Lalinde

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Dieser Artikel beschreibt die französische Gemeinde. Für den Fußballspieler gleichen Nachnamens, siehe Julián Lalinde.
Lalinde
La Linda
Wappen von Lalinde
Lalinde (Frankreich)
Lalinde
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Bergerac
Kanton Lalinde (Hauptort)
Gemeindeverband Communauté de communes des Bastides Dordogne-Périgord
Koordinaten 44° 50′ N, 0° 44′ OKoordinaten: 44° 50′ N, 0° 44′ O
Höhe 25–194 m
Fläche 27,7 km2
Einwohner 2.898 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 105 Einw./km2
Postleitzahl 24150
INSEE-Code
Website http://www.ville-lalinde.fr/

Rathaus von Lalinde

Lalinde (okzitanisch: La Linda) ist eine französische Gemeinde mit 2.898 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Lalinde gehört zum Arrondissement Bergerac und ist der Hauptort (chef-lieu) des Kantons Lalinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lalinde liegt etwa 20 Kilometer östlich von Bergerac am Fluss Dordogne sowie am parallel verlaufende ehemaligen Schifffahrtskanal Canal de Lalinde. Umgeben wird Lalinde von den Nachbargemeinden Pressignac-Vicq im Norden, Mauzac-et-Grand-Castang im Osten, Badefols-sur-Dordogne im Südosten, Pontours im Süden, Couze-et-Saint-Front im Südwesten sowie Baneuil im Westen.

Durch die Gemeinde führt die frühere Route nationale 703.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft geht nach der Peutingertafel auf die gallorömische Siedlung Diolindum zurück. Lalinde war die erste englische Bastide, die 1267 gegründet wurde. Im hundertjährigen Krieg wurde der Ort verheert. 1794 wurden die Ortschaften Drayaux und Sainte-Colombe eingemeindet. Am 21. Juni 1944 verübten die Deutschen ein Massaker zur Rache an der Resistance.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
Einwohner 3.150 3.291 3.070 2.949 3.029 2.966 2.938 2.953

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höhle von Lalinde (Grotte de la Roche) mit Frauendarstellungen
  • Kirche Saint-Pierre-ès-Liens, erbaut 1899–1902 an der Stelle der früheren romanischen Kirche Saint-Pierre du Pin aus dem 12. Jahrhundert
  • Kirche Sainte-Colombe aus dem 12. Jahrhundert, Monument historique seit 2002
  • Kirche von Drayaux, erbaut im 19. Jahrhundert
  • Reste der Befestigungsanlagen der Bastide an der Dordogne, Monument historique seit 1946
  • Schloss Lalinde, seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen, Teil der Bastide, im 19. Jahrhundert völlig neugestaltet
  • Schloss La Finou (auch Schloss Laffinoux), im 15. Jahrhundert gebaut, im 18. Jahrhundert umgebaut, Monument historique seit 1948
  • Schloss La Rue in Drayaux, im 13. Jahrhundert auf einer früheren Wallburg erbaut, im 16. Jahrhundert umgebaut, seit 1948 Monument historique
  • Schloss Sauvebœuf aus dem 14./16. Jahrhundert
  • Schloss Les Landes in Sainte-Colombe aus dem 17. und 18. Jahrhundert
  • Markthalle
  • Rathaus
  • Schleusenanlage am Canal de Lalinde

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lalinde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien