Dezember 1946 mit sehr gemischten Filmkritiken in New York seine Premiere. So lobte etwa Bosley Crowther von der New York Times zwar einige Schauspieler wie Stewart und Reed, kritisierte aber eine übermäßige Sentimentalität, Realitätsferne und ein illusorisches Lebenskonzept. Auch weitere Kritiker bemängelten ähnliche Punkte wie Crowther. Allerdings gab es auch positive Kritiken wie jene in der Time, welche ihn einen „ziemlich wunderschönen Film“ nannte und ihn neben Die besten Jahre unseres Lebens zum besten Film des Jahres zählte. Insbesondere wurden Frank Capras Ideenreichtum, sein Sinn für Humor und Menschlichkeit gelobt.[11] Insgesamt spielte der Film rund 3,3 Millionen US-Dollar in Amerika ein und war damit der 26.-erfolgreichste Film des Jahres, einen Platz vor einem weiteren Weihnachtsklassiker, nämlich Das Wunder von Manhattan. Unter anderem auch wegen der hohen Produktionskosten wurde der Film damit zum kommerziellen Flop und RKO musste einen empfindlichen Verlust von 525.000 US-Dollar verkraften.[12] Bei der Oscarverleihung 1947 wurde der Film immerhin in fünf Kategorien nominiert, gewann jedoch keine Auszeichnung.

Zeitweise geriet der Film im Visier des FBI, welches ihn aufgrund seiner Kapitalismuskritik begutachtete und im Mai 1947 in einem Memorandum schrieb: „In Hinblick auf den Film "It's a Wonderful Life", sagte [Redigiert] vor allem, dass der Film recht offensichtliche Versuche macht, Bankiers zu diskreditieren, indem man Lionel Barrymore als „Scrooge-Typus“ zum meistgehassten Mann des Filmes macht. Das ist laut diesen Quellen ein üblicher Trick von Kommunisten. Außerdem sagte [Redigiert], dass seiner Meinung nach dieser Film absichtlich die Oberschicht schlecht macht, indem er zu zeigen versuche, dass Leute, welche Geld haben, gemeine und verachtenswerte Charaktere hätten.“[13]

Ist das Leben nicht schön? markierte kommerziell den beginnenden Niedergang von Capras Karriere, welcher nicht mehr an seine großen Erfolge aus den 1930er- und frühen 1940er-Jahre anknüpfen konnte. In den nächsten Jahrzehnten geriet der Film in Vergessenheit. Die Rechte am Film hilt zunächst Capras kurzlebige Produktionsgesellschaft Liberty Films, nach deren Pleite wechselte der Inhaber der Filmrechte mehrmals. Die National Telefilm Associates besaß im Jahre 1974 die Rechte am Film, welche alle paar Jahre erneuert werden mussten. Doch die NTA beging einen Formfehler, durch den die Urheberrechte verfielen. Zahlreiche US-Fernsehsender begannen daraufhin, den Film auszustrahlen, weil er eine kostengünstige Alternative zu den teuren Filmen an Weihnachten bildete. Die Ausstrahlung des Filmes war dabei allerdings nicht ganz kostenlos, weil Philip Van Doren Stern noch 1971 die Rechte für seine Originalgeschichte The Greatest Gift verlängert hatte und so die Rechte an der Handlung geschützt waren.

Der Film avancierte in den 1980er-Jahren schließlich zum Filmklassiker und zum typischen Weihnachtsfilm. Im Jahr 1993 klagte Republic Pictures vor Gericht das Urheberrecht ein und besitzt seitdem die Exklusivrechte.

Nachcolorierung[Bearbeiten]

Regisseur Frank Capra traf sich mit Wilson Markle von der Firma Colorization, Inc., nachdem die nachcolorierte Fassung des Films Topper geht auf Reisen (Topper, 1938) großen Zuspruch gefunden hatte. Der künstlerische Leiter der Firma, Brian Holmes, bereitete eine 10-minütige nachcolorierte Vorschaufassung vor und Capra unterzeichnete mit der Firma einen Vertrag über die vollständige Nachcolorierung, nach dem er sogar die Hälfte der dafür angesetzten 260.000 Dollar selbst bezahlen wollte. Nachdem jedoch geglaubt wurde, der Film sei zu dem Zeitpunkt im Public Domain-Besitz, gaben Markle und Holmes den Auftrag zurück und weigerten sich, dem Regisseur weiteren künstlerischen Einfluss über die Colorierung seines Film zu gestatten, was dazu führte, dass sich jetzt Capra ebenfalls der Kampagne gegen die Veränderung des Films zuwandte.

