Leezen (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leezen
Leezen (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leezen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 40′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Crivitz
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 26,44 km2
Einwohner: 2203 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19067
Vorwahl: 03866
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 082
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstraße 5
19089 Crivitz
Webpräsenz: www.leezen-mv.de
Bürgermeister: Gerhard Förster
Lage der Gemeinde Leezen im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Leezen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Crivitz mit Sitz in Crivitz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leezen liegt am Oststufer des Schweriner Sees (Innensee). Der Ortsteil Rampe liegt direkt am Paulsdamm, der den Schweriner See seit dem 19. Jahrhundert in zwei Hälften teilt. Das Ramper Moor ist ein bewaldetes Feuchtgebiet am Ufer des Sees und steht unter Naturschutz. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Cambser See. Der größte Teil des Gemeindegebietes wird landwirtschaftlich genutzt. Außer dem Ramper Moor gibt es nur im Süden mit dem Hohen Holz größere Waldflächen. Im Süden befindet sich mit 85,5 m ü. NHN die höchste Anhöhe der Gemeinde.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Görslow, Leezen, Panstorf, Rampe und Zittow sowie die Wohnplätze Blumenberg, Görslow Ausbau, Görslow Siedlung, Neu Zittow, Sandhof, Silberhof, Uhlenhorst.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus Leezen, 1850 erbaut

Leezen wurde 1325 erstmals erwähnt. Das mecklenburgische Gut Leezen war mehrere Jahrhunderte im Besitz der Familie von Halberstadt. Wie die gesamte umliegende Gegend wurde Leezen durch den Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen. Vor 1790 gelangte der Grundbesitz an die Familie von Laffert. Weitere Besitzer waren die Familien Dessin, Otto von Hahn, Franz von Bülow und von Dorne. Von den von Dorne erwarb die Familie Evers das zunächst gepachtete Gut. Carl Detlef Evers ließ 1850 das neugotische Gutshaus Leezen bauen und einen Landschaftspark einrichten. Nach dem Tod von Carl Detlef Evers verkauften dessen Erben 1860 das Gut mit Schloss an Ludwig Wilhelm Christian Diestel; dessen Grabkapelle befindet sich auf dem Kirchfriedhof Langen Brütz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die letzten Besitzer enteignet und das Gut Leezen in eine LPG umgewandelt.[3]

Das Gebiet gehörte bis 1918 zum Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, danach zum Land Mecklenburg und dann von 1952 bis 1990 zum Bezirk Schwerin.

Rampe wurde 1171 erstmals urkundlich erwähnt. Das eingeschossige Gutshaus Rampe ist durch umbauten mehrfach überformt worden, war nach 1990 einige Jahre Hotel und ist heute (2016) ein diakonisches Heim für Behinderte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 5. Februar 1999 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 181 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold ein blauer Balken, begleitet: oben von einem aus zwei Tragsteinen und einem Deckstein bestehenden roten Steingrab, unten von fünf (3:2) roten Pflugscharen.“[4]

Das Wappen wurde von dem Wismarer Roland Bornschein gestaltet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenstelle der Stasiunterlagen-Behörde in Görslow

Im Ortsteil Rampe befindet sich das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern.

Die Außenstelle Schwerin des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der DDR befindet sich im Ortsteil Görslow. Das Gebäude war bis zur Wende eine Kaserne der Nationalen Volksarmee.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Leezen sind u.a. folgende Sportvereine ansässig:

  • SpVgg Cambs-Leezen "Traktor" e.V. (von 2000) (Fußball)
  • SG Banzkow-Leezen e.V. (Handball)
  • Leezener Sportverein 06 e.V.
  • FSV Leezen (von 2009) (Fußball)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Zittow

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Leezen (Mecklenburg)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Leezen liegt an der Bundesstraße 104 und wird durch die Trasse der Bundesautobahn 14 geteilt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landeshauptarchiv Schwerin
    • LHAS 5.12-4/3 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Abt. Siedlungsamt Nr. 2372.
    • LHAS 9.1-1 Reichskammergericht (1495–1806) Nr. 696

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leezen (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Leezen auf den Seiten des Amtes Crivitz
  • Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Leezen im SIS-Online. Statistisches Informationssystem.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 105 kB) der Gemeinde
  3. Hubertus Neuschäffer: Mecklenburgs Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, ISBN 3-88042-534-5, S. 144–145
  4. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 105 kB) der Gemeinde