Louhans

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Louhans
Wappen von Louhans
Louhans (Frankreich)
Louhans
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Louhans
Kanton Louhans
Gemeindeverband Communauté de communes Cœur de Bresse
Koordinaten 46° 38′ N, 5° 13′ OKoordinaten: 46° 38′ N, 5° 13′ O
Höhe 176–205 m
Fläche 22,58 km²
Einwohner 6.405 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 284 Einw./km²
Postleitzahl 71500
INSEE-Code
Website http://www.louhans-chateaurenaud.fr/

Die Arkaden entlang der Hauptstraße

Louhans ist eine französische Gemeinde mit 6405 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie ist die Hauptstadt der burgundischen Bresse, des Arrondissement Louhans und des Kantons Louhans. Sie gehört zur Vereinigung „Die schönsten Umwege Frankreichs“, der 88 Orte im ganzen Land angehören[1]. Die Bewohner werden Louhannais, resp. Louhannaise genannt[2].

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Arrondissement Louhans mit seinen drei Kantonen seit 2015 (oben hellgelb: Kanton Pierre-de-Bresse, Mitte dunkelgelb: Kanton Louhans, unten hellgrün: Kanton Cuiseaux). Beim Überfahren mit dem Mauszeiger der einzelnen Gemeinden erscheint deren Name, beim Anklicken öffnet sich der entsprechende Wikipedia-Artikel. Rot markiert ist die Gemeinde, die auf dieser Seite beschrieben wird.
Authumes Bantanges Beaurepaire-en-Bresse Beauvernois Bellevesvre Bosjean Bouhans Branges Brienne Bruailles Champagnat Charette-Varennes Condal Cuiseaux Cuisery Dampierre-en-Bresse Devrouze Diconne Dommartin-lès-Cuiseaux Flacey-en-Bresse Frangy-en-Bresse Fretterans Frontenard Frontenaud Huilly-sur-Seille Joudes Jouvençon Juif La Frette L’Abergement-de-Cuisery La Chapelle-Naude La Chapelle-Saint-Sauveur La Chapelle-Thècle La Chaux La Genête La Racineuse Lays-sur-le-Doubs Le Fay Le Miroir Le Planois Le Tartre Loisy Louhans Mervans Montagny-près-Louhans Montcony Montjay Montpont-en-Bresse Montret Mouthier-en-Bresse Ménetreuil Ormes Pierre-de-Bresse Pourlans Rancy Ratte Sagy Saillenard Saint-André-en-Bresse Saint-Bonnet-en-Bresse Saint-Étienne-en-Bresse Saint-Germain-du-Bois Saint-Martin-du-Mont Saint-Usuge Saint-Vincent-en-Bresse Sainte-Croix Savigny-en-Revermont Savigny-sur-Seille Sens-sur-Seille Serley Serrigny-en-Bresse Simandre Simard Sornay Thurey Torpes Varennes-Saint-Sauveur Vincelles VérisseyLage der Gemeinde  im Arrondissement_Louhans (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vincelles Saint-Usuge Montagny-près-Louhans Ratte Saint-Martin-du-Mont Bruailles La Chapelle-Naude Sornay BrangesLouhans mit seinen Nachbarorten
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Louhans liegt im Südosten des Bourgogne-Franche-Comté. Die Stadt ist das Zentrum der Bresse Louhannaise und liegt am Zusammenfluss der Flüsse Seille[3], Vallière[4] und Solnan[5]. Auf dem Gemeindegebiet münden der Ruisseau de l’Étang du Villard[6] und der Ruisseau de Blaine[7]. Diese Ruisseaux haben ein Einzugsgebiet von rund 442 Quadratkilometer, das sich östlich bis über Lons-le-Saunier und nordöstlich bis Poligny erstreckt. Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt, die Straßen führen von hier aus sternförmig nach Lons-le-Saunier (D678[8]), Flacey-en-Bresse (D21), Cuiseaux (D972[9]), Varennes-Saint-Sauveur (D996[10]), Montpont-en-Bresse (D12[11]), Cuisery (D971[12]), Montret (D978[13]), Simard (D678[14]), Pierre-de-Bresse (D13[15]) und Bellevesvre (D137). Das Gebiet war schon zu gallorömischer Zeit recht wichtig, schon damals kreuzten sich hier etliche Römerstraßen. Damals war allerdings Châteaurenaud eher noch wichtiger als Louhans, seit 1973 sind die beiden Gemeinden fusioniert. Bedingt durch den städtischen Charakter der Gemeinde, sind nur wenige Waldflächen vorhanden, diese ziehen sich vornehmlich entlang der Ostgrenze, im alten Châteaurenaud. Nördlich liegen die Städte Dijon und Beaune, südwestlich Tournus, Cluny und Mâcon, im Osten grenzt Louhans bereits an die Franche-Comté. Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: Alexandrette, Aupretin, Basse-Cour, Beaulieu, Blaine, Bois-Dallant, Bordes, Bourg-Château, Bram, Brasserie, Brenet, Butelière, Carruge, Chaintre, Champ-Cretin, Champ-de-la-Fleur, Champ-Perruchot, Chanet, Châteaurenaud, Chemin-des-Brenets, Chénevières, Clou, Colombier, Coteau, Croix-Blanche, Crus, Culleron, Dessus-de-la-Roche, Dodanes, Ecluses, Ecotet, Faubourg-Saint-Jean, Feys, Genevriers, Grand-Champ, Grands-Bois, Granges, Griffonnière, Grillots, Gruay, Gruyères, Guidon, Hôpital, Jouy, Longemale, Maconnière, Maladière, Maroc, Meneuvre, Meurienne, Moulin-de-Blaine, Moulin-de-Bram, Moulin-de-la-Salle, Noiserez, NotreDame-de-Lorette, Paradis, Peupleraie, Pré-Davaud, Prozette, Queue, Reverseilles, Ripettes, Rondiche, Saint-Claude, Saint-Laurent, Salines, Saugy, Seugny, Tisses, Troche, Tuilerie, Vaux, Venets, Villeneuve[16]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Louhans ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die effektive Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger ist Cfb. Im Jahresdurchschnitt herrscht einer Temperatur von 11.1 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 814 mm.

