Deutscher Jugendliteraturpreis

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines [Bearbeiten]

Ausgezeichnet werden herausragende, anspruchsvolle Werke der internationalen Kinder- und Jugendliteratur. Neben den Arbeiten deutschsprachiger Autoren wurden in der Vergangenheit besonders häufig auch Bücher niederländischer, schwedischer, britischer und amerikanischer Autoren ausgezeichnet. Die Organisation liegt beim Arbeitskreis für Jugendliteratur. Die Sieger erhalten neben dem Preisgeld eine Bronzeplastik, die Michael Endes Romanfigur Momo nachgebildet ist. Die Liste der nominierten Titel wird auf der Leipziger Buchmesse Mitte März verkündet, und die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober statt. Oft wird ein Sonderpreis für das Gesamtwerk verliehen, der mit 10.000 Euro dotiert ist. In den Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch wird je ein Preis in der Höhe von 8000 Euro verliehen. Der Preis der Jugendjury ist ebenfalls mit 8000 Euro dotiert.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist der bedeutendste in Deutschland vergebene Preis für Literatur für Kinder und Jugendliche. Das Renommee des Preises zeigt sich unter anderem auch daran, dass Festivals wie das Harbourfront Literaturfestival, die lit.kid.cologne der lit.cologne oder das Kinder- und Jugendprogramm des internationalen literaturfestivals berlin in jedem Jahr zahlreiche Preisträger einladen.

Geschichte [Bearbeiten]

Vor 1981 hieß der Preis „Deutscher Jugendbuchpreis“. Seit Bestehen des Deutschen Jugendliteraturpreises wurden die Ausschreibungen vielfach abgeändert. So gab es in der Anfangszeit von 1956 bis 1963 nur Preisverleihungen in den zwei Kategorien Kinderbuch und Jugendbuch sowie einen zusätzlichen Sonderpreis, der jedes Jahr unter einem anderen Motto stand, z. B. schönstes Märchenbuch, bestes Bilderbuch, bestes Sachbuch o.ä. 1964 wurde der Sonderpreis abgeschafft und der Preis in den nächsten Jahren stattdessen um die Kategorien Bilderbuch und Sachbuch erweitert. Außerdem war es ab 1964 möglich, besondere Einzelleistungen wie Illustrationen oder Übersetzungen auszuzeichnen.

Kritikerjury [Bearbeiten]

Die Kritikerjury wird vom Vorstand des Arbeitskreises für Jugendliteratur für die Dauer von zwei Jahren gewählt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen. Die Jurymitglieder können maximal zwei Amtszeiten hintereinander absolvieren. Die Jury besteht aus neun Personen: der/dem Vorsitzenden und acht JurorInnen, von denen je zwei Fachleute der Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sind.

Für die Jahre 2011 und 2012 besteht die Kritikerjury aus folgenden Mitgliedern:

  • Vorsitzende: Susanne Helene Becker (seit 2009)
  • Sparte Bilderbuch: Antje Ehmann, Monika Trapp
  • Sparte Kinderbuch: Ina Brendel-Perpina, Miriam G. Möllers
  • Sparte Jugendbuch: Ulf Cronenberg, Annette Kliewer
  • Sparte Sachbuch: Heike Elisabeth Jüngst (seit 2009), Ute Henschel

Jugendjury [Bearbeiten]

Kritik [Bearbeiten]

Von unterschiedlichen Seiten wird der Deutsche Jugendliteraturpreis immer wieder kritisiert.

1960er und 1970er Jahre [Bearbeiten]

Bereits 1962 schrieb Arianna Giachi in der FAZ vom 23. November, der Preis sei eine „Zweckentfremdung von Bundesmitteln, die der Förderung der deutschen Jugendliteratur dienen sollten“. 1971 kritisiert Sybille Gräfin Schönfeldt in der ZEIT: „Kann die ehrenwerte Absicht des Staates, sogenannte gute Kinderliteratur zu prämiieren, um die Kinder vor sogenannter schlechter Lektüre zu bewahren, jemals überholt sein? Die Bücher, die jetzt in Würzburg mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden sind, lassen nur eine Antwort zu: Ja – dieser Preis ist überflüssig geworden, auch wenn es seine vierzig oder fünfzig Juroren noch nicht gemerkt haben sollten.“[1] Ihre Kritik bezieht sie vor allem auf die fünf 1971 ausgezeichneten Bücher: „Fünf Bücher, gegen die man nicht viel sagen kann, aber auch nicht viel dafür, ein vorsichtiger Edeldurchschnitt, etwas heile Welt, etwas Autorität: Kinder lernen immer noch das Wohlverhalten durch Angst und Schrecken am schnellsten.“

2000er Jahre [Bearbeiten]

