Verbandsgemeinde Ruwer
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Trier-Saarburg | |
| Fläche: | 126,6 km² | |
| Einwohner: |
17.912 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 141 Einwohner je km² | |
| Verbandsschlüssel: | 07 2 35 5004 | |
| Verbandsgliederung: | 20 Gemeinden | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: |
Untere Kirchstraße 1 54320 Waldrach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernhard Busch (FWG) | |
| Lage der Verbandsgemeinde Ruwer im Landkreis Trier-Saarburg | ||
Die Verbandsgemeinde Ruwer liegt im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz, südöstlich von Trier, der ältesten römischen Stadt Deutschlands. Das Gebiet der Verbandsgemeinde im moselfränkischen Sprachraum ist geprägt durch die jahrtausendealte Weinkulturlandschaft des unteren Ruwertals sowie die links und rechts der Ruwer bis in den Osburger Hochwald und die Schöndorfer Pfarrei ansteigenden waldreichen Ausläufer des Hunsrücks.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Die Verbandsgemeinde Ruwer liegt hauptsächlich im Bereich der naturräumlichen Landschaftseinheiten Unteres Ruwertal, Ruwerengtal, Osburger Hunsrück und Osburger Hochwald, teilweise auch im Bereich der Pellinger Hochflächen, dem Tarforster Plateau und der Leiwener Moselrandhöhen.[2]
Die Höhenlage des Verbandsgemeindegebietes reicht von etwa 135 Meter über NN bei Mertesdorf bis zu 708 Meter über NN auf dem Rösterkopf bei Osburg. Am Fuße des Rösterkopfes entspringt der rechte Moselzufluss Ruwer.
Die Verbandsgemeinde liegt überwiegend im Wassereinzugsgebiet der Ruwer mit ihren Nebenbächen, insbesondere der Riveris. Der östliche Teil der Verbandsgemeinde liegt im Einzugsgebiet des Feller Baches mit Nebengewässern, kleinere Gebiete liegen im Bereich der Wadrill (Prims) im südöstlichen Teil der Gemarkung Osburg, im Bereich des Olewiger Baches bei Ollmuth und im Bereich des Meierbaches (Mosel) bei Mertesdorf.[3]
Benachbarte Kommunen [Bearbeiten]
Nachbarkommunen sind im Uhrzeigersinn (beginnend im Norden):
- Longuich, Fell und Mehring im Bereich der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße
- Bescheid, Beuren und Reinsfeld im Bereich der Verbandsgemeinde Hermeskeil
- Kell am See, Schillingen, Heddert und Lampaden im Bereich der Verbandsgemeinde Kell am See
- Pellingen im Bereich der Verbandsgemeinde Konz
- Franzenheim und Hockweiler im Bereich der Verbandsgemeinde Trier-Land
- Trier-Irsch, Trier-Filsch, Trier-Tarforst, Trier-Kürenz und Trier-Ruwer/Eitelsbach im Bereich der Stadt Trier
Verbandsangehörige Gemeinden [Bearbeiten]
| Name | Fläche (km²) |
1563 (Feuerst.) |
1684 (Feuerst.) |
1815 (Einwohner) |
1950 (Einwohner) |
2000 (Einwohner) |
31. Dezember 2011[4] (Einwohner) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4,25 | 6 | 6 | 151 | 221 | 246 | 252 | |
| 7,45 | 13 | 8 | 197 | 531 | 748 | 737 | |
| 4,41 | 5 | 9 | 141 | 339 | 1.915 | 1.908 | |
| 2,51 | 7 | 7 | 100 | 291 | 711 | 674 | |
| 2,83 | 5 | 7 | 140 | 199 | 231 | 277 | |
| 2,87 | 3 | 3 | 82 | 163 | 158 | 132 | |
