Paul Hunter Classic

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Paul Hunter Classic
Billard Picto 2-black.svg
Paul Hunter Classic 2012 Logo.png
Turnierstatus
Ranglistenturnier:
Minor-ranking-Turnier: seit 2010
Einladungsturnier: 2004–2009
Aktuelle Turnierdaten
Titelverteidiger: EnglandEngland Mark Selby
Teilnehmer: 220
Austragungsort: Stadthalle, Fürth
Preisgeld (gesamt): 126.877 €
Preisgeld (Sieger): 25.000 €
Frames im Finale: Best of 7
Rekorde
Die meisten Siege: EnglandEngland Mark Selby (3×)
Höchstes Break: 147 (Maximum Break)
EnglandEngland Ronnie O’Sullivan (2011),
IrlandIrland Ken Doherty (2012),
IndienIndien Aditya Mehta (2014),
ThailandThailand Thepchaiya Un-Nooh (2016)
Austragungsort(e) auf der Karte

Das Paul Hunter Classic (ehemals Fürth German Open) ist ein Snookerturnier, das seit 2004 in Deutschland ausgetragen wird. Ausrichter des Turniers ist seit Beginn der Snooker Sportclub Fürth e. V. Seinen neuen Namen bekam das Turnier 2007 in Erinnerung an den im Oktober 2006 verstorbenen Snookerspieler Paul Hunter.

Das Turnier ist nicht zu verwechseln mit den German Open, die zwischen 1995 und 1997 Bestandteil der Snooker Main Tour waren und seit 2011 unter dem Namen German Masters wieder dazugehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 veranstaltete der SSC Fürth zu seinem fünfjährigen Vereinsjubiläum eine Veranstaltung unter der Bezeichnung Snooker Grand Prix Fürth. In dem 104 Teilnehmer starken Starterfeld waren sowohl alle deutschen Spitzenspieler als auch Spieler aus der Schweiz, Österreich, Belgien und den Niederlanden vertreten. Als Topstars konnten die beiden Profis Paul Hunter und Matthew Stevens verpflichtet werden. Hunter konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden und das Turnier gewinnen.

Im folgenden Jahr wurde die Veranstaltung in Fürth German Open umbenannt, analog zu den Jahren 1995 bis 1997. Das Teilnehmerfeld, das auf 162 Starter aufgestockt worden war, konnte erneut mehrere Weltklassespieler wie Jimmy White oder Ian McCulloch vorweisen. Erster Sieger der Neuauflage wurde dann mit dem Engländer Mark King ein weiterer Vertreter des Profisports. Nach dem Tode des ersten Siegers, Paul Hunter, und Zustimmung dessen Witwe erfolgte 2007 die Umbenennung in das heutige Paul Hunter Classic.[1]

PTC-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten Jahren war das Turnier nicht Bestandteil der Main Tour, so dass auch keine Weltranglistenpunkte vergeben wurden. Mit der Ernennung von Barry Hearn zum neuen Vorsitzenden der WPBSA wurde das Paul Hunter Classic ein Event der neu eingeführten Players Tour Championship. Das Turnier war von der Saison 2010/11 bis zur 2015/16 ein Minor-Ranking-Turnier, mit reduzierter Punktzahl bzw. geringerem Preisgeld, das aber in die Weltranglistenwertung einfloss.

Dafür wurde auch der Austragungsmodus geändert. War das Turnier zuvor mit Gruppenphase und Ausscheidungsturnier ausgetragen worden, bei dem bis auf das Finale auf 3 Gewinnframes gespielt wurde, änderte sich das mit Einführung der PTC-Serie. Die Gruppenphase entfiel, es gab ein Hauptturnier mit 128 Spielern und davor eine Qualifikation für Amateurspieler. Für alle Partien galt der Modus Best of 7.

Das Abschneiden in Fürth floss außerdem in die PTC-Wertungen ein. Zum einen qualifizierte man sich darüber für das PTC-Finalturnier, das ein vollwertiges Weltranglistenturnier war. Zum anderen erhielten die besten Nicht-Profis in der PTC Order of Merit Startberechtigungen für die Main Tour. 2012 und 2013 wurde parallel zum Paul Hunter Classic für Amateure auch eine der vier Vorrunden der EBSA Qualifying Tour durchgeführt, die ebenfalls Startplätze auf der Profitour ausspielte.

