Lüttow-Valluhn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lüttow-Valluhn führt kein Wappen
Lüttow-Valluhn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lüttow-Valluhn hervorgehoben
Koordinaten: 53° 32′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Zarrentin
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 24,31 km2
Einwohner: 845 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19246
Vorwahl: 038851
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 092
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstr. 4–5, 19246
Zarrentin am Schaalsee
Webpräsenz: www.amt-zarrentin.de
Bürgermeister: Marko Schilling (SPD)
Lage der Gemeinde Lüttow-Valluhn im Landkreis Ludwigslust-Parchim
BrandenburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis NordwestmecklenburgBanzkowPlatePlateSukowBengerstorfBesitz (Mecklenburg)BrahlstorfDersenowGresseGreven (Mecklenburg)Neu GülzeNostorfSchwanheideTeldauTessin b. BoizenburgBarninBülow (bei Crivitz)CrivitzCrivitzDemenFriedrichsruheTramm (Mecklenburg)ZapelDömitzGrebs-NiendorfKarenz (Mecklenburg)Malk GöhrenMallißNeu KalißVielankGallin-KuppentinGischowGranzinObere WarnowGehlsbach (Gemeinde)KreienKritzowLübzLübzMarnitzPassow (Mecklenburg)SiggelkowSuckowTessenowGehlsbach (Gemeinde)Werder (bei Lübz)Goldberg (Mecklenburg)DobbertinGoldberg (Mecklenburg)MestlinNeu PoserinTechentinGoldberg (Mecklenburg)BalowBrunowDambeckEldenaGorlosenGrabow (Elde)Karstädt (Mecklenburg)KremminMilow (bei Grabow)Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim)MuchowPrislichGrabow (Elde)ZierzowAlt ZachunBandenitzBelschBobzinBresegard bei PicherGammelinGroß KramsHoortHülseburgKirch JesarKuhstorfMoraasPätow-SteegenPicherPritzierRedefinSetzinStrohkirchenToddinWarlitzAlt KrenzlinBresegard bei EldenaGöhlenGroß LaaschLeussowLübesseLüblowRastowSülstorfUelitzWarlowWöbbelinBlievenstorfBrenz (Mecklenburg)Neustadt-GleweNeustadt-GleweCambsDobin am SeeGnevenPinnow (bei Schwerin)Langen BrützLeezen (Mecklenburg)Pinnow (bei Schwerin)Raben SteinfeldDomsühlDomsühlObere WarnowGroß GodemsZölkowKarrenzinLewitzrandRom (Mecklenburg)SpornitzStolpe (Mecklenburg)ZiegendorfZölkowBarkhagenGanzlinGanzlinGanzlinPlau am SeeBlankenberg (Mecklenburg)BorkowBrüelDabelHohen PritzKobrowKuhlen-WendorfKloster TempzinMustin (Mecklenburg)SternbergSternbergWeitendorf (bei Brüel)WitzinDümmer (Gemeinde)HolthusenKlein RogahnKlein RogahnPampowSchossinStralendorfWarsowWittenfördenZülowWittenburgWittenburgWittenburgWittendörpGallinKogelLüttow-ValluhnVellahnZarrentin am SchaalseeBoizenburg/ElbeLudwigslustLübtheenParchimParchimParchimHagenowKarte
Über dieses Bild

Lüttow-Valluhn ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Zarrentin mit Sitz in der Stadt Zarrentin am Schaalsee verwaltet.

Lüttow-Valluhn setzt sich aus den Ortsteilen Lüttow, Schadeland und Valluhn zusammen.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pferdekoppel in Valluhn

Die Gemeinde befindet sich im Westen Mecklenburg-Vorpommerns an der Grenze zu Schleswig-Holstein und südlich des Biosphärenreservats Schaalsee. Durch das Gemeindegebiet verlaufen der Fluss Boize, die Bundesautobahn 24 und die Bundesstraße 195.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle von 1973

Am 13. Juni 2004 wurden die bisherigen Gemeinden Lüttow und Valluhn zur neuen Gemeinde Lüttow-Valluhn zusammengeschlossen.[3]

Lüttow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lüttow wird 1230 als Luttekowe im Ratzeburger Zehntenregister erstmals urkundlich erwähnt, als der Ort noch aus 14 Hufen bestand. 1496 zählte das Dorf etwa 35 Einwohner. Der Dreißigjährige Krieg und eine Pestwelle im Jahr 1676 forderten zahlreiche Opfer. 1894 besteht Lüttow aus je zwölf Bauernhöfen, Büdnereien und Häuslereien sowie 246 Bewohnern.

Valluhn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Valluhns als Vilun, was aus dem Slawischen kommt und so viel wie „Zauberin“ bedeutet, findet sich 1194 im Isfriedschen Teilungsvertrag. Auch dieser Ort taucht 1230 im Ratzeburger Zehntenregister auf, als er noch aus 14 Hufen bestand und zur Parochie Zarrentin gehörte und vom deutschen Kolonisten Ottbertus regiert wurde. 1496 zählt Valluhn 14 Familien und 68 Einwohner. Der Dreißigjährige Krieg forderte auch hier zahlreiche Opfer. Bei Valluhn kämpften 1813 französische gegen deutsch-russische Truppen, wobei die Franzosen geschlagen wurden und sich in Richtung Hamburg zurückzogen.

Valluhn war von je her landwirtschaftlich geprägt. Nach 1990 entstand, begünstigt durch die Lage an der Autobahn und zu Hamburg, das größte neu geschaffene Gewerbegebiet Mecklenburg-Vorpommerns, in dem sich vor allem Transportgewerbe niederließ. Außerdem ist dort seit 2006 das Fleischwerk der Edeka Nord angesiedelt, mit 43.000 m² Fläche, rund 400 Mitarbeitern und täglich produzierten 350 t einer der größten Fleischverarbeitungsbetriebe in Deutschland.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung setzt sich seit 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:[4]

Bürgerbündnis 4 Sitze
CDU 3 Sitze
Einzelbewerberin Rheinschmitt 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museumshof Valluhn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lüttow-Valluhn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 9 der Hauptsatzung (PDF; 41 kB) der Gemeinde
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  4. Gesamtergebnis Gemeindevertretung Lüttow-Valluhn 25.05.2014