Muchow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Muchow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Muchow
Muchow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Muchow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 19′ N, 11° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Grabow
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 19,05 km2
Einwohner: 290 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19300
Vorwahl: 038752
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 100
Adresse der Amtsverwaltung: Berliner Straße 8a
19297 Grabow
Webpräsenz: www.grabow.de
Bürgermeister: Jürgen Hildebrandt (CDU)
Lage der Gemeinde Muchow im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Brandenburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Nordwestmecklenburg Banzkow Plate Plate Sukow Bengerstorf Besitz (Mecklenburg) Brahlstorf Dersenow Gresse Greven (Mecklenburg) Neu Gülze Nostorf Schwanheide Teldau Tessin b. Boizenburg Barnin Bülow (bei Crivitz) Crivitz Crivitz Demen Friedrichsruhe Tramm (Mecklenburg) Zapel Dömitz Grebs-Niendorf Karenz (Mecklenburg) Malk Göhren Malliß Neu Kaliß Vielank Gallin-Kuppentin Gischow Granzin Obere Warnow Gehlsbach (Gemeinde) Kreien Kritzow Lübz Lübz Marnitz Passow (Mecklenburg) Siggelkow Suckow Tessenow Gehlsbach (Gemeinde) Werder (bei Lübz) Goldberg (Mecklenburg) Dobbertin Goldberg (Mecklenburg) Mestlin Neu Poserin Techentin Goldberg (Mecklenburg) Balow Brunow Dambeck Eldena Gorlosen Grabow (Elde) Karstädt (Mecklenburg) Kremmin Milow (bei Grabow) Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Muchow Prislich Grabow (Elde) Zierzow Alt Zachun Bandenitz Belsch Bobzin Bresegard bei Picher Gammelin Groß Krams Hoort Hülseburg Kirch Jesar Kuhstorf Moraas Pätow-Steegen Picher Pritzier Redefin Setzin Strohkirchen Toddin Warlitz Alt Krenzlin Bresegard bei Eldena Göhlen Groß Laasch Leussow Lübesse Lüblow Rastow Sülstorf Uelitz Warlow Wöbbelin Blievenstorf Brenz (Mecklenburg) Neustadt-Glewe Neustadt-Glewe Cambs Dobin am See Gneven Pinnow (bei Schwerin) Langen Brütz Leezen (Mecklenburg) Pinnow (bei Schwerin) Raben Steinfeld Domsühl Domsühl Obere Warnow Groß Godems Zölkow Karrenzin Lewitzrand Rom (Mecklenburg) Spornitz Stolpe (Mecklenburg) Ziegendorf Zölkow Barkhagen Ganzlin Ganzlin Ganzlin Plau am See Blankenberg (Mecklenburg) Borkow Brüel Dabel Hohen Pritz Kobrow Kuhlen-Wendorf Kloster Tempzin Mustin (Mecklenburg) Sternberg Sternberg Weitendorf (bei Brüel) Witzin Dümmer (Gemeinde) Holthusen Klein Rogahn Klein Rogahn Pampow Schossin Stralendorf Warsow Wittenförden Zülow Wittenburg Wittenburg Wittenburg Wittendörp Gallin Kogel Lüttow-Valluhn Vellahn Zarrentin am Schaalsee Boizenburg/Elbe Ludwigslust Lübtheen Parchim Parchim Parchim HagenowKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Muchow gehört zum Amt Grabow im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Geografie und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Feldern umgebene Gemeinde liegt in dem nur dünn besiedelten Gebiet jeweils zehn Kilometer südöstlich von Neustadt-Glewe und nordöstlich von Grabow. Die Müritz-Elde-Wasserstraße verläuft an der Westgrenze des Gemeindegebietes. Hindurch fließt der kleine Fluss Tarnitz südlich in Richtung Löcknitz. Die Bundesautobahn 24 ist über die Anschlussstelle Neustadt-Glewe in zirka zehn Kilometern zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Muchow

Die erste urkundliche Erwähnung Muchows stammt aus dem Jahre 1377. Eine Besiedlung der Gemarkung hat es aber schon vor Beginn der Zeitrechnung gegeben. Wie in der Region üblich, spielte zeitweise die Eisengewinnung aus Raseneisenstein eine Rolle. Von 1407 bis ins 17. Jahrhundert hinein gab es im Dorf 33 Hauswirte und 32 Katen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden 20 Höfe verwüstet. Insgesamt drei Großbrände in den Jahren 1531, 1903 und 1938 sind bekannt. Muchow war bis 1989 vor allem durch die Landwirtschaft geprägt.

Die neugotische Backsteinkirche mit kreuzförmigem Grundriss wurde von 1890 bis 1892 von Gotthilf Ludwig Möckel erbaut. Das Altarbild stammt von dem Düsseldorfer Maler Ernst Christian Pfannschmidt.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 13. Februar 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 236 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold zwei schräggekreuzte blaue Sensenklingen mit der Schneide nach außen, darüber eine rote Fliege mit goldenen Flügeln.“[3]

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der Gemeinde Muchow

„Die Flagge der Gemeinde Muchow ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gelb, Rot und Gelb gestreift. Die gelben Streifen nehmen jeweils ein Viertel, der rote Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des roten Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe und ein Drittel der Länge des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neogotische Dorfkirche mit Klinkerfassaden
  • Gefallenendenkmal 1914/1918 und 1939/45

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Bardey (1828−1897), deutscher Mathematiker und Lehrer
  • Gustav Bardey (1826–1905), Gärtner, Kurdirektor von Bad Stuer, Ehrenbürger von Plau am See
  • Karl Türk (1800–1887), Rechtsgeschichtler und Politiker

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muchow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Die Amtsgerichtsbezirke Hagenow, Wittenburg, Boizenburg, Lübtheen, Dömitz, Grabow, Ludwigslust, Neustadt, Crivitz, Brüel, Warin, Neubukow, Kröpelin und Doberan. III. Band. Schwerin 1899, S. 225 (Digitalisat im Internet Archive [abgerufen am 23. Juli 2015]).
  3. a b Hauptsatzung der Gemeinde Muchow. § 2. 3. März 2011, abgerufen am 27. Juli 2015 (PDF; 103 kB).