Zenit Sankt Petersburg

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Zenit Sankt Petersburg
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Voller Name Futbolny klub Senit Sankt-Peterburg
Gegründet 1925
Vereinsfarben blau-weiß-hellblau
Stadion Petrowski-Stadion
Plätze 21.570[1]
Präsident RusslandRussland Alexander Djukow
Trainer PortugalPortugal André Villas-Boas
Homepage www.fc-zenit.ru
Liga Premjer-Liga
2013/14 Vizemeister
Heim
Auswärts

Der FK Zenit Sankt Petersburg (russisch ФК «Зенит» Санкт-Петербург / FK „Senit“ Sankt-Peterburg) ist ein russischer Fußballverein aus Sankt Petersburg, der in der Premjer-Liga spielt und in den Spielzeiten 2007, 2010 sowie 2012 russischer Meister wurde. 2008 gewann die Mannschaft den UEFA-Pokal und damit den ersten internationalen Titel ihrer Vereinsgeschichte. Das Heimstadion ist das Petrowski-Stadion auf der gleichnamigen kleinen Insel in der Kleinen Newa (russisch Малая Нева).

Der Verein wurde 1925 unter dem Namen Stalinez (dt. „Staliner“, nach Josef Stalin benannt) gegründet. 1940 wurde der Verein in Zenit Leningrad umbenannt, mit der Rückbenennung Leningrads in Sankt Petersburg erhielt er seinen jetzigen Namen. 1938 spielte Zenit erstmals in der höchsten sowjetischen Liga.

Geschichte[Bearbeiten]

Sowjetunion[Bearbeiten]

Im Mai 1925 wurde im Leningrader Stalin-Metallwerk eine Fußballmannschaft gegründet, von der sich die Geschichte des Vereins ableitet.

In den ersten Jahren ihres Bestehens nahm die Mannschaft nur an den Bezirksligen teil. Nachdem sich die Mannschaft des Metallwerkes verstärkt hatte (nach Stärkung und Stabilisierung der Mannschaft), nahm sie unter dem Namen LMS (Leningrader Metallwerk) zum ersten Mal an der Stadtmeisterschaft teil. Kurz vor der Austragung der Klubmeisterschaften der UdSSR 1936 bekam der Sportklub den Namen Stalinez Leningrad.

Während der ersten drei Saisonen der UdSSR-Meisterschaft spielte Stalinez lediglich in der Gruppe B (2. Liga). 1938 jedoch stieg das Team aus Leningrad in die Gruppe A (1. Liga des sowjetischen Fußballs) auf. Im Jahr darauf spielte Stalinez im UdSSR-Pokalfinale gegen Spartak Moskau – eine Mannschaft, die damals in der Sowjetunion als unbesiegbar galt – und verlor mit 1:3. Wiederum ein Jahr später wurde der Verein in Zenit Leningrad umbenannt.

Im Jahre 1944, noch während des Zweiten Weltkrieges also, gewannen die Leningrader zum ersten Mal den UdSSR-Pokal. Damit wurde Zenit der erste nicht aus Moskau stammende Verein, der diesen Pokal gewann (im Finale 2:1 gegen ZDKA, heute ZSKA Moskau). Der Sieg hatte eine große Bedeutung für die ganze Stadt, zumal sie erst wenige Monate zuvor durch die Rote Armee von der Blockade der Wehrmacht befreit worden war.

Größere Erfolge errang der Verein dann erst wieder ab dem Ende der 1970er Jahre. Seit 1978 hatte Zenit mit Juri Morosow einen Trainer, der einen neuen Angriffsstil aufbaute und auch junge Leningrader Spieler in die Mannschaft integrierte. 1980 belegte Zenit den 3. Platz der UdSSR-Oberliga und qualifizierte sich erstmals für den UEFA-Pokal. In der Saison 1981/82 musste Zenit im UEFA-Pokal gegen Dynamo Dresden antreten, verlor daheim mit 1:2, in Dresden mit 1:4 und schied aus. Im Jahr 1983 kam mit Pawel Sadyrin ein neuer Trainer, der Verein belegte den 4. Platz in der Oberliga und erreichte das Pokalhalbfinale. Im Folgejahr wurde Zenit zum ersten und einzigen Mal sowjetischer Meister.

Russland[Bearbeiten]

Die Mannschaft aus St. Petersburg war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einer der Gründungsmitglieder der neugeschaffenen russischen Obersten Liga. Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 1992 belegte das Team in der Abstiegsrunde den 16. Tabellenplatz und musste in die zweitklassige 1. Division absteigen. Drei Spielzeiten benötigte der Verein, um wieder erstklassig zu spielen. Von 1996 bis 2000 wurden Plätze im Tabellenmittelfeld belegt. Erst im Jahre 2001 konnte erstmals der dritte Rang und in der Saison 2003, nach dem zehnten Platz aus dem Jahr 2002, die erste Vizemeisterschaft erkämpft werden. Die Saison 2004 und Saison 2006 schloss das Team jeweils auf dem vierten Platz ab. Dazwischen konnte in der Spielzeit 2005 der sechste Tabellenplatz erreicht werden.

In der Saison 2007 wurde Zenit St. Petersburg erstmals russischer Meister. In diesem Jahr hat sich Zenit St. Petersburg spielerisch enorm verstärkt und über den Hauptsponsor Gazprom viel Geld investiert. Bei der Teilnahme am UEFA-Pokal 2007/08 traf der Club in der Gruppenphase auf den 1. FC Nürnberg (2:2), und besiegte Bayer Leverkusen im Viertelfinale mit 4:1 und 0:1. Im Halbfinale gewann die Mannschaft gegen den Favoriten Bayern München, wo die Mannschaft im Hinspiel ein 1:1 erzielte und im darauf folgenden Rückspiel den deutschen Rekordmeister mit 4:0 bezwang. Das Finale gegen die Glasgow Rangers gewannen sie mit 2:0.

Im August 2008 gewannen sie zum ersten Mal den UEFA Super Cup in Monaco gegen Manchester United mit 2:1. Die Spielzeit 2008 beendete das Team auf dem fünften Rang. In der Gruppenphase der UEFA Champions League 2008/09 belegte die Mannschaft hinter Juventus Turin und Real Madrid und vor dem weißrussischen Überraschungsteam BATE Baryssau den dritten Platz und spielte somit in dem UEFA-Pokal 2008/09 weiter. Im Sechzehntelfinale wurde der VfB Stuttgart mit 2:1 und 2:1 besiegt. Das Achtelfinale wurde nach 0:2 und 1:0 gegen Udinese Calcio verloren.

Zenit nahm an der Qualifikation für die UEFA Europa League 2009/10 teil, wo sie allerdings gegen den portugiesischen Vertreter Nacional Funchal nach 3:4 und 1:1 in der Play-Off-Runde ausschieden. Im August 2009 gab der Verein bekannt, sich mit sofortiger Wirkung vom niederländischen Trainer Dick Advocaat zu trennen. Da sein Vertrag zum Saisonende (Dezember 2009) auslief und er sich öffentlich dazu bekannte, danach Nationaltrainer Belgiens zu werden, verschlechterte sich die Leistung der Mannschaft zunehmend. Auch seine Kritik an Sportchef Igor Kornejew war Ausschlag gebend für seine Entlassung. Er wurde durch den bisherigen Nachwuchstrainer Anatoli Dawydow ersetzt.[2] In der Saison 2009 belegte das Team den dritten Platz. Im Dezember 2009 übernahm der Italiener Luciano Spalletti den Chef-Trainerposten bei Zenit.

Bereits im Mai 2010 gewann der italienische Spezialist mit seiner neuen Mannschaft den nationalen Pokal und im November außerdem die Meisterschaft. In der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2010/11 wurde zunächst Unirea Urziceni bezwungen, anschließend jedoch die Play-off-runde gegen den AJ Auxerre verloren. Somit spielte die Mannschaft aus Sankt Petersburg in der Gruppe G der UEFA Europa League 2010/11 weiter, wo alle sechs Partien gegen RSC Anderlecht, AEK Athen und HNK Hajduk Split gewonnen wurden. Im Sechzehntelfinale wurde der BSC Young Boys überwunden. Im Achtelfinale musste sich Zenit dem FC Twente Enschede geschlagen geben.