2002 kritisierte der Verleger Otokar Bozejovski in einem offenen Brief die angeblich mangelhafte Qualität der Preisträger in der Bilderbuchsparte: „Der Deutsche Jugendliteraturpreis, vor allem in der Sparte Bilderbuch, ist keine Auszeichnung mehr.“[2] Klaus Humann stellte sich dieser pauschalen Kritik in einem ebenfalls offenen Brief entgegen: „Aber die Nominierungsliste ist fast immer dadurch aufgefallen, das Gängige mit dem Gewagten, das Schrille mit den Betulichen zu verbinden. Und das ist gut so und soll so bleiben. Diesen Wagemut wünschte man der Jury aber auch bei ihrer endgültigen Preisentscheidung. Mit Ihrer pauschalen wie ungerechten Kritik haben Sie weder sich noch der Sache des Bilder- und Kinderbuchs einen guten Dienst erwiesen.“[3]

2010er Jahre [Bearbeiten]

Kritisiert wird bis heute vor allem, dass der Deutsche Jugendliteraturpreis der einzige Staatspreis für Literatur in Deutschland ist. Und dass er ausschließlich international vergeben wird - im Gegensatz zu den meisten Preisen anderer Länder, die nur heimische Autoren erhalten können. Darüber hinaus haben es Bücher deutscher Autoren und Illustratoren deutlich schwerer, einen Preis zu gewinnen, als internationale. Dr. Otfried Wolfrun erstellte 2011 diesbezüglich Statistiken, aus denen er errechnet: "Eine für den DJLP vorgeschlagene Übersetzung hat es 9-mal leichter eine Nominierung zu erzielen als ein Originaltitel und 14-mal leichter einen Preis zu erhalten." [4]

Wolfgang Bittner schrieb ein Jahr später, am 25. Januar 2012, in der Neuen Rheinischen Zeitung unter der Überschrift „Ein Staatspreis für Lizenzen aus dem Ausland?“ über den Preis: „Deutsche Autorinnen und Autoren wurden nachweislich in den vergangenen Jahrzehnten in einer Weise benachteiligt, die skandalös anmutet. Sie haben kaum eine Chance, ihren Staatspreis zur Förderung der deutschen Kinder- und Jugendliteratur jemals zu erhalten, und sie gehen auch im Ausland leer aus, weil die dortigen Staatspreise, wie auch viele andere Literaturpreise, den eigenen Autoren vorbehalten sind. Hinzu kommt, dass neben deutschen Originalausgaben des Vorjahres Lizenzausgaben prämiert werden, das heißt Bücher, die sich in anderen Ländern bereits seit langem auf dem Markt bewährt haben und zum Teil ausgezeichnet worden sind.“[5]

Bislang, so lässt die Organisation, die den Preis alljährlich vergibt, verlauten, habe der DJLP "all diese Kritik, Anwürfe und Vorwürfe (und seien sie von noch so prominenter Stelle geäußert) ... in letzter Konsequenz unbeschadet überstanden." [6] Oder wie Wolfrun schreibt: "...der Arbeitskreis blieb „eisern“ und änderte die „großzügige Ausschreibung niemals". [7] [8]

Im März 2013 wandte sich Dr. Astrid van Nahl, Chefredakteurin von Alliterus, in einem offenen Brief an das Ministerium für Jugend, Senioren und Familie, welches den Preis stiftet und dem Arbeitskreis für Jugendliteratur dafür jährlich 600.000 Euro zur Verfügung stellt. [9] Dr. van Nahl: "Wir leben in einem Land, das seit einigen Jahren eine überreiche Kinder- und Jugendliteratur hervorbringt, die sich in keiner Weise verstecken muss und um die wir im Ausland oft genug beneidet werden. Aber manchmal, da gibt es offenbar Situationen (Ausnahme: Sport), da haben wir Deutschen immer noch nicht gelernt, auf eigene Leistungen stolz zu sein und diese ganz objektiv zu nach außen zu vermitteln ‒ und es ist keineswegs nationalistisch, das zu tun." [10]

Am 25. März 2013 erreichte sie ein Antwortschreiben von PD Dr. Gina Weinkauff, der Juryvorsitzenden des AKJ. Darin zitiert sie unter anderem Doris Breitmoser vom Goethe-Institut [11] „Der Deutsche Jugendliteraturpreis wurde 1956 ins Leben gerufen. Er war von Anfang an als internationaler Preis konzipiert. Dies entspringt einerseits dem historischen Kontext: Nach der Zeit des Nationalsozialismus war das Angebot an deutscher Kinder- und Jugendliteratur nur sehr begrenzt; Übersetzungen aus anderen Sprachen spielten in diesem Zusammenhang eine große Rolle und gaben wichtige Impulse für die Entwicklung der hiesigen Kinder- und Jugendliteratur. Daneben setzte man nach den Erfahrungen des zweiten Weltkrieges auf die völkerverbindende Kraft der Kinderliteratur: Schon früh sollten Kinder und Jugendliche über Bücher und Geschichten von fremden Ländern und Kulturen erfahren und so eine gewisse Weltoffenheit entwickeln. Beide Leitgedanken haben auch heute noch Gültigkeit und sind daher zentral bei der Ausschreibung und Vergabe des Deutschen Jugendliteraturpreises. Zum einen leisten Übersetzungen nach wie vor einen wichtigen Beitrag zu der Literatur, die in deutscher Sprache zugänglich ist, und bereichern diese. Zum anderen ist es gerade in einer globalisierten Welt wichtig, dass Kinder schon frühzeitig den Blick über den Tellerrand proben - u.a. mit Hilfe von Literatur.“ [12]

