Saint-Priest-les-Fougères

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Saint-Priest-les-Fougères
Sent Prich las Fougieras
Saint-Priest-les-Fougères (Frankreich)
Saint-Priest-les-Fougères
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Thiviers
Gemeindeverband Pays de Jumilhac-le-Grand
Koordinaten 45° 33′ N, 1° 1′ OKoordinaten: 45° 33′ N, 1° 1′ O
Höhe 248–411 m
Fläche 20,86 km2
Einwohner 376 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 24450
INSEE-Code

Château d’Oche

Saint-Priest-les-Fougères (okzitanisch Sent Prich las Fougieras) ist eine französische Gemeinde mit 376 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Nordosten des Départements Dordogne, Region Aquitanien. Sie ist integraler Bestandteil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Priest-les-Fougères liegt drei Kilometer östlich von La Coquille und 12 Kilometer südsüdöstlich von Châlus (Luftlinie). Die Gemeinde ist Grenzgemeinde zum Département Haute-Vienne. Sie wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:

Neben dem Ortskern besteht die Gemeinde aus folgenden Weilern, Gehöften, Mühlen und einem Schloss: Bourdoux, Champelot, Chantalouette, Château d'Oche, Ciarlet, Coutancie, Dienne, Gué des Billes, Hièras, La Bastide, La Bessoulie, La Bourdeille, La Brégère, Labey, Le Boucheron, Le Bourg, Le Fraisse, Le Moulin de Ribeyreix, Le Moulin du Boucheron, Le Moulin Neuf, Le Petit Bost, Le Petit Moulin, Le Repaire, Les Champs Jaurès, Logebrenaud, Mas d'Arneix, Oche, Pré du Rieu, Puyssibot, Ribeyreix, Sireyjol, Tirepierre und Tour Bel-Air.

Der Ostteil des Gemeindegebietes von Saint-Priest-les-Fougères wird vom Périgord durchzogen, der, vom Forêt de Vieillecour kommend, anfangs in südwestlicher Richtung abfließt, dann aber auf Südrichtung dreht. Die Westgrenze der Gemeinde wird von der Valouse gebildet, die ebenfalls in südwestlicher Richtung fließt. Der Südabschnitt wird von der Rochille und ihren Seitenarmen entwässert, einem linken Nebenfluss der Valouse.

Der topographisch tiefste Punkt im Gemeindegebiet mit 248 Meter liegt an der Südgrenze südöstlich von Oche; hier verlässt der Périgord die Gemeinde in Richtung Südosten. Der höchste Punkt mit 411 Meter befindet sich im äußersten Norden bei Sireyjol an der Grenze zu Saint-Nicolas-de-Courbefy (Gemeinde Bussière-Galant) im Forêt de Vieillecour.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Saint-Priest-les-Fougères liegt vollständig auf dem metamorphen Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central. Die anstehenden Gesteine bilden Teil der Unteren Gneisdecke, es handelt sich hier vorwiegend um Paragneise, glimmerschiefrige Paragneise und feinkörnige Leptynite. Die Paragneise dürften aus spätneoproterozoischen Grauwacken und mehr tonigen Ausgangsgesteinen hervorgegangen sein. Die granitischen Leptynite werden dem Ordovizium zugerechnet.

Die Grundgebirgsgesteine werden auf den Höhenrücken zwischen den Flussläufen meist von pleistozänen Alteriten verdeckt, in der Regel Kolluvium fluviatilen Ursprungs. Bei Tour Bel-Air im Süden sind auch noch Flusssedimente erhalten, die möglicherweise ins Pliozän zurückgehen. Die Schotter bestehen aus bis zu 30 cm großen Quarzgeröllen, eingebettet in einer Sandmatrix.

Die Metamorphite haben überall die Staurolithzone erreicht, können aber auch höher metamorph vorliegen (Disthen- und Sillimanitzone), insbesondere im Norden des Gemeindegebiets mit Annäherung an den Saint-Nicolas-Courbefy-Granit (Gemeindegebiet von Saint-Pierre-de-Frugie).

Der Westen der Gemeinde an der Valouse wird noch von der Nordost streichenden La Coquille-Störung berührt, mit der ein Umbiegen der regionalen Foliation in dieselbe Richtung assoziiert ist. Außerdem bildete sich etwas weiter östlich ein parallel laufender, antiklinaler Rücken, in dessen Kern die glimmerschiefrigen Paragneise anstehen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältestes Bauwerk in Saint-Priest-les-Fougères ist die romanische Ortskirche. Das Château d'Oche geht ins 15. Jahrhundert zurück.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • romanische Ortskirche, die im 17. Jahrhundert baulich stark verändert wurde (sie erhielt unter anderem ihren achteckigen Kirchturm im Limousinstil)
  • Château d’Oche mit Überresten aus dem 15. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert neu erbaut
  • Manoir de la Bastide (Herrensitz)

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Saint-Priest-les-Fougères quert von Westen aus La Coquille kommend die D 79; sie führt nach dem im Südosten liegenden Jumilhac-le-Grand. Über die D 79 wird der Ort an die N 21 angebunden, die Hauptverkehrsachse von Limoges nach Périgueux. Der Ort hat über Kommunalstraßen ferner Anschluss nach Saint-Pierre-de-Frugie im Nordwesten, nach Ladignac-le-Long im Nordosten und nach Chalais im Südwesten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Briand, B. et al.: Feuille Châlus. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
  • Guillot, P.-L. et al.: Feuille Thiviers. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
  • Dominique Richard (Hrsg.): Le Guide Dordogne-Périgord. Fanlac, Périgueux 1993, ISBN 2-86577-162-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Priest-les-Fougères – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien