Toyota Corolla

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Toyota Corolla
Produktionszeitraum: seit 1966
Klasse: Untere Mittelklasse, Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Coupé, Kombicoupé
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Toyota Auris

Toyota Corolla ist die Modellbezeichnung für einen Pkw der unteren Mittelklasse, später der Kompaktklasse, welche von der japanischen Toyota Motor Corporation seit Mitte 1966 für eine Reihe unterschiedlicher Pkw-Modelle verwendet wird.

Vom Corolla hat das Werk im Laufe der Zeit eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten abgeleitet, die häufig auf Japan beschränkt bleiben und dem Zweck dienen, die verschiedenen Vertriebsnetze des Herstellers zu bedienen. Zu den bekanntesten gehören der Sommer 1968 eingeführte Corolla Sprinter (höherwertige ausgestattete Version), der Corolla Levin (Coupé-Versionen) und der Sprinter Trueno (die Coupé Version des Corolla E70 mit Hinterradantrieb). Zuletzt kam der Minivan Corolla Verso ins Angebot.

Während der Corolla im Frühjahr 2007 zugunsten des Auris von den europäischen Hauptmärkten (Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien) genommen wurde, wird die Modellreihe auf weiteren Märkten in Europa und anderen Kontinenten weiterhin als Corolla vermarktet. Ende 2006 wurde die zehnte Generation des Corolla (E14) vorgestellt, den es in einer Stufenheckvariante (in Japan: Corolla Axis) und als Kombi (Corolla Fielder) gab.

Im Laufe der Modellgeschichte wurden Pkw mit dem Namen Corolla nicht nur in Japan, sondern in zahlreichen weiteren Ländern hergestellt, etwa in den USA, in Kanada, Brasilien, Venezuela, China, Taiwan, Malaysia, Bangladesch, Pakistan, der Türkei, Thailand, Indien, Großbritannien und auf den Philippinen. In einem Joint-Venture mit General Motors wurden in Kalifornien die auf dem Corolla aufbauenden Chevrolet Nova und Chevrolet bzw. Geo Prizm hergestellt. Ebenfalls mit dem Corolla verwandt war der Charmant des zum Toyota-Konzern gehörenden Herstellers Daihatsu.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Toyota Corolla ist das meistverkaufte Auto der Welt. Allerdings handelt es sich dabei um zehn Modellgenerationen mit zum Teil grundlegenden konzeptionellen Änderungen wie der Umstellung von Hinterrad- auf Frontantrieb. Mehrmals wurden auch bis dato eigenständige Modelle in die Corolla-Reihe integriert.

Der Corolla gilt als sehr zuverlässiges Auto, was auch durch Pannenstatistiken und die TÜV-Berichte bestätigt wird.

Corolla (E10, 1966–1970)[Bearbeiten]

1. Generation
Toyota Corolla

Toyota Corolla

Produktionszeitraum: 1966–1970
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,2 Liter
(44–57 kW)
Länge: 3845 mm
Breite: 1485 mm
Höhe: 1380 mm
Radstand: 2285 mm
Leergewicht: 710 kg

Im Mai 1966 präsentierte Toyota als zusätzliches Modell zwischen dem Toyota 800 (dem Vorläufer des Toyota Starlet) und dem Toyota Corona den Corolla zunächst als zweitürige Limousine. Im August 1967 folgten die viertürige Limousine und der dreitürige Kombi, im August 1968 ein Fließheck-Coupé unter der Bezeichnung Corolla Sprinter. Ab Anfang 1969 kamen mit dem Corolla SL leistungsstärkere Varianten der Zweitürer ins Angebot.

Die Technik des Corolla bestand aus einer Starrachse an Blattfedern hinten, einer vordere Federbeinachse, Hinterradantrieb und einen kurzhubig ausgelegten Reihenvierzylindermotor, der aus 1077 cm³ 60 bzw. (im höher verdichteten SL) 73 SAE-PS (44/54 kW) schöpfte. Im Herbst 1969 wurde der Hubraum auf 1166 cm³ erhöht, wodurch die Leistung auf 65 (SL: 78) SAE-PS stieg.

Der Corolla-Export in die USA, wo Toyota seit 1958 aktiv war, begann zu Preisen ab 1668 $ im Sommer 1968, ein Opel Kadett B kostete vergleichsweise ab 1785 US-Dollar.[1] In Deutschland wurde der Corolla E10 nicht angeboten, wohl aber in anderen europäischen Ländern wie der Schweiz; dort kostete der Corolla ab 6990 SFr (Kadett 1100: ab 6600 SFr). In Japan betrug der Neupreis 495.000 Yen (umgerechnet etwa 4.500 Euro)

Corolla (E20, 1970–1974)[Bearbeiten]

Toyota Corolla Coupé (1971)

Im Mai 1970 erschien auf 5 cm längerem Radstand der etwas größere Corolla der zweiten Generation. Die Karosserievarianten entsprachen dem Vorgängermodell. Aus dem Sprinter wurde eine eigene Reihe, die auch Limousinen umfasste, neu war das Sportmodell Sprinter Trueno. Es gab Motoren mit 1,2 Liter (68–77 SAE-PS), 1,4 Liter (86–95 SAE-PS) oder 1,6 Litern Hubraum (2 Doppelvergaser, 115 SAE-PS) zur Wahl. Außer einem Vier- oder Fünfganggetriebe wurde auch eine Zwei- oder Dreistufenautomatik angeboten. Die übrige Technik (Blattfederstarrachse hinten, Hinterradantrieb, gemischte Bremsanlage) entsprach dem Vorgänger.

In den USA hatten alle Versionen den 1,6-Liter-Vierzylinder, der hier mit einem Doppelvergaser auf 102 SAE-PS kam. Das Coupé trug hier den Namen SR-5, da es serienmäßig mit Fünfganggetriebe ausgestattet war.

In Deutschland wurde der Corolla ab März 1971 als Limousine und Coupé (6890 DM und 7650 DM) angeboten, ein Jahr später folgte der dreitürige Kombi (7795 DM). Alle hiesigen Versionen besaßen den 1,2-Liter mit 58, später 55 DIN-PS (43/40,5 kW).

Limousine und Coupé erhielten im April 1974 einen Nachfolger, der Kombi wurde bis Dezember 1977 weiter gebaut.

Corolla (E30/E40/E50/E60, 1974–1979)[Bearbeiten]

Toyota Corolla (1976)

Im April 1974 erschien in Japan der dritte Corolla (E30), wiederum im Radstand (+ 4 cm) und in den Außenmaßen vergrößert und weiterhin mit Hinterradantrieb versehen. Die Basis-Limousine trug die Typnummer E30 oder E31, das Hardtopcoupé ohne B-Säule die Typnummer E35 oder E37, der Kombiwagen E36 oder E38. Die E40-Serie bezeichneten die japanischen Sprinter-Modelle, die E50-Serie (E50 und E51) den später eingeführten Liftback und das Sportcoupe. In einigen europäischen Ländern wurde das „Trueno“-Coupe aus der E4-Reihe angeboten, die auch die Basis für die späteren Sportcoupe- und Liftback-Modelle der E50-Reihe war.

Auf dem japanischen Inlandsmarkt bekamen alle Modelle ab 1977 aufgrund der neuen Abgasregelungen und der dazu eingeführten Motoren eine neue Typenbezeichnung, so dass fortan nur noch von der E50-Reihe (alle Corolla-Modelle) und von der E60-Reihe gesprochen wurde (alle Sprinter Modelle), unabhängig von der Karosserievariante.

Ende 1976 erschien zusätzlich der Corolla Liftback, ein dreitüriger Sportkombi nach Art des Lancia Beta HPE; vom Liftback abgeleitet war ein Hardtop-Coupé mit Stufenheck, das in Europa nicht angeboten wurde. In Japan standen Motoren von 1,2 bis 1,6 Litern Hubraum zur Verfügung, in den Top-Versionen der Sprinter- und Corolla-Modellreihe auch mit zwei obenliegenden Nockenwellen.

In Deutschland erfolgte die Einführung dieser Serie im März 1975, anfangs in den bekannten Karosserieversionen mit dem 1,2-Liter-Motor (40,5 kW/55 PS) und zu Preisen ab 8490 DM. Im November 1976 kam der Liftback dazu, den es auch als 1600 (54 kW/73 PS) und 1600 GSL (Doppelvergaser, 61,5 kW/84 PS) gab, der ab 11.490 DM kostete.

Motoren in Europa[Bearbeiten]

Otto

  • 1,2 l, 1166 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 40 kW (55 PS), 3K-H (KE30, KE35, KE36, KE50)
  • 1,2 l, 1166 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 48 kW (64 PS), 3K-B (KE35²)
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 53 kW (73 PS), 2T (TE51, TE47²)
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 62 kW (84 PS), 2T-B (TE51, TE47²)
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder DOHC-Ventilsteuerung, 79 kW (108 PS), 2T-G (TE47²)

Die Leistungsangaben der Europa-Versionen beziehen sich auf deutsche Versionen. Die Leistungsangaben sind in manchen Ländern geringfügig unterschiedlich. Alle Angaben in PS(DIN). ²= kein deutsches Modell.

Motoren außerhalb Europas[Bearbeiten]

Otto

  • 1,2 l, 1166 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 3K-U (KE30, KE35, KE36, KE40, KE45), Japan-Version
  • 1,3 l, 1290 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 4K-U (KE55, KE65), Japan-Version
  • 1,4 l, 1407 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 1T (TE30, TE35, TE36, TE50, TE40, TE45), Japan-Version
  • 1,4 l, 1407 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 1T-U (TE50, TE60), Japan-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 2T-U (TE51, TE61), Japan-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 12T (TE52, TE62), Japan-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 12T-U (TE55, TE65), Japan-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder DOHC-Ventilsteuerung, 2T-GEU (GENI: TE51,TE61 ⇒ GenII: TE55, TE65), Japan-Version
  • 1,2 l, 1166 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 3K-C (KE30, KE36), USA-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 2T-C (TE31, TE37, TE38, TE51), USA-Version

Corolla (E70, 1979–1983)[Bearbeiten]

