Ainhice-Mongelos

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Ainhice-Mongelos
Ainhize-Monjolose
Ainhice-Mongelos (Frankreich)
Ainhice-Mongelos
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Bayonne
Kanton Montagne Basque
Gemeindeverband Agglomération du Pays Basque
Koordinaten 43° 12′ N, 1° 9′ WKoordinaten: 43° 12′ N, 1° 9′ W
Höhe 195–546 m
Fläche 10,30 km2
Einwohner 166 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km2
Postleitzahl 64220
INSEE-Code
Website www.garazibaigorri.com/fr/le-territoire/ainhice-mongelos.html

Rathaus

Ainhice-Mongelos ist eine französische Gemeinde mit 166 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bayonne und zum Kanton Montagne Basque (bis 2015: Kanton Saint-Jean-Pied-de-Port).

Die Bewohner werden Ainhiztars oder Monjolostars genannt.[1] Der Name in der baskischen Sprache lautet Ainhize-Monjolose,[2] Der Name Mongelos ist von Mont Jaloux abgeleitet.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ainhice-Mongelos liegt ca. 55 km südöstlich von Bayonne und in der Nähe von Saint-Jean-Pied-de-Port im französischen Teil des Baskenlandes. Der Ort ist Teil des Pays de Cize, ein Landstrich im Nieder-Navarra. Umgeben wird Ainhice-Mongelos von den Nachbargemeinden Lantabat und Suhescun im Norden, Larceveau-Arros-Cibits im Osten, Bustince-Iriberry, Gamarthe und Lacarre im Süden sowie Jaxu im Westen.

Ainhice-Mongelos liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Der Lakako erreka, ein Zufluss der Nive und der Artikaitéko Erreka, ein Zufluss der Bidouze, entspringen im Gemeindegebiet. Weitere Zuflüsse der Nive durchqueren die Gemeinde, u. a. die Bäche Arzuby, Idiondoa und Arangorriko erreka.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die damals kleine Siedlung Ainhice ist unter dem Namen Anfiz im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt. Unweit von Ainhice wurde Mongelos um 1240 als Bastide erbaut. Befestigt und mit Gräben versehen, diente die Bastide dazu, die Landstraßen von Ainhice nach Bustince und Iriberry, sowie die Verbindung von Gamarthe nach Lacarre zu schützen.

Im Krieg der Heiligen Liga (1511–1513) geriet das Königreich Navarra zum Nebenkriegsschauplatz der Auseinandersetzungen zwischen Ludwig XII., König von Frankreich und Ferdinand II. von Aragón, dessen Heerführer, der Herzog von Alba, im Jahre 1512 das Navarra zunächst eroberte. Im Herbst 1512 versuchte Johann III., König von Navarra und Vasall des französischen Königs, eine Gegenoffensive. Eine erste Schlacht fand vor Ainhice-Mongelos statt, welches die Truppen des Herzogs von Alba zuvor in Brand gesteckt hatten, bevor sie abzogen. Am Ende des Krieges wurde das Königreich Navarra schließlich in zwei Teile gespalten.[5]

Ainhice und Mongelos sind am 16. August 1841 zur heutigen Gemeinde zusammengeführt worden.[3][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
Einwohner 226 199 179 173 175 166 161
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2008[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Mariä Himmelfahrt
  • Ortskirche, gewidmet Mariä Himmelfahrt. Erbaut wahrscheinlich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert, wurde die Kirche im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts umgestaltet, im 17. und 19. sowie im 20. Jahrhundert restauriert. Im Innern des einschiffigen Baus erstrecken sich Emporen auf zwei Ebenen, die über eine Außentreppe an der Südseite erreichbar sind. Im Baskenland feiern Männer und Frauen die Messe traditionell räumlich getrennt. Die höhere Ebene der Emporen ist hier den Männern vorbehalten.[6][9]
  • Die Bauernhöfe Barnetxea, Elizaldea, Etxeparea und Irazabalea stammen aus dem 17. Jahrhundert.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft wird hauptsächlich von der Landwirtschaft (Weidewirtschaft und Viehzucht) bestimmt.[6]

Ainhice-Mongelos liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[11]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[12]
Gesamt=33

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ainhice-Mongelos ist angeschlossen an die Routes départementales 422 und 933 (ehemalige Nationalstraße N133) und über Linien des Busnetzes Transports 64 mit anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ainhice-Mongelos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  2. Lieux - toponymie Ainhize-Monjolose (fr) Königliche Akademie der Baskischen Sprache. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  3. a b présentation de la commune d’Ainhice-Mongelos (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  4. Ma commune : Ainhice-Mongelos (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  5. Antton Kurutxarri: 1512 – 1522 : Dix années pour conquérir la Navarre (fr) Nabarralde.com. 14. Januar 2013. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  6. a b c Ainhice-Mongelos (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  7. Notice Communale Ainhice-Mongelos (fr) EHESS. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  8. Populations légales 2013 Commune d’Ainhice-Mongelos (64013) (fr) INSEE. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  9. église paroissiale de l’Assomption (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  10. Inventaire général du patrimoine culturel (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 28. Dezember 2016.
  11. Institut national de l’origine et de la qualité (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 5. Februar 2017.
  12. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Ainhice-Mongelos (64013) (fr) INSEE. Abgerufen am 28. Dezember 2016.