Louhans
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: climate-data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Louhans
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,9 7,0 12,5 16,0 20,0 23,6 25,9 25,3 21,9 15,8 9,7 5,4 Ø 15,7
Min. Temperatur (°C) −1,0 −0,2 2,7 5,6 9,1 12,6 14,5 14,0 11,5 7,0 3,2 0,2 Ø 6,6
Temperatur (°C) 1,9 3,4 7,6 10,8 14,5 18,1 20,2 19,6 16,7 11,4 6,4 2,8 Ø 11,2
Niederschlag (mm) 61 59 58 58 78 78 59 78 78 66 77 64 Σ 814
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12,6
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21,9
11,5
15,8
7,0
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Louhans entwickelte sich aus einem Weiler oder Dorf, die Äbte von Benediktinerabtei Tournus waren die ersten Herren von Louhans und hatten für das geistliche Leben ein Priorat eingerichtet. Zudem hatten sie einen Hafen an der Seille erbaut, von wo sie das Salz aus den Jurasalinen treidelten. Die Einkünfte aus dem Salzzoll waren erheblich und die Einwohner, zumindest die ärmsten, profitierten davon, da die Mönche das lebensnotwendige Salz in der ersten Karwoche unter ihnen verteilten.

Als Folge dieser ersten Quelle des Wohlstandes wurde das Dorf bald ein Städtchen und ein Handelspunkt, an dem man sich mit Salz und anderen Gütern versorgte. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wuchs seine Bedeutung noch, es wurde zu einer befestigten Stadt mit einer Festung, Gräben und Stadtmauern.

