Petersaurach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petersaurach
Petersaurach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petersaurach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 19′ N, 10° 45′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 41,81 km2
Einwohner: 4932 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91580
Vorwahlen: 09872, 09802, 09824, 09827, 09874
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 190
Gemeindegliederung: 16 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 29
91580 Petersaurach
Website: www.petersaurach.de
Erster Bürgermeister: Herbert Albrecht (CSU)
Lage der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Petersaurach (umgangssprachlich: Beʲdəsáura[2]) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach. Sie wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform im Jahre 1978 aus den ehemaligen Gemeinden Petersaurach, Großhaslach und Vestenberg gebildet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersaurach liegt etwa 15 Kilometer östlich von Ansbach.[3]

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort mit den meisten Gemeindenteilen liegt auf einer Hochebene (etwa 450 m), die im Nordwesten bei Vestenberg, Adelmannssitz und Großhaslach ins Haselbachtal abfällt.

Auf dem Gemeindegebiet gibt es überwiegend Nadelwälder. Nordöstlich befindet sich der Klosterwald, westlich von Wicklesgreuth der Herrnwald und nordwestlich von Großhaslach der Haslacher Wald.

Im Gemeindegebiet entspringen folgende Fließgewässer:

  • die Aurach
  • der Heiligenbach, der ein rechter Zufluss der Aurach ist
  • der Haselbach, der mit weiteren Bächen zu einem rechten Zufluss der Bibert zusammenfließt
  • der Büschelbach und der Ziegendorfer Bach, beide linke Zuflüsse der Fränkischen Rezat

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 16 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[4]

Keine amtlich benannten bzw. nicht mehr existierende Gemeindeteile sind Obere Mühle, Straßenmühle, Untermühle, Weiherhof und Wicklesgreuth-Bahnhof.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruckberg, Weihenzell Dietenhofen Heilsbronn
Ansbach Nachbargemeinden
Sachsen bei Ansbach Lichtenau Neuendettelsau

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der Ort wohl erst im 10. Jahrhundert. Eine Erstbesiedelung während der Fränkischen Landnahme kommt nicht in Frage, da das Gelände auf dem es steht, ungünstig ist.[5] Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahre 1212 erwähnt, als Bischof Otto von Würzburg seine Güter in „Urah“ dem Kloster in Heilsbronn vermachte. Der Ortsname enthält das Grundwort ahe (mhd. „Fluss, Wasser“) und das Bestimmungswort ûr (mhd. „Auerochse“), woraus sich die Erklärung ergibt „Gewässer, an dem sich Auerochsen aufhalten“. Ca. 1300 wird der Ort erstmals „Pettersaurach“ genannt. Die Ergänzung bezieht sich auf den Patron der Petersauracher Kirche, dem hl. Petrus.[6] Die erste urkundliche Erwähnung der Kirchengemeinde Petersaurach stammt aus dem Jahre 1390. Im Jahre 1528 wurde in Petersaurach die Reformation eingeführt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fanden hier rund 190 Glaubensflüchtlinge aus Österreich eine neue Heimat, die wesentlich zum Wiederaufstieg des Ortes beitrugen.[7]

Die Grund- und Landesherren in früherer Zeit waren die Bischöfe von Würzburg, dann das Kloster Gumbertus in Ansbach und deren Vögte. Im Laufe der Zeit bis zum Jahre 1400 erwarb das Kloster Heilsbronn alle Höfe in Petersaurach.

Bereits im Jahr 1560 wurde in Petersaurach unterrichtet, anfangs im Mesnerhaus. Erst im 19. Jahrhundert wurde die alte Schule, 1904 ein großes Schulgebäude neben der Kirche und 1956 eine neue Schule errichtet.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Windsbach aus dem Jahr 1608 werden für Petersaurach 55 Mannschaften verzeichnet: Die 17 Höfe und 38 Güter unterstanden dem Klosterverwalteramt Heilsbronn. Daneben gab es ein kommunales Hirtenhaus und das Pfarrhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.[8] Laut dem 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn ebenfalls aus dem Jahr 1608 werden 58 Mannschaften angegeben (15 Bauern, 43 Köbler).[9]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Petersaurach 65 Anwesen (6 Höfe, 2 Höflein, 7 Halbhöfe, 13 Güter, 1 Gut mit Schmiede, 18 Gütlein, 1 Badhaus, 3 Halbleerhäuser, 12 Tropfhäuser, 2 Wirtsgüter). Das Hochgericht übte das Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Klosterverwalteramt Heilsbronn inne. Neben den Anwesen gab es noch kirchliche Gebäude (Pfarrkirche, Pfarrgut), kommunale Gebäude (Schule, Kuh-Hirtenhaus, Schweine-Hirtenhaus) und herrschaftliche Gebäude (Oberförster-Gütlein).[10] Es gab zu dieser Zeit 59 Untertansfamilien.[11][12] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1806 kam Petersaurach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1808 das Steuerdistrikt Petersaurach gebildet, zu dem Höfstetten, Ketteldorf, Markttriebendorf, Neuhöflein, Petersaurach, Wicklesgreuth und Ziegendorf gehörten. Die Ruralgemeinde Petersaurach wurde im Jahr 1810 gegründet[13] und war deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Heilsbronn zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Windsbach. 1812 wurde auf dem Gemeindegebiet der Weiherhof gegründet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) erfolgte die Aufspaltung der Ruralgemeinde Petersaurach in

