Demen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Demen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Demen
Demen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Demen hervorgehoben
53.63333333333311.76666666666745Koordinaten: 53° 38′ N, 11° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Crivitz
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 46,79 km²
Einwohner: 874 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19089
Vorwahl: 038488
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 029
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstraße 5
19089 Crivitz
Webpräsenz: www.gemeinde-demen.de
Bürgermeister: Heidrun Sprenger
Lage der Gemeinde Demen im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Brandenburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Nordwestmecklenburg Banzkow Plate Plate Sukow Bengerstorf Besitz (Mecklenburg) Brahlstorf Dersenow Gresse Greven (Mecklenburg) Neu Gülze Nostorf Schwanheide Teldau Tessin b. Boizenburg Barnin Bülow (bei Crivitz) Crivitz Crivitz Demen Friedrichsruhe Tramm (Mecklenburg) Zapel Dömitz Grebs-Niendorf Karenz (Mecklenburg) Malk Göhren Malliß Neu Kaliß Vielank Gallin-Kuppentin Gischow Granzin Obere Warnow Gehlsbach (Gemeinde) Kreien Kritzow Lübz Lübz Marnitz Passow (Mecklenburg) Siggelkow Suckow Tessenow Gehlsbach (Gemeinde) Werder (bei Lübz) Goldberg (Mecklenburg) Dobbertin Goldberg (Mecklenburg) Mestlin Neu Poserin Techentin Goldberg (Mecklenburg) Balow Brunow Dambeck Eldena Gorlosen Grabow (Elde) Karstädt (Mecklenburg) Kremmin Milow (bei Grabow) Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Muchow Prislich Steesow Zierzow Alt Zachun Bandenitz Belsch Bobzin Bresegard bei Picher Gammelin Groß Krams Hoort Hülseburg Kirch Jesar Kuhstorf Moraas Pätow-Steegen Picher Pritzier Redefin Setzin Strohkirchen Toddin Warlitz Alt Krenzlin Bresegard bei Eldena Göhlen Groß Laasch Leussow Lübesse Lüblow Rastow Sülstorf Uelitz Warlow Wöbbelin Blievenstorf Brenz (Mecklenburg) Neustadt-Glewe Neustadt-Glewe Cambs Dobin am See Gneven Pinnow (bei Schwerin) Langen Brütz Leezen (Mecklenburg) Pinnow (bei Schwerin) Raben Steinfeld Domsühl Domsühl Obere Warnow Groß Godems Zölkow Karrenzin Lewitzrand Rom (Mecklenburg) Spornitz Stolpe (Mecklenburg) Ziegendorf Zölkow Barkhagen Ganzlin Ganzlin Ganzlin Plau am See Blankenberg (Mecklenburg) Borkow Brüel Dabel Hohen Pritz Kobrow Kuhlen-Wendorf Langen Jarchow Mustin (Mecklenburg) Sternberg Sternberg Weitendorf (bei Brüel) Witzin Zahrensdorf Zahrensdorf Dümmer (Gemeinde) Holthusen Klein Rogahn Klein Rogahn Pampow Schossin Stralendorf Warsow Wittenförden Zülow Wittenburg Wittenburg Wittenburg Wittendörp Gallin Kogel Lüttow-Valluhn Vellahn Zarrentin am Schaalsee Boizenburg/Elbe Ludwigslust Lübtheen Parchim Parchim Parchim HagenowKarte
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Demen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Crivitz mit Sitz in Crivitz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 9,5 Kilometer nordöstlich von Crivitz und etwa zehn Kilometer südlich von Sternberg. Der Ortsteil Kobande befindet sich am Nordufer des Barniner Sees. Große Teile des Gemeindegebietes sind bewaldet, so gibt es die Waldgebiete Venzkower Tannen und Kobander Tannen. Das Waldgebiet Demener Räumde westlich des Ortes Demen wurde ab 1976 bis 1990 als Truppenübungsplatz von der in Demen stationierten 5. Raketenbrigade der NVA und anschließend bis 2004 von Teilen des Logistikregiments 14 der Bundeswehr genutzt. Die Warnow durchfließt die Gemeinde. Ein weiteres Fließgewässer ist der Demener Bach, welcher in die Warnow mündet. Mehrere kleine Seen, wie etwa der Dorfsee, der Faule See und der Tiefe See, bilden gemeinsam die sogenannte Demener Rinne. Nur wenige Anhöhen überschreiten die 50 m ü. NHN.

