Wieseth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wieseth
Wieseth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wieseth hervorgehoben
Koordinaten: 49° 10′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Dentlein am Forst
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 20,59 km2
Einwohner: 1347 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91632
Vorwahlen: 09822, 09855, 09825
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 223
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 67
91632 Wieseth
Webpräsenz: wieseth.de
Bürgermeister: Walter Kollmar (Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Wieseth im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Die evangelisch-lutherische Kirche

Wieseth ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dentlein am Forst. Der Ort liegt am Fluss Wieseth zwischen Feuchtwangen und Bechhofen sowie südlich von Herrieden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Herrieden, Bechhofen, Burk, Dentlein am Forst, Feuchtwangen

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wieseth hat offiziell 13 Ortsteile:[2]

Daneben bestehen noch zwei Gehöfte:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist entstanden an der Furt über den Fluss Wieseth, dort stand eine Wallfahrtskapelle (Veitskapelle). Es ist eine Gründungslegende überliefert: Ein Priester verliert beim Übergang über den Fluss eine geweihte Hostie. Diese wird von einem Fisch verschluckt. Als dieser gefangen wird, findet man die unversehrte Hostie im Fisch. 1559 wurde Wieseth evangelisch; 1662 wurde ein neuer Pfarrhof gebaut, 1797 Neubau des Pfarrhauses; 1913–1914 Neubau der Kirche Als Teil des hohenzollernschen (seit 1791 preußischen) Fürstentums Ansbach fiel Wieseth, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an das Königreich Bayern.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend evangelisch-lutherisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden Gebietsteile der bis dahin selbständigen Gemeinden Aichau und Oberschönbronn nach Wieseth eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wieseth ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dentlein am Forst zusammen mit der Gemeinde Burk und dem Markt Dentlein am Forst.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder und als Vorsitzenden den Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgermeisterwahl 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • Walter Kollmar (Bürgerliste) 55 %
  • Kurt Taubmann (CSU) 30,71 %
  • Hartmut Probst (Fortschrittlich Unabhängige Wählergemeinschaft) 14,29 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter dreimal von Silber und Blau geteiltem Schildhaupt in Gold eine schwarze Bogenbrücke, darunter ein roter Wisentkopf.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische Kirche ist im Baustil des Wilhelminischen Historismus gestaltet. Ihre Fertigstellung erfolgte 1914. Die Ursprünge der Kirche gehen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Im Kirchenraum ist die Glaubensgeschichte der christlichen Gemeinde wahrzunehmen. Bauteile und Einrichtungsgegenstände von Vorgängerkirchen wurden bewusst in das Bauwerk eingearbeitet.
  • Im Ortsteil Untermosbach steht die Wallfahrtskirche St. Bernhardskapelle aus dem 14. Jahrhundert.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wieseth gibt es einen Kindergarten und eine kleine Grundschule.

Telefonvorwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hauptsächlich genutzte Vorwahl ist die 09822. Die 09855 gilt in Ammonschönbronn, Höfstetten, Lölldorf und Mittelschönbronn, die 09825 in Häuslingen und Zirndorf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Wieseth. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 228–229 (Digitalisat).
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 522–523 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
  • Klaus Raschzok/Hermann Rummel: Die Kirche Wieseth – Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Wenzeslaus und St. Sebastian. Eine Anleitung zum Betrachten eines außergewöhnlichen fränkischen Kirchenraumes, Bayreuth 1997 (zu beziehen über Evang. Luth. Pfarramt Hauptstr. 57, 91632 Wieseth).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 141–143.
  • Gottfried Stieber: Wieseth. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 953–954 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wieseth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wieseth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 461.