  • Ruralgemeinde Höfstetten mit Neuhöflein;
  • Ruralgemeinde Ketteldorf;
  • Ziegendorf zur Ruralgemeinde Altendettelsau;
  • Markttriebendorf zur Ruralgemeinde Betzendorf;
  • Weiherhof und Wicklesgreuth gehörten weiterhin zur Ruralgemeinde Petersaurach.[14]

Von 1862 bis 1879 gehörte Petersaurach zum Bezirksamt Heilsbronn, seit 1880 zum Bezirksamt Ansbach (1938 in Landkreis Ansbach umbenannt) und zum Rentamt Heilsbronn (1920–1929: Finanzamt Heilsbronn, ab 1929: Finanzamt Ansbach). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Heilsbronn, 1880–1956 Amtsgericht Heilsbronn, seit 1956 Amtsgericht Ansbach.[15] Die Gemeinde hatte ursprünglich eine Gebietsfläche von 10,213 km².[16]

Im Jahr 1818 reichte Wicklesgreuth ein Gesuch ein, mit dem Weiherhof eine eigene politische Gemeinde bilden zu dürfen. Dieses wurde jedoch abgelehnt.[17]

Im Jahr 1875 wurde die Gemeinde durch die Eisenbahn der Hauptstrecke Nürnberg–Ansbach erschlossen. 1894 bekam Petersaurach einen Bahnhof an der Nebenstrecke Wicklesgreuth–Windsbach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Einwohner
(1970)
Eingemeindungs-
datum
Bemerkungen
Altendettelsau 172 1. Januar 1972[18] Eingliederung von 167 der 172 Einwohner, Umgliederung der Froschmühle nach Neuendettelsau
Großhaslach 997 1. Mai 1978[19]
Herpersdorf 371 1. Januar 1972[18] Eingliederung von 288 der 371 Einwohner, Umgliederung des Hauptortes nach Lichtenau
Vestenberg 527 1. Mai 1978[19] Eingliederung von 475 der 527 Einwohner, Umgliederung von Thurndorf nach Weihenzell

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 3962 auf 4939 um 977 Einwohner bzw. um 24,7 %.

Gemeinde Petersaurach

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2015
Einwohner 495 554 604 651 666 658 689 699 688 704 701 752 767 792 827 824 872 875 1393 1405 1496 1800 3927 4577 5091 4894
Häuser[20] 90 98 127 143 144 157 177 260 1029 1443
Quelle [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [30] [31] [30] [30] [30] [32] [30] [30] [30] [33] [16] [34] [35] [36]

Ort Petersaurach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002015
Einwohner 426 490 578 583 576 633 691 1146 1142 1328 1491 2141
Häuser[20] 78 86 124 122 133 150 203 389
Quelle [21] [22] [24] [26] [29] [31] [32] [33] [16] [34] [35] [37]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gibt es die evangelisch-lutherischen Pfarreien St. Laurentius (Vestenberg), St. Maria (Großhaslach) und St. Peter (Petersaurach) mit den Filialen Friedenskirche (Wicklesgreuth) und St. Mauritius (Gleizendorf). Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Franziskus (Neuendettelsau) gepfarrt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bis 30. April 2008 Hans Fischer (Freie Wähler)
  • 2008–2020 Lutz Egerer (SPD). Egerer wurde 2014 mit 78,69 % der Stimmen im Amt bestätigt.
  • seit 1. Mai 2020: Herbert Albrecht (CSU).[38] Dieser setzte sich in der Stichwahl gegen Egerer durch.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat (einschl. Erstem Bürgermeister) seit der Kommunalwahl 2020 17 Mitglieder.