4. Generation
Toyota Corolla Limousine (1979–1981)

Toyota Corolla Limousine (1979–1981)

Produktionszeitraum: 1979–1983
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Coupé, Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,8 Liter
(44–81 kW)
Dieselmotoren:
1,8 Liter (43 kW)
Länge: 4105 mm
Breite: 1625 mm
Höhe: 1349 mm
Radstand: 2400 mm
Leergewicht: 980 kg

Im September 1979 kam die vierte Ausführung des Corolla auf den Markt, wiederum als Limousine, Coupé, Kombi, Liftback und vom Liftback abgeleitetes Hardtop-Coupé. Der Radstand wuchs um 30 auf 2400 mm, in Japan lagen die Motorgrößen bei 1,3, 1,5, 1,6 und 1,8 Litern (74–115 PS/54–84,5 kW). Größte Neuerung am E70 außer der moderneren, kantigen Karosserie war der Ersatz der Blattfedern der hinteren Starrachse durch Längslenker, Panhardstab und Schraubenfedern; der Kombi behielt die Blattfederachse.

In Deutschland wurden ab Herbst 1979 die zwei- und viertürige Limousine, der fünftüriger Kombi und das Liftback-Coupé angeboten, letzteres als 1300 DX (44 kw/60 PS) und als 1600 (54–81 kW/74–110 PS), die übrigen Varianten nur mit 1,3-Liter-Vierzylinder, dessen Leistung 1982 auf 48 kw/65 PS erhöht wurde.

Im Herbst 1981 wurde die Corolla-Reihe überarbeitet. Sie erhielt geänderte Scheinwerfer und Heckleuchten.

Ab August 1982 war der Basis-1,6-Liter auch in der Limousine erhältlich, ab Februar 1983 gab es auch einen 1,8-Liter-Dieselmotor (43 kW/58 PS). Die Preise reichten bei Einführung von 9.995 DM (Limousine) bis 15.295 (Liftback GT mit dem DOHC-Motor).

Die Versionen Limousine, Liftback, Coupé und Hardtopcoupé wurden im Mai 1983 durch die frontgetriebene E80-Reihe ersetzt. Der Kombi mit Hinterradantrieb wurde in überarbeiteter Form noch bis August 1987 produziert.

Motoren in Europa[Bearbeiten]

Otto

  • 1,3 l, 1290 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 44 kW (60 PS) / 48 kW (65 PS), ab 11/81; 4K (KE70)
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 54 kW (74 PS) / 55 kW (75 PS), ab 11/81; 2T (TE71)
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 63 kW (86 PS), 2T-B (TE71)
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder DOHC-Ventilsteuerung mit 81 kW (110 PS), 2T-G (TE71)
  • 1,8 l, 1770 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 59 kW (80 PS), 3T-C (nur Schweiz/Schweden) (TE72)

Diesel

  • 1,8 l D, 1839 cm³ 4 Zylinder OHC-Ventilsteuerung mit 47 kW (64 PS); 1C (CE70)

Die Leistungsangaben der Europa-Versionen beziehen sich auf deutsche Versionen. Die Leistungsangaben sind in manchen Ländern geringfügig unterschiedlich. Alle Angaben in PS(DIN).

Motoren außerhalb Europas[Bearbeiten]

Otto

  • 1,3 l, 1290 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 72 PS(SAE), 4K-U/4K-U II (KE70/KE73G), Japan-Version
  • 1,3 l, 1290 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 69 PS(SAE), 4K-J (KE71V/KE72V), Japan-Version
  • 1,5 l, 1486 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 83 PS(SAE), 5K-J (KE74V), Japan-Version
  • 1,5 l, 1452 cm³ 4 Zylinder OHC-Ventilsteuerung mit 80 PS(SAE), 3A-U/3A-U II (AE70), Japan-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder DOHC-Ventilsteuerung mit 115 PS(SAE), 2T-GEU (TE71), Japan-Version
  • 1,6 l, 1588 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 86 PS(SAE), 12T-J (TE73V/TE74V), Japan-Version
  • 1,8 l, 1770 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung mit 95 PS(SAE), 13T-U (TE70), Japan-Version
  • 1,8 l, 1770 cm³ 4 Zylinder OHV-Ventilsteuerung, 3T-C (TE72), USA-Version
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder OHC-Ventilsteuerung, 4A-C (AE71), USA-Version

Diesel

  • 1,8 l D, 1839 cm³ 4 Zylinder OHC-Ventilsteuerung mit 65 PS(SAE); 1C (CE71/CE72) Japan-Version

Corolla (E80, 1983–1987)[Bearbeiten]

Limousine und Compact (E80/E82)[Bearbeiten]

Im Mai 1983 erschien der Corolla E80 mit Frontantrieb und Mehrlenker-Hinterachse als viertürige Stufenheck- und fünftürige Schräghecklimousine. Im Oktober des Jahres folgten die kürzeren, drei- und fünftürigen Steilheckvarianten, die in Japan Corolla FX, in Europa Corolla Compact genannt wurden. Auf dem Heimatmarkt reichten die Motorisierungen von 1,3 bis 1,6 Liter (60–95 kW/81–130 PS), ab 1985 war dort auch der 1,8-Liter-Diesel lieferbar.