Ortsteile der Gemeinde sind Buerbeck, Demen, Kobande und Venzkow.[2] Weiterhin sind auf dem Gemeindegebiet die Ansiedlungen Klaushof, Horst, Kölpin, Poggenhof und Müggenburg bewohnt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name ist vermutlich slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie Brand- oder Rauchort, was auf dem Ursprung der Siedlung (Brandrodung) hindeutet.[3] Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Dorfkirche Demen bereits am 26. Mai 1265 als Patronatskirche des Klosters Dobbertin.[4][5] Das Dorf selbst gehörte fast 380 Jahre bis zum 29. Juni 1645 zum Klosterbesitz.

Die Vitten waren viele Jahre mit Schafställen bebaut und mit großen Herden bewirtschaftet. Das Wohnhaus, welches 1789 von Christian Friedrich Rohr als Erbpachtgehöft Nr. 4 angelegt wurde, ist etwa 2000 aufgegeben worden und nun dem Verfall preisgegeben. Eine Initiative der Familie Asche zur Erhaltung des Hofes durch originalgetreue Rekonstruktion des Wohnhauses an einer nahegelegenen Stelle scheiterte, da das Wohnrecht zwischenzeitlich erloschen war.

Die Bebauung Dannhusen gibt dem Dannhuser See seinen Namen und bedeutet im hochdeutschen "Tannenhausen". Die vermutlich im 18. Jahrhundert gegründete Ansiedlung bestand zuletzt aus einem "festen" Wohnhaus in Ziegelbauweise sowie einem Wohnhaus in Lehmbauweise mit Schilfdach mit angrenzenden Wirtschaftsgebäuden. Hier wohnten der Fischereipächter des Dannhuser Sees sowie ein Büdner. 1957 wurden die Hofstellen elektrifiziert, wenig später allerdings aufgegeben. Mitte der 1970er Jahre waren die Gebäude weitestgehend verfallen. 2015 ist der Wohnplatz nicht mehr auffindbar, da an seiner ehemaligen Stelle etwa im Jahre 2000 Waldflächen aufgeforstet wurden. In der Erinnerung der Dorfbewohner Demens blieb die verzweifelte Tat des Familienvaters Drews haften, der 1945 im Angesicht der Kapitulation der Wehrmacht und der Besatzung Demens durch die Sowjetarmee seine Frau und seine zwei jugendlichen Töchter sowie anschließend sich erschoss. Damit ist auch für Demen das mit dem Massensuizid in Demmin traurige Berühmtheit erlangte Phänomen der hohen Suizidraten am Ende des Dritten Reiches belegt.

Einhusen bestand seit dem 17. Jahrhundert als Ziegelei, welche zum Gut Prestin gehörte. Mit der Aufsiedelung des Gutes nach 1873 wurde dieser Betrieb aufgegeben. Seit dem 19. Jahrhundert - vermutlich auch im Zuge der Aufsiedelung des Gutes - wurden mehrere Häuslereien eingerichtet. Der Wohnplatz wurde in den 1960iger Jahren aufgegeben, als mit dem Bau der Wohnblöcke der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft in der Straße der Freundschaft neue Wohnungen geschaffen wurden. Einige Gebäudereste und die Gärten sind 2015 noch erkennbar. Im 17. und 18. Jahrhundert produzierte die Ziegelei Baumaterialien, die bis nach Berlin verkauft wurden. Im Zuge der LPG-Gründungen in den 1950iger Jahren wurden die Flächen Einhusens von der LPG in Buerbeck unter der Leitung von Marta Kruse bewirtschaftet.