Dr. van Nahl erwiderte: "Aber es geht doch auch darum, dass die Autoren mit Liebe, Beziehungen, Ängsten und dem Gewaltpotenzial junger Menschen hierzulande arbeiten, Bücher schreiben über das Träumen und Größerwerden, nicht nur über unsere globale Welt, sondern über unsere ganz konkrete Gesellschaft hier und heute, wie sie vertraut ist und wo sie fehl geht. Kinder- und Jugendbücher sind auch politisch-soziale Auseinandersetzungen mit unserem Alltag, und das gilt es zu vermitteln. Wer könnte das besser als so viele unserer engagierten Autorinnen und Autoren, die oftmals nicht unter den einfachsten Bedingungen schreiben und es dennoch tun, weil sie etwas zu sagen haben und ihren Beitrag leisten zur —sagen wir ruhig etwas pompös—zur Verbesserung unserer Welt!" [13]

Die Übersetzerin Heike Brandt (selbst Mitglied des AKJ) schreibt in einer glühenden Stellungnahme für den Verband deutscher Übersetzer: "Übersetzung und Original sind nicht zwei unterschiedliche literarische Formen, sondern ein und dasselbe." und weiter: "Ein weiteres Argument (Anm.; der Initiative): Kindern soll durch original deutschsprachige Literatur die Besinnung auf die eigene kulturelle Identität [14] vermittelt werden. Was ist denn das? Wie definiert sich denn eine kulturelle Identität deutschsprachiger Menschen? Und droht die unterzugehen, weil Kinder nicht genügend Texte bekommen, die etwas vermitteln, von dem niemand weiß, was es ist?" [15]

Tatsächlich wurde der Preis nicht, wie Weinkauff behauptet, 1956 als "internationaler Preis konzipiert". Ursprünglich sollte er nur an deutsche Autoren gehen, die nach 1919 geboren wurden. Erst als klar wurde, dass es nicht genug davon gab, wurde der Preis international geöffnet, damals als Interims-Lösung. Auch die Idee, den Preis an Manuskripte zu knüpfen, wurde revidiert. Stattdessen geht er nun an bereits erschienene Bücher. [16] Kritik daran gibt es seit 1962: Als die Auszeichnungen aller Kategorien an Übersetzungen gingen, sprach die FAZ von „Zweckentfremdung von Bundesmitteln, die der Förderung der deutschen Jugendliteratur dienen sollten“. [17]Die Vergabekriterien des Preises wurden seit seiner Gründung oft verändert. "Es wäre ein eigenes und keineswegs kurzes Kapitel innerhalb der Geschichte des Preises, wollte man all die Änderungen aufzählen, die er seit seiner Begründung durchlaufen hat.", schreiben etwa Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp (Mitglied der Kritikerjury des DJLP 2000-2004) und Prof. Dr. Otto Brunken (Vorsitzender der Kritikerjury des DJLP 2003-2006) am 2. Mai 2013 in einer Stellungnahme. "Was man vor knapp sechzig Jahren noch nicht wissen konnte, zeigt sich heute in seinem ganzen Ausmaß – der Preis ist auf diese Weise in der Lage, der Globalisierung, von der gerade die Kinder- und Jugendliteratur in hohem Maße geprägt ist, Rechnung zu tragen. Nicht zuletzt dieser Ausrichtung des Preises verdankt die in Deutschland erscheinende Kinder- und Jugendliteratur ihr großes Ansehen, das sie weltweit genießt. Deutschland wird bis heute oftmals zu Recht für seine Sonderwege kritisiert, die das Land im Laufe der Geschichte wiederholt eingeschlagen hat. Man kann auch die Vergabepraxis des Deutschen Jugendliteraturpreises als einen Sonderweg bezeichnen." [18]

