Teyjat

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Teyjat
Taijac
Teyjat (Frankreich)
Teyjat
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Villages du Haut-Périgord
Koordinaten 45° 35′ N, 0° 35′ OKoordinaten: 45° 35′ N, 0° 35′ O
Höhe 120–247 m
Fläche 16,99 km2
Einwohner 278 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km2
Postleitzahl 24300
INSEE-Code

Teyjat (okzitanisch Taijac[1]) ist eine französische Gemeinde mit 278 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Kanton Périgord Vert Nontronnais (bis 2014: Nontron) und bildet einen Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde (französisch commune) Teyjat umfasst die Weiler Barancourt, Beaumont, Bellevue, Boisbernard, Boisseuil, Bouère, Braugnac, Caillaud, Chauffour, chez Gourjout, chez le Mège, la Borie, la Rondée, Laudonie, Lauterie, le Bouchage, le Chatelard, le Forrestier, le Forrestier Haut, les Penauds, les Plaines, Malibas, Quillac und Veaubrunet.

Das Gemeindegebiet wird zentral vom Marcourive durchflossen, einem rechten Nebenfluss des Bandiat. Auf seiner Nordseite wird es vom Ruisseau de l'Étang d'Assat und auf seiner Südseite vom Merlancon begrenzt - beides ebenfalls rechte Nebenflüsse des Bandiat.

Der Ortskern der Gemeinde ist über eine Straße an die etwas weiter im Westen verlaufende D 75 von Nontron nach Marthon angebunden, er befindet sich etwa 3,5 Kilometer von der Hauptstraße entfernt. Über drei weitere Straßen bestehen Verbindungen zur im Süden vorbeiziehenden D 93 von Javerlhac nach Étouars und anschließend nach Piégut-Pluviers. Auch die im Norden gelegene D 92 von Mainzac und La Chapelle-Saint-Robert nach Piégut-Pluviers wird über Straßenverbindungen erreicht.

Das Gemeindegebiet wird von folgenden Gemeinden umgeben:

Der orographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes mit 120 Metern über dem Meer liegt kurz vor der Einmündung des Marcourive in den Bandiat am Westrand, der höchste Punkt mit 247 Metern am Ostrand nördlich der Ziegelei Bellevue an der D 93.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marcourive etwas oberhalb von Teyjat

Im Osten berührt das Gemeindegebiet Gesteine des variszischen Grundgebirges. So schneidet der Ruisseau de l'Étang d'Assat in seinem Oberlauf metatexitische Paragneise an und der Marcourive legt in seinem Oberlauf den Piégut-Pluviers-Granodiorit bloß. Auf den Grundgebirgsgesteinen folgen dann flussabwärts die transgressiven Liassedimente - feldspathaltige, grobe Sandsteine des Hettangiums (Basistransgression), gefolgt von Arkosen und rotgefärbten, kryptokristallinen Dolomiten. Das Sinemurium fehlt. Über dem Hettangium lagern erneut transgressiv Sedimente des Pliensbachiums, Toarciums und des Aaleniums - im Wesentlichen Tonsteine und graue Mergel mit detritischen Einschaltungen. Die Tonsteine liefern den Rohstoff für (mittlerweile stillgelegte) Ziegeleien am Ostrand des Gemeindegebiets. Es folgen dann Sedimente des Doggers, die flächenmäßig den größten Teil für sich in Anspruch nehmen. Sie liegen meist in einem rekristallisierten Zustand vor - so beispielsweise im Ortskern als an Störungen gebundene Rosettenfazies (radiale Kalzitkristalle). Gelegentlich lassen sich auch noch unveränderte Sedimente erkennen - oberes Bajocium, bestehend aus weißen Oolithkalken. Auf den Höhenrücken zwischen den Flusstälern werden die flachliegenden mesozoischen Sedimente von kolluvialen Lockersedimenten des Pleistozäns und zwei tertiären Schuttzungen (mit gerundeten Flussgeröllen) verdeckt.

Am Westrand des Gemeindegebietes bei Barancourt zieht die Nordwest-Südost-streichende Störungszone Javerlhac-Varaignes durch, welche mit Sphalerit, Bleiglanz und Baryt vererzt ist. Ihr Verlauf wird ferner durch eine natürliche Quelle (Fontaine de Sainte-Marguerite) markiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vorgeschichtliche Anwesenheit des Menschen wird eindeutig durch die Höhle von Teyjat belegt, in der sich etwa 40 Ritzzeichnungen aus dem späten Magdalénien (um zirka 10 000 v. Chr.) befinden. Dargestellt sind Hornträger wie Wisente, Rinder, Rentiere und Hirsche. Ganz in der Nähe liegt noch der Abri Mège, der auch bereits sehr früh besiedelt gewesen sein dürfte. Auf einer Anhöhe bei Veaubrunet finden sich (die recht spärlichen) Überreste eines Dolmens aus der Megalithzeit, erbaut aus Granodiorit und Paragneis.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Bevölkerungs-
dichte
Prozentual
im Kanton
1962 379 22/km² 3,5 %
1968 363 21/km² 3,5 %
1975 372 22/km² 3,7 %
1982 364 21/km² 3,7 %
1990 309 18/km² 3,2 %
1999 320 19/km² 3,5 %
2006 267 15/km² 2,9 %
2007 269 15/km² 2,9 %

[2]

Die Bevölkerungszahlen sind generell rückläufig, mit besonders starken Einbrüchen nach 1982 und 1999.

Kartinganlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Weiler Beaumont und Laudonie befindet sich eine Kartsportanlage.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höhle von Teyjat (franz.: Grotte dite de la Mairie)
  • Schloss im Weiler le Chatelard

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Okzitanischer Name der Gemeinden im Périgord, Website des Conseil général de la Dordogne
  2. Insee, Population légale 2006

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Pochat, G. u.a. (1986). Carte géologique de la France à 1/50 000. Feuille Montbron. BRGM.