| 6,79 | 6 | 5 | 186 | 326 | 472 | 423 | |
| 4,53 | 25 | 21 | 255 | 1.029 | 1.272 | 1.235 | |
| 2,08 | 9 | 6 | 97 | 194 | 843 | 781 | |
| 5,09 | 11 | 12 | 187 | 444 | 580 | 579 | |
| 6,47 | 20 | 14 | 287 | 990 | 1.681 | 1.633 | |
| 5,48 | 17 | 18 | 227 | 526 | 822 | 970 | |
| 3,93 | 4 | 4 | 91 | 174 | 162 | 170 | |
| 32,92 | 23 | 17 | 515 | 1.227 | 1.938 | 2.395 | |
| 4,87 | 9 | 9 | 250 | 657 | 1.163 | 1.450 | |
| 2,11 | 4 | 4 | 133 | 286 | 366 | 412 | |
| 10,03 | 12 | 12 | 296 | 716 | 820 | 751 | |
| 1,04 | 1 | 1 | 29 | 111 | 70 | 73 | |
| 4,49 | 16 | 12 | 327 | 707 | 997 | 1.071 | |
| 12,46 | 53 | 41 | 533 | 1.649 | 2.043 | 1.989 | |
| 126,60 | 249 | 216 | 4.224 | 10.780 | 17.238 | 17.912 |
Zu den verbandsangehörigen Gemeinden gehören auch die Gemeindeteile
- Langeichhof (Bonerath),
- Backeshof, Birkenhof, Forsthaus Farschweiler, Klostermühle/Gehrensmühle (Farschweiler),
- Romika (Gusterath),
- Romika (Gutweiler),
- Kaffeemühle (Herl),
- Hinzenburger Mühle (Hinzenburg),
- Haus Timpert (Kasel),
- Korlinger Mühle (Korlingen),
- Scholersmühle (Lorscheid),
- Eisenbahnhaltepunkt Grünhaus-Mertesdorf, Lorenzhof, Maximin Grünhaus (Mertesdorf),
- Herrgottsmühle, Im Lonschenberg, Lichtenthalsmühle (ehemals Stadt Trier), Schloss Marienlay, Studentenmühle (Morscheid),
- Forsthaus Sternfeld, Neuhaus (Osburg),
- Bahnhof Pluwig, Geizenburg, Pluwigerhammer, Willmerich, Wilzenburg (Pluwig),
- Feilensmühle, Karlstollen (Riveris),
- Lonzenburg, Neuhof, Pluwigerhammer, Raulsmühle, Schöndorferheide (Schöndorf),
- Althinkelhaus, Neuhinkelhaus, Thommerberg (Thomm),
- Haus Kampf, Schleifmühle, Schmelzmühle (Waldrach).[5]
Klima [Bearbeiten]
| Der Jahresniederschlag an der Messstation des Deutschen Wetterdienstes in Mertesdorf im Ruwertal beträgt 760 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im November. |
Raumplanung [Bearbeiten]
Das nächstgelegene Oberzentrum ist die kreisfreie Stadt Trier. Die Gemeinden Waldrach und Osburg bilden einen grundzentralen Versorgungsbereich mit Funktionsteilung. Umliegende Grund- oder Mittelzentren sind Reinsfeld, Kell am See, Zerf, Schweich und Hermeskeil.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Orte der Verbandsgemeinde gehörten in kurtrierischer Zeit zum Amt Pfalzel, zum Amt St. Maximin, zum Amt St. Paulin, zum Amt Grimburg oder zu weiteren Herrschaften. Diese Ämter waren in Pflegen unterteilt. Zum Ende des 18. Jahrhunderts umfasste die Pflege Waldrach im Amt Pfalzel die Orte Bonerath, Eitelsbach, Farschweiler, Filsch, Gutweiler mit Sommerau, Hinzenburg, Hockweiler, Irsch, Kasel, Korlingen, Morscheid, Osburg, Riveris, Schöndorf, Thomm und Waldrach.[6]
In französischer Zeit entstanden die Mairien in Ruwer, Farschweiler, Schöndorf und Irsch. Diese wurden in preußischer Zeit zu den Bürgermeistereien Ruwer, Farschweiler, Schöndorf und Irsch umfunktioniert. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Bürgermeistereien Irsch und Schöndorf zur Bürgermeisterei Irsch-Schöndorf in Wilzenburg vereinigt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Bürgermeistereien zu Ämtern umbenannt.