Die Sparower Mühle ist seit 1309 bekannt. Der Müller Rossow wurde gemäß Mecklenburgischen Urkundenbuch in Rostock festgenommen, weil er gemeinsam mit Komplizen Rostocker Bürger vor der Stadt überfiel. Ende des 15. Jahrhunderts war die Mühle Streitobjekt zwischen den Herren zu Prestin (Familie von Pressentin) und Bülow (Familie von Barner) bezüglich der Frage, wer die Steuer aus dieser Mühle einziehen darf. Kurioserweise lagen die Mühlenteiche im Bereich des Gutes Bülow und die Gebäude im Bereich des Gutes Prestin. Mit einem Vergleich vor dem Kaiser in Speyer endete 1506 das Wirrwarr. Der Dreißigjährige Krieg setzte der Mühle schwer zu. Zweimal wurde sie von feindlichen Rittern überfallen und gebrandschatzt. Nach späterem Wiederaufbau war die Mühle bis nach 1900 in Betrieb. Die Volkszählung von 1900 bescheinigte, dass in der Sparower Mühle zu jener Zeit acht Personen lebten. Im Zuge der Bodenreform von 1945 wurde auch das zwischenzeitlich zum Gut Buerbeck gehörende Land der Mühle aufgesiedelt. Der Volksmund spricht noch heute vom Sparower Feld und den Sparower Wiesen. Vermutlich im Zuge von Flurbereinigungsmaßnahmen sind die noch 1945 vorhandenen Gebäudereste in den 1960er oder 70er Jahren abgebrochen worden. Einzig die Mühlenteiche aus jener Zeit lassen eine Bebauung vermuten. Diese sind seit 1990 als das Flächennaturdenkmal "Priesterwiesen" staatlich geschützt.

Mühlenpächter:

1309 – Rossow
1819 – Johann Timm (gemäß Volkszählungsakte)
ab 1861 bis nach 1867 – Johann Schwedt (gemäß Pachtvertrag) [6]
1900 – Hecht

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft bis 1945[Bearbeiten]

Demen war in seiner Geschichte im Gegensatz zu vielen anderen Orten Mecklenburgs nie Gutsdorf. Deshalb hat sich im Laufe der Jahrhunderte eine selbständige Bauernschaft entwickelt. Im Kern wurden die Felder um Demen durch vier Bauernstellen (z. B. Bauer Suhr) bewirtschaftet. Zahlreiche Büdnereien kamen hinzu. Mit Beginn des Häusler-Siedlungs-Programmes des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin wurden in Demen auch viele Häuslerstellen eingerichtet. Als Hilfsverein wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert der sogenannte Kompetenzverein gegründet, der zur Aufgabe hatte, als Sprecher aller Häusler gemeinsam Weideland für die Kühe zu pachten. Ein Vorsitzender war Friedrich Schröder (1876–1950) von der Häuslerei Nr. 50. Die Grünfläche der heutigen Badestelle war z. B. in den 1930er Jahren die Kompetenzwiese. Sie war von der Gemeinde gepachtet.

Ein Fischer führte sein Gewerk auf dem Dannhuser See aus. Forstwirtschaftliche Produktion ist nicht bekannt.

Landwirtschaft 1945 bis 1953[Bearbeiten]

Mit der Bodenreform ab Juli 1945 wurden auch zahlreiche Bürger Demens Nutznießer der Laufaufteilung. Etwa ein Hektar Wald und ein Hektar Wiese/Ackerland wurden den Neubauern (Flüchtlinge und Vertriebene) und Häuslern zur Nutzung überschrieben. Die Demener erhielten ihr Land vor allem auf dem Gebiet des aufgeteilten Guts Buerbeck. Weitere Kenntnisse aus dieser Zeit fehlen aufgrund mangelnder Forschungsergebnisse.

Die neuen Landbesitzer mühten sich in den ersten Nachkriegsjahren redlich, das oft brache Land wieder urbar zu machen. Die Männer waren oft noch in Kriegsgefangenschaft oder gefallen. So waren es auch in Demen letztendlich die Frauen, die den Wiederaufbau und das Überleben organisieren.

Landwirtschaft 1953 bis 1990[Bearbeiten]

Staatlich gelenkt wurden die in der Bodenreform aufgeteilten vormals privaten landwirtschaftlichen Großbetriebe ab 1953 nun in genossenschaftlichen Strukturen zusammengefasst. So wurde am 11. März 1953 mit der Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) „Freiheit“ der Auftakt zur Kollektivierung der landwirtschaftlichen Produktion auch in Demen angeregt. Mit 18 Mitgliedern bewirtschaftete diese eine Fläche von 139,48 Hektar. Zu selber Zeit (1954) wurde in Buerbeck eine LPG vom Typ I gegründet, die den Namen „Deutsch-Sowjetische-Freundschaft“ trug und deren Mitglieder 23 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bearbeiteten.

