Frontenaud

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Frontenaud
Frontenaud (Frankreich)
Frontenaud
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Louhans
Kanton Cuiseaux
Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’
Koordinaten 46° 33′ N, 5° 18′ OKoordinaten: 46° 33′ N, 5° 18′ O
Höhe 181–213 m
Fläche 15,19 km2
Einwohner 736 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 48 Einw./km2
Postleitzahl 71580
INSEE-Code
Website Homepage Frontenaud

Frontenaud ist eine französische Gemeinde im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Louhans und zum Kanton Cuiseaux. Der Ort hat 736 Einwohner (Stand 1. Januar 2016). Die Einwohner werden Frontenaliens, resp. Frontenaliennes genannt.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BruaillesSagyLe MiroirDommartin-lès-CuiseauxVarennes-Saint-SauveurSainte-CroixFrontenaud mit seinen Nachbarorten
Über dieses Bild

Frontenaud liegt zehn Kilometer südöstlich von Louhans nahe der Departementsstraße D972[2] (Louhans–Cuiseaux), einer alten Römerstraße. Die Autobahn A39[3] tangiert das östliche Gemeindegebiet. Die westliche Gemeindegrenze bildet der Fluss Solnan[4]. Im Weiteren fließt La Dourlande[5] von Süden nach Norden und mündet südlich des Bourg in die Gizia[6], die von Südosten her durch die ganze Gemeinde fließt, um nordwestlich von Frontenaud in den Solnan zu münden. Ganz im Osten der Gemeinde befindet sich ein Teil der Anschlussstelle N° 9 – Le Miroir (Cuiseaux – Cousance) und das Gewerbegebiet Milleure[7]. Die Gemeinde ist nur schwach bewaldet. Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Bione, Buissenière, Cadolles, Caravattes, Champ-Denis, Chardennières, Charnequin, Cour-Basse, Courbes, Crozes, Dourlande, Essarts, Étang-de-la-Bardière, Étang-du-Bief, Fausses, Fournaise, Giraudière, Gizia, Grange-Maigre, Gravière, Groset, Meix-Brenard, Milleure, Mollard, Moulin-à-Vent, Muret, Pommeratte, Rérafay, Rompois, Rongère, Saffre, Toupes, Tuilerie-des-Fausses, Tuilerie-Galet, Tuilerie-Maître, Venay, Vernes, Verrière, Villeflorey[8].

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Frontenaud ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die effektive Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger ist Cfb. Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,0 °C. Jährlich fallen etwa 835 mm Niederschlag.

Frontenaud
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: climate-data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Frontenaud
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,8 6,9 12,3 15,9 19,9 23,5 25,8 25,2 21,8 15,8 9,6 5,3 Ø 15,6
Min. Temperatur (°C) -1,1 -0,3 2,5 5,5 9,0 12,5 14,4 13,9 11,4 7,0 3,1 0,1 Ø 6,5
Temperatur (°C) 1,8 3,3 7,4 10,7 14,4 18,0 20,1 19,5 16,6 11,4 6,3 2,7 Ø 11,1
Niederschlag (mm) 63 61 60 60 79 79 60 80 80 68 79 66 Σ 835
T
e
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Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort taucht erstmals um 1131 auf als Frontonacum, vermutlich also als Besitz eines Frontinus, Frontus oder ähnlich. Der Ort trug während des 15. Jahrhunderts die weit verbreitete Form des Possessiv-Suffixes -ay, das sich aus dem lateinischen -acum entwickelte und hieß damals Frontenay.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der östliche Teil der Gemeinde gehörte zu den Ländereien im Besitz des Klosters Miroir, Fausses mit weiteren Weilern war Teil von Varennes-Saint-Sauveur und war im Besitz der Familie Cessia, Saffre gehörte der Familie Vitte in Louhans. Bereits 1270 wird an der Gizia eine Mühle erwähnt, im Weiteren bestanden mindestens zwei Ziegeleien. Im Weiler Les Îles, beim Dorfkern, lag ein Schloss auf einem Hügel, von Gräben umgeben, die durch die Gizia gespiesen wurden.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [9])
Jahr 1793180018211831184118511861187218811891190119111921193119461962197519821990199920062011
Einwohner 812955981109111191183111210881125111610981029902937824767648606601646714754
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche 14 Landwirtschaftsbetriebe, eine Bäckerei, ein Lebensmittelgeschäft, ein Restaurant, sechs Betriebe des Baugewerbes, ein Garagenbetrieb. Als AOC-Produkte sind in Frontenaud Crème et beurre de Bresse[10][11] zugelassen, ferner Volaille de Bresse[12] und Dinde de Bresse[13].

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde besteht eine École primaire (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon[14] untersteht und von 49 Kindern besucht wird. Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A[15].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, Google Books).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Bd. 1, Louhans 1897.
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, gallica).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frontenaud – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Frontenaud. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Frontenaud. im Verzeichnis der Gemeinden Frankreichs. Abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Frontenaud. in der Base Mérimée. Ministère de la Culture, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Frontenaud. in Archives départementales. Département Saône-et-Loire, abgerufen am 21. Januar 2016 (französisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frontenaud. auf habitants.fr. Abgerufen am 2. Januar 2016 (französisch).
  2. Departementsstraße D972. auf routes.wiki.com. Abgerufen am 2. Januar 2016 (französisch).
  3. Autobahn A39. auf routes.wiki.com. Abgerufen am 2. Januar 2016 (französisch).
  4. Le Solnan, Länge 61,6 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei 46° 20′ 33″ N, 5° 21′ 31,3″ O in Verjon auf ca. 227 m, Mündung bei 46° 37′ 46,2″ N, 5° 13′ 5,5″ O in Louhans auf ca. 176 m, Le Solnan auf sandre.eaufrance.fr
  5. La Dourlande, Länge 13,7 km, Zufluss zu La Gizia, Quelle bei 46° 27′ 43,6″ N, 5° 21′ 16,9″ O in Balanod auf ca. 248 m, Mündung bei 46° 33′ 0,7″ N, 5° 17′ 25,8″ O in Frontenaud auf ca. 184 m, La Dourlande auf sandre.eaufrance.fr
  6. La Gizia, Länge 16,9 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei 46° 31′ 41,2″ N, 5° 25′ 34″ O in Gizia auf ca. 279 m, Mündung bei 46° 33′ 32,8″ N, 5° 16′ 17″ O in Frontenaud auf ca. 184 m, La Gizia auf sandre.eaufrance.fr
  7. Homepage des Gewerbegebietes Milleure (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bourgognedeveloppement.com, französisch, abgerufen 11. Dezember 2014
  8. Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. (PDF) Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 16. April 2015 (französisch, Suchbegriff: Ctrl+F Frontenaud).
  9. Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. Abgerufen am 11. Dezember 2014 (französisch).
  10. Crème de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 3. Juli 2015 (französisch).
  11. Beurre de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 3. Juli 2015 (französisch).
  12. Poulet de Bresse. auf INAO, L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  13. Dinde de Bresse. auf INAO, L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  14. Homepage der Académie de Dijon. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
  15. Ferien- und Feiertagsplan der Zone A. Frontenaud. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).