Vogogna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vogogna
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Vogogna (Italien)
Vogogna
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 0′ N, 8° 17′ OKoordinaten: 46° 0′ 0″ N, 8° 17′ 0″ O
Höhe 223 m s.l.m.
Fläche 15 km²
Einwohner 1.737 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 116 Einw./km²
Postleitzahl 28805
Vorwahl 0324
ISTAT-Nummer 103077
Volksbezeichnung vogognesi
Schutzpatron Mater Dolorosa (15. September)
Website Vogogna
Vogogna
Vogogna
Ossolatal in der Region Piemont
Pfarrkirche Sacro Cuore di Gesù
Visconti Schloss von Vogogna

Vogogna ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont. Der Ort ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens) und ist Träger der Bandiera Arancione des TCI.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Simplon-Eisenbahnstrecke Domodossola-Milano. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 15 km². Die Nachbargemeinden sind Beura-Cardezza, Pallanzeno, Piedimulera, Pieve Vergonte und Premosello-Chiovenda.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf, erstmals in einer notariellen Urkunde von 970 nach Christus erwähnt, blieb bis ins 13. Jahrhundert ein Bauerndorf, wann Vogogna aufgrund seiner geografischen Lage zur Hauptstadt der Ossola Inferiore gewählt wurde. Im Jahr 1014 schenkte Kaiser Heinrich II. (HRR) dem Bischof von Novara die Landschaft von Ossolatal. Nach der Zerstörung (1328) durch eine katastrophale Überschwemmung wurde Vogogna zum politisches Zentrum der Unteren Ossolatal und damit zum Sitz der Gerichtsbarkeit, zu der auch die Quattro Terre gehörten: Masera, Trontano, Beura und Cardezza, die sie bis 1818 behielten, als das Mandat an Ornavasso überging.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2018
Einwohner 1641 1685 1767 1640 1825 1679 1975 2130 1837 1702 1751 1737

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof von Vogogna hat eine regionale Bedeutung (wie derjenige von Premosello-Chiovenda) als Umsteigeort zwischen den Strecken Domodossola-Milano und Domodossola-Omegna-Novara.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visconti Schloss erbaut 1348 von Giovanni Visconti Bischof von Novara. Das Schloss wurde 1990–1998 renoviert.
  • Mittelalterliche Rocca im Ortsteil Genestredo zerstört vom Walliser im 16. Jahrhundert.
  • Palazzo Pretorio erbaut 1348 von Giovanni Visconti bewahrt den Mascherone celtico (Keltischer Maskaron)
  • Neogotische Pfarrkirche Sacro Cuore di Gesù erbaut zwischen 1894 und 1904
  • Erinnerungsdenkmal an den Peruaner Jorge Chávez, der 1910 als erster mit seinem Bleriot-Flugzeug die Alpen überquerte und am Ende seines Fluges in der Ebene von Domodossola verunfallte
  • Wohnhaus Marchesa erbaut 1350.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
  • Edgardo Ferrari: La repubblica dell’Ossola. Guida alla storia e ai luoghi. Editore Grossi, Domodossola 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vogogna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 16. Juli 2017 (italienisch).
  3. Bandiera Arancione. In: Bandierearancioni.it. Abgerufen am 9. Mai 2018 (italienisch).