Im April 2013 griff die Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen[19] van Nahls Idee auf, den DJLP in jeder Sparte in zwei Kategorien, original deutschsprachig und ins Deutsche übersetzt - zu verleihen. In einem offenen Brief an die zuständige Ministerin Kristina Schröder schlagen die AutorInnen und Illustratorinnen vor, die Vergaberichtlinien des Deutschen Jugendliteraturpreises zu ändern. Die Initiative wurde von fast 500 Autoren und Illustratoren unterzeichnet[20], darunter auch von Gewinnern des Deutschen Jugendliteraturpreises wie Milena Baisch, Finn-Ole Heinrich, Klaus Kordon, Paul Maar, Salah Naoura, Ursula Poznanski und Anja Tuckermann. In der Presseerklärung heißt es unter anderem: "Die Welt, auch die der Bücher, hat sich verändert. Wir sind global, international, medial und interaktiv geworden. Es bedarf nicht mehr des DJLP, um darauf hinzuweisen, dass es in den USA oder in Japan interessante Bücher gibt. Heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. Unter anderem der, dass es viele gute Bücher in der (inter)nationalen Medienlandschaft schwer haben, gesehen zu werden. Bücher, die im eigenen Land nicht viel gelten, wenn sie nicht viel einbringen und die deshalb nie den Sprung ins Ausland schaffen. Bücher, die es dringend nötig hätten, dass jemand den Blick auf sie lenkt." [21]

Der Schriftsteller Klaus Kordon gibt unter seiner Signatur zu Protokoll: "Ich begreife nicht, weshalb es nicht möglich sein soll, eine solche Frage vernünftig zu erörtern. Denkverbote sollten verboten werden, und besonders die, die sich manche selbst auferlegen."[22] Literatin Root Leeb bemerkt: "Schade, dass sich hier in Deutschland immer noch die Frage nach der Berechtigung (und damit Förderung) der eigenen kulturellen Schöpfungen so schwer diskutieren lässt." [23]Salah Naoura überlegt: "Bei einer getrennten Nominierung von deutschen und übersetzten Büchern hätten doch auch viel mehr Übersetzungen als bislang die Chance auf eine Auszeichnung. (Ich bin schließlich selber leidenschaftlicher Übersetzer UND Autor!)" [24] Autorin Gritt Poppe findet: "Die Umsetzung dieses Vorschlages wäre eine kleine, längst fällige gesellschaftliche Anerkennung und ein wichtiges Signal für die Kinder- und Jugendbuchautoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich täglich um hohe Qualität bemühen." [25] und Raffik Schami schreibt: "International offen wird man nicht, wenn man lediglich vor Amerika in die Knie geht oder eurozentristisch auswählt, sondern wenn man z.B. auch Afrika, China, Indien, Lateinamerika, sowie die islamischen Länder beachtet, und vor allem sich selbst respektiert, und zusätzlich die Übersetzungen mit einem eigens dafür geschaffenen Übersetzerpreis des DJLP würdigt." [26]

Auf den offenen Brief der Initiative reagierte der Arbeitskreis für Jugendliteratur mit der Veröffentlichung von - teils bereits früher veröffentlichten -Expertenstimmen zur Internationalität des Deutschen Jugendliteraturpreises[27]. Prof. em. Birgit Dankert schreibt darin: "Internationalität bereichert das literarische Feld. Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist gerade mit einer solchen Zielsetzung gegründet worden (Bundesjugendplan 1956: Friedenserziehung durch Kinder- und Jugendliteratur aus aller Welt). Ich sehe keine politische Entwicklung, die eine Korrektur sinnvoll erscheinen ließe. Die ärgerliche Dominanz des angelsächsischen Kinder- und Jugendbuches ist – wie beim Film – eine Frage des Marktes (und manchmal leider auch der Qualität deutschsprachiger Manuskripte) und muss auch mit markt-wirksamen Aktionen bekämpft werden." [28]

Prof. Dr. Klaus Doderer fügt hinzu: "Um es mit den Worten Jella Lepmans, der Gründerin der Internationalen Jugendbibliothek in München zu sagen, die Jugend in Deutschland sollte an der ‚Weltliteratur der Jugend‘ teilhaben. Diese Vorstellung – sie war in der Nachkriegszeit als klare Antwort auf die nationalistischen Auffassungen in der Nazi-Zeit zu verstehen – ist heute nicht überholt. Im Gegenteil, der globale Aspekt hat eher an Bedeutung zugenommen." [29] Als Jüdin muss Jella Lepman 1936 mit ihren beiden Kindern vor den Nazis nach England fliehen. 1945 wird sie von der amerikanischen Besatzungsmacht gebeten, als "Re-Education"-Beraterin nach Deutschland zurückzukehren. Sie findet Zerstörung, Elend und Hunger - auch Hunger nach "Büchern aus der freien Welt, die zwölf Jahre lang verbannt gewesen waren". 1956 initiierte sie zusammen mit Erich Kästner den Hans-Christian-Andersen-Preis, den wichtigsten internationalen Preis für Kinder- und Jugendliteratur. In der Einleitung des Sammelbandes „Kindheit, Kindergestalten aus der Weltliteratur“, der 1961 erschien, schrieb sie: „Gebt uns Bücher, sagten die Kinder, gebt uns Flügel. Helft uns, ihr, die ihr mächtig und stark seid, uns in die Ferne zu verlieren.[30] [31]