Die Kirche – le mouty (von monasterium – Kloster) – ursprünglich dem Heiligen Martin wurde später dem Heiligen Peter geweiht[17]. Die Äbte von Tournus bemühten sich, diesem kleinen Zentrum noch mehr Wichtigkeit zu verleihen, hatten sie doch weitere Besitztümer in der Umgebung. Die geistlichen Einrichtungen entwickelten sich ebenfalls: Die kleine Pfarrei die bisher lediglich von den Mönchen mitbedient worden war, wurde nun dem Erzbischof von Besançon unterstellt und blieb es bis zum Ende des Ancien Régime. Im Vertrag zwischen den Mönchen von Tournus und dem Erzbischof von Besançon war die Rede von einem Prior und einem Kaplan. Eine Familiarité mit einem Priester entstand im 13. und 14. Jahrhundert dank Stiftungen. Die Familiarité, war eine religiöse Verbindung, die in der Freigrafschaft häufig war. In Louhans bestand sie aus etwa zwanzig Brüdern, mit einem Priester, der als einziger auswärtig sein durfte. Um dazu zu gehören musste man in der Stadt geboren sein, von Vater und Mutter, die in der Stadt wohnhaft waren und man musste in der Pfarrkirche getauft worden sein und zudem dauernd in der Stadt gewohnt haben. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts musste ein Bewerber zudem Lesen und Singen können. Mit der Mitgliedschaft waren recht gute Einkünfte verbunden, die gleichmäßig auf die Angehörigen aufgeteilt wurden, diese wiederum hatten die Aufgaben zu erfüllen, die in den Satzungen vorgesehen waren. Schließlich hatten die Familiaren das Recht, den Vikar aus ihrer Mitte zu nominieren. Allerdings musste er eine Prüfung vor dem Abt von Tournus bestehen und sich auch dem Erzbischof vorstellen.

Außer den Familiaren bestand ein Kapitel für die herrschaftliche Kapelle, die der Maria geweiht ist. Hugues von Vienne gründete das Kapitel im 14. Jahrhundert, es bestand aus sechs Kanonikern, einer davon der Doyen. Jean von Vienne vermachte ihnen testamentarisch 18 Pfund jährlich, dem Doyen 24 und ein Stück Land zur Bewirtschaftung. Diese Kanoniker wurden durch den Grundherrn ernannt, der sie üblicherweise aus dem Kreis der Familiaren wählte. Seit dem 14. Jahrhundert bestanden weitere Kapellen in der Kirche von Louhans: die Kapelle vom Heiligen Geist, gegründet am 10. November 1377 durch Gillet Chevilliard und seine Frau Huguette, eine Kapelle des Heiligen Nikolaus, eine der Heiligen Katharina und der Heiligen Barbara, und dazu gehörten jeweils ebenfalls Bruderschaften. Von der Kirche selbst ist nicht bekannt, wann sie erbaut wurde. Man weiß nur, dass sie 1376 als Folge von kriegerischen Handlungen abbrannte. Bei der Kirche lagen die Gräber der kirchlichen Würdenträger, der weltlichen Herren und reicher Bürger. Die der Kirche zunächst stehenden Häuser waren diejenigen der Kanoniker und der Familiaren. In einem der Häuser war eine kleine Schule, der Lehrer wurde durch einen klösterlichen Beamten eingesetzt.

Am Ufer der Seille erhob sich das Schloss, erbaut durch die Herren von Vienne, deren Besitztümer einen großen Teil der Bresse umfassten. Die Herren von Vienne übernahmen immer mehr Rechte von den Äbten von Tournus, bis sie schließlich 1269 der Stadt Louhans ihren Freibrief ausstellen konnten. Vom Schloss ist nichts mehr geblieben, außer dem Namen place du château, beim nördlichen Stadteingang auf dem linken Seilleufer. Hinter dem Schloss wuchs die Stadt, bestehend aus einer befestigten Straße, der rue principale, die mit Arkaden bestückt war, die sich besonders gut eigneten für Markt und Handel und vor Regen und Sonne schützten – wie auch heute noch. Die übrigen Straßen ähnelten wohl eher Wegen und Gässchen. Wie heute führte die Hauptstraße Richtung Châteaurenaud und Lons-le-Saunier. Auf dieser Straße, kurz vor der Steigung, lag Orme, das als Grenze im Freibrief bezeichnet war.