Mittlerweile gibt es drei nachcolorierte Fassungen des Films. Die erste wurde 1986 von den Hal Roach Studios erstellt und 1989 auch auf VHS-Video herausgegeben. Die zweite Fassung wurde autorisiert und 1989 produziert vom jetzigen Eigentümer des Film, der Firma Republic Pictures, mit besserer Qualität, die jedoch ebenfalls, wie die 1986er-Fassung, von Capra und auch James Stewart kritisiert wurde.[14] Eine dritte Farbfassung[15] wurde 2007 produziert von der Firma Legend Films mit der Zustimmung der Capra-Nachlassverwalter und auf DVD herausgegeben.

Vorkommen in anderen Produktionen[Bearbeiten]

  • Im Film Menace to Society von 1993 schaut sich der Hauptdarsteller Caine 'Kaydee' Lawson, nachdem er angeschossen und wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, zusammen mit seinen Großeltern, bei denen er lebt, den Film Ist das Leben nicht schön? an.
  • Im Januar 2010 starteten einige US-amerikanische Prominente eine Kampagne mit dem Ziel, die US-Bürger dazu zu bewegen, ihr Geld von den großen Investmentbanken abzuziehen und bei kleinen lokalen Banken anzulegen. Die Kampagne unter dem Titel „Move your Money“ wurde durch ein Video unterstützt, das mit Ausschnitten aus Ist das Leben nicht schön? den Konflikt zwischen Bailey und Potter als Sinnbild für die „bösen großen“ und die „guten kleinen“ Banken nutzt.[16]
  • In einer Szene des Films Bruce Allmächtig aus dem Jahr 2003 fängt der Hauptdarsteller Bruce Nolan mittels seiner göttlichen Kräfte den Mond mit einem Lasso, um ihn näher heranzuziehen. Eine Anspielung auf die Zeichnung von Mary Hatch in Ist das Leben nicht schön?, die die Aufschrift „George Lassos the Moon“ trägt. Des Weiteren ist die Flirtszene auch in diesem Film zu sehen.
  • In der Folge Stille Nacht der US-amerikanischen Serie Navy CIS führt Senior Special Agent Tony DiNozzo den Film seinen Teamkollegen zu Weihnachten vor.
  • Die Sitcom Eine schrecklich nette Familie parodiert „Ist das Leben nicht schön“ in der Episode „Frohe Weihnachten“ (4/12, Originaltitel: „It’s a Bundyful Life“), indem Al Bundy, verzweifelt darüber, dass er seiner Familie wieder keine Geschenke kaufen konnte, seinem Schutzengel begegnet, der zwar zunächst gegen diese Aufgabe rebelliert, dann aber doch, um sich seine Flügel zu verdienen, Al Bundy zeigen will, wie sein Haus ohne ihn aussähe. Dummerweise ist ohne Al die Welt der Kinder und seiner Frau viel besser als mit ihm. In einer anderen Folge (8/13, „Warum sind wir nicht eingeladen?“) will Al Bundy am Heiligen Abend fernsehen, aber auf fast allen Sendern läuft nur Ist das Leben nicht schön?.
  • In einer Folge Hannah Montana wünscht sich Miley, für immer Hannah Montana zu sein, und ein Engel zeigt ihr, wie dieses Leben wäre und dass sie so ihre Freunde Lilly und Oliver nie getroffen hätte.
  • Im Weihnachtsklassiker Schöne Bescherung von 1989 mit Chevy Chase als Clark Griswold sieht sich sein Sohn Rusty den Film im Fernsehen an.
  • In dem Film Gremlins – Kleine Monster schaut sich die Mutter des Hauptdarstellers bei der Küchenarbeit Ist das Leben nicht schön? im Fernsehen an.
  • Im Film Elmo rettet Weihnachten kommen zahlreiche Ausschnitte aus dem Film vor. Beispielsweise gab es eine Szene, in der Ernie und Bert an einem Fernseher vorbeigehen, in dem der Film läuft, und man sieht die Szene, in der George fragt „Bert, Ernie, was ist mit euch los?“.
  • In der Folge Ein besonders missglücktes Weihnachten (A Very Special Family Guy Freakin' Christmas) der US-amerikanischen Serie Family Guy wird ein Ausschnitt des Films gezeigt.
  • Im Film Mensch, Dave! schauen sich der Kapitän des Raumschiffes und seine Assistentin Nr. 3 den Film zum Verständnis der menschlichen Rasse an und – offenbar vom romantischen Ende des Films tief bewegt – küssen sich beinahe.