Bei Neuorganisation der Ämter in der Region Trier wurde 1934 das Amt Waldrach in Ruwer gebildet. Das frühere Amt Ruwer, welches aus nur sieben Gemeinden bestand, bekam 14 neue Gemeinden hinzu. 1954 wurde das Amt wieder zu Amt Ruwer umbenannt, bevor schließlich bei der Gebietsreform 1969 die Umwandlung in eine Verbandsgemeinde erfolgte.
Dabei wurden die Gemeinden Ruwer und Eitelsbach vereinigt und unter dem Namen Ruwer/Eitelsbach einer der 19 Bezirke der Stadt Trier. Hinzenburg kam von der Verbandsgemeinde Kell zur Verbandsgemeinde Ruwer.
Der Bau des neuen Rathauses der Verbandsgemeinde Ruwer wurde im März 2004 in Waldrach begonnen und im November 2005 offiziell in Betrieb genommen. Die neue Touristinformation der Verbandsgemeinde in Kasel wurde im Sommer 2006 ihrer Bestimmung übergeben und im Jahre 2009 vom rheinland-pfälzischen Fachbeirat der Initiative ServiceQualität Deutschland als „Qualitätsbetrieb Stufe 1“ sowie als „Qualitätsbetrieb der Dachmarke Mosel“ ausgezeichnet.
Religionen [Bearbeiten]
78 Prozent der Bevölkerung der Verbandsgemeinde gehören der römisch-katholischen Kirche in der Diözese Trier an, 9 Prozent der evangelischen in der Evangelischen Kirche im Rheinland, 1 Prozent einer sonstigen Religionsgemeinschaft und 12 Prozent sind ohne Angabe oder gemeinschaftslos. (Stand: 31. Dezember 2011)[7]
- Kirchen
- Katholische Pfarreien: Maria Heimsuchung, Farschweiler; St. Cosmas und Damian, Gutweiler; St. Nikolaus, Kasel; St. Gertrud, Lorscheid; St. Martin, Mertesdorf; St. Martin, Morscheid; St. Clemens, Osburg; St. Johannes der Täufer, Pluwig; St. Andreas, Schöndorf; St. Pauli Bekehrung, Thomm; St. Laurentius, Waldrach;
- Katholische Filialkirchen: St. Arnulf und St. Margarethe, Bonerath; St. Martin, Gusterath; St. Quirinus, Herl; St. Magdalena, Hinzenburg; St. Helena, Holzerath; St. Valentin, Korlingen; St. Thomas, Ollmuth; St. Cornelius, Riveris;
- Evangelisch: Ev. Gemeindehaus Gusterath, St. Johanneskapelle Grünhaus;
- Neuapostolisch: Neuapostolische Gemeinde Mertesdorf.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Im Gebiet der Verbandsgemeinde Ruwer gab es nach dem Trierer Feuerbuch von 1563 249 Feuerstellen (entspricht etwa fünf bis sechs Einwohnern je Feuerstelle) und im Jahre 1684 216 Feuerstellen.
Entwicklung der Einwohnerzahl, bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde:
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Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Politik [Bearbeiten]
Die Verbandsgemeinde gehört zum Bundestagswahlkreis Trier und zum Landtagswahlkreis Trier/Schweich. Weitere regionale und institutionelle Zuordnungen sind das Amtsgericht Trier, das Landgericht Trier, das Oberlandesgericht Koblenz, das Finanzamt Trier, die Industrie- und Handelskammer Trier, die Handwerkskammer Trier, das Vermessungs- und Katasteramt Trier und die Arbeitsagentur Trier. Die Verbandsgemeinde und alle Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde sind Mitglied im Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz.
Verbandsgemeinderat [Bearbeiten]
Der Verbandsgemeinderat Ruwer besteht aus 32 gewählten Mitgliedern und Bürgermeister Busch als Vorsitzenden. Stellvertreter des Bürgermeisters sind die Beigeordneten Günter Jakobs (CDU) und Karl-Heinrich Ewald (SPD).