Außerhalb der Stadt lagen noch einzelne Häuser, Felder, Gärten und zeitweise die Gebäude für die Leprakranken oder Pestbefallenen. Seit dem 14. Jahrhundert besitzt Louhans ein Spital. Allerdings ist nicht mehr bekannt, wo es lag. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde ein neues Spital gebaut, vermutlich nahe beim Schloss beim westlichen Stadttor.

Seit dem Freibrief von der Leibeigenschaft befreit, hätten die Bewohner der Stadt, Kleriker, Bürger, Kaufleute und Arbeiter, in Friede und Wohlstand leben können, aber die Geschichte legte ihnen fast ununterbrochen Hindernisse in den Weg. Raubzüge, Überfälle, Epidemien und Pestzüge verschonten sie nicht. Sie hätten Armut und Hungersnöte wohl überstehen können und die Stadt wachsen lassen, ausbauen und ihre Geschäfte ausweiten können, aber die folgenden Jahrhunderte brachten immer wieder Unbill mit sich.

Das monotone Leben wurde unterbrochen von religiösen Feiern, häufigen Festen und den Markttagen, die schon damals montags stattfanden. Am Abend läutete die Kirche Betzeit und beim zweiten Läuten, um neunzehn Uhr, mussten alle Feuer gelöscht sein. Man ging früh schlafen, die Stadttore wurden bei Einbruch der Nacht geschlossen. Am Sonntag war ein Bürger damit beauftragt, um Mitternacht die Glocke zu läuten und den Montag auszurufen, wofür er jährlich drei Pfund erhielt und im 16. Jahrhundert als Réveille matin bezeichnet wurde. Es war üblich, jeden Sonntag Weihwasser in die Häuser zu tragen. Der damit beauftragte Bürger versprühte Weihwasser am Eingang des Hauses mit dem Betruf: Asperges me Domine und erhielt darauf ein Almosen. Dieser Brauch ist typisch für das Burgund und obwohl schon sehr alt, hielt er sich noch bis ins 19. Jahrhundert. Daneben feierte man die Heilige Katharina am 25. November als Patronin der jungen Mädchen, und Sankt Nikolaus am 6. Dezember als Patron der Schüler, beide hatten ja eine Kapelle in der Kirche.

Zunehmend entstanden Bruderschaften, um gemeinsam zu beten und den Mitgliedern den letzten Dienst zu erweisen. Von Zeit zu Zeit, sicher aber am Fest des jeweiligen Heiligen, wurden die Gebete durch ein ausgedehntes Mahl ersetzt. Es entstanden Zünfte, die ebenfalls einem Heiligen geweiht waren. Die Schmiede und Goldschmiede wählten Saint Eloi, die Schneider Saint Blaise, die Weber Saint Lin, die Sattler Saint Crépin, und alle hatten ihre Flagge und ihre jährlichen Festtag, den sie mit einer Prozession durch die Stadt und einem ausgedehnten Essen begingen – sogar die Armbrustschützen hatten eine Zunft, ihr Heiliger war der Saint Sébastien und wegen ihrer Verdienste bezahlte ihnen die Stadt gar 5 Pfund jährlich. Die Stadt wurde bald zu einem regionalen Zentrum, Handwerker und Kaufleute ließen sich nieder. Märkte und Messen wurden regelmäßig durchgeführt und – da die Stadt auf dem Wege in die Schweiz und gar nach Italien lag – richteten viele Kaufleute eigentliche Lager ein. In den Arkaden befanden sich die Läden, die durch trapons verschlossen waren. Der unterste Teil war fest, der obere Teil ließ sich in der Mitte öffnen, wobei der obere Laden hochgeklappt wurde und der untere horizontal den Tisch für die Handelswaren bildete.[18]

Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Louhans-Châteaurenaud verwendet ein Wappen, das nicht historisch begründet ist. Blasonierung: In Rot zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel, begleitet im Haupt von einer goldenen stilisierten Lilie. Während die rote Farbe auf die Ritterlichkeit hinweist, bezieht sich die Lilie in besonderem Maße auf die französische Geschichte, die bis zu den Merowingern zurückreicht. Diese Symbole der weltlichen Macht werden ergänzt durch die Schlüssel Petri, die die Verbundenheit mit der Kirche ausdrücken.[19]