  • In der TV-Serie Alle hassen Chris, 1. Staffel, 8. Folge mit dem Titel Chris hasst Weihnachten schaut Chris mit seinen Geschwistern den Film im elterlichen Wohnzimmer.
  • in der TV-Serie Moonlighting (Das Model und der Schnüffler), 3. Staffel, Folge 8 (It’s A Wonderful Job) wünscht sich Maddie, sie hätte ihre Detektei City of Angels, später umbenannt in Blue Moon, geschlossen. Ihr erscheint in einer Bar, wo sie ihren Frust ertränken will, ein Engel, der ihr mitteilt, er habe ihren Wunsch erfüllt und ihr zeigt, was aus ihren Freunden, Kollegen und ihr selbst geworden wäre. Daraufhin ändert sie ihre Meinung und will ihr Leben so behalten, wie es ist.
  • In Folge 13 mit dem Titel Die Fressaffäre, aus Staffel 4 der TV-Serie King of Queens, leiht Arthur sich „Ist das Leben nicht schön?“ mit dem Kommentar aus, vielleicht eine Perle entdeckt zu haben. Nach dem Anschauen kommt er jedoch zu dem Schluss, dass der Film „ziemlicher Mist“ sei.
  • In der Fernsehserie Highlander handelt die letzte Folge von einer Welt, in der es den Protagonisten nie gegeben hat. Der einige Jahre zuvor verstorbene beste Freund der Hauptfigur kommt als Engel zurück und zeigt eine düstere Version der Welt, was den Protagonisten dazu bringt, sein Leben zu überdenken.
  • Im Film Kevin - Allein zu Haus sieht sich Kevin kurz den Film an, bevor er bemerkt, dass seine Familie nicht mehr da ist. Während die Familie McAllister in Paris ist, läuft im Fernsehen ebenfalls eine Version, die französisch synchronisiert ist, als George Bailey das Angebot von Mr. Potter ablehnt für ihn zu arbeiten und sagt: „Non, non et non!“
  • Im Film Kevin - Allein in New York läuft der Film im Fernsehen, als sich Kevins Familienangehörige zu Weihnachten in Miami aufhalten. In der Szene sieht man den Hauptdarsteller James Stewart.
  • In Folge 13 aus der 3. Staffel der TV-Serie Warehouse 13 versammeln sich die Hauptdarsteller vor dem Fernseher, um gemeinsam den Film zu sehen.
  • Im Flintstones-Weihnachtsspecial Steihnachten bei Familie Feuerstein aus dem Jahre 1993 schaut sich Fred Feuerstein im Fernseher „Ist das Steinzeitleben nicht schön?“ an.
  • In der Folge Positiv denken aus der 6. Staffel der Serie How I Met Your Mother wollen sich Ted, Marshall, Lily, Robin und Barney an Weihnachten im Kino den Film ansehen, letztendlich geht Ted jedoch alleine ins Kino.
  • In der Folge Ein Schrottbaum zu Weihnachten aus der 3. Staffel der iCarly wünscht sich Carly, dass ihr Bruder Spencer als normaler Mensch und nicht als der Chaot, der er ist, geboren wäre, und ein Engel zeigt ihr, wie schrecklich ihr Leben dann gewesen wäre. Am Ende bekommt der Engel keine Flügel, sondern Geflügel.
  • In der Folge Christmas Cheers der Serie Cheers beklagen sich die Gäste der Bar mehrmals, dass „Ist das Leben nicht schön?“ an Weihnachten auf und ab gespielt wird und man dem Film nicht entkommen kann. Am Ende der Folge sehen aber alle Besucher der Bar gemeinsam die Szene in der alle Bewohner von Bedford Falls Auld Lang Syne singen und kommen endlich in Weihnachtsstimmung.
  • Die Zeichentrick-Serie Die Simpsons zeigt in der Episode Die Lieblings-Unglücksfamilie (Staffel 9, von 1997) im Hause der Familie Simpson eine identische Spendensammlung mit jener gegen Ende des Films Ist das Leben nicht schön?. Die Figur Lisa Simpson spielt darin ebenfalls am Klavier ein Weihnachtslied, genau wie eines der Kinder von George Bailey.
  • Der Filmemacher Kurt Kuenne wurde stark von Ist das Leben nicht schön? beeinflusst, insbesondere sein Schwarzweiß-Kurzfilm Valifdation in dem auf einer Leuchtreklame eines Kinos It’s a Wonderful Life steht und der Schwarzweiß-Spielfilm Shuffle.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar 1947