Roswitha Budeus-Budde fordert: "Es sollte ein Preis sein, der international ausgerichtet, nicht nur den Lesern, sondern auch den Autoren den Blick öffnete für die literarischen Kulturen der ganzen Welt. Das Ergebnis nach fast 60 Jahren: Wir hier in Deutschland haben die internationalste Literatur von Europa, das ist unser Markenzeichen. Wer diese Kulturvielfalt leugnet und ändern will, fällt zurück in einen Provinzialismus, der nicht nur dem Ansehen des Deutschen Jugendliteraturpreises schadet.“ Budeus-Budde wünscht sich selbst ein neues Modell des DJLP: "Sie wünscht sich für die Zukunft die Beibehaltung der Nominierungslisten, aber lediglich die Prämierung eines einzigen Titels." sagte sie dem Börsenblatt 2005. [32] [33]

Christina Raabe fügt hinzu: "Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist seit fast 60 Jahren diesem Grundsatz der Weltoffenheit und Toleranz verpflichtet. Diesen Grundsatz zu kippen, wäre gerade heute ein irritierendes Signal in die Welt. Man sollte nicht zuletzt vorsichtig sein, die hohe Reputation, die die deutsche Kinder- und Jugendbuchbranche wegen ihrer internationalen Ausrichtung und Weltaufgeschlossenheit im Ausland genießt, aufs Spiel zu setzen.“[34]

Michael Schmitt stellt fest: "Der Deutsche Jugendliteraturpreis bewertet Kunst und Literatur und sichert ihr Aufmerksamkeit. Wer diese Anerkennung will, sollte vor der weltweiten Konkurrenz nicht zurückschrecken.“[35]

Besonders entsetzt reagiert Prof. Dr. Petra Josting: "Was mich an dem offenen Brief der Initiative besonders stört, ist die Deutschtümelei, die ihm zugrunde liegt und nicht dadurch relativiert wird, dass man eine Übersetzungssparte einrichtet. Ganz klar ist von einer ‚Benachteiligung der deutschsprachigen Originalliteratur‘ die Rede, von ‚muttersprachlicher Originalliteratur‘, auf die sich der DJLP konzentrieren müsse. Weiter heißt es: ‚Nicht nur die Förderung der Vermittlung von fremden Lebensbereichen und Kulturen‘ sei ‚wichtig, sondern mindestens ebenso die Förderung der Vermittlung der eigenen kulturellen Identität.‘ Und es kommt noch heftiger, wenn ich lesen muss: ‚Was für einen Eindruck mag die Literaturproduktion eines Landes im Ausland erwecken, in dem es zwar einen reichen Kinder- und Jugendliteraturmarkt gibt, wo aber kaum je ein deutschsprachiges Originalwerk den DEUTSCHEN JUGENDLITERATURPREIS bekommt."

Die Lehrerin Bettina A. Lamprecht vermerkt: "Das überquellende Angebot an original deutschsprachiger und übersetzter Literatur in den Buchläden überfordert viele. Ein renommierter Preis hilft bei der Auswahl."

Während Heike Brandt ihren offen Brief einleitet mit: "Denn die beklagte mangelnde Aufmerksamkeit liegt vor allem daran, dass in Deutschland Jahr für Jahr immer mehr Bücher für Kinder- und Jugendliche produziert und verkauft werden (2012 mehr als 8000 Titel) – das Angebot ist gewaltig und unüberschaubar, es wird eine Fülle von Büchern für Kinder und Jugendliche auf den Markt geworfen, die mit Literatur wenig zu tun haben und für den DJLP überhaupt nicht in Frage kommen, aber gute Umsätze und damit Geld in die Kassen bringen – nur nicht in die aller an dem Geschäft Beteiligten. Das ist sicherlich ein Problem – aber wie sollte ein Staatspreis das lösen?" [36]

Ute Hentschel, Buchhändlerin, erklärt: "Ein Preis, der ausschließlich deutsche Originalwerke berücksichtigt, wäre ein Nischenpreis und in keiner Weise mehr für den international ausgerichteten deutschen Buchhandel interessant. Somit würde ein solcher Preis seine marktrelevante Wirkung verlieren, die er jetzt in hohem Maße hat." [37]

Gudrun Mebs plädiert für die Globalisierung auch der Literatur: "Gerade dass dieser Preis sich so international präsentiert, ist ja seine einmalige Qualität! Oder fürchten gar meine Kollegen die internationale Konkurrenz? Flapsig kann ich da nur sagen: Schreibt bessere Bücher, dann kommt ihr gewiss auch in den Genuss des Preises (und des Preisgeldes, über das sich zum Glück oft auch nichtdeutsche Kollegen freuen dürfen)."