Durch den Meisterschaftsgewinn 2010 qualifizierte sich der Verein für die Gruppenphase der UEFA Champions League 2011/12. Die Gegner in der Gruppe G waren FC Porto, Schachtar Donezk und APOEL Nikosia. Als Gruppenzweiter hinter dem zypriotischen Überraschungsteam schaffte die Mannschaft den Sprung ins Achtelfinale und traf dort auf den portugiesischen Verein Benfica Lissabon, dem Zenit mit 3:2 und 0:2 unterlag.

2012 folgte der dritte Meisterschaftsgewinn, der das Team aus der Metropole an der Newa zur Teilnahme an der Gruppenphase der UEFA Champions League 2012/13 berechtigte. In der Gruppenphase der UEFA Champions League erkämpfte die Mannschaft hinter FC Malaga sowie AC Mailand und vor RSC Anderlecht den dritten Rang und spielte somit in der UEFA Europa League 2012/13 weiter, wo im Sechzehntelfinale der FC Liverpool besiegt wurde. Anschließend schied Zenit gegen den FC Basel im Achtelfinale aus. In der Premjer-Liga 2012/13 konnte der Meistertitel nicht verdeidigt werden. Es reichte hinter dem ZSKA Moskau nur zur Vizemeisterschaft, wodurch Zenit in der Play-Off-Phase der UEFA Champions League 2013/14 gegen den FC Paços de Ferreira startete und diesen nach zwei Siegen bezwingen konnte. In der Gruppenphase traf das Team aus St. Petersburg auf Atlético Madrid, FC Porto und FK Austria Wien. Nachdem das Team die Gruppenphase als schwächster Zweiter mit sechs Punkten überstand, wurde ihnen für das Achtelfinale Vorjahresfinalist Borussia Dortmund zugelost. Dort verlor Zenit zuhause 2:4, gewann anschließend auswärts 2:1 und schied somit aus dem weiteren Wettbewerb aus.[3]

In der Saison 2014/15 gelang Zenit, nachdem in den Qualifikationsrunden AEL Limassol und Standard Lüttich bezwungen wurden, der Einzug in die Gruppenphase der Champions League[4] und schied als Tabellendritter aus dem Wettbewerb aus. Qualifizierte sich aber dadurch für das Sechszehntelfinale der UEFA Europa League 2014/15.

Stadion[Bearbeiten]

Das Petrowski-Stadion

Von 1950 bis 1992 diente das mittlerweile abgerissene Kirow-Stadion, das insgesamt 72.000 Zuschauern Platz bot, als Heimspielstätte für Zenit Sankt Petersburg. Im Jahre 1993 zog die Mannschaft in das 1925 erbaute und 21.570 Zuschauer fassende Petrowski-Stadion um.

Stadionneubau[Bearbeiten]

Die Hoffnungen für die baldige Umsetzung der Planungen des Clubs für ein neues und für die Champions League geeignetes Stadion auf dem Gelände des ehemaligen Kirow-Stadions auf der Krestowski-Insel (auch Kreuzinsel genannt) beruhen in erster Linie auf den prominenten Unterstützern und auf der Finanzkraft der Sponsoren.

Ende 2004 genehmigte der Stadtrat von Sankt Petersburg einen Stadionneubau. Im August 2006 entschied sich eine Jury für den Entwurf des japanischen Architekten Kisho Kirokawa. Der Entwurf Kirokawas für die Gazprom-Arena sieht ein reines Fußballstadion für 62.167 Zuschauer vor, das über ein verschließbares Dach sowie über einen ausfahrbaren Rasen verfügen wird, ähnlich der Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Der Baubeginn war im April 2007, die für 2010 geplante Fertigstellung[5] wurde aufgrund von Schwierigkeiten mit dem Baugrund und explodierenden Baukosten in Höhe von nunmehr insgesamt rund 930 Mio. Euro mehrmals nach hinten verschoben. Die Einweihung soll nun im Jahr 2017Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 stattfinden.[6] Auf der Homepage des Clubs kann der Baufortschritt mit zwei Webcams verfolgt werden.[7] Darüber hinaus werden in der Gazprom-Arena drei Vorrunden Spiele und ein Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft 2020 ausgetragen.