Die Tragikomödie wurde in den folgenden Kategorien erfolglos für den Oscar nominiert:

Der Film erhielt die folgenden Auszeichnungen/Preise:

Ehrungen des renommierten American Film Institutes:

  • 2002: Auf Platz 8 der 100 besten Liebesfilme aller Zeiten wurde Ist das Leben nicht schön? gewählt
  • 2003: Die von James Stewart verkörperte Rolle des George Bailey schaffte es auf Rang 9 der Top 50 Helden aller Zeiten. Gleichzeitig schaffte es die von Lionel Barrymore gespielte Rolle des Mr. Potter auf Platz 6 der Top 50 Schurken aller Zeiten
  • 2006: Den Spitzenplatz 1 erreichte der Film in der Liste der 100 inspirierendsten Filme aller Zeiten
  • 2007: Platz 20 der 100 besten Filme aller Zeiten (1998: Platz 11)
  • 2008: In der Top 10 der besten Fantasyfilme aller Zeiten erreichte der Film Rang 3

Andere Auszeichnungen

  • Im Jahr 2004 hat das BBC-Fernsehmagazin „Radio Times“ den Weihnachtsfilm auf den zweiten Platz der besten Filme gewählt, die nie einen Oscar erhielten (Best Film Never to Have Won an Oscar). Das Filmdrama Die Verurteilten aus dem Jahr 1993 wurde auf den ersten Platz gewählt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Meisterliche Capra-Komödie mit viel Phantasie, liebenswürdiger Naivität und einem kräftigen Schuß sentimentaler Wehmut: Eine Hymne auf Nachbarschaftsgeist und Kleinstadtvertraulichkeit, die nicht zuletzt auch einen Gegenentwurf versucht zur gesellschaftlich-politischen Katerstimmung im Amerika der ersten Nachkriegsjahre.“

Lexikon des Internationalen Films[17]

„Ein typischer Capra-Film. Typisch in seinem optimistischen Glauben an das Gute im Menschen und die Kraft der Solidarität; typisch auch in der einfallsreichen Machart, die realistische und märchenhafte Motive mit Geschick und Geschmack verbindet. Dabei hat Capra seine Geschichte wieder auf dem schmalen Grat zwischen Humor und Gefühl angesiedelt, wobei er reine Sentimentalität geschickt vermeidet, indem er gefühlvolle Szenen fast immer mit einem ironischen Gag gleichsam augenzwinkernd beendet.“

Dieter Krusche und Jürgen Labenski (Reclams Filmführer)[18]

„Regisseur Frank Capra stellte mit diesem Film einmal mehr seine Meisterschaft bei schwungvollen Komödien mit sozialkritischen Untertönen unter Beweis. Der gebürtige Sizilianer begann in Hollywood als Regieassistent und Drehbuchautor und überzeugte seit Beginn der Dreißigerjahre mit überdurchschnittlichen Komödien, darunter Highlights wie ‚Es geschah in einer Nacht‘ (1934) oder ‚Arsen und Spitzenhäubchen‘ (1944). Mit der sentimental-intelligenten Geschichte ‚Ist das Leben nicht schön?‘ knüpfte Capra noch einmal als Propagandist der unter Roosevelt als ‚New Deal‘ bekanntgewordenen Politik an, indem er Ausbeutung und Machtstreben anprangerte. Seine Attacken verpackte der Regisseur geschickt in unterhaltsame Filmgeschichten, in denen sich sentimentale Passagen mit bissiger Ironie genial mischen. Unverständlicherweise fiel der Film in den USA anfangs durch. Capra, der gerade eine eigene Produktionsgesellschaft gegründet hatte, verlor mehr als eine halbe Million Dollar. Erst Anfang/Mitte der Siebzigerjahre erkannte man den Wert dieses Film als ideale Weihnachtsgeschichte, die von da an regelmäßig gezeigt wurde und wird. Hauptdarsteller James Stewart brachte die überzeugende Rolle immerhin eine Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller ein.“

prisma-online

Soundtrack[Bearbeiten]

  • Dimitri Tiomkin: It’s a Wonderful Life. Reconstructed Motion Picture Score, auf: Sundance Film Music Series, Vol. 1: It’s a Wonderful Life · A Christmas Carol · Miracle on 34th Street. Telarc, Cleveland 1988, Tonträger-Nr. CD-88801 – digitale Neueinspielung der Filmmusik durch das Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von David Newman

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ist das Leben nicht schön? deutsche-synchronsprecher.de
  2. Programm vom Samstag, den 16. Dezember 1961. tv-programme.net
  3. employees.oxy.edu
  4. christmas.lovetoknow.com
  5. retroweb.com
  6. trivia in der Internet Movie Database (englisch)
  7. christmas.lovetoknow.com
  8. vannuysboomers.blogspot.com
  9. therealbedfordfalls.com
  10. syracuse.com
  11. Kritik bei der Times
  12. Richard Jewell & Vernon Harbin, The RKO Story. New Rochelle, New York: Arlington House, 1982. S. 215
  13. "FBI considered It's a Wonderful Life Communist Propaganda
  14. Roger Ebert: It’s a Wonderful Life. In: Chicago Sun-Times, 1. Januar 1999. Abgerufen: 24. Februar 2008.
  15. Farbfasssung auf Youtube
  16. welt.de
  17. Ist das Leben nicht schön? im Lexikon des Internationalen Films
  18. Dieter Krusche, Jürgen Labenski: Reclams Filmführer. 10. Auflage. Reclam, Stuttgart 1996, S. 311.