Saint-Martial-d’Albarède

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Saint-Martial-d’Albarède
Sent Marçau d’Aubareda
Wappen von Saint-Martial-d’Albarède
Saint-Martial-d’Albarède (Frankreich)
Saint-Martial-d’Albarède
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Isle-Loue-Auvézère
Gemeindeverband Isle-Loue-Auvézère en Périgord
Koordinaten 45° 20′ N, 1° 2′ OKoordinaten: 45° 20′ N, 1° 2′ O
Höhe 132–286 m
Fläche 10,28 km2
Einwohner 469 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 46 Einw./km2
Postleitzahl 24160
INSEE-Code

Saint-Martial-d’Albarède – Ortsansicht

Saint-Martial-d’Albarède (okzitanisch Sent Marçau d’Aubareda) ist eine südfranzösische Gemeinde mit 469 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016 Aquitaine). Sie besteht aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Saint-Martial-d’Albarède liegt gut 38 km (Fahrtstrecke) nordöstlich von Périgueux am Flüsschen Loue im waldreichen Périgord vert in einer Höhe von ca. 145 m.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 930 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 654 844 615 467 403 475

Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde war und ist immer noch in hohem Maße landwirtschaftlich orientiert, wobei auch die Viehzucht eine beträchtliche Rolle spielt. Im Ort selbst haben sich Handwerker und Kleindienstleister angesiedelt. Im 17./18. Jahrhundert gab es kleinere Metallschmelzen zur Eisenerzgewinnung; im Jahr 1928 wurden drei Kalkbrennöfen errichtet, die bis 1958 in Betrieb waren. Die Brauerei Gangloff nahm im Jahr 1855 den Betrieb auf. Seit den 1960er Jahren werden einige leerstehende Häuser als Ferienwohnungen (gîtes) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte das Gebiet zu einem Priorat der Abtei Saint-Martial von Limoges. Nach den Wirren des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) kam der Ort im Jahr 1613 an die Grafen von Périgord.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Église Saint-Martial hat einen mittelalterlichen Ursprung, doch wurde der kleine, aus behauenen Bruchsteinen errichtete Bau mehrfach verändert. Eine Kirchenglocke wurde im Jahr 1726 gegossen und im Jahr 1991 unter Denkmalschutz gestellt.[3]
  • Am Ortsrand stehen drei Kalkbrennöfen und der Gebäudekomplex der Brauerei Gangloff.
  • Ein restauriertes Waschhaus (lavoir) befindet sich am Ufer der Loue.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Francis-André Boddart: Saint-Martial-d’Albarède, village du pays d’Excideuil en Haut-Périgord : le paradoxe du pauvre mais bon terroir. 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Martial-d’Albarède – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saint-Martial-d’Albarède – Karte mit Höhenangaben
  2. Saint-Martial-d’Albarède – Klimadiagramme
  3. Saint-Martial-d’Albarède, Cloche in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)