Damit war ein erster Schritt für die Umwälzung anderer Art in Demen gegangen. Jahrhundertealte Strukturen selbständiger Bauernschaft wurden nun nach staatlicher Vorgabe aufgelöst. Demens Dorfbild begann sich zu verändern und auch der Charakter seiner Bewohner. Der anfangs noch auf freiwilliger Basis vollzogene Schulterschluss der Bauernschaft wurde nun in der zweiten Welle der Kollektivierung zunehmend zwanghaft. Am 1. Januar 1958 wurde die Vereinigung aller LPG vollzogen. Zu diesem Zeitpunkt gab es aber noch 59 selbständig wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe. In den folgenden Jahren wurden die letzten freien Bauern durch staatliche Repression (Drosselung der freien Abgabespitzen) und dem Vernehmen nach auch durch Drohung und Gewalt vor Ort in die LPG oder zur Aufgabe gezwungen. 1965 waren es 219 Mitglieder der LPG „Freiheit“, die eine Gesamtfläche von 1940,06 Hektar bewirtschafteten. Demen meldete die Voll-Genossenschaft und damit das Ende der freien Bauern.

Zwischen 1965 und 1990 wurde die Intensivierung der Produktion stets vorangetrieben. Mit dem Ende der DDR fand auch die in die staatliche Planwirtschaft eingebettete Wirtschaftsweise ihr Ende.

Landwirtschaft nach 1990[Bearbeiten]

Die Wende in der Wirtschaftsordnung forderte auch von der LPG „Freiheit“ Demen große Anstrengungen, um sich im neuen Wirtschaftssystem einzufügen. Es folgten die Umfirmierung zur Agrargenossenschaft Demen e. G. und die Konzentration auf effektive Arbeitsweisen. In diesem Zusammenhang verlor dieser ehemals größte Arbeitgeber im Dorf seine herausragende Bedeutung für das gesellschaftliche Leben.

Durch die Wunden, die die Zeit der Kollektivierung hinterlassen hat, und das durchtrennte Band der Tradition der freien Bauernschaft konnte sich bis heute kein neuer Bauernstand in Demen etablieren. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist für die Wirtschaftsleistung Demens bedeutungslos geblieben und kann somit nicht zur Verlangsamung der Abwanderung der jungen Dorfbevölkerung beitragen. Es fehlt die Identifikation mit dem Grund und Boden.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Aktuelle Bürgermeisterin ist Heidrun Sprenger (Wählergemeinschaft Demen; seit 2014).

Vorgänger im Amt waren Christian Ahrens (1886–95), Helmuth Harnack (1896–1918), Herr Schröder (1923), Heinrich Luckmann (1930), Carl Schröder (1938–45), Herr Scheel (1945–46), Karl Müller (1951–77), Herr Slopinski (1977–85), Monika Hornemann (SED; 1985-90), Gerd Weber (CDU; 1990–94), Wolfgang Höfer (PDS; 1994–98), Thomas Schwarz (SPD; 1998–2014).

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 27. Mai 2014 setzt sich die Gemeindevertretung wie folgt zusammen:

  • Wählergemeinschaft Demen: 4 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • Die Linke: 1 Sitz
  • Arbeitskreis Zukunft: 1 Sitz

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 8. August 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 222 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold mit einem von Gold und Blau im Doppelwolkenschnitt geteilten Bord zwei schräggekreuzte, an den oberen Enden rot-golden brennende rote Baumstämme, bewinkelt von vier roten Kleeblättern.“[2]

Das Wappen wurde nach einer Idee des Venzkowers Roland Woiciechowski durch den Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet.

