Greven (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Greven führt kein Wappen
Greven (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Greven hervorgehoben
Koordinaten: 53° 28′ N, 10° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Boizenburg-Land
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 40,01 km2
Einwohner: 729 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19258
Vorwahlen: 038842, 038843
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 055
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Fritz-Reuter-Straße 3
19258 Boizenburg/Elbe
Webpräsenz: www.amtboizenburgland.de
Bürgermeisterin: Christa Lichtner
Lage der Gemeinde Greven im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Greven ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Boizenburg-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Boizenburg/Elbe verwaltet.

Zu Greven gehören die Ortsteile Greven, Leisterförde, Granzin (früher: Granzin bei Boizenburg), Lüttenmark und Sternsruh.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Greven befindet sich an der Bundesstraße 195 zwischen den Städten Zarrentin am Schaalsee und Boizenburg an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Durch die Gemeinde fließen die Boize und der Mühlenbach in südlicher Richtung zur Sude und Elbe. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die mit 103 Metern höchste Erhebung der Granziner Heidberge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Granzin, Lüttenmark und Leisterförde sind bereits im Ratzeburger Zehntregister aus dem Jahre 1230 als Dörfer des Landes Boizenburg aufgeführt. Da Granzin als erster Ort verzeichnet wird, ist es schon damals Kirchdorf gewesen[3]. Urkundlich genannt wird die dem Heiligen Martin geweihte und zur Diözese Ratzeburg gehörende Kirche jedoch erst im Jahre 1335[4]. Während der Lübecker Fehde 1505 wurde die Kirche zerstört, aber noch im gleichen Jahr unter dem Ratzeburger Bischof Johannes von Parkentin als einfacher Holzbau wieder errichtet.

Ob Greven ebenfalls im Ratzeburger Zehntregister erwähnt wird ist schwer zu entscheiden: Der entsprechende Eintrag ist verwischt und kann sowohl Gerum (Gehrum) als auch Gervin gelesen werden.

Am 1. Juli 1950 wurde die bisher eigenständige Gemeinde Granzin bei Boizenburg eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Baudenkmale der Gemeinde sind in der Liste der Baudenkmale in Greven aufgeführt.

Dorfkirche Greven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Großherzog von Mecklenburg ließ 1905–06 eine einst an dieser Stelle befindliche Fachwerkkirche oder -kapelle aus dem 17. Jahrhundert durch das neugotische Kirchengebäude mit seinem 34 Meter hohen schlanken Turm ersetzen. Aus dem Vorgängerbau sind zwei geschnitzte, lebensgroße Heiligenfiguren aus dem 15. Jahrhundert und ein Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Der Altaraufsatz befindet sich als Leihgabe der Kirchengemeinde im wiederaufgebauten Kirchenschiff der ehemaligen Dorfkirche Dargelütz im Freilichtmuseum Klockenhagen in Ribnitz-Damgarten. Die heutige Kirche ist ein neuromanischer Ziegelbau mit kreuzförmigem Grundriss. Die beiden Kirchenglocken wurden nach dem Zweiten Weltkrieg neu angeschafft. Heute steht die Kirche vor dem Verfall und befindet sich auf der Liste gefährdeter Dorfkirchen in Mecklenburg.

St. Martin Kirche Granzin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Backsteinbau im klassizistischen Baustil, der Fachwerkturm der keine Verbindung zur Hallenkirche hat, stammt noch von der vormaligen Fachwerkkirche. Diese wurde im 17. Jahrhundert abgerissen, nur der Fachwerkturm blieb erhalten. Auf der großen Empore befindet sich eine alte Frieseorgel aus dem 19. Jahrhundert. Die Kirche besitzt 2 Bronzeglocken, die aus dem Mittelalter stammen. Eine der Glocken wurde im Jahr 1409 gegossen, die andere Glocke aus dem Jahr 1510 wurde durch den bekannten Glockengießermeister Heinrich von Campe gegossen.

Kapelle in Lüttenmark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle aus dem 17. Jahrhundert im Fachwerkstil. Ein einfacher Fachwerkbau mit der Grundfläche eines länglichen Viereck. Der Turm befindet sich an der Westseite, in diesem befindet sich eine 1957 erworbene Metallglocke.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Greven. § 1. Gemeinde Greven, 20. März 2013, abgerufen am 11. August 2016 (PDF; 3,2 MB).
  3. Karl Schmaltz: Die Begründung und Entwickelung der kirchlichen Organisation Mecklenburgs im Mittelalter In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 72 (1907), S. 139
  4. Mecklenburgisches Urkundenbuch Band VIII, Urkunde Nr. 5613