Ricco Groß

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Ricco Groß Biathlon
Ricco Groß in Antholz 2006
Voller Name Ricco Groß
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 22. August 1970
Geburtsort SchlemaDDR
Karriere
Beruf Biathlontrainer
Verein SG Dynamo Zinnwald
SC Ruhpolding
Trainer Fritz Fischer
Debüt im Weltcup 1990
Weltcupsiege 33 (9 Einzelsiege)
Status zurückgetreten
Karriereende 2007
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 4 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 9 × Gold 5 × Silber 6 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 1992 Albertville Sprint
0Gold0 1992 Albertville Staffel
0Silber0 1994 Lillehammer Sprint
0Gold0 1994 Lillehammer Staffel
0Gold0 1998 Nagano Staffel
0Bronze0 2002 Salt Lake City Verfolgung
0Silber0 2002 Salt Lake City Staffel
0Gold0 2006 Turin Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 1991 Lahti Staffel
0Bronze0 1995 Antholz Sprint
0Gold0 1995 Antholz Staffel
0Silber0 1996 Ruhpolding Staffel
0Gold0 1997 Osrblie Einzel
0Gold0 1997 Osrblie Staffel
0Silber0 1998 Hochfilzen Mannschaft
0Silber0 1999 Kontiolahti Einzel
0Gold0 1999 Kontiolahti Verfolgung
0Bronze0 2000 Lahti Staffel
0Gold0 2003 Chanty-Mansijsk Verfolgung
0Bronze0 2003 Chanty-Mansijsk Einzel
0Silber0 2003 Chanty-Mansijsk Sprint
0Gold0 2003 Chanty-Mansijsk Staffel
0Silber0 2004 Oberhof Sprint
0Gold0 2004 Oberhof Staffel
0Gold0 2004 Oberhof Verfolgung
0Bronze0 2005 Hochfilzen Einzel
0Bronze0 2005 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
0Bronze0 2007 Antholz Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 2. (1997/98)
3. (2002/03,2003/04)
Einzelweltcup 1. (1996/97)
2. (1997/98,2003/04)
3. (2001/02,2002/03)
Verfolgungsweltcup 2. (1997/98,2002/03)
3. (2003/04)
 

Ricco Groß (* 22. August 1970 in Schlema) ist ein Biathlontrainer und ehemaliger deutscher Biathlet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ricco Groß in der Aufwärmung - Biathlon-WM 2004 in Oberhof

Ricco Groß war seit 1983 im Biathlonsport aktiv und seit 1990 Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Bis 1991 trainierte er bei der SG Dynamo Zinnwald, seit 1991 war er, zuletzt im Rang eines Hauptfeldwebels, in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen und trainierte beim Ski Club Ruhpolding.

Bei Olympischen Winterspielen wurde Groß mit der deutschen Biathlon-Staffel zwischen 1992 und 1998 dreimal in Folge sowie 2006 Olympiasieger, in Einzelrennen gewann er zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Damit ist Ricco Groß neben Sven Fischer der erfolgreichste männliche deutsche Athlet bei Olympischen Winterspielen.

Weiterhin wurde Groß insgesamt neunmal Weltmeister, davon fünfmal mit deutschen Staffeln. Seine letzten Erfolge bei Weltmeisterschaften waren die zwei Weltmeistertitel bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2004 in Oberhof. In der Saison 1997/98 wurde er Zweiter und 2002/2003 sowie 2003/2004 jeweils Dritter im Gesamtweltcup.

Im März 2007 beendete Ricco Groß seine sportliche Karriere und begann mit einer Trainerausbildung an der Trainerakademie Köln des DOSB, die er 2010 erfolgreich abschloss. Zudem betreut er den niederländischen Biathleten Herbert Cool ehrenamtlich im Biathlon-Stützpunkt Ruhpolding. Von der Saison 2010/11 betreute er als Disziplin-Trainer neben dem leitenden Disziplin-Trainer Gerald Hönig den höchsten deutschen Biathlon-Frauennationalkader. Nach ausbleibenden Erfolgen in der olympischen Saison 2013/14 wurde er aus dieser Position entfernt und trainierte ab der Saison 2014/15 das IBU-Cup-Team Deutschlands. Ricco Groß gab am 22. Juli 2015 das Ende seiner Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ski Verband bekannt.

Ab der Biathlon-Weltcupsaison 2007/08 bis zum Ende der Saison 2009/10 arbeitete Ricco Groß bei der ARD als Experten-Kommentator. Er begleitete dort vor allem die Herrenrennen, während Uschi Disl die gleiche Funktion für die Damenrennen übernahm. Disl und Groß lösten in dieser Funktion die ehemalige Biathletin Magdalena Forsberg ab.[1]

2015 wurde Groß Nationaltrainer der russischen Männer-Mannschaft.

Groß ist seit 1994 verheiratet und hat drei Söhne, darunter den Biathleten Marco Groß.[2]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Winterspiele:

  • 1992: 1x Gold (Staffel), 1x Silber (Sprint)
  • 1994: 1x Gold (Staffel), 1x Silber (Sprint)
  • 1998: 1x Gold (Staffel)
  • 2002: 1x Silber (Staffel), 1x Bronze (Verfolgung)
  • 2006: 1x Gold (Staffel)

Weltmeisterschaften:

  • 1991: 1x Gold (Staffel)
  • 1995: 1x Gold (Staffel), 1x Bronze (Sprint)
  • 1996: 1x Silber (Staffel)
  • 1997: 2x Gold (Einzel, Staffel)
  • 1998: 1x Silber (Mannschaft)
  • 1999: 1x Gold (Verfolgung), 1x Silber (Einzel)
  • 2000: 1x Bronze (Staffel)
  • 2003: 2x Gold (Verfolgung, Staffel), 1x Silber (Sprint), 1x Bronze (Einzel)
  • 2004: 2x Gold (Verfolgung, Staffel), 1x Silber (Sprint)
  • 2005: 2x Bronze (Einzel, Mixed-Staffel)
  • 2007: 1x Bronze (Staffel)

Gesamtweltcup:

  • 1x Platz 2 (1997/98)
  • 2x Platz 3 (2002/03, 2003/04)

Disziplinen-Weltcup:

  • 1x Sieger im Einzel-Weltcup (1996/97)

Weltcup-Gesamtbilanz:

Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Team Staffel Gesamt
1. Platz 3 1 4 1 24 33
2. Platz 7 10 4 11 32
3. Platz 5 7 8 2 8 30
Top 10 39 53 42 20 1 53 208
Punkteränge 55 107 68 32 1 54 317
Starts 65 127 74 32 1 55 354
Stand: Saisonende 2006/07, Karriereabschluss

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ricco Groß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Ricco Groß – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitteilung der ARD über die Verpflichtung von Groß als TV-Experten (Memento vom 28. Juni 2007 im Internet Archive) Abgerufen am 15. Dezember 2014
  2. Sporthilfe nimmt Groß-Sohn als Nummer 47.000 auf. In: Freie Presse, aufgerufen am 26. Mai 2016.