Die Vier- und Fünftürer in den USA wurden teils aus Japan importiert, teils in einem neuen Werk in Kalifornien produziert, wo auch der vom E80 abgeleitete Chevrolet Nova gebaut wurde. Zur Wahl standen ein 1,6-Liter-SOHC-Motor mit 55 kW (75 PS) und eine DOHC-Variante dieser Maschine mit 81 kW (110 PS).

In Deutschland wurde der E8 (E80) als Limousine (Sedan EE80), Compact und Liftback angeboten. Im E8 bot Toyota damals komplett neuentwickelte Motoren an, welche zu damaliger Zeit durchaus als sehr sparsam galten. Als Einstiegsmotorisierung diente ein 1,3-Liter-Ottomotor mit 51 kW (69 PS) (2A), der mit dem Facelift von 1985/86 weiterentwickelt wurde und nunmehr 55 kW (75 PS) (2E m. U-Kat) leistete. Alternativ stand auch ein 1,6-Liter-Ottomotor mit 62 kW (85 PS) (4A) sowie ein 1,8-Liter-Diesel mit 47 kW (64 PS) (1C) zur Wahl, letzterer kam jedoch erst mit dem Facelift.

Mit dem Facelift von 1985 wurde die Front und das Heck des Liftbacks und der Limousine minimal verändert. Am Heck wurde die Kennzeichenbeleuchtung statt seitlich nun oberhalt versteckt verbaut, vorn bekam der E8 neuen Kühlergrill. Als einer der ersten Hersteller nutze Toyota das Facelift auch für die Einführung der ersten Katalysatoren; der neue 1,3-Liter-Ottomotor erreichte so eine etwas höhere Leistung und verfügte nun auch über einen U-Kat. Der 1,6-Liter-Ottomotor bekam einen G-Kat.

Als Ausstattungsvarianten gab es alle Karosserievarianten und Motorisierungen als DeLuxe (DX) und Grande Luxe (GL). Gegen Aufpreis war ein elektrisches Schiebedach (1250 DM) und eine Zweischicht-Metallic-Lackierung (300 DM) erhältlich.

Motoren:

  • Otto 1295 cm³, 51 kW (69 PS), (2A)
  • Otto 1295 cm³, 55 kW (74 PS), (2E) UKat
  • Otto 1587 cm³, 62 kW (84 PS), (4A)
  • Otto 1588 cm³, 64 kW (73 PS), (4A) GKat<
  • Otto 1587 cm³, 89 kW (121 PS), (4A-GE)
  • Diesel 1839 cm³, 47 kW (64 PS), (1C)

Preise Liftback 1984:

  • Liftback DeLuxe 1.3L: 15290 DM
  • Liftback DeLuxe 1.6L: 15840 DM
  • Liftback GL 1.6L: 16840 DM

Coupés (AE85/AE86)[Bearbeiten]

Auf Basis der Vorgängermodelle bot Toyota weiterhin sportliche Corolla-Modelle mit Hinterradantrieb an. In Japan liefen diese Schräg- und Stufenheckcoupés unter den Bezeichnungen Corolla Levin und Sprinter Trueno, in den USA hießen die Wagen Corolla GT-S. Auf dem Heimatmarkt standen ein OHC-1,5-Liter (62,5 kW/85 PS) und ein 1,6-Liter mit zwei obenliegenden Nockenwellen (95,5 kW/130 PS) zur Wahl; in Nordamerika leisteten diese Maschinen 55 kW/75 PS und 85 kW/115 PS.

In Europa wurden je nach Markt beide oder auch nur eine Karosserievariante angeboten. In Deutschland gab es unter der Bezeichnung Corolla GT ab November 1984 die Stufenheckversion mit dem einspritzenden 1,6-Liter-Vierventilmotor, der hier 91 kW/124 PS, später mit Katalysator 85 kW/115 PS leistete. Der Preis betrug anfangs 19.990 DM.

Corolla (E90, 1987–1992)[Bearbeiten]

6. Generation
Toyota Corolla Dreitürer

Toyota Corolla Dreitürer

Produktionszeitraum: 1987–1992
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,8 Liter
(55–122 kW)
Dieselmotoren:
1,8 Liter
(47−49 kW)
Länge: 3995 mm
Breite: 1655 mm
Höhe: 1365 mm
Radstand: 2430 mm
Leergewicht: 950 kg

Im Mai 1987 debütierte der Corolla E90 als drei- und fünftüriger Compact, viertüriges Stufenheck, fünftüriges Schrägheck Liftback und fünftüriger Kombi.

Corolla Tercel 4WD[Bearbeiten]

In manchen Märkten, so auch in Deutschland, wurde die zweite Generation des allradgetriebenen Kombis Toyota Sprinter Carib unter der Bezeichnung Corolla Tercel 4WD angeboten. In Nordamerika hieß sie Corolla AllTrac .

Conquest und Tazz[Bearbeiten]

In Südafrika und Australien wurden die drei- und fünftürigen Compact-Modelle als Toyota Tazz und Conquest produziert und verkauft.