Sitzverteilung:[8]
| SPD | CDU | FWG | GRÜNE | Gesamt | |
| 2009 | 9 | 12 | 8 | 3 | 32 Sitze |
| 2004 | 8 | 14 | 8 | 2 | 32 Sitze |
| 1999 | 10 | 15 | 5 | 2 | 32 Sitze |
| 1994 | 12 | 15 | 5 | - | 32 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl vom 7. Juni 2009)
Nach der Hauptsatzung der Verbandsgemeinde Ruwer sind Ausschüsse des Verbandsgemeinderates der Haupt- und Finanzausschuss, der Bau- und Planungsausschuss, der Rechnungsprüfungsausschuss, der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss, der Fremdenverkehrs- und Weinbauausschuss, der Werksausschuss Abwasserwerk, der Kulturausschuss, der Schulträgerausschuss und der Umwelt- und Naturausschuss.[9]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Liste der Amtsbürgermeister bzw. Bürgermeister:
- 1917 - 1937 Eduard Voss
- 1937 - 1945 Josef Jost
- 1945 - 1946 Josef Koster
- 1946 - 1961 Karl Rittel
- 1961 - 1965 Walter Steffens
- 1965 - 1996 Hermann Feldges, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- seit 1996 Bernhard Busch
Die erste Direktwahl eines Bürgermeisters fand statt am 22. Oktober 1995. Klaus Longen (CDU) erzielte 42,85 % der Stimmen, Helmut Striethorst (SPD) erhielt 14,29 % und Bernhard Busch (FWG) bekam 42,86 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,57 %. Bei der erforderlichen Stichwahl am 5. November 1995 setzte sich Bernhard Busch mit 68,33 % gegen Klaus Longen (31,67 %) durch bei einer Wahlbeteiligung von 65,12 %. Damit war Bernhard Busch für die Amtszeit vom 1. März 1996 bis zum 29. Februar 2004 gewählt.
Am 29. Juni 2003 fand die nächste Bürgermeisterwahl statt. Wolfgang Annen (CDU) bekam 26,55 % der Stimmen, Jürgen Breiling (SPD) 10,43 % und Bernhard Busch (FWG) 63,02 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,89 %. Somit war Bernhard Busch für weitere acht Jahre gewählt.
Bei der Bürgermeisterwahl am 19. Juni 2011 gewann Amtsinhaber Bernhard Busch (FWG) mit 66,5 % der Stimmen vor Mechthild Michels (GRÜNE) mit 19,4 % und Sascha Hermes (CDU) mit 14,1 % und wurde dadurch für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 41,2 %.[10]
Wappen und Flagge [Bearbeiten]
Wappenbeschreibung: Das Wappen ist geteilt. Oben in Gold ein halber, doppelköpfiger schwarzer, rot bewehrter Adler mit einem Herzschild. In ihm in Blau ein nach rechts schreitender silberner Bär, links oben begleitet von einem sechsstrahligen silbernen Stern. Unten in Grün ein schräglinkes Wellenband, rechts oben begleitet von einem silbernen Rebstiel mit einer silbernen Traube und einem silbernen Blatt, links unten begleitet von einer silbernen Axt und einer silbernen Schaufel, die sich kreuzen.
Wappenbegründung: Der Ort Ruwer, der bis Oktober 2005 Sitz der Verbandsgemeinde Ruwer war, gehörte seit dem Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts zu dem Besitz der Abtei St. Maximin in Trier, die als Zeichen ihrer Reichsunmittelbarkeit den doppelköpfigen Reichsadler mit einem Herzschild im Wappen führte. In dem Herzschild erscheint ein Bär mit einem Stern, der in der Ikonografie des Hl. Maximin eine Rolle spielt. In der unteren Wappenhälfte deutet das Wellenband auf die Ruwer als beherrschenden Fluss der Landschaft hin, in welcher der Weinbau - verkörpert durch die Traube - die Landwirtschaft - verkörpert durch die Schaufel - und die Forstwirtschaft - verkörpert durch die Axt - die wirtschaftlichen Hauptrollen spielen.
| Seit Anfang 2006 führt die Verbandsgemeinde eine Hissflagge in den kurtrierischen Farben Rot und Weiß mit dem Wappen im oberen Drittel. Sie steht zusammen mit der Europaflagge und der Landesflagge von Rheinland-Pfalz vor dem Rathaus in Waldrach. |
Kommunalpartnerschaft [Bearbeiten]
Seit Mai 2013 unterhält die Verbandsgemeinde eine Kommunalpartnerschaft mit der polnischen Gemeinde Kosakowo im Landkreis Pucki, Pommern.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Zeugnisse aus der Vor- und Frühgeschichte sind der Hinkelstein bei Thomm/Waldrach, das Hünengrab „Drei Mörder“ bei Bonerath/Holzerath, das Fürstengrab von Thomm, die Fliehburg auf dem Naumeter Kopf bei Waldrach/Korlingen und der Burgkopf bei Lorscheid/Fell.
