Grebs-Niendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Grebs-Niendorf führt kein Wappen
Grebs-Niendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grebs-Niendorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 15′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Dömitz-Malliß
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 31,18 km2
Einwohner: 566 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19294
Vorwahlen: 038750, 038754
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 053
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Goethestraße 31
19303 Dömitz
Webpräsenz: www.amtdoemitz-malliss.de
Bürgermeister: Detlef Schranck
Lage der Gemeinde Grebs-Niendorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Grebs-Niendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Dömitz-Malliß mit Sitz in der Stadt Dömitz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rögnitz bei Niendorf

Die Gemeinde befindet sich in der Griesen Gegend am Nordrand einer Endmoräne. Das Gebiet um Grebs-Niendorf liegt zwischen der Rögnitz und dem Eldekanal. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Galgenberg bei Schlesin mit 42,3 m ü. NN, die Wiesenniederungen der Rögnitz haben eine Höhe von etwa 20 m ü. NN. Grebs-Niendorf wird durch ausgedehnte Nadelwälder südlich von Schlesin und südlich von Niendorf an der Rögnitz und dem Wiesengebiet um die Rögnitz geprägt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Grebs, Niendorf an der Rögnitz, Menkendorf und Schlesin,[2] sowie die Siedlung Neu-Grebs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slawischer Burgwall bei Menkendorf

Erste Siedlungshinweise gibt es mit einem slawischen Burgwall an der nördlichen Gemeindegrenze zu Leussow bei Menkendorf, der aus der Zeit zwischen 900 und 1200 stammt. Grabungen haben ergeben, dass ein die Burg umschließender Wall aus einer Holz-Erde-Konstruktion errichtet war. Dieser erhebt sich heute noch deutlich aus dem Gelände. Nach den Funden im Burgwall wurde die Menkendorfer Gruppe benannt, eine mittelslawische archäologische Keramikgruppe des 9. und 10. Jahrhunderts, welche sich von der Mecklenburgischen Seenplatte bis zum Ostseegebiet erstreckte. Der Ort Niendorf wurde 1431 als Neyedorp, Grebs im Jahr 1285 als Grebece erstmals urkundlich erwähnt. Die vormals selbständigen Gemeinden Grebs und Niendorf an der Rögnitz schlossen sich am 13. Juni 2004 zur neuen Gemeinde Grebs-Niendorf zusammen.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle in Niendorf an der Rögnitz

Die evangelischen Christen in Grebs-Niendorf gehören zur Kirchgemeinde Conow der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, in Niendorf gibt es eine kleine Kapelle. Auf katholischer Seite gehört Grebs-Niendorf zum Gebiet der Pfarrgemeinde Maria Rosenkranzkönigin zu Dömitz, Erzbistum Hamburg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgwall in Menkendorf, hölzerne Anlagen bis 2010 nachgebaut (ohne Anspruch auf Originaltreue)

Die Baudenkmale der Gemeinde sind in der Liste der Baudenkmale in Grebs-Niendorf aufgeführt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Jugendhof Mullewapp e. V. kann für Schullandheim-ähnliche Fahrten genutzt werden. Hier befindet sich auch die Theaterscheune Mullewapp, die sowohl für Aufführungen, als auch als Probebühne genutzt wird.
  • Der Gemeinnützige Heimat- und Museumsverein Grebs und Umgebung e. V. wurde am 21. April 1995 gegründet und hat die Pflege ländlichen Kulturgutes sowie die Nutzung der Heimatscheune als Museum für traditionelle Landtechnik als Vereinsziele.
  • In der Erntekronen GmbH werden jährlich zur Erntedankzeit traditionelle Erntekronen gebunden, die dann ausgestellt und bewertet werden. Mit geschmückten Wagen und in alten Kostümen werden Erntefeste in anderen Orten besucht.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grebs liegt ca. 3,5 Kilometer nördlich von der Bundesstraße 191 bei Malliß. Seit der Einstellung der Bahnstrecke Ludwigslust–Dömitz besteht im öffentlichen Nahverkehr ausschließlich eine Busverbindung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grebs-Niendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Grebs-Niendorf. Gemeinde Grebs-Niendorf, 19. Dezember 2014, S. § 2; abgerufen am 7. Juni 2016 (PDF; 165 kB).
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004