Motoren[Bearbeiten]

Otto

  • 1,3 l, 1280 cm³ 4 Zylinder, 55 kW (75 PS), 2E
  • 1,3 l, 1296 cm³ 4 Zylinder, 55 kW (75 PS), 2E-E (G-Kat)
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder, 66 kW (90 PS), 4A-F
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder, 77 kW (105 PS), 4A-FE
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder, 85 kW (116 PS), 4A-GE
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder, 92 kW (125 PS), 4A-GE (Liftback GT-i)
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder, 107 kW (145 PS), 4A-GZE, bis 1990 in Japan und USA
  • 1,6 l, 1587 cm³ 4 Zylinder, 122 kW (165 PS), 4A-GZE, ab 1990 in Japan und USA
  • 1,8 l, 1762 cm³ 4 Zylinder, 86 kW (117 PS), 7A-FE, nicht in Europa

Diesel

  • 1,8 l D, 1840 cm³ 4 Zylinder, 47 kW (64 PS), 1C
  • 1,8 l D, 1840 cm³ 4 Zylinder, 49 kW (67 PS), 1C


Corolla (E100, 1991–1997)[Bearbeiten]

7. Generation
Toyota Corolla Compact Dreitürer

Toyota Corolla Compact Dreitürer

Produktionszeitraum: 1991–1997
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,6 Liter
(53–84 kW)
Dieselmotoren:
2,0 Liter
(53 kW)
Länge: 4095–4290 mm
Breite: 1685 mm
Höhe: 1380 mm
Radstand: 2465 mm
Leergewicht: 980–1085 kg

Die Produktion des Modells begann im Juni 1991[2] im japanischen Toyota-Werk in Toyota-Stadt, wo das Modell bis zum Mai 1995[2] vom Band rollte, bis es durch die neue E110-Generation ersetzt wurde. Nach Deutschland wurde die E100-Generation des Toyota Corolla im Mai 1992 als Nachfolger des Corolla E90 eingeführt und bis April 1997 angeboten. In der Türkei wurde die E100-Generation im Toyotasa-Toyota-Werk noch bis in den August 1998[3] hinein produziert.

Obwohl eine völlig neue Plattform entwickelt wurde, hat sich technisch nicht viel geändert. Das Fahrwerk war mit MacPherson-Federbeinen und Querlenkern ausgestattet. Als Karosserievarianten gab es eine drei- sowie fünftürige Kombilimousine namens Compact, ein viertüriges Stufenheck, einen Kombi sowie die lange fünftürige Schrägheckversion namens „Liftback“.

Die Motorenpalette umfasste nun nur noch drei Motoren. Bei den Ottomotoren gab es einen 1,3 Liter (4E-FE) mit 65 kW (88 PS), einen 1,6 Liter (4A-FE) mit 84 kW (114 PS) und einen neu entwickelten 2,0-Liter-Diesel mit 53 kW (72 PS). Alle Motoren waren mit 5-Gang-Getriebe ausgestattet. Für den 1,3-l-Ottomotor gab es optional ein 3-Stufen-Automatikgetriebe, für den 1,6-l-Ottomotor eine elektronisch gesteuerte 4-Stufen-Automatik mit Overdrive. Es gab drei Austtattunglinien: XLi, GLi (nur Liftback 1,6l) und Si (nur Dreitürer 1,6l). Optional gab es einen Fahrerairbag mit Schlagzünder sowie ein elektrisches Schiebedach.

Im Mai 1995 wurde der Corolla E100 einem kleinen Facelift unterzogen. Es wurden geringfügige Anpassungen an Stoßfänger und Kühlergrill vorgenommen. Die Karosserievariante „Liftback“ entfiel. Der 1,3-l-4E-FE-Motor leistete nun lediglich 75 PS (55 kW), erfüllte aber die Schadstoffklasse Euro 2. Von nun an waren Fahrer- und Beifahrerairbag serienmäßig, die durch elektronische Sensorzündung aktiviert wurden.

Motoren[Bearbeiten]

Otto

  • 1.3 12V (2E), 1296 cm³, 4 Zylinder in Reihenbauart, 53 kW (72 PS), 05.92–04.95 nicht auf dem deutschen Markt.
  • 1.4 XLI (4E-FE), 1332 cm³ , 4 Zylinder in Reihenbauart, 55 kW (75 PS), 09.95–04.97
  • 1.4 XLI 16V (4E-FE), 1332 cm³, 4 Zylinder in Reihenbauart, 65 kW (88 PS), 05.92–09.95
  • 1.6 Si 16V (4A-FE), 1587 cm³, 4 Zylinder in Reihenbauart, 84 kW (114 PS), 05.92–04.97

Diesel

  • 2,0 l D Kat (2C), 1975 cm³, 4 Zylinder in Reihenbauart, 53 kW (72 PS), 05.92–04.97

Corolla (E110, 1997–2002)[Bearbeiten]

8. Generation
Toyota Corolla Compact (1997–2000)

Toyota Corolla Compact (1997–2000)

Produktionszeitraum: 1997–2002
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,4–1,8 Liter
(63–81 kW)
Dieselmotoren:
1,9–2,0 Liter
(51–66 kW)
Länge: 4120–4340 mm
Breite: 1690 mm
Höhe: 1385–1505 mm
Radstand: 2465 mm
Leergewicht: 1125–1240 kg