- Zeugnisse aus der Römerzeit sind die Reste des Originals der Römischen Ruwerwasserleitung in Waldrach und der Nachbau der römischen Wasserleitung in Waldrach an der Straße der Römer, die Reste einer römischen Gesteinsmühle in Mertesdorf, das Relief Winzer im Weinkontor in Mertesdorf und das Römerlager bei Holzerath.
- Historische Gebäude sind die Burgruine Sommerau aus dem 13. Jahrhundert, das Schloss Marienlay bei Morscheid, das Schloss Grünhaus bei Mertesdorf, die Kloster- und Stiftshöfe in Kasel, das Heimat- und Bürgerhaus Gusterath und der Pluwiger Hammer.
- Kunsthistorische Sehenswürdigkeiten sind der Tabernakelaltar (Holzaltar) in Kasel, der Seitenaltar in Waldrach, das Vesperbild in Pluwig, die Passionsbilder in Osburg, der Kreuzweg bei Farschweiler, die gotische Kirche in Gutweiler, die Kapelle in Korlingen mit der Darstellung der 14 Nothelfer, die Kapelle mit Tabernakelaltar in Ollmuth, die klassizistische Kirche in Schöndorf und die Kirche in Thomm (Devonschiefer).
- Quarzitfelsen sind die Herler Wacken am Schiefer-Wackenweg, der Herler Felsen, der Langenstein bei Morscheid/Riveris, der Seiferingstein bei Hinzenburg sowie der Spitzenstein und die Fischhuffelsen bei Hinzenburg.
- Naturdenkmale sind die Dicke Eiche und die zwei Linden bei Gusterath, die Alte Eiche in Gutweiler, die Eiche bei Lorscheid, die Eiche bei Schöndorf, die Silberpappel bei Mertesdorf und der Stechpalmenbestand bei Osburg.[2] Weitere Walddisteln (Stechpalmen) befinden sich am Rascheiderweg im Farschweiler Wald. Dorthin führt seit dem Frühjahr 2010 ein Waldlehrpfad mit 22 Stationen (Walddistelpfad).[11]
- Südöstlich von Osburg befindet sich in der Nähe der Bundesstraße 52 an der Grünbrücherschneise ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
- Neuzeit: die Riveristalsperre bei Riveris, der Platz unserer Deutschen Weinkönigin in Waldrach und der Weinlagen-Skulpturen-Wanderweg im Ruwertal.
Veranstaltungen [Bearbeiten]
Veranstaltungen des im Jahre 1989 gegründeten Ruwer-Riesling e. V. sind die WineTime im Rathaussaal Waldrach, die Tage der offenen Weinkeller im Ruwertal (Mai), die Jungweinprobe im Bürgerhaus Mertesdorf, der Ruwertaler Frühling am Pfingstsonntag in den Weinbergen zwischen Kasel und Mertesdorf, die Vergleichsweinprobe im Bürgerhaus Kasel, das Ruwerweinfest in Kasel (Juni), das Oktoberweinfest in Waldrach, die kulinarischen Ruwer-Riesling-Abende und der Weinmarkt in Waldrach (November).
Von den zahlreichen Karnevalsveranstaltungen, Kirmessen, Pfarrei- und Vereinsfesten, Weihnachtsmärkten und weiteren Veranstaltungen sind hervorzuheben das Osburger Dorf- und Heimatfest (Mai) mit dem Auftritt international bekannter Interpreten oder die Karl-May-Festspiele in Pluwig.