Partei Sitze 2008–2014 Sitze 2014–2020 Sitze seit 2020
SPD 4 7 3
CSU 8 7 6
Freie Wähler 6 4 2
Einigkeit 2 2 2
Grüne - - 3

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen
Wappen Gemeinde Petersaurach
Blasonierung: „Gespalten; vorne in Grün ein silberner Balken, überdeckt von einem gestürzten, schrägen goldenen Schlüssel; hinten geteilt von Gold und Rot mit zwei Eisenhüten in verwechselten Farben.“[39]

Die Gemeinde führt seit 1982 das heutige Wappen.

Wappenbegründung: Aus dem untergegangenen Wappen von Petersaurach stammt der goldene Schlüssel als Attribut des heiligen Petrus, der der Namenspatron der St. Peterskirche ist. Die Eisenhüte sind dem untergegangenen Wappen von Großhaslach entnommen. Sie weisen auf die Grafen von Oettingen hin, die ursprünglich Güter in Großhaslach hatten. Der silberne Balken in grünem Feld ist das Wappenbild der Herren von Vestenberg, die für alle drei Orte von großer Bedeutung waren.
Flagge

Petersaurach hat eine gelb-grün-weiße Gemeindeflagge.[40]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2004 bis 2016 war Petersaurach Teil der Kommunalen Allianz (Komm,A) zu der auch die politischen Gemeinden Bruckberg, Dietenhofen, Heilsbronn, Neuendettelsau und Windsbach gehörten. Seit 2016 ist die Gemeinde Teil der Allianz Kernfranken[41], die aus dem Zusammenschluss von Komm,A und LiSa (Lichtenau, Sachsen b. Ansbach) entstand.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Peter
  • St. Peter: Gotischer Chorturm 14./15. Jahrhundert mit später erfolgtem Sakristei- und Saalanbau
  • Pfarrhaus: von 1720 mit späteren Änderungen; zweigeschossig mit Ecklisenen
  • Haus Markgrafenplatz Nr. 2 (ehemaliges Markgrafengut): zweigeschossiger Bau des 18. Jhs. mit zweigeschossigem Giebel, Satteldach und Schleppgauben; zugehöriges Scheunengebäude.
  • Fraischstein: wohl des frühen 18. Jahrhunderts zwischen Markgrafschaft Ansbach und der ehemaligen nürnbergischen Pflegschaft Lichtenau; Sandstein mit giebelartiger Verdachung und nürnbergisches Wappenrelief auf der „Ziegendorfer Höhe“.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Ortskundige gilt vor allem die Kirchweih in Petersaurach mit der Wahl der Kärwasau (fränkisch für Kirchweihsau) als besondere Attraktion. Die Kirchweih findet jeden letzten Sonntag im August (von Freitag bis Montag) statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2412 führt nach Langenloh (2,3 km südwestlich) bzw. zur Bundesstraße 14 bei Gütlershof (2,2 km nördlich). Die Kreisstraße AN 19 führt nach Altendettelsau (2,1 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Wicklesgreuth zur Kreisstraße AN 10 (3 km westlich), nach Aich zur Staatsstraße 2410 (3,5 km östlich), nach Ziegendorf (1,9 km südlich) und nach Büschelbach (2,4 km südwestlich).

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen die Bahnstrecken Nürnberg–Crailsheim und Wicklesgreuth–Windsbach. Petersaurach ist mit den Haltepunkten Petersaurach, Petersaurach Nord und Wicklesgreuth an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen.

Der Bahnhof Wicklesgreuth im gleichnamigen Gemeindeteil wird von Regional-Express-Zügen der Relation Nürnberg-Stuttgart sowie der S-Bahn Nürnberg bedient. Zudem ist er Ausgangspunkt der Regionalbahn nach Neuendettelsau und Windsbach. Der Haltepunkt Petersaurach wird von Regionalbahnen der Relation Wicklesgreuth–Windsbach angefahren, am 2014 eröffneten Haltepunkt Petersaurach Nord verkehrt die Linie S4 der S-Bahn Nürnberg.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Arbeitgeber am Ort ist die RKW AG – Rheinische Kunststoffwerke, die im Südwesten von Petersaurach niedergelassen ist und Kunststofffolien produziert. In Langenheim bei Wicklesgreuth gibt es die Busch & Brunner GmbH & Co KG, die Farben herstellt. Im Gewerbegebiet Großhaslach siedeln bisher nur kleinere Firmen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Petersaurach gibt es eine Volksschule, welche für die Schüler der Gemeinde zuständig ist. Sie verteilt sich auf die Schulorte Petersaurach (Grund- und Hauptschule) und Großhaslach (Grundschule).

Breitbandausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde mit ihren Gemeindeteilen erhält nach und nach eine Glasfaser-Internetverbindung. Jeder Haushalt, der sich für dafür entscheidet, bekommt die Glasfaserleitung bis ins Haus gelegt. Somit hat die Gemeinde eine der schnellsten Internetverbindungen im Landkreis Ansbach und darüber hinaus.

Telefonvorwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Petersaurach gilt die Vorwahl 09872. Abweichend hiervon gelten

  • die Vorwahl 09802 in Adelmannssitz, Frohnhof, Külbingen, Langenheim, Schafhof, Vestenberg und Wicklesgreuth,
  • die Vorwahl 09824 in Neumühle und Steinbach,
  • die Vorwahl 09827 in Langenloh sowie
  • die Vorwahl 09874 in Altendettelsau und Ziegendorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Friedrich Sperl (1845–1913), Pfarrer in Petersaurach von 1886 bis 1913

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Margarete Bucklin, wurde 1594 zur Zeit der Hexenverfolgungen in einem Hexenprozess angeklagt. Sie wurde einen Monat lang wegen Hexereiverdachts gefangen gehalten, kam aber frei, da sie trotz heftiger Folter kein Geständnis ablegte. Die Grundlagen ihrer Existenz waren jedoch zerstört.
  • Wilhelm Ludwig Steinbrenner (* 6. Januar 1759; † 26. Dezember 1831 in Großbodungen), evangelischer Theologe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Petersaurach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 323 (Digitalisat).
  • Hermann Dallhammer: Petersaurach: Dokumentation einer Großgemeinde. Petersaurach 1996, DNB 1107020085.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 153.
  • Günther P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 132–133.
  • Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 898, 1005.
  • Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Windsbach im 17. Jahrhundert. Eine familiengeschichtliche Untersuchung (= Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte. Band 19). Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Nürnberg 2007, ISBN 978-3-929865-12-7, S. 53–61 u. passim.
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 257–269 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
  • Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 175–176.
  • Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, S. 182–184.
  • Gottfried Stieber: Peters-Aurach. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 619–622 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Petersaurach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Petersaurach – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. E. Fechter, S. 153.
  3. Karte der Gemeinde Petersaurach auf dem BayernAtlas
  4. Gemeinde Petersaurach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 14. September 2019.
  5. Georg Rusam: Lexikon Fränkischer Ortsnamen. In: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte. Band 17. Verlag die Egge, Nürnberg 1949, S. 93 (Digitalisat). Das Gelände wird als „sumpfiger oder doch nasser Boden in flach auslaufender Talmulde“ beschrieben.
  6. W.-A. von Reitzenstein, S. 175–176.
  7. E. Krauß, S. 53–61 u. passim.
  8. Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 7. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 732.
  9. Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 4. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 739.
  10. M. Jehle, Bd. 2, S. 898.
  11. Johann Bernhard Fischer: Petersaurach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, S. 407 (Digitalisat).
  12. J. K. Bundschuh, Bd. 4, Sp. 323.
  13. Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 963.
  14. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 44 (Digitalisat).
  15. M. Jehle, Bd. 2, S. 1005.
  16. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 757 (Digitalisat).
  17. M. Jehle, Bd. 2, S. 964.
  18. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 421.
  19. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707.
  20. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 2015 als Wohngebäude.
  21. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 71 (Digitalisat). Für die Gemeinde Petersaurach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Weiherhof (S. 100) und Wicklesgreuth (S. 103).
  22. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 150-144 (Digitalisat).
  23. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 174, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  24. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1043, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  25. Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 165 (Digitalisat).
  26. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1209, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  27. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, S. 61 (Digitalisat).
  28. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, S. 174 (Digitalisat).
  29. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1095 (Digitalisat).
  30. a b c d e f g h Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 165, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  31. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1160 (Digitalisat).
  32. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1197 (Digitalisat).
  33. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1029 (Digitalisat).
  34. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 171 (Digitalisat).
  35. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 330 (Digitalisat).
  36. Petersaurach: Amtliche Statistik des LfStat
  37. www.petersaurach.de
  38. Ihr Gemeinderat ab dem 1. Mai 2020. Gemeinde Petersaurach, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  39. Eintrag zum Wappen von Petersaurach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  40. Petersaurach. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 7. Februar 2020.
  41. www.kernfranken.eu