Wappen des Ortsteils Châteaurenaud

Der ursprüngliche Stadtteil Châteaurenaud besaß ebenfalls ein Wappen. Der Ort benutzte das Wappen, das auf die Familie de Mailly zurückgeht. Blasonierung: In Rot ein Sparren mit gewellten Balken in Blau und Silber, begleitet von drei silbernen Lilien. Teilweise erscheinen die Wappen von Louhans und von Châteaurenaud gemeinsam, beispielsweise auf Drucksachen der Gemeinde.[20]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [21])
1793 1800 1821 1831 1841 1851 1861 1872 1881 1891 1901 1906 1911 1921 1931 1946 1962 1975 1982 1990 1999 2006 2011
3375 2849 3159 3170 3686 3853 3788 3913 4284 4548 4469 4494 4454 4116 4116 4120 4154 6744 6483 6140 6237 6422 6551
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

1975 vereinigten sich die Gemeinden Branges, Châteaurenaud und Sornay mit Louhans, 1979 verselbständigten sich Branges und Sornay wieder, Châteurenaud blieb jedoch bei Louhans und wird da mitgezählt.

Vue sur Louhans
Arcades de Louhans03
Église Saint-Pierre de Louhans
Marché de Louhans 042

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Louhans finden sich knapp einhundert Ladengeschäfte aus 18 verschiedenen Branchen, dazu etwa 40 Gastronomiebetriebe, 38 Betriebe der Baubranche und 36 Landwirtschaftsbetriebe. Als AOC-Produkte sind in Louhans Volaille de Bresse[22] und Dinde de Bresse[23], ferner Crème et beurre de Bresse[24][25] zugelassen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde bestehen folgende Bildungseinrichtungen:

die alle der Académie de Dijon[26] unterstehen. Für die Schulen gilt der Ferienplan der Zone A[27].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Städtchen hat viel von seinem früheren Reiz bewahrt, besonders durch die 157 Arkaden der „Grand Rue“, seine alten Häuser aus dem 15. Jahrhundert und das alte Spital von 1682 (Hôtel-Dieu) mit der alten Apotheke sowie durch seine Pfarrkirche mit den bunten Ziegeln.
  • Jeden Montag findet in Louhans der drittgrößte Markt Frankreichs statt[28]. Dabei gelangen Lebensmittel, Kleider und andere Waren zum Verkauf, aber auch Tiere, insbesondere ein Geflügelmarkt mit Bresse-Hühnern. Der Markt findet seit 1269 statt und zählt heute rund 150 Marktfahrer.

[29] mit Grabplatten, insbesondere derjenigen von 1438 von Antoine de la Marche, Herr von Châteaurenaud, mit einem Hund zu seinen Füßen als Zeichen seiner Führerschaft.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Gemeinde Kirchheimbolanden in der Pfalz. Partnerschule ist das Gymnasium Ochsenhausen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antoine de Mailly, 1742–1819, Marquis de Châteaurenaud, Schüler von Voltaire, Präsident des Département Saône-et-Loire (1791 und 1792)[30]
  • Lucien Guillemaut, 1842–1917, Arzt, Bürgermeister von Louhans, Senator, Lokalhistoriker mit Schwerpunkt Bresse und vor allem Bresse louhannaise
  • Pierre Begat, 1800−1882, Ingenieur, Offizier der Ehrenlegion
  • Ferdinand Berthier, 1803–1886, war selber stumm und gehörlos, wurde Professor am Taubstummeninstitut in Paris und unter anderem Mitglied der Ehrenlegion

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5, Chez Causse, Dijon 1780 (Google Books).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Bd. 1, Louhans 1897.
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (gallica).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Louhans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Louhans. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Louhans. im Verzeichnis der Gemeinden Frankreichs. Abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Louhans. in der Base Mérimée. Ministère de la Culture, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Louhans. in Archives départementales. Département Saône-et-Loire, abgerufen am 21. Januar 2016 (französisch).
  • Webpräsenz der Stadt Louhans