Einfaches Weltranglistenturnier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Fürth jedoch das einzige PTC-Turnier war, das sich einigermaßen selbst trug, wurde es immer schwerer, andere Veranstaltungsorte zu finden. Nach der Saison 2015/16 wurde die Players Tour Championship aufgegeben. Nur das Paul Hunter Classic und ein weiteres Turnier, für das längerfristige Verträge bestanden, blieben bestehen. Der Status als Weltranglistenturnier blieb ebenso erhalten wie eine eingeschränkte Version der Order of Merit der beiden Turniere. Trotzdem war es mit einem Statusverlust verbunden, viele Topprofis blieben 2016 dem Paul Hunter Classic fern und die 2011 begonnene Fernsehübertragung des Senders Eurosport mit Liveübertragungen von Tisch 1 wurde wieder eingestellt.

Paul Hunter Ladies Classic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde zeitgleich ein Damenturnier ausgerichtet, ebenfalls mit Status eines Ranglistenturniers. Siegerin wurde die gebürtige Vietnamesin Ng On Yee aus Hongkong über Reanne Evans aus England[2][3]

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordsieger ist seit 2016 Mark Selby, der das Turnier dreimal gewinnen konnte. Ein besonderer Sieger war 2015 Ali Carter. Es war sein erster Sieg nach seiner Rückkehr nach einer Krebserkrankung, der Krankheit, an der Namensgeber Paul Hunter gestorben war.

Jahr Austragungsort Sieger Ergebnis Finalist Hauptsponsor Saison
Grand Prix Fürth (kein Ranglistenturnier)
2004 FürthGrüne Halle EnglandEngland Paul Hunter 4:2 WalesWales Matthew Stevens 2004/05
Fürth German Open (kein Ranglistenturnier)
2005 Fürth – Grüne Halle EnglandEngland Mark King 4:2 EnglandEngland Michael Holt Betandwin.de 2005/06
2006 Fürth – Stadthalle EnglandEngland Michael Holt 4:2 EnglandEngland Barry Hawkins 2006/07
Paul Hunter Classic (kein Ranglistenturnier)
2007 Fürth
Stadthalle
EnglandEngland Barry Pinches 4:0 IrlandIrland Ken Doherty Betandwin.de 2007/08
2008 EnglandEngland Shaun Murphy 4:0 EnglandEngland Mark Selby Snookerstars 2008/09
2009 EnglandEngland Shaun Murphy 4:0 EnglandEngland Jimmy White 2009/10
Paul Hunter Classic (Minor-Ranglistenturnier)
2010 Fürth
Stadthalle
EnglandEngland Judd Trump 4:3 EnglandEngland Anthony Hamilton 2010/11
2011 EnglandEngland Mark Selby 4:0 EnglandEngland Mark Davis 2011/12
2012 EnglandEngland Mark Selby 4:1 NordirlandNordirland Joe Swail Arcaden 2012/13
2013 EnglandEngland Ronnie O’Sullivan 4:0 NordirlandNordirland Gerard Greene 2013/14
2014 NordirlandNordirland Mark Allen 4:2 EnglandEngland Judd Trump 2014/15
2015 EnglandEngland Allister Carter 4:3 EnglandEngland Shaun Murphy Kreativ dental 2015/16
Paul Hunter Classic (Pro/Am-Ranglistenturnier)
2016 Fürth
Stadthalle
EnglandEngland Mark Selby 4:2 EnglandEngland Tom Ford 2016/17
2017 ~~Nichts ~~Nichts 2017/18

Damen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Austragungsort Sieger Ergebnis Finalist Hauptsponsor Saison
Paul Hunter Classic (Minor-Ranglistenturnier)
2016 Fürth
Stadthalle
HongkongHongkong Ng On Yee 4:1 EnglandEngland Reanne Evans 2016/17

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Paul Hunter Classic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eric Eggert: Aus „German Open“ werden „Paul Hunter Classics“; snookerblog.de, 4. Januar 2007.
  2. Paul Hunter Ladies Classic 2016 Ergebnisse. Auf: Snooker.org. Abgerufen am 7. Oktober 2016.
  3. On Yee Claims Ladies Classic Auf: World Ladies Billiard and Snooker/wlbsl.com. Abgerufen am 7. Oktober 2016.