Erfolge[Bearbeiten]

Internationale Titel[Bearbeiten]

Zenit St. Petersburg im Finale des UEFA-Pokals, 14. Mai 2008. Foto: George Groutas

Nationale Titel[Bearbeiten]

Während der Zeit der Sowjetunion konnte der Verein zweifachen Erfolg aufweisen. Zum einen wurde er Pokalsieger im Kriegsjahr 1944 und zum anderen gewann „Zenit Leningrad“ die Meisterschaft im Jahre 1984 unter Pawel Sadyrin. Danach folgten die Pokalsiege 1999 und 2010, der Ligapokal 2003 und die erfolgreichen Meisterschaften in den Jahren 2007, 2010 sowie 2012. 2008 und 2011 gewann die Mannschaft den Russischen Supercup.

VIP-Fans[Bearbeiten]

Während der russische Präsident Wladimir Putin und die ehemalige St. Petersburger Gouverneurin (zurzeit Vorsitzende des russischen Föderationsrats) Walentina Matwijenko eher inoffiziell als Fans von Zenit gelten, hat sich Ministerpräsident Dmitri Medwedew als Vorsitzender eines Moskauer VIP-Fanclubs offen zu seinem Heimatclub bekannt. Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch war sein Leben lang Fan des Vereins.[8] Auch die Mitglieder der Band „Leningrad“ sind bekennende Anhänger des Fußballklubs. Mehrere Lieder wurden schon als Ehrerbietung an Zenit veröffentlicht.[9][10]

Kader 2014/15[Bearbeiten]

Stand: August 2014

Nr. Position Name
1 RusslandRussland TW Juri Lodygin
16 RusslandRussland TW Wjatscheslaw Malafejew
71 RusslandRussland TW Egor Baburin
2 RusslandRussland AB Alexander Anjukow
4 ItalienItalien AB Domenico Criscito
6 BelgienBelgien AB Nicolas Lombaerts
13 PortugalPortugal AB Luís Neto
14 SlowakeiSlowakei AB Tomáš Hubočan
19 RusslandRussland AB Igor Smolnikow
24 ArgentinienArgentinien AB Ezequiel Garay
33 SerbienSerbien AB Milan Rodić
57 RusslandRussland AB Dschamaldin Chodschanijasow
Nr. Position Name
5 RusslandRussland MF Alexander Rjasanzew
17 RusslandRussland MF Oleg Schatow
20 RusslandRussland MF Wiktor Faisulin
21 SpanienSpanien MF Javi García
28 BelgienBelgien MF Axel Witsel
35 PortugalPortugal MF Danny
44 UkraineUkraine MF Anatolij Tymoschtschuk
99 RusslandRussland MF Iwan Solowjow
7 BrasilienBrasilien ST Hulk
10 RusslandRussland ST Andrei Arschawin
11 RusslandRussland ST Alexander Kerschakow
23 VenezuelaVenezuela ST Salomón Rondón
77 MontenegroMontenegro ST Luka Đorđević

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Russland und ehemalige Sowjetunion

Sonstiges Europa

Rest der Welt

Trainer[Bearbeiten]

(seit 1991)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zenit Sankt Petersburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petrowski-Stadion (russisch)
  2. http://www.transfermarkt.ch/de/news/30380/trainerwechsel-beim-uefa-cup-sieger-von-2008.html
  3. http://de.uefa.com/uefachampionsleague/season=2014/matches/round=2000480/match=2011863/postmatch/report/index.html
  4. http://de.uefa.com/uefachampionsleague/season=2015/matches/round=2000547/match=2014213/postmatch/quotes/index.html
  5. http://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?folder=sites&site=neubau_fotos_modell&id=67
  6. Milliardenbau bis 2017 fertig gestellt
  7. Веб-камеры
  8. 11freunde.de, Katja Petrowskaja: Er wollte uns inspirieren, vom 24. April 2008
  9. www.shnur.de: Track Nr. 15 auf dem Album "Pulja" ("Zenit")
  10. www.shnur.de: Track Nr. 6 auf "Dlja Millionow" ("Ole-Ole")