Kollege Jochen Till vermutet die Schuld bei den Verlagen: "Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wie viel literarische Innovation und wie viele tatsächlich herausragende Kinder- und Jugendbücher kommen denn aus Deutschland? Das liegt ganz sicher nicht nur an den Autoren, sondern vielmehr an den Verlagen, die einfach nichts Innovatives wagen, sondern ständig nur bereits Bewährtes abkupfern." [38]

Dr. Michael Schmitt von 3sat: "Wenn dieser Tage schon wieder gefordert wird, der Deutsche Jugendliteraturpreis möge sich doch bitte vor allem um die Förderung der deutschen Kinder- und Jugendbuchszene kümmern, dann klingt das leider so provinziell und verstaubt wie die gerade ebenso aktuellen Forderungen der ‚Alternative für Deutschland‘ nach der Rückkehr zur D-Mark." [39]

Dr. Caroline Roeder verspürt den Wunsch, sich zu entschuldigen: "Ich haben diesen Entgegnungen und überlegten Statements nichts wesentlich Neues hinzuzufügen. Möchte nur zu gerne den AutorInnen und Illustratorinnen, den internationalen, die gerade verbal zur Tür hinaus gejagt werden sollen, danken und mich für die empörende Debatte entschuldigen." [40]

Auch Jugendliche - aus Leserjurys - kommen in den Expertenstimmen des AKJ zu Wort. Wobei hier zu kritisieren ist, dass sie offenbar den Brief nicht kannten, zu dem sie sich äußern sollten und ihre Argumente deshalb nicht zutreffen. Salah Naoura schreibt: "Besorgniserregend an der Art der Kritik auf unseren offenen Brief ist vor allem, dass hier offenbar Kinder und Jugendliche der Jugendjury mit Falschmeldungen zu heftigen Reaktionen angestachelt wurden: LIEBE JUGENDJURY: Lest bitte unseren Brief SELBER und lasst euch nicht erzählen, was da angeblich drinsteht! Wir wollen niemandem verbieten, übersetzte Bücher auszuzeichnen, toll zu finden und zu lesen! Alles, was wir wollen, ist eine TRENNUNG von deutschen Büchern und Übersetzungn bei der Nominierung und Preisvergabe. Wenn ihr Fragen habt, warum wir das so besser fänden, dann fragt UNS!" [41]

Paula: "... meiner Meinung nach kann sich gerade Deutschland so ein Ausschließen nicht leisten..." [42] Katharina: "Für uns Jurys wäre zudem die Auswahl an geeigneten Büchern drastisch eingeschränkt, denn heutzutage ist es ja auch in vielen Verlagen so, dass öfter die ausländischen Bücher auf den Markt gebracht werden als die deutschen. Sollte man nicht vielleicht hier anfangen? Als aufstrebender Autor muss man in Deutschland schon sehr, sehr viel Glück haben, dass man sein Buch an einen Verlag verkaufen kann, denn die Top-Titel sind zu großen Teilen Übersetzungen - und so ist es kein Wunder, dass viele ausländische Bücher in den Händen der Jurys und auf den Nominierungslisten landen!" [43] Leon: "Ich muss schon sagen, dass die Forderung eine Unverschämtheit ist! Das Verhalten erinnert hierbei eher an ein kleines bockiges Kind, als an intellektuelle, erwachsene Autoren. Wird hier, wie in vielen Krisenzeiten ein Sündenbock gesucht, sodass man schließlich zur altbewährten Methode gegriffen hat: ‚Ausländer Raus!!!‘ (wie originell...) Diese panische Maßnahme ist nicht nur unüberlegt, sondern greift gleichzeitig noch die Zielgruppe, die Leser, an. Denn anstatt zu versuchen den Fehler bei sich zu suchen. Völlig außer Acht lassend, dass der Ursprung des Problems ist, die aktuell überwiegende Unfähigkeit der Mehrheit deutscher Autoren, junges Publikum durch Idee und Sprache zu begeistern.“ [44] "Damit ist mal wieder ein Klischee der Deutschen bestätigt: Wir sind zu engstirnig, wir haben unseren Nationalstolz und zeigen diesen auch allen, die ihn sehen wollen. Bisher war doch gerade die Internationalität des Deutschen Jugendliteraturpreises das Besondere, die uns im Ausland ein positives Bild verschafft hat! Ausländische Autoren kommen auf die Buchmessen, machen Buchtouren und zeigen sich mitunter sehr viel offener als ihre deutschen Kollegen! (...) Für mich klingt es unter Anderem so, als fühlten sich die deutschen Autoren von ebendieser ausländischen Themenvielfalt bedroht – weil sie wissen, dass sie dagegen wenig Chancen haben. Und wettbewerbsliebend, wie der Deutsche nun mal ist, muss diese Konkurrenz ausgeschaltet werden!" [45] und Johanna: "Allerdings ist ‚deutsch‘ immer noch kein Qualitätsmerkmal und es würde uns doch viel vorenthalten bleiben, wenn die ausländischen Bücher nicht mit einbezogen werden können. Und wo will man denn dann die Grenze ziehen? Meine Meinung ist deshalb, die ‚ausländischen‘ Bücher auf jeden Fall weiter für den Deutschen Jugendliteraturpreis im Rennen zu lassen, weil sie die Buchwelt bereichern und es nicht fair wäre, ein Buch aufgrund seiner Herkunft zu diskreditieren. Das halte ich für ein wichtiges Merkmal einer offenen, toleranten Gesellschaft, zu der wir alle schließlich erzogen werden, oder?“ [46]