Eine motorsportliche Veranstaltung ist die Wertungsprüfung Ruwertal-Fell der ADAC-Rallye Deutschland, die seit 2002 als Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Von 1971 bis 2011 wurde das Trierer Bergrennen zwischen Fell und Thomm durchgeführt.
Der autofreie Sonntag Ruwertal aktiv wurde von Anfang der 1990er Jahre bis 2012 im unteren Ruwertal veranstaltet.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Die Wirtschaft ist durch Land- und Forstwirtschaft, Weinbau und Tourismus geprägt, historisch auch durch Schieferabbau im Ruwer-, Riveris- und Noßertal sowie Erzabbau (bei Pluwig). Den Bedürfnissen älterer und kranker Menschen kommt die DRK-Sozialstation in Waldrach entgegen, die auch die Aufgaben eines Pflegestützpunktes wahrnimmt.
Ansässig sind verschiedene Industrie-, Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie 78 landwirtschaftliche und 29 Weinbau-Betriebe.[12] Weingüter sind beispielsweise das Weingut Maximin Grünhaus, das Weingut Erben von Beulwitz, das Weingut Karlsmühle, das Dominikaner-Weingut von Nell oder das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt.
Industrie- und Gewerbegebiete befinden sich in Gusterath-Tal, Osburg-Neuhaus, Waldrach u. a. Bei Mertesdorf befindet sich an der Bundesstraße 52 die Zentraldeponie des Zweckverbandes Abfallwirtschaft im Raum Trier mit der im Jahre 2007 fertig gestellten mechanisch-biologischen Mülltrocknungsanlage.
Durch das Gebiet der Verbandsgemeinde verläuft die Bundesstraße 52 (Trier-Ehrang – Hermeskeil) sowie mehrere Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen. Nächstgelegene Autobahnen sind die A 602 (Trier – AD Moseltal) bei Kenn, die A 64 bei Trier-Ehrang, die nach Luxemburg führt, und die A 1 mit den Anschlussstellen AD Moseltal und Reinsfeld (Hochwald).
Die Orte der Verbandsgemeinde liegen im Bereich des Verkehrsverbundes Region Trier, der nächste ICE-Bahnhof ist Trier Hbf. Ein Moselhafen befindet sich in Trier-Ehrang. Die nächsten Flughäfen sind in Luxemburg, Hahn und Saarbrücken.
In verschiedenen Gemeinden der Verbandsgemeinde befinden sich Geschäftsstellen bzw. Filialen der Sparkasse Trier, der Volksbank Trier, der Volksbank Hochwald-Saarburg und der Postbank.
Flächennutzung: Die Bodenfläche beträgt insgesamt 126,6 km², davon Landwirtschaftsfläche 33,2 %, Waldfläche 54,8 %, Wasserfläche 0,6 %, Siedlungs- und Verkehrsfläche 11,2 %, Sonstige Flächen 0,2 %.
Windenergieanlagen befinden sich auf den Höhen zwischen Gusterath und Trier-Irsch (Kuppensteiner Wild) sowie zwischen Waldrach und Fell (an der Bundesstraße 52).[13]
Tourismus [Bearbeiten]
- Im Ruwertal entstand von 2005 bis 2009 auf der Trasse der ehemaligen Hochwaldbahn der Ruwer-Hochwald-Radweg.
- Zwei Etappen des Wanderweges Saar-Hunsrück-Steig führen durch das Gebiet der Verbandsgemeinde, und zwar von Kell am See kommend durch den Osburger Hochwald über Holzerath, Bonerath und an der Riveristalsperre vorbei in Richtung Riveris (14 km) und weiter über Waldrach, Kasel und durch das Tal des Benninger Baches nach Trier-Tarforst und Trier (15 km).[14] Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig sind die Premiumwanderwege Schiefer-Wackenweg bei Thomm, Herl und Fell (12 km) und der Morscheider Grenzpfad bei Morscheid (13,5 km).
- Eine touristische Straße ist die Ruwer-Riesling-Route durch das Ruwertal.
- Staatlich anerkannte Erholungsorte sind die Ruwertalgemeinden Mertesdorf und Waldrach. Staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinden sind Gusterath, Herl, Holzerath, Osburg und Riveris.
