Domodossola

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Domodossola
Wappen
Domodossola (Italien)
Domodossola
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 7′ N, 8° 17′ OKoordinaten: 46° 6′ 58″ N, 8° 17′ 28″ O
Höhe 270 m s.l.m.
Fläche 36 km²
Einwohner 18.261 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 507 Einw./km²
Stadtviertel Mocogna, Castanedo, Badulerio, San Quirico, Calice, Borgata Casa Delle Rane, Calvario, Corte, Gabi Valle, Boschetto, Siberia, Nosere
Angrenzende Gemeinden Beura-Cardezza, Bognanco, Crevoladossola, Masera, Montescheno, Trasquera, Trontano, Villadossola
Postleitzahl 28845
Vorwahl 0324
ISTAT-Nummer 103028
Volksbezeichnung domesi
Schutzpatron Gervasius und Protasius
Website www.comune.domodossola.vb.it
Blick auf Domodossola aus der Vogelschau
Blick auf Domodossola aus der Vogelschau

Domodossola (lombardisch Dòm, walserdeutsch Döm; veraltet deutsch Duhm[2] bzw. Domo[3]) ist eine Stadt in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola in Italien.

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt mit römischem Ursprung liegt am Toce im Zentrum der Val Ossolane (Ossola-Tal) auf der Route vom Simplonpass zum Lago Maggiore. In der Antike wurde Domodossola (nach den Lepontiern) Oscella Lepontiorum, später Domus Ossulae genannt. Durch ihre strategische Lage an der Passstraße war sie schon früh ein wichtiges Zentrum.

Heute zählt Domodossola 18.261 Einwohner (Stand am 31. Dezember 2016).

Als größte italienische Stadt, deren Name mit „D“ beginnt, wird Domodossola in italienischen Buchstabiertafeln für diesen Buchstaben benutzt («D come Domodossola»).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. September 1944 wurde Domodossola Hauptstadt des 44 Tage währenden Partisanenstaats Repubblica dell’Ossola.[4][5] Im Gebiet zwischen Domodossola, Cannobio und der Schweizer Grenze war es den Partisanen gelungen, die faschistischen Truppen zu vertreiben und eine eigene Republik auszurufen. Ab dem 19. Oktober rückten die Deutschen jedoch von Cannobio schnell wieder vor und erklärten wenige Tage später die Repubblica für beendet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1891 1900 1950 2000 2016
Einwohner 3643 4629 13457 18394 18261

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am Stadtrand auf einem Berg ist der Sacro Monte di Domodossola zu besichtigen. Der Sacro Monte di Domodossola ist Teil der Sacri Monti. Die Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei sind seit 2003 ein Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes in Norditalien.
  • Der Palazzo Silva im historischen Zentrum von Domodossola, der auf das 14. Jahrhundert zurückgeht, gilt in Italien als Denkmal von nationaler Bedeutung. Im Innern ist ein kulturhistorisches Museum untergebracht, das Civico Museo di Palazzo Silva.
  • Simplonmuseum (Museo sempioniano): Gegenstände, Unterlagen und Modelle erzählen vom Simplontunnelbau (1906). Weitere Exponate betreffen die Geschichte des Passes vor dem Tunnelbau und den Flug von Geo Chavez (1910).
  • Städtisches Naturwissenschaftliches Museum (Civico Museo di Scienze Naturali): Sammlung von botanischen, paläontologischen, zoolitischen, malakologischen, zoologischen, mineralogischen und geologischen Exponaten aus der früheren G. G. Galletti-Stiftung.
  • Naturwissenschaftliches Museum Mellerio Rosmini (Museo di Scienze Naturali "Mellerio Rosmini"): die Sammlung umfasst Tiere, Pflanzen und Mineralien. In der mineralogischen Abteilung werden Gesteinsproben ausgestellt, die anlässlich des Simplontunnelbaus vorgefunden wurden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bahnhof Domodossola

Mit der Eröffnung der Simplonstraße durch Napoleon im Jahre 1805 begann das Wachstum der Stadt. Die Eisenbahn-Anbindung nach Novara im Jahr 1888 und der Bahnbau durch den Simplontunnel (1906) brachten der Stadt weiteren Zuwachs. Der Bahnhof Domodossola liegt an der Bahnstrecke Milano-Domodossola, die hier als Simplonstrecke (Domodossola–Vallorbe) in Richtung Brig fortgesetzt wird sowie der Bahnstrecke Ribellasca–Domodossola, dies ist der italienische Teil der Centovallibahn.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von Domodossola sind Brig-Glis im Schweizer Kanton Wallis auf der nördlichen Seite der Simplonstrecke und Busto Arsizio in der Lombardei.[6]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Domodossola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen, Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Meyer's neues Konversations-Lexikon, 2. Auflage, neuer Abdruck, Bd. 5, Hildburghausen 1871, S. 816
  3. als Abkürzung im Eisenbahnerjargon nach wie vor üblich
  4. Repubblica dell'Ossola in der italienischsprachigen Wikipedia
  5. alpi-ticinesi.ch Val Grande: Resistenza und Republik Ossola
  6. Website von Domodossola – Il Comune in numeri, abgerufen am 10. April 2018