Münster (Kirche)

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Ulmer Münster, seit der Reformation größte protestantische Kirche, höchster Kirchturm der Welt

Münster ist ein frühes deutsches Lehnwort aus griech./lat. monasterium, „Kloster“. Damit wurde ursprünglich eine Kirche bezeichnet, die nicht Pfarrkirche, sondern Teil eines Klosters oder Stifts war. Auch Kathedralen („Dome“) wurden oft so genannt, weil auch die Domkapitel ursprünglich in klosterähnlicher Gemeinschaft lebten.

Ab dem 13. Jahrhundert nahm das Wort die allgemeinere Bedeutung „Großkirche“ an, sodass im oberdeutschen Sprachraum mit „Münster“ außer Domen und Stiftskirchen auch einige große Stadtpfarrkirchen bezeichnet wurden. Die Bezeichnung „Münster“ ist heute eine hergebrachte Benennung für bestimmte Kirchen.

Schließlich wurde „Münster“ auch zum Ortsnamen von Siedlungen, die um eine Abtei, ein Kollegiat- oder Domstift herum entstanden; siehe dazu Münster.

Das englische Wort minster, ebenfalls früh aus monasterium entlehnt, hat dieselbe Bedeutungsgeschichte. Die spätere Entlehnung monastery behielt dagegen die Bedeutung „Kloster“.

Münster in[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Bonner Münster
Konstanzer Münster 1819,
noch ohne Turmspitze
Kastulusmünster Moosburg
Münsterschwarzach
Schwäbisch Gmünd, Heilig-Kreuz-Münster

Belgien[Bearbeiten]

England[Bearbeiten]

Außerdem werden in England auch Kathedralen häufig mit „Minster“ bezeichnet, zum Beispiel „York Minster“ statt „York Cathedral“, ebenso die Kathedralen in Lincoln, Ripon und Southwell (Nottinghamshire).

Von den Abteien, die die Bezeichnung „-minster“ im Namen tragen, ist Westminster Abbey die bekannteste.

Frankreich[Bearbeiten]

Straßburger Münster

Luxemburg[Bearbeiten]

Niederlande[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich ist die Bezeichnung weitestgehend unüblich, es gibt nur ein paar so genannte pächtigere Stifts- und Pfarrkirchen.

Schweiz[Bearbeiten]

Berner Münster

Siehe auch[Bearbeiten]