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur wies als Reaktion auf die Forderungen der Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen und IllustratorInnen weiters darauf hin, dass andere deutsche Preise für Kinder- und Jugendliteratur ebenfalls internationale Literatur berücksichtigen, darunter der Luchs des Monats. Dass es sich dabei nicht um einen Staatspreis handelt, übersieht der AKJ dabei. [47]

Der bessere Vergleich liegt hinter der Grenze, wie Wolfrum 2011 in seiner Dokumentation des DJLP umreißt: Österreich hat bereits seit 1966 einen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur (ebenfalls in den Sparten Bilderbuch, Sachbuch, Kinderbuch und Jugendbuch), der nur an österreichische Autoren bzw. an deutschsprachige Autoren in österreichischen Verlagen vergeben wird. Zusätzlich wird ein Preis für die beste Übersetzung vergeben. [48] Mit dem Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis wird ein hervorragendes Einzelwerk der Kinder- und Jugendliteratur von Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft oder Wohnort in der Schweiz ausgezeichnet. Das Werk muss in einem Schweizer Verlag erschienen sein. Bei der Carnegie-Medal, der bedeutendsten Kinderbuchauszeichnung Englands, lautet die Teilnahmevoraussetzung: „To be eligible titles must have been first published in the UK or co-published elsewhere within three months.“ Bei dem weltweit ältesten Kinderbuchpreis, der amerikanischen Newbery Medal, heißt es kurz und bündig: „The Newbery Medal is awarded fort he most distinguished American children’s book published in the previous year.“ Für den holländischen Kinderbuchpreis lautet die Teilnahmebedingung: „De Gouden Griffel kann allen gewonnen worden dor een oospronkelijk Nederlandstalig book." [49] Dr. Gina Weinkauff fasst zusammen: "In Österreich, der Schweiz und diversen anderen Ländern gibt es außerdem Preise mit dem Ziel der Förderung der jeweils eigenen Literatur und im anglophonen Raum liegt der Übersetzungsanteil so niedrig, dass sich protektionistische Regelungen ohnehin erübrigen." [50]

Tilman Spreckelsen kommentiert die Initiative in der FAZ vom 5. Mai 2013 mit der Frage, "ob ein Autor nicht glücklicher ist, wenn er sich mit seinem Buch gegen die gesamte Konkurrenz auf dem Markt durchgesetzt hat. Statt nur gegen seine deutschen Kollegen."[51] Eine Frage, die er eigentlich selbst beantworten können müsste. Tilman Spreckelsen erhielt 2012 von der deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V. den "Volkacher Taler", einen Preis, der ausschließlich an deutschsprachige Autoren vergeben wird. [52] Die Preise der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. wurden mit initiiert vom Kinderbuchautor Paul Maar, der bereits 2005 feststellte, der DJLP verstelle "den Blick auf deutsche Nachwuchsautoren" [53] und dessen Unterschrift ebenfalls unter dem offenen Brief der Initiative zum DJLP zu finden ist.

Die Antworten von Ministerin Schröder zum offenen Brief der Initiative steht noch aus. [54] Ebenso wie die Antwort auf den letzten Brief von Dr. Astrid van Nahl. [55] Auch Dr. Otfried Wolfrun erhielt auf seine Frage nach der Rechtsgrundlage für die Vergabepraxis des DJLP bislang keine Antwort. Im Januar 2012 schrieb er an die Geschäftsführerin des Arbeitskreises für Jugendliteratur, Doris Breitmoser:

"Bei 6.000 neuen Originalwerken pro Jahr bedarf es wirklich nicht zusätzlicher Übersetzungen, um „die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur hierzulande zu fördern.“ Unsere Autoren leben nicht isoliert von aller Welt und sie kennen die Probleme und Befindlichkeiten ihrer Zielgruppen weit besser als etwa angloamerikanische oder britische Autoren. Von "von der internationalen Entwicklung abschneiden“ kann schon gar nicht die Rede sein. Es ist absurd: Alle wichtigen Titel der Welt sind übersetzt im Buchhandel zu haben, werden von den Verlagen beworben und können von den zahlreichen Vermittlungsinstanzen den potentiellen Käufern empfohlen werden. Dazu bedarf es nicht zusätzlich des DJLP." [56]