FIAV 100000.svg Flagge der Gemeinde Demen

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Demen ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gold (Gelb), Blau und Gold (Gelb) gestreift. Die äußeren goldenen (gelben) Streifen nehmen jeweils ein Viertel, der blaue Mittelstreifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnehmend, das Wappen der Gemeinde. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche zu Demen[Bearbeiten]

Dorfkirche Demen

Siehe Hauptartikel Kirche Demen

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Ausstellungen und Museen[Bearbeiten]

Traditionsraum der ehem. 5. Raketenbrigade[Bearbeiten]

Der liebevoll gepflegte Ausstellungsraum befindet sich im EVITA-Forum (ehem. Warnow-Kaserne) und ist zugänglich.

Traditionsraum der ehem. LPG „Freiheit“ Demen[Bearbeiten]

Der Traditionsraum wurde unter Leitung der ehem. Vorsitzenden Irma Brandt 1981 eröffnet. Er ist zurzeit nicht zugänglich.

Tourismus[Bearbeiten]

Bei Demen befindet sich die oberste Einstiegsstelle in die Warnow für Wasserwanderer.

Der Strand des „Tiefen Sees“ ist während der Sommermonate durch Rettungsschwimmer gesichert.

Vereine und Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Mit den sozialen Umwälzungen des späten 19. Jahrhunderts ergab sich auch in den Bedürfnissen der Demener Bevölkerung eine Veränderung. Der Anspruch auf Geselligkeit und Gemeinsamkeit stieg – und auch der Anspruch auf öffentlicher Artikulation der vormals rechtlosen Bevölkerung. So gründeten sich ab 1850 auch in Demen eine Vielzahl von Vereinen.

Politische Vereine[Bearbeiten]

Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel (bis 1945) waren analog zu anderen Orten und Städten auch in Demen gegründet worden. Für die jungen Menschen jener Zeit waren die zahlreichen Freizeitaktivitäten willkommene Abwechslung zu der Eintönigkeit des Landalltags.

Pionierorganisation und Freie Deutsche Jugend (bis 1990) waren im Demener Alltag zu DDR-Zeiten allgegenwärtig. Die Kinder und Jugendlichen der POS „Fritz Schmenkel“ in Demen waren (wie in allen Schulen der DDR) größtenteils auch Angehörige dieser politischen Jugendorganisationen.

Politische Jugendorganisationen sind heute nicht in der Gemeinde aktiv.

Landsmannschaftliche Vereine[Bearbeiten]

Der Demener Heimatverein unter Leitung von Rainer Gühlstorf bemüht sich seit einigen Jahren um die Steigerung der Lebensqualität und Identität im Ort. Die Erarbeitung eines Wappens für Demen, welches 2000 erfolgreich genehmigt wurde, war ein erfolgreicher Schritt. Weiter soll in einer Chronik die Geschichte des Ortes aufgearbeitet werden. Leider ist eine 1937 erstelle Chronik nicht auffindbar, so dass viel Arbeit neuerlich anfällt. Als weitere Säule des Vereins wird die touristische Arbeit gesehen, die vor allem in der Erarbeitung von Wanderwegen und Informationsmaterial ihren Niederschlag findet. Traditionell ist die Veranstaltung des Heimatfestes im August.

Vor dem Zweiten Weltkrieg und vermutlich eingebunden in die seinerzeitigen politischen Organisationen bestand in Demen ein Volkstanz- sowie eine Trachtengruppe.

Sozialvereine[Bearbeiten]

Zwischen 1920 und 1945 bestand der Männergesangsverein in Demen, der sich seinerzeit großer Beliebtheit erfreute. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs schlief das Vereinsleben ein, da die Männer zur Wehrmacht eingezogen wurden und somit aus dem dörflichen Leben verschwanden. Bis heute gelang es nicht, an diese alten Wurzeln anzuknüpfen und dem dörflichen Gepräge eine historische Nuance wiederzugeben.

Die Landfrauenvereinigung Demen besteht seit dem Umbruch der politischen Verhältnisse im Jahre 1990.

Der Seniorenverein bemüht sich seit 1990 für das Wohl und die Belange der Dorfälteren. Der über das Dorf hinaus bekannte Seniorenchor wurde 2007 nach internen Auseinandersetzungen und dem Fehlen von Nachwuchs aufgelöst. Aktuelle Bemühungen zur Wiederbegründung hatten noch keinen durchschlagenden Erfolg.