- Freizeitmöglichkeiten sind neben den ausgeschilderten Wanderwegen im Ruwer- und Riveristal und im Osburger Hochwald die Barfußpfade an einem Wanderweg zwischen Pluwigerhammer und der Raulsmühle sowie in Riveris am Wassertretbecken, Bouleplätze in Gusterath, Holzerath, Kasel, Korlingen und Morscheid, die Falkenstation in Schöndorf, Fitnessstudios in Mertesdorf und Osburg-Neuhaus, das Freibad "Ruwertal" in Mertesdorf oder die Freizeitanlage bei Holzerath am Stausee am Grindelbach. Grillhütten befinden sich in Gusterath, Holzerath, Lorscheid, Ollmuth, Osburg, Pluwig, Riveris und Thomm, Kegelbahnen in Gusterath-Tal, Korlingen, Osburg, Pluwig, Riveris, Schöndorf und Thomm, Sportplätze in den Ortsgemeinden Farschweiler, Gutweiler, Kasel, Lorscheid, Mertesdorf, Morscheid, Osburg, Pluwig, Schöndorf, Thomm und Waldrach. Tennisplätze sind in Gusterath, Gutweiler, Kasel, Mertesdorf, Osburg und Waldrach. In Kasel gibt es darüber hinaus eine Tennishalle. Volleyballanlagen befinden sich in Kasel, Korlingen, Mertesdorf, Osburg und Pluwig. Wassertretbecken sind in Farschweiler an der Hauptstraße/Unterm Wehlenkopf, in Holzerath bei der Freizeitanlage am Stausee, in Morscheid bei der Praßwies und in Riveris unterhalb der Talsperre am Waldfestplatz. Für das Hobby des Geocaching gibt es im Bereich der Verbandsgemeinde zahlreiche Verstecke (Geocaches).
Medien [Bearbeiten]
Örtliche Medien sind der Trierische Volksfreund, historisch auch die Trierische Landeszeitung (bis 1974), und der Mosel-Ruwertaler Wochenspiegel (seit 1984). Das Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Ruwer erschien 1971 und ab 1974 als Amtsblatt der Verbandsgemeinde Ruwer. Es enthält seit 1999 auch die Mitteilungen, Informationen und amtlichen Bekanntmachungen der Kreisverwaltung Trier-Saarburg.[15] Ein weiteres Medium ist seit 1998 die Website der Verbandsgemeinde Ruwer, ruwer.de.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Im Bereich der Verbandsgemeinde gibt es 20 örtliche Feuerwehreinheiten mit etwa 400 Aktiven und 13 Jugendfeuerwehren mit etwa 200 Jugendlichen. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ruwer ist Josef Hartmann, dem im November 2009 das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande von Landrat Günther Schartz verliehen worden ist.[16]
Die Feuerwehreinsatzzentrale der Verbandsgemeinde Ruwer ist im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Waldrach eingerichtet. In Waldrach stehen die Fahrzeuge ELW 1, LF 8, LF 20/16 und DLK 16/4 zur Verfügung.[17]
Weitere öffentliche Einrichtungen sind die Schulturnhallen in Gusterath, Osburg, Schöndorf und Waldrach sowie die Altenberghalle in Gutweiler, die Ruwertalhalle in Mertesdorf und die Sporthalle Pluwig. Der Grundstein für die neue Mehrzweck-Sporthalle in Osburg wurde am 8. Dezember 2010 gelegt,[18] die Einweihung der Halle erfolgte am 31. März 2012.[19]
Die Versorgung mit Trinkwasser nach der Trinkwasserverordnung erfolgt durch den Zweckverband Wasserwerk Ruwer für alle Gemeinden der Verbandsgemeinde bis auf Gutweiler, Korlingen und Sommerau, die durch die Stadtwerke Trier versorgt werden. Darüber hinaus erhalten die Trierer Stadtteile Ruwer und Eitelsbach sowie die Gemeinden Franzenheim und Hockweiler im Bereich der Verbandsgemeinde Trier-Land und Pellingen (in der Verbandsgemeinde Konz) das Wasser durch das Wasserwerk Ruwer. Von den vier Wasseraufbereitungsanlagen in Holzerath, Lorscheid, Osburg und Riveris wird das Wasser zu den 14 Wasserhochbehältern mit insgesamt 8.830 m³ Gesamtspeichervolumen geleitet und dann in die Ortsnetze verteilt. Der Wasserhärtegrad im Bereich des Wasserwerks ist weich. Für die Abwasserbeseitigung im Bereich der Verbandsgemeinde ist der Eigenbetrieb Abwasserwerk Ruwer zuständig. Die Klärung der Abwässer erfolgt im Klärwerk Ruwertal sowie in den Klärteichen Farschweiler/Herl und Lorscheid.