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die schönsten Umwege Frankreichs, französisch, abgerufen 28. November 2015
  2. Louhans. auf habitants.fr. Abgerufen am 25. Januar 2016 (französisch).
  3. La Seille, Länge 100,0 km, Zufluss zur Saône, Quelle bei 46° 45′ 52,2″ N, 5° 41′ 30,8″ O in Ladoye-sur-Seille auf ca. 390 m, Mündung bei 46° 31′ 10,6″ N, 4° 56′ 20,8″ O in La Truchère auf ca. 169 m, La Seille auf sandre.eaufrance.fr
  4. La Vallière, Länge 50,8 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei 46° 37′ 25,3″ N, 5° 36′ 27,7″ O in Revigny auf ca. 419 m, Mündung bei 46° 37′ 10,2″ N, 5° 13′ 19,6″ O in Louhans auf ca. 178 m, La Vallière auf sandre.eaufrance.fr
  5. Le Solnan, Länge 61,6 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei 46° 20′ 33″ N, 5° 21′ 31,3″ O in Verjon auf ca. 227 m, Mündung bei 46° 37′ 46,2″ N, 5° 13′ 5,5″ O in Louhans auf ca. 176 m, Le Solnan auf sandre.eaufrance.fr
  6. Ruisseau de l’Étang du Villard, Länge 6,8 km, Zufluss zum Ruisseau de Blaine, Quelle bei 46° 40′ 38,3″ N, 5° 18′ 22,7″ O in Le Fay auf ca. 198 m, Mündung bei 46° 37′ 44″ N, 5° 16′ 35″ O in Louhans auf ca. 184 m, Ruisseau de l’Étang du Villard auf sandre.eaufrance.fr
  7. Ruisseau de Blaine, Länge 25,9 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei 46° 40′ 8,4″ N, 5° 27′ 20,2″ O in Courlaoux auf ca. 221 m, Mündung bei 46° 37′ 11,3″ N, 5° 14′ 30,8″ O in Louhans auf ca. 177 m, Ruisseau de Blaine auf sandre.eaufrance.fr
  8. Departementsstraße D678. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  9. Departementsstraße D972. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  10. Departementsstraße D996. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  11. Departementsstraße D12. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  12. Departementsstraße D971. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  13. Departementsstraße D978. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  14. Departementsstraße D678. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  15. Departementsstraße D13. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 16. April 2015 (französisch).
  16. Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 28. November 2015 (PDF, französisch, Suchbegriff: <CTRL>-f Louhans).
  17. Kurzbeschrieb der Kirche. von Louhans. La Pastorale du Tourisme en Saône et Loire, abgerufen am 30. Mai 2015 (PDF, französisch).
  18. Nach Lucien Guillemaut, Histoire de la Bresse louhannaise, Band I, Seite 335f.
  19. Guillaume BADET: Wappen. der Stadt Louhans. Le Journal de Saône-et-Loire, 11. November 2012, abgerufen am 26. Januar 2016 (Originalblasonierung: de gueules à deux clefs d’argent passées en sautoir, accompagnés en chef d’une fleur de Lys d’or).
  20. Armorial des communes. Châteaurenaud. L’Armorial des villes et des villages de France, abgerufen am 16. Januar 2016 (französisch, Originalblasonierung: De gueules à un chevron fascé ondé d'argent et d'azur, accompagné de trois lis des jardins d'argent).
  21. Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. Abgerufen am 28. November 2015 (französisch).
  22. Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  23. Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  24. Crème de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 3. Juli 2015 (französisch).
  25. Beurre de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 3. Juli 2015 (französisch).
  26. Homepage der Académie de Dijon. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
  27. Ferien- und Feiertagsplan der Zone A. Louhans. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
  28. Tourismusorganisation der Bresse Louhannaise, Markt von Louhans französisch, abgerufen 21. Februar 2015
  29. Kurzbeschrieb der Kirche. von Châteaurenaud. La Pastorale du Tourisme en Saône et Loire, abgerufen am 30. Mai 2015 (PDF, französisch).
  30. Matthieu Auclair: Antoine de Mailly. Marquis de Châteaurenaud. Le Journal de Saône-et-Loire, 31. März 2012, abgerufen am 10. Februar 2016 (französisch).