Die Baureihe E110 wurde in Europa im Mai 1997 eingeführt und unterschied sich erstmals äußerlich durch die bereits 1995 in Japan eingeführte Version. Ähnlich wie der Vorgänger wurde auch dieser Wagen in den Karosserievarianten Compact, Liftback, als Stufenheck und als Kombi angeboten, wobei der Compact diesmal aber nur als Dreitürer erhältlich war. Die Version Compact gab es auch als limitierte Sonderserie G6 mit Sechsganggetriebe (Alu/Leder-Schalthebel), gehobener Ausstattung (zzgl. Spiegel, Türgriffe und Stoßfänger in Wagenfarbe), rot hinterlegten Instrumenten, Front- und Dachspoiler sowie Aluminiumfelgen der Größe 185/65×14, die vom deutschen Vertrieb nachgerüstet wurden. Die Motoren wurden aus dem Vorgängermodell übernommen, allerdings mit leicht veränderten Kenndaten. Neben dem G6-Modell gab es auch ein auf 2500 Einheiten limitiertes Sondermodell G6R. Dieses musste Toyota für die Homologierung des WRC auflegen. Besonderheiten: nur in rot und schwarz erhältlich, 15"-Alufelgen, Domstrebe, Sportfahrwerk, Seitenschweller, rote Gurte, Motorhaube aus Aluminium.

Der Corolla E110 geriet vor allem wegen seiner gewöhnungsbedürftig gestalteten Frontpartie mit den rundlichen Scheinwerfern („Glubschaugen“) in die Kritik. Auch erfüllte die G6-Version die durch die Optik gesetzen sportlichen Ansprüche nicht. Gelobt wurde dagegen wie schon bei den Vorgängern die hohe Zuverlässigkeit des Fahrzeugs.

Im Februar 2000 wurde der Corolla E110 einem Facelift unterzogen. Dabei wurde vor allem die Frontpartie überarbeitet. Die Scheinwerfer waren nun nierenförmig und wirkten zusammen mit dem vergrößerten Kühlergrill nicht mehr so hervorstechend. Gleichzeitig wurden alle Motoren durch neuentwickelte Aggregate mit ähnlich großem Hubraum, aber höherer Leistung ersetzt. Die Benzinmotoren waren nun mit Nockenwellenverstellung („VVT-i“) ausgerüstet, und der Dieselmotor war nun auch als Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung („D-4D“) erhältlich.

Technische Daten[Bearbeiten]

Corolla WRC[Bearbeiten]

Toyota Corolla WRC
Heckansicht

Karosserie

  • Länge / Breite / Höhe: 4100 / 1770 / 1365
  • Radstand: 2465
  • Spurweite: 1564 mm vorne / 1.556 mm hinten
  • Tankinhalt: 90 Liter
  • Gewicht: 1300 kg

Motor

  • Zylinder: Vierzylinder-Reihenmotor
  • Typ: 3S-GTE
  • Hubraum: 1998 cm³ (Turbo)
  • Leistung: 221 kW / 300 PS bei 5500/min
  • Drehmoment: 520 Nm bei 3250/min
  • Abgasreinigung: Katalysator

Fahrzeug

  • Fahrwerk: MacPherson-Federbeine
  • Bremsanlage: Vierkolben Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheiben
  • Räder/Reifen: 18-Zoll-Räder, Michelin-Reifen
  • Getriebe: Sechsgang
  • Antriebsart: Permanenter Allradantrieb

Corolla (E120, 2001–2007)[Bearbeiten]

9. Generation
Toyota Corolla Fünftürer (2001–2004)

Toyota Corolla Fünftürer (2001–2004)

Produktionszeitraum: 2001–2007
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,4–1,8 Liter
(71–165 kW)
Dieselmotoren:
1,4–2,0 Liter
(66–85 kW)
Länge: 4180 mm
Breite: 1710 mm
Höhe: 1470 mm
Radstand: 2600 mm
Leergewicht: 1205–1365 kg

Im November 2001 wurde die neunte Generation des Corolla präsentiert, die im Januar 2002 zunächst als drei- sowie fünftürige Schräghecklimousine auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. Das Stufenheck und der Kombi folgten im Juni 2002.

Der E120 war mehr nach europäischem Geschmack gestaltet. Die Sprinter-Versionen hießen nun Toyota Allex.

Von seinem Vorgänger E110 übernahm das neue Modell die beiden 1,4- und 1,6-Liter-VVT-i-Ottomotoren sowie den 66-kW-Dieselmotor (90 PS). Der 1,8-Liter-Ottomotor des TS ist ebenso erstmals im Corolla eingebaut worden wie der stärkere Zwei-Liter-Diesel. Die übrige Fahrzeugkonstruktion war in weiten Teilen eine Neuentwicklung. Besonders im Bezug auf Komfort und Sicherheit gab es viele Neuerungen zum Vorgänger.

