Commeny

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Commeny
Wappen von Commeny
Commeny (Frankreich)
Commeny
Region Île-de-France
Département Val-d’Oise
Arrondissement Pontoise
Kanton Pontoise
Gemeindeverband Vexin Centre
Koordinaten 49° 8′ N, 1° 54′ OKoordinaten: 49° 8′ N, 1° 54′ O
Höhe 67–126 m
Fläche 6,16 km2
Einwohner 465 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 75 Einw./km2
Postleitzahl 95450
INSEE-Code
Website Commeny

Commeny – Église Saint-Martin

Commeny ist ein Ort und eine nordfranzösische Gemeinde mit 465 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Val-d’Oise in der Region Île-de-France (Frankreich).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Commeny liegt in einer Höhe von circa 110 m ü. d. M. circa 53 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Paris in der Landschaft des Vexin nahe der Grenze zur Normandie. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Vexin français.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 257 313 273 211 375 413

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft hat nur geringe Auswirkungen auf die Einwohnerzahl der Gemeinde gehabt. Wegen der relativen Nähe zum Großraum Paris und den auf dem Lande deutlich niedrigeren Immobilienpreisen sind die Bevölkerungszahlen in den letzten Jahrzehnten wieder leicht angestiegen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Jahrhunderten lebten die Einwohner als Selbstversorger vom Ertrag ihrer Felder und Gärten; auch Viehzucht wurde in geringem Umfang betrieben. Landwirtschaft und Kleinhandel spielen auch heute noch die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Einige Häuser sind als Ferienhäuser (gîtes) ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römerstraße Chaussée Jules César von Lutetia (Paris) nach Rotomagus (Rouen) bzw. nach Juliobona (Lillebonne) führte in der Antike durch das Gemeindegebiet. Aus dem Hochmittelalter (1085) stammt der älteste überlieferte Ortsname (Cumencio); in einer Urkunde des Jahres 1170 wird vermeldet, dass die Abtei Saint-Martin de Pontoise in Commeny Grundbesitz hatte. Um das Jahr 1200 entstand die erste nachweisbare Kirche des Ortes, die im 16. Jahrhundert erweitert wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Relief des Pfingstwunders
  • Die ursprünglich einschiffige Pfarrkirche Saint-Martin wurde um das Jahr 1200 erbaut. In der Zeit des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) wurde sie beschädigt und zu Beginn des 16. Jahrhunderts entschied man sich für den Abriss der ehemaligen Außenwände und den Hinzufügung von zwei Seitenschiffen. Der Glockenturm stammt aus dem 17. Jahrhundert, wurde aber im 19. Jahrhundert weitgehend abgerissen und erneuert. Der Kirchenbau ist seit dem Jahr 1926 als Monument historique anerkannt.[1] Das rippengewölbte Innere birgt mehrere Statuen, zwei Tafelbilder aus dem 15. Jahrhundert sowie ein Altarrelief mit der Darstellung des Pfingstwunders.
  • Die Ferme Saint-Jacques (oder auch Ferme des Maillochins) ist ein alter Gutshof mit Scheune, Taubenhaus etc.; sie gehörte früher der in den Revolutionsjahren bis auf den mächtigen Glockenturm zerstörten Église Saint-Jacques-de-la-Boucherie in Paris.
  • Im Ort gibt es ein Brotmuseum (Maison du pain).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Val-d'Oise. Flohic Éditions, Band 2, Paris 1999, ISBN 2-84234-056-6, S. 990–992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Commeny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Saint-Martin, Commeny in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)