Der Demener Carnevalsclub ’89 e. V. versteht sich in karnevallistischer Tradition und bereichert das Dorfleben alljährlich mit seinen vielseitigem Programm.

Sportvereine[Bearbeiten]

Von 1977 bis 1989 existierte die ASG Vorwärts Demen. Sie war eine Armeesportgemeinschaft der seit 1977 in Demen ansässigen 5. Raketenbrigade der NVA. Im Jahr 1980 konnte die Fußballsektion des Vereins den Schweriner Bezirkspokal gewinnen. Im Jahr 1989 wurde die Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen und aufgelöst.

Zudem entwickelte sich in Demen eine vielfältige Sportkultur. So war der Judoverein über 30 Jahre zuletzt unter der Leitung von Dieter Wilhelm sehr erfolgreich. Ein gemischter Sportverein bietet verschiedene Neigungsgruppen an. Der Volleyballverein trainiert mit großem Anspruch. Der Lauftreff Demen wurde aufgegeben. Zudem hat sich die Reitervereinigung „Crazy Horses“ gegründet, die das traditionelle Tonnenabschlagen und Ringreiten wieder nach Demen gebracht hat.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nördlich der Bundesstraße 321 sowie südlich der Bundesstraße 104. Die Bundesautobahn 14 (ca. 15 km) ist über die Anschlussstelle Schwerin-Ost erreichbar.

Demen ist per Bus aus Richtung Crivitz erreichbar. Seit 1954 ist die Linie Demen–Crivitz(–Schwerin) eingerichtet. Die Linie wird heute von der Linienbusgesellschaft SGS Bus & Reisen GmbH als Linie 124 betrieben. Die Fahrtenanzahl hat seit 1995 (Beendigung Wochenendverkehr) kontinuierlich abgenommen und beschränkt sich außerhalb des Schülerverkehrs auf den Zeitraum werktags zwischen 8 und 13 Uhr.

Die nächste Bahnstation Richtung Schwerin ist in Crivitz (12 km) und Richtung Rostock in Blankenberg (22 km). Vor Beginn des Ersten Weltkrieges bis mindestens 1929 war die Errichtung einer Kleinbahnstrecke von Schwerin (Hafenbahn) nach Demen und später die Verlängerung Richtung Brüel geplant. Demen war als Wechselstation vorgesehen. Diese Planung wurde nicht umgesetzt.

Die "alte" Sternberger Landstraße führt von Crivitz kommend an Demen vorbei nach Sternberg und verband die Residenzstädte Schwerin und Güstrow. Sie zeugt von einer ehemals sehr guten infrastrukturellen Anbindung des Ortes. In Demen wurde eine Umspannstation durch den Erbpächter Heldt betrieben, die 1946 durch die Familie Höftmann übernommen wurde. Diese ehemalige Frachtstraße hatte historisch die Bedeutung einer heutigen Bundesstraße. Bedeutsam wurde die Straße vor allem während kriegerischer Auseinandersetzungen. So waren die Armeen Gustav Adolfs im dreißigjährigen Krieg, die Armee Zar Peter I. im siebenjährigen Krieg sowie eine Armee Napoleons 1806 auf dieser Straße marschiert. Mit dem Bau des westlichsten Streckenabschnitts der heutigen Bundesstraße 104, der 1840 begonnen und 1844 fertiggestellt wurde und der damit einhergehenden Fertigstellung des Paulsdamm 1842 wurde das Teilstück Crivitz-Demen-Sternberg aufgegeben und über Brüel nach Schwerin geleitet. Dies entspricht noch heute dem Verlauf der Bundesstraße. Demen wurde mit dem Bau einer befestigten Chaussee (inkl. Chausseewärterhaus) entschädigt. Dies konnte den Verlust der infrastrukturellen Anbindung allerdings nicht aufheben. Die damit entstandene verinselte Lage Demens ist bis heute nicht überwunden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Demen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c § 1 der Hauptsatzung (PDF; 61 kB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 39.
  4. Laut Mecklenburgischem Urkundenbuch, Band 2, S. 271
  5. Die Urkunde vom 26. Mai 1265 zu Sternberg ausgefertigt, befindet sich aber im MUB I. (1863) unter Nr. 1045.
  6. Quelle: von Pressentinsches Familienarchiv