Der Zweckverband Freibad Ruwertal hat die Aufgabe, das seit 1967 bestehende Freibad in Mertesdorf zu betreiben und zu unterhalten. Ihm gehören an die Verbandsgemeinde Ruwer und die Stadt Trier. Das Freibad verfügt über ein 50-m-Schwimmerbecken mit Sprungturm, ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und Wasserfall, ein Planschbecken mit Spielgeräten und ein Gartenrestaurant.[20]
Bildung [Bearbeiten]
In der Verbandsgemeinde befinden sich die Grundschulen Farschweiler, Gusterath, Mertesdorf, Osburg, Schöndorf und Waldrach sowie die Realschule plus in Waldrach. Die Schulen sind teilweise als Ganztagsschule eingerichtet. Außenstellen der Volkshochschule sind in Gusterath, Gutweiler, Kasel, Mertesdorf, Osburg und Waldrach. Gemeindliche oder kirchliche Kindertagesstätten gibt es in Gusterath, Gutweiler, Holzerath, Kasel, Lorscheid, Mertesdorf, Morscheid, Osburg, Pluwig, Thomm und Waldrach. Weiterführende Schulen befinden sich in den umliegenden Städten Trier, Schweich und Hermeskeil.
Bilder [Bearbeiten]
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Hinkelstein bei Thomm/Waldrach
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Schulgebäude in Waldrach
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Freibad Unteres Ruwertal
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Nachbau der Römischen Ruwerwasserleitung
-
Eingang Rathaus Waldrach
Literatur [Bearbeiten]
- Vom Caseler Pitt und der Hütten Marei - Geschichten und Geschichte aus dem Ruwertal und dem vorderen Hochwald, Herausgeber: Volkshochschule Verbandsgemeinde Ruwer, 1991
- Ewald Wegner (Bearbeiter): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 12.2: Kreis Trier-Saarburg. Verbandsgemeinden Ruwer, Schweich und Trier-Land. Werner, Worms 1994. ISBN 3-88462-110-6
- Willi Blum: Natur- und Kulturdenkmale in der Verbandsgemeinde Ruwer, Herausgeber: Volkshochschule, Trier 1978
- Literatur über Verbandsgemeinde Ruwer in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage der Verbandsgemeinde Ruwer
- Homepage der Touristinformation Ruwer
- Amtsblatt der Verbandsgemeinde Ruwer
- Links zum Thema Verbandsgemeinde Ruwer im Open Directory Project
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ a b Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz
- ↑ Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Trierische Chronik / Zeitschr. d. Gesellschaft für Trierische Geschichte und Denkmalpflege
- ↑ ewois.de
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Verbandsgemeinderat
- ↑ Hauptsatzung der Verbandsgemeinde Ruwer vom 1. Juli 2009
- ↑ Ergebnis Wahl Bürgermeister/in VG Ruwer 2011
- ↑ Trierischer Volksfreund
- ↑ Statistik über die Verbandsgemeinde Ruwer
- ↑ Informationen der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie
- ↑ Saar-Hunsrück-Steig: Etappen
- ↑ Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- ↑ Pressemeldung der Kreisverwaltung Trier-Saarburg
- ↑ Feuerwehr Waldrach
- ↑ Trierischer Volksfreund
- ↑ Trierischer Volksfreund: Hochwaldhalle in Osburg eingeweiht
- ↑ Freibad Ruwertal
Hermeskeil | Kell am See | Konz | Ruwer | Saarburg | Schweich an der Römischen Weinstraße | Trier-Land