Ähnlich klingt die Stellungnahme von Gabriele Richter, Deutschlehrerin und Expertenstimme des AKJ: "Der Alltag unserer Schüler und somit der Jugendlichen ist nicht mehr nur ein deutscher. Sie haben ausländische Klassenkameraden, wohnen in einer Wohngegend mit Migranten zusammen, wachsen bilingual auf. Die Mitglieder der Lese AG der Bergschule in Heiligenstadt sind daran gewöhnt aus einem breiten Spektrum deutscher und übersetzter Literatur auszuwählen. Es wäre ein Rückschritt für sie als Jugendjury keine Übersetzungen mehr in der Auswahl zu haben. Ihre ganze Medienwelt ist ein Blick nach außen, das Internet lässt gar keine Einschränkung mehr zu." [57]

Prämierte Bücher [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Quellen [Bearbeiten]

  1. http://www.zeit.de/1971/28/brave-buecher-fuer-kinder/komplettansicht
  2. http://www.buchmarkt.de/content/4164-junge-zielgruppe.htm
  3. http://www.buchmarkt.de/content/4176-erste-reaktion-auf-den-offenen-brief-des-bohem-press-verlegers-.htm?hilite=-Klaus-Humann-
  4. http://www.laetitia-verlag.de/210/Dokumentation_zum_DJLP.html
  5. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17423
  6. http://www.aleki.uni-koeln.de/aktuelles/stellungnahme.shtml
  7. Schlepegrell, S.: Der Deutsche Jugendliteraturpreis und seine Ausschreibungen in Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.: Deutscher Jugendliteraturpreis 1956-1996, S. 24
  8. http://www.laetitia-verlag.de/210/Dokumentation_zum_DJLP.html
  9. http://www.laetitia-verlag.de/210/Dokumentation_zum_DJLP.html
  10. http://www.alliteratus.com/pdf/DJP_korrespondenz.pdf
  11. http://www.goethe.de/ins/it/lp/lhr/pro/gml/wiw/de5915472.htm
  12. http://www.alliteratus.com/pdf/DJP_korrespondenz.pdf
  13. http://www.alliteratus.com/pdf/DJP_korrespondenz.pdf
  14. http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturelle_Identit%C3%A4t
  15. http://www.jugendliteratur.org/global/downloads/PM%20Vd%C3%9C-internationale-Ausrichtung-DJLP.pdf
  16. http://www.laetitia-verlag.de/210/Dokumentation_zum_DJLP.html
  17. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/jugendbuchpreis-gegen-schmutz-und-schund-1384528.html
  18. http://www.aleki.uni-koeln.de/aktuelles/stellungnahme.shtml
  19. http://djlp-initiative.jimdo.com/
  20. http://djlp-initiative.jimdo.com/die-unterschriftenliste/
  21. http://www.buchreport.de/nachrichten/buecher_autoren/buecher_autoren_nachricht/datum/2013/04/24/hier-wird-nicht-nur-muell-produziert.html
  22. http://djlp-initiative.jimdo.com/unterschriften-statements/
  23. http://djlp-initiative.jimdo.com/unterschriften-statements/
  24. http://djlp-initiative.jimdo.com/unterschriften-statements/
  25. http://djlp-initiative.jimdo.com/unterschriften-statements/
  26. http://djlp-initiative.jimdo.com/unterschriften-statements/
  27. http://www.jugendliteratur.org/global/downloads/Expertenstimmen%20Internationalit%C3%A4t%20Deutscher%20Jugendliteraturpreis.pdf
  28. http://www.jugendliteratur.org/global/downloads/Expertenstimmen%20Internationalit%C3%A4t%20Deutscher%20Jugendliteraturpreis.pdf
  29. http://www.jugendliteratur.org/global/downloads/Expertenstimmen%20Internationalit%C3%A4t%20Deutscher%20Jugendliteraturpreis.pdf
  30. http://freiburger-rundbrief.de/de/?item=231#3
  31. Jella Lepman, Die Kinderbrücke, Sonderauflage der AvJ 1988. S. Fischer, Frankfurt 1964. Vorwort von Carl Zuckmayer
  32. http://www.boersenblatt.net/97205/
  33. http://www.jugendliteratur.org/global/downloads/Expertenstimmen%20Internationalit%C3%A4t%20Deutscher%20Jugendliteraturpreis.pdf
  34. http://www.jugendliteratur.org/global/downloads/Expertenstimmen%20Internationalit%C3%A4t%20Deutscher%20Jugendliteraturpreis.pdf
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