Besitz (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Besitz führt kein Wappen
Besitz (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Besitz hervorgehoben
Koordinaten: 53° 21′ N, 10° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Boizenburg-Land
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 22,27 km2
Einwohner: 440 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19258
Vorwahl: 038844
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 010
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Fritz-Reuter-Straße 3
19258 Boizenburg/Elbe
Webpräsenz: www.amtboizenburgland.de
Bürgermeister: Toralf Pfohl
Lage der Gemeinde Besitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Besitz ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Boizenburg-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Boizenburg/Elbe verwaltet.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Ortsteile Besitz und Blücher.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Westen Mecklenburg-Vorpommerns. Durch das Gemeindegebiet fließen die Sude und die Schaale. Die Bundesstraße 5 und die Bahnstrecke Hamburg–Berlin verlaufen etwa vier Kilometer nördlich von Besitz. Der nächste Bahnhof befindet sich in der Nachbargemeinde Brahlstorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besitz wurde erstmals 1376 urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom altslawischen brŭtĭ für Bienenstock ab und bedeutet so viel wie Bienenstockort.[3]

Funde, unter anderem aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit, belegen eine weitaus frühere Besiedlung der Gemarkung. Zwischen dem Burgsee und dem Fluss Sude entstand in der Slawenzeit die nicht erhaltene Burganlage Nedderborg, von der bis heute ein Flurname kündet. Um 1500 gab es im Dorf zirka 17 Hufen und acht Katen, von denen einer ein Krug und einer eine Schmiede war. 1496 lebten 115 Einwohner in Besitz. Zu leiden hatte der Ort unter dem Dreißigjährigen Krieg, welcher etwa 20 Prozent Bevölkerungsverlust und Wüstungen mit sich brachte.

Aus Überlieferungen geht hervor, dass die Bewohner von jeher mit dem Hochwasser zu kämpfen hatten. Erste Regulierungen an der Sude im Rückstaugebiet der Elbe, welche Hochwassergefahren mindern sollten, erfolgten um 1830.

Blücher ist ein ehemaliges Gutsdorf und wurde mit dem Namen Bluggere 1230 im Ratzeburger Zehntregister erstmals urkundlich erwähnt. Das Gut gilt als Stammsitz der ehemals slawischen[4] Adelsfamilie von Blücher. Die Gutsanlage geht auf eine alte Burg zurück (12./13. Jhd.), der Festungsgraben ist heute noch vorhanden. Das barocke Gutshaus ist aus Baumaterial des ab 1690 abgebrochenen Renaissanceschlosses Neuhaus/Elbe 1703 erbaut worden. 1702 hatte es der kurhannoversche Major Victor von Zülow von der Familie von Dehn erworben.[5]
Die neugotische Dorfkirche stammt von 1876 als Nachfolgebau einer alten Kirche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Besitz (Mecklenburg)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Besitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 3,1 MB) der Gemeinde.
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Jahrbücher für Geschichte. Band 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 25 (online [abgerufen am 29. Juli 2015]).
  4. Dmitri Nikolajewitsch Jegorow: Die Kolonisation Mecklenburgs im 13. Jahrhundert. Band 2: Der Prozess der Kolonisation (= Bibliothek geschichtlicher Werke aus den Literaturen Osteuropas. Bd. 1, 2, ZDB-ID 1133710-2). Priebatsch, Breslau 1930, S. 431.
  5. Blücher. In: Torsten Pöschk: „Hier ist mein eigener Grund; der mir ist Angestorben ...“ Die Gestaltung barocker Gutshäuser, Höfe und Gärten des Adels in Mecklenburg-Schwerin im Kontext des innerstaatlichen Machtkonflikts im 18. Jahrhundert. 1., neue Ausgabe. Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8423-7436-2, S. 65.