Andreas Wellinger

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Andreas Wellinger Skispringen
Andreas Wellinger 2015

Andreas Wellinger 2015

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 28. August 1995
Geburtsort RuhpoldingDeutschlandDeutschland Deutschland
Größe 183 cm
Gewicht 65 kg
Karriere
Verein SC Ruhpolding
Nationalkader seit 2011
Debüt im Weltcup 24. November 2012
Pers. Bestweite 218 m (Bad Mitterndorf 2016)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Jugendspiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2014 Sotschi Mannschaft
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
Silber 2016 Bad Mitterndorf Mannschaft
FIS Skisprung-Junioren-WM
Silber 2015 Almaty Einzel
Bronze 2013 Liberec Mannschaft
Silber 2015 Almaty Mannschaft
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
Gold 2012 Klingenthal Mannschaft
Gold 2014 Hinterzarten Mannschaft
Olympische Ringe Olympische Jugend-Winterspiele
Gold 2012 Innsbruck Mix-Mannschaft
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 01  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 04  (Details)
 Gesamtweltcup 09. (2013/14)
 Skiflug-Weltcup 12. (2013/14)
 Vierschanzentournee 09. (2012/13)
 Sommer-Grand-Prix 01. (2013)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 3 2
 Teamspringen 4 3 1
letzte Änderung: 17. Januar 2016

Andreas Wellinger (* 28. August 1995 in Ruhpolding) ist ein deutscher Skispringer, der für den SC Ruhpolding startet. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wurde er im Mannschaftswettbewerb Olympiasieger.

Werdegang[Bearbeiten]

Wellinger war von 2002 bis 2010 nordischer Kombinierer und ist seit Februar 2011 Skispringer. 2009 wurde er in der Gesamtwertung des Schülercups Zweiter. Bei den OPA-Spielen 2010 wurde er Dritter in der Nordischen Kombination. Im März 2010 kam er auf den zweiten Platz im Schülercup. Im September 2011 belegte er den dritten und zweiten Rang im Deutschlandpokal. Einen Monat später siegte er im Alpencup, wurde im Dezember Fünfter und siegte im selben Monat im Deutschlandpokal. Bei den Deutschen Meisterschaften 2011 der Junioren in Hinterzarten sprang er auf den fünften Platz und wurde mit dem Team Neunter. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 gewann er mit dem Mix-(Sprung/Kombinations)-Team die Goldmedaille.[1] Im Einzelwettbewerb wurde er dort Vierter.[2] Im Sommer 2012 erreichte er im Skisprung-Continental-Cup 2012/13 je einen ersten,[3] zweiten und dritten Platz.[4] Bei den Deutschen Meisterschaften 2012 in Klingenthal belegte er den fünften Platz und wurde deutscher Meister mit der Mannschaft.

Seit dem Beginn der Saison 2012/13 startet Wellinger im Weltcup. Bereits bei seinem ersten Weltcupspringen am 24. November 2012 wurde er Fünfter, nachdem er nach dem ersten Durchgang sogar geführt hatte.[5] Bereits knapp eine Woche später feierte er mit der deutschen Mannschaft beim Springen auf der Rukatunturi-Schanze in Kuusamo im Mannschaftswettbewerb seinen ersten Weltcupsieg. Mit der höchsten Punktzahl aller Springer hatte er großen Anteil daran.[6] Am 9. Dezember 2012 belegte er mit einem dritten Platz auf der Normalschanze des Skisprungkomplexes RusSki Gorki bei Sotschi zum ersten Mal einen Weltcup-Podestplatz in einem Einzelwettkampf. Eine Woche danach, am 16. Dezember 2012, erreichte er mit einem zweiten Platz auf der Gross-Titlis-Schanze in Engelberg sein bisher bestes Einzelergebnis im Weltcup, das er in der folgenden Saison in der Vogtland Arena in Klingenthal wiederholte.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 im tschechischen Liberec gewann er mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb.[7] Im Einzel belegte er den fünften Rang.[8]

Am 3. August 2013 konnte Wellinger im polnischen Wisła im Rahmen des Sommer-Grand-Prix seinen ersten Einzelsieg auf der höchsten Wettkampf-Ebene feiern.[9] Zwei Wochen später folgte in Courchevel der nächste Sieg.[10] Mit dem Gewinn des Springens in Klingenthal am 3. Oktober verdrängte er Jernej Damjan von Platz eins und gewann damit als dritter deutscher Skispringer nach Sven Hannawald (1999) und Andreas Wank (2012) die Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix.[11]

Seinen ersten Weltcup-Sieg feierte er am 16. Januar 2014 ebenfalls auf der Schanze in Wisła.[12] Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi erreichte er auf der Normalschanze den sechsten Platz. Am 17. Februar 2014 wurde Wellinger zusammen mit Andreas Wank, Marinus Kraus und Severin Freund Olympiasieger im Mannschaftsspringen. In die Saison 2014/15 startete er gut. In Klingenthal gewann er zusammen mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Severin Freund den Teamwettbewerb. Im Einzelspringen wurde er Dritter. In Kuusamo stürzte er und zog sich schwere Prellungen zu. Direkt nach dem Absprung hatte er die Kontrolle verloren und fiel auf den Vorbau der Schanze.

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten]

Datum Ort Disziplin
16. Januar 2014 PolenPolen Wisła Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten]

Datum Ort Disziplin
30. November 2012 FinnlandFinnland Kuusamo Großschanze
22. November 2014 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
21. November 2015 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
9. Januar 2016 DeutschlandDeutschland Willingen Großschanze

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2012/13 20. 393
2013/14 09. 601
2014/15 35. 137

Grand-Prix-Siege im Einzel[Bearbeiten]

Datum Ort Disziplin
3. August 2013 PolenPolen Wisła Großschanze
15. August 2013 FrankreichFrankreich Courchevel Großschanze
3. Oktober 2013 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2012 72. 008
2013 01. 440
2014 18. 116
2015 12. 185

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land Disziplin
1. 8. September 2012 Lillehammer Norwegen Großschanze

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andreas Wellinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisliste (PDF; 38 kB) aus olympic.org, abgerufen am 25. November 2012
  2. Ergebnisliste (PDF; 47 kB) aus olympic.org, abgerufen am 25. November 2012
  3. Andreas Wellinger siegt in Lillehammer, skispringen.com, 9. September 2012, abgerufen am 25. November 2012.
  4. Andreas Wellinger sorgt weiter für Furore, rosenheim24.de, 30. August 2012, abgerufen am 25. November 2012.
  5. Severin Freund gewinnt spannenden Auftakt berkutschi.com, abgerufen am 25. November 2012.
  6. Deutschland gewinnt knappes Teamspringen berkutschi.com, abgerufen am 30. November 2012.
  7. JWM-Titel auch für slowenische Herren berkutschi.com, abgerufen am 1. Februar 2013.
  8. Jaka Hvala krönt sich zum Junioren-Weltmeister bei www.berkutschi.com, abgerufen am 1. Februar 2013.
  9. Wellinger gewinnt Einzelspringen in Wisla bei skispringen-news.de, abgerufen am 16. August 2013.
  10. Wellinger siegt überlegen vor Wank und Neumayer bei skispringen-news.de, abgerufen am 16. August 2013.
  11. Wellinger nach Triumph Gesamtsieger spox.com, 3. Oktober 2013, abgerufen am 4. Oktober 2013.
  12. Andreas Wellinger holt ersten Weltcupsieg in Wisla skispringen.com, 16. Januar 2014, abgerufen am 17. Januar 2014.