Montjay (Saône-et-Loire)

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Montjay
Montjay (Frankreich)
Montjay
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Louhans
Kanton Pierre-de-Bresse
Gemeindeverband Bresse Revermont 71
Koordinaten 46° 48′ N, 5° 19′ OKoordinaten: 46° 48′ N, 5° 19′ O
Höhe 182–209 m
Fläche 11,03 km2
Einwohner 200 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 71310
INSEE-Code

Montjay ist eine französische Gemeinde im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Louhans und zum Kanton Pierre-de-Bresse. Die Gemeinde gehört seit Juli 2011 dem Gemeindeverband Bresse Revermont 71 an. Der Ort hat 200 Einwohner (Stand 1. Januar 2014).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Arrondissement Louhans mit seinen drei Kantonen seit 2015 (oben hellgelb: Kanton Pierre-de-Bresse, Mitte dunkelgelb: Kanton Louhans, unten hellgrün: Kanton Cuiseaux). Beim Überfahren mit dem Mauszeiger der einzelnen Gemeinden erscheint deren Name, beim Anklicken öffnet sich der entsprechende Wikipedia-Artikel. Rot markiert ist die Gemeinde, die auf dieser Seite beschrieben wird.
Authumes Bantanges Beaurepaire-en-Bresse Beauvernois Bellevesvre Bosjean Bouhans Branges Brienne Bruailles Champagnat Charette-Varennes Condal Cuiseaux Cuisery Dampierre-en-Bresse Devrouze Diconne Dommartin-lès-Cuiseaux Flacey-en-Bresse Frangy-en-Bresse Fretterans Frontenard Frontenaud Huilly-sur-Seille Joudes Jouvençon Juif La Frette L’Abergement-de-Cuisery La Chapelle-Naude La Chapelle-Saint-Sauveur La Chapelle-Thècle La Chaux La Genête La Racineuse Lays-sur-le-Doubs Le Fay Le Miroir Le Planois Le Tartre Loisy Louhans Mervans Montagny-près-Louhans Montcony Montjay Montpont-en-Bresse Montret Mouthier-en-Bresse Ménetreuil Ormes Pierre-de-Bresse Pourlans Rancy Ratte Sagy Saillenard Saint-André-en-Bresse Saint-Bonnet-en-Bresse Saint-Étienne-en-Bresse Saint-Germain-du-Bois Saint-Martin-du-Mont Saint-Usuge Saint-Vincent-en-Bresse Sainte-Croix Savigny-en-Revermont Savigny-sur-Seille Sens-sur-Seille Serley Serrigny-en-Bresse Simandre Simard Sornay Thurey Torpes Varennes-Saint-Sauveur Vincelles VérisseyLage der Gemeinde  im Arrondissement_Louhans (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
La Chapelle-Saint-Sauveur Torpes Chapelle-Voland Le Planois Bouhans Serley La ChauxMontjay mit seinen Nachbarorten
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Die Gemeinde liegt in der Landschaft Bresse, im nördlichen Drittel des Arrondissement Louhans auf einer Anhöhe über dem Tal der Brenne. Das Département Jura dringt hier weit in das Gebiet des Département Saône-et-Loire ein, so dass Montjay im Nordosten an die Gemeinde Chapelle-Voland grenzt. Durch das nordöstliche Gemeindegebiet fließt die Brenne[1], die anschließend die östliche Gemeindegrenze bildet. Im südlichen Gemeindegebiet entspringt der Ruisseau de l’Étang de Bouhans[2]. Das nördliche Gemeindegebiet wird durch ein Netz von Biefs entwässert (künstlich angelegte Wasserläufe, die der Bewirtschaftung der Étangs dienen), die ebenfalls in die Brenne münden. Montjay liegt an keiner wichtigen Straße, lediglich die Departementsstraße D137 (Bellevesvre – Torpes – Saint-Germain-du-Bois) führt durch den Ort. Das Gemeindegebiet weist praktisch keine zusammenhängenden Waldflächen auf. Die Gemeinde ist stark zersiedelt, über drei Viertel der Bevölkerung wohnt in den Weilern, die oft nur ein oder zwei Häuser aufweisen. Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Arbois, Chancelle, Chapuis, Chardenière, Chaudenard, Étang-Touley, Grange-Bernard, Haut-de-Montjay, Île, Merlins, Motte, Mouilles, Parets, Picards, Plateaux, Ponces, Rabottière, Reppe[3].

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Montjay ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die effektive Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger ist Cfb. Im Jahresdurchschnitt herrscht einer Temperatur von 11.0 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 825 mm.

Montjay
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: climate-data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Montjay
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,8 6,9 12,4 16,0 20,1 23,5 25,6 25,2 21,8 15,7 9,6 5,3 Ø 15,6
Min. Temperatur (°C) −1,0 −0,2 2,6 5,6 9,1 12,5 14,3 13,9 11,4 7,0 3,2 0,1 Ø 6,6
Temperatur (°C) 1,9 3,3 7,5 10,8 14,6 18,0 19,9 19,5 16,6 11,3 6,4 2,7 Ø 11,1
Niederschlag (mm) 63 61 58 59 78 78 59 79 78 66 79 67 Σ 825
T
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9,1
23,5
12,5
25,6
14,3
25,2
13,9
21,8
11,4
15,7
7,0
9,6
3,2
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0,1
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Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung eines Ortes in der Gemeinde betrifft Motte, der 1157 als in der Curia de Montegerio erwähnt wird, 1216 wird dann ein Guido de Montjay erwähnt. Der Ort selber wird 1422/23 La Faye genannt, 1462 wird die Kirche erwähnt als l’esglise du Fay, 1469 nennt sich der Ort Moisenant. Dieser Name bleibt, bis 1783 Montjay ou Moisenans auftaucht und in der Folge Montjay als Bezeichnung für die Gemeinde beibehalten wird. Der Name geht vermutlich auf mons gaudii (Berg der Freude) zurück. Diese Bezeichnung wurde im Jakobsbuch dem Monte do Gozo gegeben, dem Punkt auf der Pilgerreise nach Santiago de Compostela, an dem erstmals das ersehnte Ziel sichtbar wird. Ableitungen von mons gaudii oder mont de joie haben häufig zu Bezeichnungen für Ortsnamen oder Weilern in Frankreich geführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 15. Jahrhundert gehörte Moisenant der Familie Bouton, bis Jeanne Bouton 1623 heiratete und die Herrschaft damit an Ponthus de Thiard überging Seit 1587 gehörte die Herrschaft der Familie de Gréen, die im Weiler Plateaux ein Schloss besaßen, dessen viereckiger Turm im 18. Jahrhundert noch sichtbar war. Das Schloss selbst ist vollständig verschwunden; Beim Weiler L'Îsle befindet sich ein tiefer Weiher, genannt le Gour, in dessen Umgebung Mauerreste gefunden wurden. Angeblich stand hier das alte Schloss, von dem erzählt wird, jedes Jahr in der Weihnachtsnacht sei das Bimmeln des alten Glockenturms im Gour zu hören. Durch Heirat gelangte die Herrschaft an die Familie Raquet de Lorme. Ein Teil der Gemeinde gehörte Mitte des 18. Jahrhunderts der Familie de Scorailles.

Kirchenrechtlich war Montjay der Pfarrei von La Chaux zugehörig. 1768 entstand in Montjay eine eigene Pfarrei mit dem Bau der Kirche, die dem Heiligen Petrus geweiht ist und im 19. Jahrhundert renoviert wurde. In der heutigen Mairie war einst auch eine gemischte Schulklasse untergebracht. 1988 bestanden noch 28 Landwirtschaftsbetriebe.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [4])
1793 1800 1821 1831 1841 1851 1861 1872 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1946 1962 1975 1982 1990 1999 2006 2011
623 581 720 751 804 789 713 770 799 760 791 752 688 562 456 412 313 237 211 196 191 191
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Kirche von Montjay
Blick auf das Dorf Montjay

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist Montjay ein landwirtschaftlich geprägter Ort ohne eigene Infrastruktur oder Einkaufsmöglichkeiten. Lediglich die Mairie (Gemeindehaus) und eine Kirche (Sankt Peter geweiht) befinden sich im Ort, die Gemeinde verfügt über keine eigene Schule, die Kinder werden in Schulen der umliegenden Gemeinden ausgebildet. In der Gemeinde befinden sich 16 Landwirtschaftsbetriebe und zwei Betriebe der Baubranche. Als AOC-Produkte sind in Montjay Volaille de Bresse[5] und Dinde de Bresse[6] zugelassen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, Google Books).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Bd. 1, Louhans 1897.
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, gallica).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montjay (Saône-et-Loire) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Montjay. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Montjay. im Verzeichnis der Gemeinden Frankreichs. Abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Montjay. in der Base Mérimée. Ministère de la Culture, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Montjay. in Archives départementales. Département Saône-et-Loire, abgerufen am 21. Januar 2016 (französisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La Brenne, Länge 53,8 km, Zufluss zum Bras la Seillette Aval, Quelle bei 46° 47′ 46″ N, 5° 40′ 6,6″ O in Miéry auf ca. 437 m, Mündung bei 46° 44′ 12,8″ N, 5° 17′ 27,2″ O in Sens-sur-Seille auf ca. 181 m, La Brenne auf sandre.eaufrance.fr
  2. Ruisseau de l’Étang de Bouhans, Länge 3,4 km, Zufluss zur Brenne, Quelle bei 46° 47′ 17,5″ N, 5° 16′ 51,6″ O in Serley auf ca. 188 m, Mündung bei 46° 45′ 49″ N, 5° 17′ 52,4″ O in Bouhans auf ca. 182 m, Ruisseau de l’Étang de Bouhans auf sandre.eaufrance.fr
  3. Montjay. im Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 2. Mai 2015 (PDF, französisch, Suchbegriff: Ctrl+F Montjay).
  4. Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. Abgerufen am 30. April 2015 (französisch).
  5. Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  6. Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).