Außer dem drei- bzw. fünftürigen Schrägheck, der viertürigen Stufenhecklimousine und dem Kombi gab es erstmals einen Kompaktvan namens Corolla Verso (siehe unten). Die zum Beginn verfügbaren Ausstattungslinien nannten sich Corolla, Luna, Sol und TS. Standardmäßig hatten alle Modelle ein handgeschaltetes Fünfganggetriebe (6 Gänge beim TS). Für den 1,6-Liter-Ottomotor war ein Dreistufenautomatikgetriebe mit Overdrive für eine vierte Fahrstufe lieferbar.


Im Juni 2004 erhielt das Modell ein Facelift, welches unter anderem die Sicherheitsausstattung (ESP sowie acht Airbags serienmäßig) aufwertete. Es gab leichte Retuschen am Grill sowie den Leuchten und im Innenraum wurden die Ausstattungspakete deutlich umfangreicher.

Die Motoren wurden geringfügig überarbeitet (alle erfüllten jetzt die Abgasnorm Euro 4) und ein neuer sparsamer Dieselmotor mit 1,4 Litern Hubraum bei 66 kW kam hinzu. Für diesen war erstmals ein automatisiertes Schaltgetriebe, Multimode genannt, verfügbar. Darüber hinaus stand nun die neue Topausstattung Executive zur Wahl. Später waren die Sondermodelle Sportschau Edition sowie Edition verfügbar.

Ab Sommer 2005 gab es zudem das Sportmodell TS als aufgeladenen TS Compressor mit nunmehr 165 kW (224 PS).

Anfang 2007 wurde die Baureihe eingestellt und von seinem Nachfolger (in Deutschland Auris genannt) abgelöst.

Motoren[Bearbeiten]

Otto
Modell Motortyp Hubraum Zylinder Leistung Bauzeit
1.4 VVT-i (4ZZ-FE) 1398 cm³ 4 71 kW (97 PS) 11.2001–02.2007
1.6 VVT-i (3ZZ-FE) 1598 cm³ 4 81 kW (110 PS) 11.2001–02.2007
1.8 TS (VVTL-i) (2ZZ-GE) 1796 cm³ 4 141 kW (192 PS) 04.2002–07.2005
1.8 TS VVTL-i (Kompressor) (2ZZ-GE) 1796 cm³ 4 165 kW (224 PS) 08.2005–12.2006
Diesel
1.4 D-4D (1ND-TV) 1364 cm³ 4 66 kW (90 PS) 07.2004–02.2007
2.0 D-4D (1CD-FTV) 1995 cm³ 4 66 kW (90 PS) 11.2001–06.2004
2.0 D-4D (1CD-FTV) 1995 cm³ 4 81 kW (110 PS) 11.2001–04.2003
2.0 D-4D (1CD-FTV) 1995 cm³ 4 85 kW (116 PS) 05.2003–02.2007

Corolla Verso (2001–2009)[Bearbeiten]

Von November 2001 bis März 2009 gab es auf Basis des Corolla einen Kompaktvan namens Corolla Verso, der mit fünf oder sieben Sitzen ausgestattet ist. Solche Fahrzeuge gab es schon früher, doch der Corolla Verso war der erste, den Toyota in Europa auf den Markt brachte.

Bei der Präsentation im Herbst 2001 bildete der Verso die einzige der fünf simultan neu vorgestellten Karosserievarianten, die noch aus Japan importiert wurde.

Ab Frühjahr 2004 jedoch liefen die für Europa bestimmten Modelle im türkischen Werk bei Adapazari vom Band. Zur selben Zeit stellte Toyota die zweite Generation des Minivans vor, der ab Herbst 2005 auch mit einem neuen 2,2-Liter-Dieselmotor erhältlich war.

Der Dieselmotor war seinerzeit mit 130 kW (177 PS) der leistungsstärkste Dieselmotor in einem Kompaktvan. Zur Abgasreinigung wurde das Fahrzeug mit der Toyota D-CAT-Technologie ausgestattet und erhielt daher einen Speicherkatalysator.

Nachfolger wurde der im April 2009 eingeführte Toyota Verso.

Corolla (E14/E15, 2006–2013)[Bearbeiten]

Toyota Corolla Axio (Japan)
Toyota Corolla Rumion (Japan)

Im Herbst 2006 debütierte der zehnte Corolla, der sich die technische Basis mit dem Auris teilte. Erstmals wurden zwei völlig unterschiedliche Modelle produziert, der etwas kürzere Corolla (E14) für den japanischen Markt und der längere Corolla (E15) für Nordamerika und den Rest der Welt.

Der E14 wurde im Oktober 2006 vorgestellt und war als viertürige Stufenhecklimousine (Corolla Axio) und als fünftüriger Kombi (Corolla Fielder) lieferbar bei einer Länge von 4410 mm. Er wird angetrieben von einem 1,5 Liter großen Vierzylinder (81 kW/110 PS) oder einem 1,8-Liter-Vierzylinder (100 kW/136 PS).[4] Außer den Versionen mit Frontantrieb wurden auch allradgetriebene Varianten mit schwächeren Motoren angeboten. Die Mehrzahl der Corolla-Modelle ist serienmäßig mit einer stufenlosen Automatik (CVT) ausgestattet, außerdem gibt es noch einige Ausführungen mit einem Fünfganggetriebe.

