Adelshofen (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Adelshofen (Mittelfranken)
Adelshofen (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Adelshofen (Mittelfranken) hervorgehoben

Koordinaten: 49° 26′ N, 10° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Rothenburg ob der Tauber
Höhe: 429 m ü. NHN
Fläche: 27,18 km2
Einwohner: 931 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91587
Vorwahl: 09865
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 111
Marktgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Laiblestraße 31
91541 Rothenburg ob der Tauber
Website: www.adelshofen.de
Bürgermeister: Johannes Schneider, Erster Bürgermeister (Wählergemeinschaft Adelshofen/Großharbach/ Neustett/Tauberscheckenbach/Tauberzell[2])
Lage des Marktes Adelshofen (Mittelfranken) im Landkreis Ansbach
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Über dieses Bild
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Adelshofen

Adelshofen[3] ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Taubertal in der Region Westmittelfranken, etwa 6,5 km nördlich von Rothenburg ob der Tauber.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zehn Gmeindeteile:[4]

Die Karren- und die Salznersmühle zählen zum Ortsteil Tauberscheckenbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Uffenheim, Ohrenbach, Steinsfeld, Creglingen und Simmershofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelshofen wird 1333 als „Otylshouen“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist abgeleitet vom Personennamen Othil.[5]

1383 erwarb die Freie Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber weite Teile des heutigen Gemeindegebiets und sicherte sie im Jahr 1430 mit Wällen und Gräben. Ab 1500 lag Adelshofen im Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort, wie weite Teile Frankens, zu Bayern (siehe auch Geschichte Frankens).[6]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Adelshofen gebildet, zu dem die Orte Adelshofen, Gickelhausen, Großharbach, Haardt und Ruckertshofen gehörten. Wenig später wurde die Ruralgemeinde Adelshofen gebildet mit den Orten Adelshofen, Gickelhausen, Haardt und Ruckertshofen. In Verwaltung und Gerichtsbarkeit unterstand sie dem Landgericht Rothenburg.[7] Vor der Gebietsreform der 1970er hatte die Gemeinde eine Fläche von 10,065 km².[8]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinden Großharbach, Tauberscheckenbach und Tauberzell nach Adelshofen eingemeindet.[9] Am 1. Mai 1978 kam Neustett hinzu.[10]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 970 auf 955 um 15 Einwohner bzw. 1,6 %.

Gemeinde Adelshofen

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2015
Einwohner 415 403 421 424 433 425 425 438 451 446 426 407 400 424 394 389 372 354 532 597 362 350 980 971 961 979
Häuser[11] 78 85 81 82 78 79 78 79 261 299
Quelle [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [14] [14] [21] [14] [14] [14] [22] [14] [14] [14] [23] [8] [24] [25] [26]

Ortsteil Adelshofen

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 218 213 220 214 246 202 194 282 180 188 130
Häuser[11] 41 46 41 40 40 39 40 39
Quelle [12] [13] [15] [17] [20] [21] [22] [23] [8] [24] [25]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  • Wählergemeinschaft Adelshofen: 2 Sitze (25,62 %)
  • Wählergemeinschaft Großharbach: 2 Sitze (23,09 %)
  • Wählergemeinschaft Tauberscheckenbach: 2 Sitze (19,91 %)
  • Wählergemeinschaft Tauberzell: 1 Sitz (17,43 %)
  • Wählergemeinschaft Neustett: 1 Sitz (13,94 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister Johannes Schneider.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Schneider ist seit Mai 2002 der Erste Bürgermeister.[27]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Adelshofen führt seit 1974 ein eigenes Wappen.

Wappen von Adelshofen
Blasonierung: „Wellenförmig gespalten von Gold und Rot; vorne ein wachsender roter Bischofsstab unter einer roten Kugel und beseitet von zwei roten Kugeln; hinten ein silberner, spitzgiebeliger Fachwerkturm.“[28]

Rot-weiße Gemeindeflagge[29]

Wappenbegründung: Der Fachwerkturm erinnert an die Rothenburger Landhege (ein Landturm als Teil dieser Grenzanlage ist in Großharbach noch erhalten). Die Kugeln und der Bischofsstab sind die Attribute des Heiligen Nikolaus und weisen auf die Pfarrkirche von Adelshofen, die diesem Heiligen geweiht ist. Die wellenförmige Spaltung des Schildes symbolisiert die Lage der Gemeinde an der Tauber.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, im produzierenden Gewerbe 72 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es 318. Im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 91 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Nutzfläche von 2165 ha. Davon waren 1768 ha Ackerfläche und 385 ha Dauergrünfläche.

Tauberzell ist ein fränkischer Weinort an der Tauber, der einzige im Landkreis Ansbach. Die Einzellage heißt Hasennestle.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 49 Kindergartenplätze mit 43 Kindern

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2416 verläuft nach Tauberscheckenbach bzw. nach Reichelshofen, die Kreisstraße AN 8 nach Ruckertshofen bzw. nach Gattenhofen. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Haardt und nach Oberscheckenbach zur Staatsstraße 2419.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adelshofen (Mittelfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Adelshofen: Gemeinderäte. 1. Bürgermeister Johannes Schneider. Abgerufen am 21. Mai 2020.
  3. alte Schreibweise: Adelshoffen
  4. Gemeinde Adelshofen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 19. September 2019.
  5. W.-A.v. Reitzenstein, S. 19f.
  6. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  7. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 65 (Digitalisat).
  8. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 811–812 (Digitalisat).
  9. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706.
  11. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 2015 als Wohngebäude.
  12. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 3 (Digitalisat). Für die Gemeinde Adelshofen zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Gickelhausen (S. 30), Haardt (S. 34) und Rückertshofen (S. 78).
  13. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 221 (Digitalisat).
  14. a b c d e f g h i Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  15. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1072, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  16. Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat).
  17. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1237, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  18. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, S. 68 (Digitalisat).
  19. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, S. 194 (Digitalisat).
  20. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1171 (Digitalisat).
  21. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1243 (Digitalisat).
  22. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1281 (Digitalisat).
  23. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1107–1108 (Digitalisat).
  24. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 167 (Digitalisat).
  25. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 324 (Digitalisat).
  26. Adelshofen (Mittelfranken): Amtliche Statistik des LfStat
  27. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  28. Eintrag zum Wappen von Adelshofen (Mittelfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  29. Adelshofen. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 1. März 2020.