Adelshofen (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Adelshofen (Mittelfranken)
Adelshofen (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Adelshofen (Mittelfranken) hervorgehoben
Koordinaten: 49° 26′ N, 10° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Rothenburg ob der Tauber
Höhe: 429 m ü. NHN
Fläche: 27,18 km2
Einwohner: 979 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91587
Vorwahl: 09865
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 111
Marktgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Laiblestraße 31
91541 Rothenburg ob der Tauber
Webpräsenz: adelshofen.de
Bürgermeister: Johannes Schneider (Wählergemeinschaft Adelshofen/Großharbach/ Neustett/Tauberscheckenbach/Tauberzell)
Lage des Marktes Adelshofen (Mittelfranken) im Landkreis Ansbach
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Über dieses Bild
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Adelshofen

Adelshofen ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelshofen liegt in der Region Westmittelfranken im Taubertal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelshofen besteht aus zehn Ortsteilen:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Uffenheim, Ohrenbach, Steinsfeld, Creglingen und Simmershofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1383 erwarb die Freie Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber weite Teile des heutigen Gemeindegebiets und sicherte sie im Jahr 1430 mit Wällen und Gräben. Ab 1500 lag Adelshofen im Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Gemeinde Adelshofen wurden am 1. Juli 1972 im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinden Großharbach, Tauberscheckenbach und Tauberzell eingemeindet.[4] Am 1. Mai 1978 kam Neustett hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1885: 0246 Einwohner
  • 1910: 0424 Einwohner[6]
  • 1925: 0389 Einwohner
  • 1933: 0372 Einwohner
  • 1939: 0354 Einwohner[7]
  • 1950: 1762 Einwohner
  • 1961: 1225 Einwohner[5]
  • 1970: 1180 Einwohner[5]
  • 1991: 1012 Einwohner
  • 1995: 0971 Einwohner
  • 2000: 0964 Einwohner
  • 2005: 0961 Einwohner
  • 2010: 0942 Einwohner
  • 2015: 0979 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,84 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Wählergemeinschaft Adelshofen 2 Sitze (26,47 %)
  Wählergemeinschaft Großharbach    2 Sitze (22,66 %)
  Wählergemeinschaft Tauberzell 2 Sitze (19,44 %)
  Wählergemeinschaft Tauberscheckenbach 1 Sitze (17,09 %)
  Wählergemeinschaft Neustett 1 Sitze (14,33 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister Johannes Schneider.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Korn ist seit Mai 2008 der Bürgermeister.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Wellenförmig gespalten von Gold und Rot; vorne ein wachsender roter Bischofsstab unter einer roten Kugel und beseitet von zwei roten Kugeln; hinten ein silberner, spitzgiebeliger Fachwerkturm.“

Das Wappen wird seit 1974 geführt. Die Pfarrkirche in Adelshofen ist dem Heiligen Nikolaus geweiht, worauf der rote Bischofsstab hinweist. Die Welle symbolisiert die Tauber.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, im produzierenden Gewerbe 72 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 318. Im Bauhauptgewerbe gibt es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 91 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2165 ha. Davon waren 1768 ha Ackerfläche und 385 ha Dauergrünfläche. Tauberzell ist ein fränkischer Weinort an der Tauber, der einzige im Landkreis Ansbach. Die Einzellage heißt Hasennestle.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 49 Kindergartenplätze mit 43 Kindern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Adelshoffen. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 16–17 (Digitalisat).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 11.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adelshofen (Mittelfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Adelshofen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706.
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/rothenburg.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_rothenburgt.html#adelshofen
  8. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  9. Eintrag zum Wappen von Adelshofen (Mittelfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte