Domsühl

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Domsühl führt kein Wappen
Domsühl
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Domsühl hervorgehoben
Koordinaten: 53° 29′ N, 11° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Parchimer Umland
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 40,11 km2
Einwohner: 1315 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19374
Vorwahl: 038728
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 035
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Walter-Hase-Straße 42
19370 Parchim
Webpräsenz: www.amt-parchimer-umland.de
Bürgermeister: Hans-Werner Beck
Lage der Gemeinde Domsühl im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Domsühl ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Parchimer Umland mit Sitz im Parchim verwaltet und grenzt direkt an die Stadt Parchim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domsühl liegt in einer flachen Ebene ohne größere Erhebungen, deren höchste erreichen knapp 78 m ü. NHN. Größere Fließgewässer sind der Schlievener Bach und der Raduhner Bach. Im Gemeindegebiet befinden sich mehrere Waldgebiete, deren größtes die Domsühler Tannen sind. Die Gemeinde befindet sich rund acht Kilometer nordwestlich von Parchim und etwa 13 Kilometer südöstlich von Crivitz.

Ortsteile der Gemeinde sind Alt Damerow, Bergrade Dorf, Bergrade Hof, Domsühl, Schlieven, Severin und Zieslübbe.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alt Damerow: Die Fachwerkkirche stammt vom 18. Jahrhundert; ein Niederdeutsches Hallenhaus (Hof VIII) wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet (Dehio). Der Ort wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.

Domsühl wurde am 21. September 1312 als Domptzuel oder Dametzule erstmals erwähnt. Der Name leitet sich vom altslawischen Wort dąbŭ für Eiche ab.[3][4] Vermutlich wurden erst Häuser um einen Kranz alter Eichen gebaut.

Die Dorfkirche, ein kleiner flachgedeckter stammt wohl vom 15. Jahrhundert. [5]

Severin wurde 1264 erstmals als Ceberin (sebrŭ für Bauer, also Bauerndorf) urkundlich erwähnt.[6] Der Name To der Sliven (= Pflaumenort) ist seit vor 1300 überliefert. Die Kapelle zu Schlieven, 1593 erwähnt, wurde 1872 abgebrochen. Die neugotische Backstein-/Feldsteinkirche stammt von 1872. Das Gut hatte viele Besitzer u. a. die Familien von Brüsewitz (um 1309), Kloster Dobbertin, von Grabow, von der Lühe, von Quitzow (ab 1746) und zuletzt Günther Quandt. Das Gutshaus der Neorenaissance stammt aus den 1880er Jahren; es war nach 1945 Flüchtlingsunterkunft, Wohnhaus und bis 1996 Bildungseinrichtung. Severin wurde am 25. Mai 2014 nach Domsühl eingemeindet.[7]

Zieslübbe wurde 1308 erstmals erwähnt. Die Feldsteinkirche stammt vom späten 15. Jahrhundert (Dehio). Der Ort wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mittelalterliche Kirche (Feldsteinbau) Domsühl
  • Alter Eichenring im Zentrum von Domsühl
  • Agrarhistorisches Museum Pingelhof (Fachhallenhaus) Alt Damerow
  • Büdnerei Bergrade
  • Mehrere Großsteingräber
  • Gedenkstein von 1949 vor einer zu Bergrade Dorf gehörenden Kapelle an der B 321 (ergänzt durch Gedenktafel von 1976) für Häftlinge eines Todesmarsches des KZ Sachsenhausen, die in einer nahe gelegenen Lehmgrube von SS-Männern erschossen wurden

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich der Bundesstraße 321. Die Bundesautobahn 24 ist über die Anschlussstelle Parchim in rund 19 Kilometern erreichbar. Domsühl besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Schwerin–Parchim. Südöstlich der Gemeinde liegt der Flughafen Schwerin-Parchim.

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Domsühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 2,4 MB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 42.
  4. MUB V. (1869) Nr. 3562.
  5. Domsühl, Lkr. Parchim. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Mecklenburg-Vorpommern. 2000, S. 122.
  6. Mecklenburgisches Urkundenbuch. II, Nr. 1009, 1864.
  7. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Gebietsänderungen