Im November 2006 folgte die Einführung des Corolla E15 für den übrigen Teil der Welt, der sich den Radstand (2600 mm) mit dem E14 teilt, aber mit 4540 mm etwas länger und ausschließlich als viertürige Stufenhecklimousine lieferbar war. Hier standen je nach Markt unterschiedliche Motorisierungen zur Verfügung. In Nordamerika erhielt der Corolla Vierzylindermotoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen, 16 Ventilen und variabler Ventilsteuerung mit 1,8 oder 2,4 Litern Hubraum, die 98 kw/132 PS und 118 kW/160 PS leisten; diese Fahrzeuge sind serienmäßig mit einem Fünfganggetriebe ausgestattet, gegen Mehrpreis standen konventionelle Vier- und Fünfstufenautomatikgetriebe zur Verfügung. In Japan gab es zudem mit gleicher Technik den Corolla Rumion (Radstand 2600, Länge 4210 mm), einen kantigen Minivan, der als größere Ausführung des Toyota bB angeboten wurde.

Im Frühjahr 2009 erfolgte mit der Einführung des Toyota Verso eine Überarbeitung des Corolla E14/E15. Seitdem hießen die Allex-Modelle Toyota Klinge.

Corolla (E160, seit 2012 / E170, seit 2013)[Bearbeiten]

11. Generation
Toyota Corolla E170 (Europa)

Toyota Corolla E170 (Europa)

Produktionszeitraum: seit 2013
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,6 Liter
(73–99 kW)
Dieselmotoren:
1,4 Liter
(66 kW)
Länge: 4620 mm
Breite: 1775 mm
Höhe: 1465 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht: 1225–1280 kg

Auch von der elften Generation des Corolla werden zwei unterschiedliche Modelle produziert. Der Corolla E160 wurde im Mai 2012 in Japan eingeführt. Er ist deutlich kürzer und schmaler, um den japanischen Vorgaben für Kompaktwagen zu entsprechen und als Limousine Corolla Axio oder Kombi Corolla Fielder erhältlich. Abweichend von der internationalen Version ist der Corolla E160 auch als Hybrid erhältlich.

Der Toyota Corolla (E170) ist die internationale Version, die August 2013 auf dem US-amerikanischen Markt eingeführt wurde. Im Februar 2014 führte Toyota den Corolla E170 in Deutschland ein. Dies war die Rückkehr des „Corolla“ nach Deutschland nach einer Abwesenheit von sieben Jahren. Er wird im türkischen Werk Adapazarı für den europäischen Markt hergestellt. Der Corolla E170 ist nur als Stufenheck erhältlich, als Steilheck-Variante dient weiterhin der Toyota Auris, der auf der gleichen Plattform basiert. Die europäische Variante ist deutlich konservativer gestaltet als die US-amerikanische, auch verzichtete man auf eine groß angelegte Werbekampagne. Das Motorenprogramm für Deutschland besteht aus einem Diesel- und zwei Ottomotoren, von denen der größere auch mit einem CVT-Getriebe erhältlich ist.

Motoren in Deutschland
Modell Hubraum Zylinder Leistung Bauzeit
1,33 Dual-VVT-i 1329 4 73 kW (99 PS) seit 2013
1,6 Valvematic 1598 4 97 kW (132 PS) seit 2013
1,4 D-4D Diesel 1364 4 66 kW (90 PS) seit 2013

Technische Daten[Bearbeiten]

Modell 1.33 1.6 1.8 (USA) 1.8 (USA) 1.4 D-4D
Motorcode 1NR-FE 1ZR-FAE 1ND-TV
Zylinderzahl R4 R4 R4 R4 R4
Hubraum (cm³) 1329 1598 1798 1798 1364
Max. Leistung (kW/PS) 73/99 bei 6000 97/132 bei 6400 97/132 bei 6000 103/140 bei 6100 66/90 bei 3800
Max. Drehmoment (Nm) 128 bei 3800 160 bei 4400 173 bei 4400 170 bei 4000 205 bei 1800–2800
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 180 200 (AT = 190) 180
Getriebe (serienmäßig) 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe oder stufenlose Automatik 6-Gang-Schaltgetriebe, 4-Stufen-Automatik oder stufenlose Automatik (Multidrive-S) stufenlose Automatik (Multidrive-S) 6-Gang-Schaltgetriebe
Beschleunigung (0–100 km/h) 12,6 s 10,0 s (AT = 11,1 s) 12,5 s
Verbrauch kombiniert (l/100 km) 5,6 S 6,0 S (AT = 5,6 S) 4,1 D

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Toyota Corolla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mike Covello: Standard Catalog of Imported Cars 1946–2002. Krause Publications, Iola 2002, ISBN 0-87341-605-8, S. 618/774.
  2. a b Toyota Corolla (used and new), specs and pics at AMAYAMA.COM. specs.amayama.com. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  3. General Information • TOYOTA MOTOR MANUFACTURING TURKEY. Toyotatr.com. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  4. カローラ アクシオ|スペック|諸元表. Toyota.jp. Abgerufen am 3. Oktober 2010.